Echter „falscher“ 

Kimono!

Aus dem GefĂŒhl heraus, sich beschĂŒtzt fĂŒhlen zu wollen, entstand vor 25 Jahren meine Idee, Kimonos zu schneidern.

GeschĂŒtzt sein, sich bedecken zu können und doch frei und uneingeschrĂ€nkt zu fĂŒhlen, sich in leichten Stoff hĂŒllen zu können, der sich einfach gut anfĂŒhlt – genau das wollte und will ich meinen Kundinnen und Kunden anbieten.
Als mir das erste Mal die Idee kam, Kimonos zu nĂ€hen, hatte ich zuerst bloß vor, ein paar Stoffreste zu verarbeiten. Bald sah ich dann aber, wie sich daraus wunderbare Kleidungs­stĂŒcke herstellen ließen.
So begann ich, interessante Muster zu kombinieren, Neues auszuprobieren, die Muster zueinander zu bringen und schöne, aber auch schrĂ€ge und witzige oder vertrĂ€umte Kombinationen zu nĂ€hen. Seither fasziniert mich diese Arbeit. Ich liebe, was ich tue. Maßanfertigungen sind bei mir genauso erwĂŒnscht wie ein Einkauf von der Stange. Ich fertige ab und zu auch Mini-Kollektionen an, die meisten meiner Kimonos sind jedoch Einzel­stĂŒcke, also Unikate, die es so nirgendwo anders noch einmal gibt. 

 

Material: Schnittpapier, Schneiderlineal, Schere, Stecknadeln, passendes NĂ€hgarn und Stoff (fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe S, LĂ€nge 110 cm, benötigen wir 3 Meter Stoff bei 140 cm Breite)Zugeschnitten werden 2 x die Vorderseite, 2 x Ärmel, 2 x GĂŒrtel, 2 x Blende, 1 x RĂŒckenteil. Das RĂŒckenteil legen Sie an den Stoffbruch.

Stecken Sie die Schnittmuster mit Steck­nadeln auf dem Stoff fest. Schneiden Sie die Schnitte zuzĂŒglich 1–1,5 cm Nahtzugabe aus, fĂŒr den Saum unten und an den Ärmeln 7 cm Saumzugabe. Bitte bĂŒgeln Sie jede Naht, es lohnt sich!Wenn Sie sich unsicher sind, dann heften Sie jede Naht.

 

NĂ€hen: Legen Sie die Vorderteile mit der Stoffseite „rechts auf rechts“ auf das RĂŒckenteil. Stecken Sie die SchulternĂ€hte von Vorder- und RĂŒckenteil rechts auf rechts aufeinander. NĂ€hen Sie die SchulternĂ€hte zusammen und versĂ€ubern Sie die Nahtzugaben mit einem großen Zickzackstich. SĂ€umen Sie die Kanten der Vorderteile vom Ende des Halsausschnittes bis zum Saum.

NĂ€hen Sie die Enden der Blende rechts auf rechts aufeinander. Legen Sie die Blende rechts auf rechts auf den Halsausschnitt, rĂŒckwĂ€rtige Mitte des RĂŒckenteils und rĂŒckwĂ€rtige Mittelnaht der Blende liegen genau aufeinander.

Die offene Kante der Blende befindet sich ĂŒber der Nahtzugabe. Stecken Sie die Blende fest, beginnen Sie damit an der rĂŒckwĂ€rtigen Mitte.

NĂ€hen Sie die Blende fest und bĂŒgeln Sie die Naht­zugabe in das RĂŒcken- bzw. das Vorderteil. Steppen Sie die Nahtzugabe der Blende von rechts einige Millimeter breit ab. Bei Bedarf arbeiten Sie einen AufhĂ€nger ein.

Nahtzugaben der Vorder- und RĂŒckenteile sowie der Ärmel versĂ€umen. Legen Sie die Ärmel rechts auf rechts auf Vorder- und RĂŒckenteil, die Ärmelmitte trifft genau auf die Schulternaht. Stecken Sie die Ärmel fest und nĂ€hen Sie sie an. Vorder- und RĂŒckenteile des ­Kimonos rechts auf rechts aufeinanderlegen.

Stecken Sie die Seiten aufeinander und nĂ€hen Sie die SeitennĂ€hte, beginnend an der Ärmelnaht, zusammen und anschließend die ÄrmelnĂ€hte. SĂ€umen Sie die ­ÄrmelnĂ€hte und den Saum.

 

NĂ€hen Sie die Enden des GĂŒrtels rechts auf rechts aufeinander. Dann der LĂ€nge nach rechts auf rechts legen und nĂ€hen. Anschließend umstĂŒrzen und bĂŒgeln, den Saum der Enden einklappen und der LĂ€nge nach absteppen. Schlaufen fĂŒr den GĂŒrtel aus den Stoffresten nĂ€hen und ca. 10 cm bzw. nach Bedarf unterhalb der ­Ärmel auf der Naht anbringen. Taschen sĂ€umen und auf den Vorderteilen annĂ€hen.

 

Wer will, kann den Kimono nach seinen WĂŒnschen mit Stofffarbe und Schablone verzieren.

Die Designerin

Daniela Pammer

Ich lege großen Wert auf QualitĂ€t, auf gutes Material und schöne Verarbeitung, französische NĂ€hte, gute NĂ€hseiden, qualitative Handarbeit. Genial finde ich es, wenn Kundinnen und Kunden mir Stoffe bringen, in die sie sich verliebt haben, und ich den Auftrag bekomme, ihnen daraus einen Kimono nach Maß zu fertigen, teilweise auch aus antiken Stoffen.Diese StĂŒcke haben immer etwas ganz besonders Persönliches, etwas, das es nicht noch einmal gibt, eine Geschichte hinter dem KleidungsstĂŒck.

 

kimonowerkstatt

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