MADEIRA

Das Paradies im Atlantik.

Siebenhundert Kilometer vor der Küste Afrikas liegt eine einzigartige Insel im Atlantischen Ozean. Wildromantische Küsten, uralte Wälder, reizvolle Gebirgslandschaften, prächtige Gärten und Parks mit einem enormen Reichtum an Pflanzen aus aller Welt, eine entzückende Hauptstadt und ihr ganzjährig mildes Klima machen sie so außergewöhnlich.

 

Text und Fotos: Uschi Widhalm

Schon ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Insel Madeira gerne als Kurort aufgesucht. Schriftsteller, Politiker und Aristokraten waren auf der Insel vor allem im ­glamourösen, 1891 eröffneten Reid‘s Palace anzutreffen. Auch die reisefreudige Kaiserin Sisi genoss hier die auch im Winter angenehmen Temperaturen, beklagte aber angeblich den Mangel an Abwechslung.
Heute bietet Madeira eine Fülle an Unterhaltung. Es hat schon lange sein Image als „Pensionisten-Insel“ abgelegt und ist ein Reiseziel für alle Altersgruppen geworden. Mit 57 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite hat Madeira rund 1.300 Kilometer Wanderwege in schroffen Gebirgslandschaften, entlang felsiger Steilküsten sowie durch riesige Lorbeer­wälder und legt Wanderern buchstäblich ein Paradies zu ­Füßen. Aber auch Taucher, Surfer, Radfahrer und Extremsportler haben die Insel für sich entdeckt. Ausflüge entlang der Küste, um Wale und Delfine zu beobachten, oder eine Jeep-Safari bringen auch für weniger Aktive Abwechslung. Für Entspannung sorgen viele wunderbare Hotels.
Die Insel besitzt eine überaus üppige und artenreiche Pflanzenwelt. Gewächse aus aller Welt werden seit der ersten Besiede­lung Anfang des 15. Jahrhunderts und besonders seit etwa 200 Jahren in öffentlichen und privaten Gärten und Parkan­lagen kultiviert, die sich hauptsächlich in der Hauptstadt Funchal und deren Umgebung befinden. In dieser Stadt mit kolonialem Charme findet man bemerkenswerte Bauwerke und interessante Museen. Eine Entdeckungsreise auf dieser Insel belohnt in jedem Fall mit majestätischen Szenarien.

Foto: Boca de Encumeada – Der Pass liegt auf 1007 Meter Höhe auf dem Gebirgskamm, der Madeira durchzieht.

Was Madeira so besonders macht

Funchal ist das touristische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel, in dem fast die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die prachtvolle Vegetation verleiht der Stadt in herrlicher Hanglage ganzjährig eine einmalige Ausstrahlung. Besonders schön wirken die Straßenzüge der Altstadt ab ­Mitte April mit blau-violett blühenden Jacaranda-Bäumen. Erkundungen nimmt man hier am besten zu Fuß vor. Entlang der vier Kilometer langen Promenade bis zur gelben Festung São Tiago laden viele Plätze zum Verweilen ein. Die Fußgängerzone führt zur unbedingt sehenswerten Kathedrale, die bis heute Mittelpunkt des religiösen Lebens auf Madeira ist.

Festung Sao Tiago

Madeira Markthalle

Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7)

In der Markthalle erfreut man sich an Strelitzien, die auf der ­Insel im Überfluss wachsen, oder holt sich Appetit auf die köstliche portugiesische Küche, der dann unter freiem Himmel vor bunt bemalten Türen in einem der zahlreichen Restaurants u. a. in der Rua de Santa Maria gestillt werden kann. Kulturinteressierte Besucher werden von zahlreichen ­Museen beglückt, etwa dem Zuckermuseum, dem Museum für sakrale Kunst, einem Weinmuseum, das ausführlich über den berühmten Madeira-Wein informiert, oder einem ­Kolumbus-Museum, in dem ein Weinhändler Sammlerstücke zum Thema „Christoph Kolumbus“ zusammentrug. 

Nicht zu vergessen das Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7) mit Fanshop – ein Haus, das die Insel ihrem Fußball-Weltstar eingerichtet hat, nicht zuletzt, weil er in seine Heimat investiert, unter anderem in touristische Projekte.

Türverzierung in Funchal

Seitengassen in Funchal

Madeira Wine

Auf jeden Fall besuchen sollte man in Funchal eines der schönen historischen Herrenhäuser, wie die Quinta das Cruzes mit ihrem wunderbaren Garten und einer Kapelle. Einige dieser Quintas sind als Museen eingerichtet, viele aber auch zu komfortablen Gästehäusern umgestaltet, wo es sich stilvoll wohnen lässt.

Einen besonders schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer hat man von einer der Aussichtsterrassen des Botanischen Gartens (Jardim Botanico da Madeira) oder bei der Fahrt mit der Seilbahn zum Bergort Monte, der etwa vier ­Kilometer nördlich des Zentrums liegt. Sehenswert ist dort die Wallfahrts-kirche Nossa Senhora do Monte, in deren Seiten-kapelle sich das Grab Karls I. ­befindet, des letzten Kaisers ­Österreich-Ungarns, der 1921 nach Madeira verbannt wurde, wo er bald darauf starb.

Unterhalb der Kirche kann man sich mit einem Korbschlitten auf gewachsten Holzkufen drauf-gängerisch talwärts durch enge Gassen fahren lassen. Ursprünglich wurden diese Schlitten erstmals im Jahr 1850 als schnelles Transportmittel für die Bewohner Montes eingeführt. Heute sind sie eine der beliebtesten Touristenattraktionen.

Von Monte aus besucht man einen der schönsten Botanischen Gärten der Welt, den Jardim Tropical Monte Palace.

Glücklich diejenigen, die Zeit haben, die ganze Insel zu erleben!

Cabo Girao

Entlang der Westküste eröffnen sich unbeschreibliche Landschaftsbilder. Im pittoresken Fischerörtchen Camara de Lobos stellte schon Winston Churchill seine Staffelei auf, um die Idylle einzufangen. Das Cabo Girao ist mit 580 Metern die zweithöchste Steilklippe der Welt und bietet von seiner gläsernen Aussichtsplattform imposante Panoramen. Die Klippe kann man während einer Wander-ung entdecken und von dort aus Paraglidern zusehen, die sich waghalsig in die Tiefe stürzen. Im ruhigen Ponta do Sol findet sich eine der wenigen Badebuchten Madeiras. Hier lässt sich bei einem Gläschen Poncha, dem Nationalgetränk der Insel, entspannt der Sonnenuntergang genießen.

Camara de Lobos

Blick über Funchal vom Jardim Tropical Monte Palaca

Während einer einsamen Fahrt über die wilde Hochebene Paul da Serra im zentralen westlichen Teil der Insel in 1500 Meter Seehöhe ist es möglich, das Meer im Süden und im Norden gleichzeitig zu sehen. Oft abschnittsweise dicht auftretender Nebel macht die Fahrt nur noch fantastischer. Hier beginnen auch viele traumhafte Wanderrouten durch den mystisch wirkenden Lorbeerwald (Laurisilva), der ursprünglichen Vegetation aus der Erdneuzeit, der in Kontinental­europa während der Eiszeit fast völlig ausgelöscht wurde und heute nur mehr auf Madeira, den Azoren, Kanaren und Kapverden zu finden ist. Seit dem Jahr 1999 ist der Wald UNESCO-Welt­naturerbe und bedeckt noch 20 Prozent der Inselfläche. Wanderungen entlang der Levadas gehören zu jedem Madeira-Besuch. Neben diesen künstlich angelegten Wasserkanälen, mit denen das Wasser aus den niederschlagsreichen ­Regionen im Norden und dem Zentrum der Insel zu den landwirt-schaftlichen Anbaugebieten im trockeneren Süden geleitet wird, wurden zu deren Wartung Pfade angelegt, die heute als Wanderwege genutzt werden. So ist es jedem möglich, diese unvergleichliche Region zu erleben.

Wer beim Wandern Herausforderung sucht, besteigt den Pico Ruivo, den mit 1862 Metern höchsten Berg Madeiras. Die beeindruckende Berglandschaft kann man aber schon vom Pico do Arieiro aus bewundern, der mit dem Auto zu erreichen ist.

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach Stränden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine künstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natürliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fährt mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schätzen auf Madeira die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten São Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wünscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen Flüsse Madeiras springen.

 

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach Stränden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine künstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natürliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fährt mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schätzen auf Madeira die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten São Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wünscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen Flüsse Madeiras springen.

Tipps Madeira

Lieblingsplätze

Dichtes Grün säumt die Wasserkanäle entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald führen. Ein Rundwanderweg leitet durch diese märchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und Nebel mystische Atmosphäre zaubert, lässt an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch für Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf die raue Küste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lädt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese früh am Morgen beginnen, um größeren Wandergruppen vorauszusein.

Das Projekt „Kunst der offenen Türen“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals düsteren Rua Santa Maria schmucklose Türen belebt. Ab 2011 bemalten Künstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede Tür ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com

Das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Ponta do Sol wird von ­steilen Abhängen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten Plätzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und Cafés zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort für Ruhesuchende.

Und noch mehr…

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers João Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend Ausstellungsstücke gezeigt, wie Bücher, Töpferwaren, Gemälde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenüber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum über Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige Führung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/ 

Jardim Botanico – Botanischer Garten: Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem früheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira  ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-Gärten anzulegen. Exotische Bäume und seltene Pflanzen wurden hierfür importiert. Das prächtige Anwesen ging 1885 an die englische Weinhändlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie führte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue Gärten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-Château-Kette. Täglich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur Begrüßung des Frühlings. Die ganze Pracht unzähliger Blumen wird zur Schau gestellt. Umzüge mit Tanzgruppen in fantasievollen Kostümen und geschmückten Festwägen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de São Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen São Jorge und Arco de São Jorge an der Nordküste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden für die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingeführt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei Männer lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: Berühmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen Stammgästen
www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/
Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes Frühstück
www.castanheiroboutiquehotel.com/
Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum
www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser;
www.penhafranca.com/D/index.html

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum
www.pestana.com/de/hotel/pestana-grandcanico.
Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal)
www.quintasplendida.com/quinta-splendida
Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer
www.pontadosol.com/
Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: Für diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nächtigen möchten
www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants:

The Ritz: Restaurant, Café, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente;
www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. Täglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; 

www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute Küche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und Spezialitäten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung für Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Mare
www.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter Küche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der Nähe des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hält vor der Tür), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Service überzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschädigt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto
de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der Nähe des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, Spezialitäten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das Nationalgetränk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer
www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

Köstlichkeiten typisch Madeira:

Die geschmackvollen Gerichte der Küche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen Gewürzen vorbereitete Rindfleisch wird über offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene Ständer in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort für „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen Gewässern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grätenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene Polentawürfel) gereicht.

Meeresfrüchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an Felsküsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit Kräutern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprünglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus Süßkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-Kräuterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefüllt mit Käse, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein Weihnachtsgebäck. Den Engländern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr über auf den Tisch gebracht wird, da er vorzüglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges Getränk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die Engländer aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute üblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerührt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, süß-säuerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berühmte Likörwein der Insel entstand eher zufällig beim Transport durch die Tropen, wo der Gärprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet süßen, halbsüßen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

Tipps Madeira

Lieblingsplätze

Dichtes Grün säumt die Wasserkanäle entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald führen. Ein Rundwanderweg leitet durch diese märchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und Nebel mystische Atmosphäre zaubert, lässt an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch für Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf die raue Küste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lädt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese früh am Morgen beginnen, um größeren Wandergruppen vorauszusein.

Der verzaubernde Jardim Tropical Monte Palace wird wegen seiner gelungenen Verbindung von Natur und Kultur zu den schönsten Botanischen Gärten der Welt gezählt. Er liegt in einem Vorort hoch über Funchal und erstreckt sich auf 70.000 Quadratmetern terrassenförmig Richtung Meer. In dieser enormen Sammlung von Pflanzen aus aller Welt führen verschlungene Wege und Wasserläufe zu versteckten Plätzchen, Teichen und dem Monte Palace. Das Anwesen wird von einer Stiftung betrieben, zu deren Zielen auch die Be-wahrung von Denkmälern und Kunstwerken zählt. So finden sich zwischen den Gewächsen alte Steinwappen, Azulejos (Kachelbilder auf Keramikfliesen), Pagoden und ein Museum mit Skulpturen und Mineralien. montepalace.com/

Das Projekt „Kunst der offenen Türen“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals düsteren Rua Santa Maria schmucklose Türen belebt. Ab 2011 bemalten Künstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede Tür ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com/

Das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Ponta do Sol wird von ­steilen Abhängen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten Plätzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und Cafés zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort für Ruhesuchende.

Und noch mehr

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers João Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend Ausstellungsstücke gezeigt, wie Bücher, Töpferwaren, Gemälde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenüber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum über Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige Führung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/

Jardim Botanico:Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem früheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-Gärten anzulegen. Exotische Bäume und seltene Pflanzen wurden hierfür importiert. Das prächtige Anwesen ging 1885 an die englische Weinhändlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie führte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue Gärten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-Château-Kette. Täglich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur Begrüßung des Frühlings. Die ganze Pracht unzähliger Blumen wird zur Schau gestellt. Umzüge mit Tanzgruppen in fantasievollen Kostümen und geschmückten Festwägen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de São Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen São Jorge und Arco de São Jorge an der Nordküste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden für die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingeführt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei Männer lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: Berühmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen Stammgästen www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/

Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes Frühstück www.castanheiroboutiquehotel.com/

Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser; www.penhafranca.com/D/index.html 

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum www.pestana.com/de/hotel/pestana-grand

Canico. Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal) www.quintasplendida.com/quinta-splendida

Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer www.pontadosol.com/

Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: Für diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nächtigen möchten www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants

The Ritz: Restaurant, Café, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente; www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit
Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. Täglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute Küche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und Spezialitäten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung für Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Marewww.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter Küche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der Nähe des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hält vor der Tür), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Service überzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschädigt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der Nähe des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, Spezialitäten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das Nationalgetränk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

 

Köstlichkeiten typisch Madeira

Die geschmackvollen Gerichte der Küche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen Gewürzen vorbereitete Rindfleisch wird über offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene Ständer in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort für „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen Gewässern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grätenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene Polentawürfel) gereicht.

Meeresfrüchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an Felsküsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit Kräutern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprünglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus Süßkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-Kräuterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefüllt mit Käse, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein Weihnachtsgebäck. Den Engländern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr über auf den Tisch gebracht wird, da er vorzüglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges Getränk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die Engländer aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute üblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerührt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, süß-säuerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berühmte Likörwein der Insel entstand eher zufällig beim Transport durch die Tropen, wo der Gärprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet süßen, halbsüßen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

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