MADEIRA

Das Paradies im Atlantik.

Siebenhundert Kilometer vor der KĂŒste Afrikas liegt eine einzigartige Insel im Atlantischen Ozean. Wildromantische KĂŒsten, uralte WĂ€lder, reizvolle Gebirgslandschaften, prĂ€chtige GĂ€rten und Parks mit einem enormen Reichtum an Pflanzen aus aller Welt, eine entzĂŒckende Hauptstadt und ihr ganzjĂ€hrig mildes Klima machen sie so außergewöhnlich.

 

Text und Fotos: Uschi Widhalm

Schon ab der 2. HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts wurde die Insel Madeira gerne als Kurort aufgesucht. Schriftsteller, Politiker und Aristokraten waren auf der Insel vor allem im ­glamourösen, 1891 eröffneten Reid‘s Palace anzutreffen. Auch die reisefreudige Kaiserin Sisi genoss hier die auch im Winter angenehmen Temperaturen, beklagte aber angeblich den Mangel an Abwechslung.
Heute bietet Madeira eine FĂŒlle an Unterhaltung. Es hat schon lange sein Image als „Pensionisten-Insel“ abgelegt und ist ein Reiseziel fĂŒr alle Altersgruppen geworden. Mit 57 Kilometer LĂ€nge und 22 Kilometer Breite hat Madeira rund 1.300 Kilometer Wanderwege in schroffen Gebirgslandschaften, entlang felsiger SteilkĂŒsten sowie durch riesige Lorbeer­wĂ€lder und legt Wanderern buchstĂ€blich ein Paradies zu ­FĂŒĂŸen. Aber auch Taucher, Surfer, Radfahrer und Extremsportler haben die Insel fĂŒr sich entdeckt. AusflĂŒge entlang der KĂŒste, um Wale und Delfine zu beobachten, oder eine Jeep-Safari bringen auch fĂŒr weniger Aktive Abwechslung. FĂŒr Entspannung sorgen viele wunderbare Hotels.
Die Insel besitzt eine ĂŒberaus ĂŒppige und artenreiche Pflanzenwelt. GewĂ€chse aus aller Welt werden seit der ersten Besiede­lung Anfang des 15. Jahrhunderts und besonders seit etwa 200 Jahren in öffentlichen und privaten GĂ€rten und Parkan­lagen kultiviert, die sich hauptsĂ€chlich in der Hauptstadt Funchal und deren Umgebung befinden. In dieser Stadt mit kolonialem Charme findet man bemerkenswerte Bauwerke und interessante Museen. Eine Entdeckungsreise auf dieser Insel belohnt in jedem Fall mit majestĂ€tischen Szenarien.

Foto: Boca de Encumeada – Der Pass liegt auf 1007 Meter Höhe auf dem Gebirgskamm, der Madeira durchzieht.

Was Madeira so besonders macht

Funchal ist das touristische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel, in dem fast die HĂ€lfte der Inselbevölkerung lebt. Die prachtvolle Vegetation verleiht der Stadt in herrlicher Hanglage ganzjĂ€hrig eine einmalige Ausstrahlung. Besonders schön wirken die StraßenzĂŒge der Altstadt ab ­Mitte April mit blau-violett blĂŒhenden Jacaranda-BĂ€umen. Erkundungen nimmt man hier am besten zu Fuß vor. Entlang der vier Kilometer langen Promenade bis zur gelben Festung SĂŁo Tiago laden viele PlĂ€tze zum Verweilen ein. Die FußgĂ€ngerzone fĂŒhrt zur unbedingt sehenswerten Kathedrale, die bis heute Mittelpunkt des religiösen Lebens auf Madeira ist.

Festung Sao Tiago

Madeira Markthalle

Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7)

In der Markthalle erfreut man sich an Strelitzien, die auf der ­Insel im Überfluss wachsen, oder holt sich Appetit auf die köstliche portugiesische KĂŒche, der dann unter freiem Himmel vor bunt bemalten TĂŒren in einem der zahlreichen Restaurants u. a. in der Rua de Santa Maria gestillt werden kann. Kulturinteressierte Besucher werden von zahlreichen ­Museen beglĂŒckt, etwa dem Zuckermuseum, dem Museum fĂŒr sakrale Kunst, einem Weinmuseum, das ausfĂŒhrlich ĂŒber den berĂŒhmten Madeira-Wein informiert, oder einem ­Kolumbus-Museum, in dem ein WeinhĂ€ndler SammlerstĂŒcke zum Thema „Christoph Kolumbus“ zusammentrug. 

Nicht zu vergessen das Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7) mit Fanshop – ein Haus, das die Insel ihrem Fußball-Weltstar eingerichtet hat, nicht zuletzt, weil er in seine Heimat investiert, unter anderem in touristische Projekte.

TĂŒrverzierung in Funchal

Seitengassen in Funchal

Madeira Wine

Auf jeden Fall besuchen sollte man in Funchal eines der schönen historischen HerrenhÀuser, wie die Quinta das Cruzes mit ihrem wunderbaren Garten und einer Kapelle. Einige dieser Quintas sind als Museen eingerichtet, viele aber auch zu komfortablen GÀstehÀusern umgestaltet, wo es sich stilvoll wohnen lÀsst.

Einen besonders schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer hat man von einer der Aussichtsterrassen des Botanischen Gartens (Jardim Botanico da Madeira) oder bei der Fahrt mit der Seilbahn zum Bergort Monte, der etwa vier ­Kilometer nördlich des Zentrums liegt. Sehenswert ist dort die Wallfahrts-kirche Nossa Senhora do Monte, in deren Seiten-kapelle sich das Grab Karls I. ­befindet, des letzten Kaisers ­Österreich-Ungarns, der 1921 nach Madeira verbannt wurde, wo er bald darauf starb.

Unterhalb der Kirche kann man sich mit einem Korbschlitten auf gewachsten Holzkufen drauf-gĂ€ngerisch talwĂ€rts durch enge Gassen fahren lassen. UrsprĂŒnglich wurden diese Schlitten erstmals im Jahr 1850 als schnelles Transportmittel fĂŒr die Bewohner Montes eingefĂŒhrt. Heute sind sie eine der beliebtesten Touristenattraktionen.

Von Monte aus besucht man einen der schönsten Botanischen GÀrten der Welt, den Jardim Tropical Monte Palace.

GlĂŒcklich diejenigen, die Zeit haben, die ganze Insel zu erleben!

Cabo Girao

Entlang der WestkĂŒste eröffnen sich unbeschreibliche Landschaftsbilder. Im pittoresken Fischerörtchen Camara de Lobos stellte schon Winston Churchill seine Staffelei auf, um die Idylle einzufangen. Das Cabo Girao ist mit 580 Metern die zweithöchste Steilklippe der Welt und bietet von seiner glĂ€sernen Aussichtsplattform imposante Panoramen. Die Klippe kann man wĂ€hrend einer Wander-ung entdecken und von dort aus Paraglidern zusehen, die sich waghalsig in die Tiefe stĂŒrzen. Im ruhigen Ponta do Sol findet sich eine der wenigen Badebuchten Madeiras. Hier lĂ€sst sich bei einem GlĂ€schen Poncha, dem NationalgetrĂ€nk der Insel, entspannt der Sonnenuntergang genießen.

Camara de Lobos

Blick ĂŒber Funchal vom Jardim Tropical Monte Palaca

WĂ€hrend einer einsamen Fahrt ĂŒber die wilde Hochebene Paul da Serra im zentralen westlichen Teil der Insel in 1500 Meter Seehöhe ist es möglich, das Meer im SĂŒden und im Norden gleichzeitig zu sehen. Oft abschnittsweise dicht auftretender Nebel macht die Fahrt nur noch fantastischer. Hier beginnen auch viele traumhafte Wanderrouten durch den mystisch wirkenden Lorbeerwald (Laurisilva), der ursprĂŒnglichen Vegetation aus der Erdneuzeit, der in Kontinental­europa wĂ€hrend der Eiszeit fast völlig ausgelöscht wurde und heute nur mehr auf Madeira, den Azoren, Kanaren und Kapverden zu finden ist. Seit dem Jahr 1999 ist der Wald UNESCO-Welt­naturerbe und bedeckt noch 20 Prozent der InselflĂ€che. Wanderungen entlang der Levadas gehören zu jedem Madeira-Besuch. Neben diesen kĂŒnstlich angelegten WasserkanĂ€len, mit denen das Wasser aus den niederschlagsreichen ­Regionen im Norden und dem Zentrum der Insel zu den landwirt-schaftlichen Anbaugebieten im trockeneren SĂŒden geleitet wird, wurden zu deren Wartung Pfade angelegt, die heute als Wanderwege genutzt werden. So ist es jedem möglich, diese unvergleichliche Region zu erleben.

Wer beim Wandern Herausforderung sucht, besteigt den Pico Ruivo, den mit 1862 Metern höchsten Berg Madeiras. Die beeindruckende Berglandschaft kann man aber schon vom Pico do Arieiro aus bewundern, der mit dem Auto zu erreichen ist.

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach StrĂ€nden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine kĂŒnstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natĂŒrliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der SteilkĂŒste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fĂ€hrt mit der FĂ€hre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schĂ€tzen auf Madeira die sĂŒdwestlichen KĂŒsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten SĂŁo Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wĂŒnscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen FlĂŒsse Madeiras springen.

 

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach StrĂ€nden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine kĂŒnstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natĂŒrliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der SteilkĂŒste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fĂ€hrt mit der FĂ€hre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schĂ€tzen auf Madeira die sĂŒdwestlichen KĂŒsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten SĂŁo Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wĂŒnscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen FlĂŒsse Madeiras springen.

Tipps Madeira

LieblingsplÀtze

Dichtes GrĂŒn sĂ€umt die WasserkanĂ€le entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald fĂŒhren. Ein Rundwanderweg leitet durch diese mĂ€rchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den BlĂ€ttern liegt und Nebel mystische AtmosphĂ€re zaubert, lĂ€sst an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch fĂŒr Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakulĂ€re Blicke auf die raue KĂŒste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lĂ€dt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese frĂŒh am Morgen beginnen, um grĂ¶ĂŸeren Wandergruppen vorauszusein.

Das Projekt „Kunst der offenen TĂŒren“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals dĂŒsteren Rua Santa Maria schmucklose TĂŒren belebt. Ab 2011 bemalten KĂŒnstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede TĂŒr ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com

Das unter Denkmalschutz stehende StĂ€dtchen Ponta do Sol wird von ­steilen AbhĂ€ngen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten PlĂ€tzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und CafĂ©s zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort fĂŒr Ruhesuchende.

Und noch mehr…

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers JoĂŁo Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend AusstellungsstĂŒcke gezeigt, wie BĂŒcher, Töpferwaren, GemĂ€lde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenĂŒber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum ĂŒber Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige FĂŒhrung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/ 

Jardim Botanico – Botanischer Garten: Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem frĂŒheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira  ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-GĂ€rten anzulegen. Exotische BĂ€ume und seltene Pflanzen wurden hierfĂŒr importiert. Das prĂ€chtige Anwesen ging 1885 an die englische WeinhĂ€ndlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie fĂŒhrte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue GĂ€rten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-ChĂąteau-Kette. TĂ€glich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur BegrĂŒĂŸung des FrĂŒhlings. Die ganze Pracht unzĂ€hliger Blumen wird zur Schau gestellt. UmzĂŒge mit Tanzgruppen in fantasievollen KostĂŒmen und geschmĂŒckten FestwĂ€gen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de SĂŁo Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen SĂŁo Jorge und Arco de SĂŁo Jorge an der NordkĂŒste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden fĂŒr die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingefĂŒhrt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei MĂ€nner lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: BerĂŒhmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen StammgĂ€sten
www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/
Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes FrĂŒhstĂŒck
www.castanheiroboutiquehotel.com/
Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum
www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser;
www.penhafranca.com/D/index.html

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-VerhÀltnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum
www.pestana.com/de/hotel/pestana-grandcanico.
Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal)
www.quintasplendida.com/quinta-splendida
Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer
www.pontadosol.com/
Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: FĂŒr diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nĂ€chtigen möchten
www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants:

The Ritz: Restaurant, CafĂ©, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente;
www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. TĂ€glich zwischen 15 und 16:30 Uhr; 

www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute KĂŒche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und SpezialitÀten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung fĂŒr Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Mare
www.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter KĂŒche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der NĂ€he des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hĂ€lt vor der TĂŒr), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis, Service ĂŒberzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschĂ€digt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto
de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der NĂ€he des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, SpezialitĂ€ten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das NationalgetrĂ€nk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-SĂŒd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer
www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

Köstlichkeiten typisch Madeira:

Die geschmackvollen Gerichte der KĂŒche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen GewĂŒrzen vorbereitete Rindfleisch wird ĂŒber offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene StĂ€nder in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort fĂŒr „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen GewĂ€ssern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grĂ€tenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene PolentawĂŒrfel) gereicht.

MeeresfrĂŒchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an FelskĂŒsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit KrĂ€utern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprĂŒnglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus SĂŒĂŸkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-KrĂ€uterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefĂŒllt mit KĂ€se, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein WeihnachtsgebĂ€ck. Den EnglĂ€ndern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr ĂŒber auf den Tisch gebracht wird, da er vorzĂŒglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges GetrĂ€nk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die EnglĂ€nder aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute ĂŒblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerĂŒhrt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, sĂŒĂŸ-sĂ€uerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berĂŒhmte Likörwein der Insel entstand eher zufĂ€llig beim Transport durch die Tropen, wo der GĂ€rprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fĂŒnfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet sĂŒĂŸen, halbsĂŒĂŸen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

Tipps Madeira

LieblingsplÀtze

Dichtes GrĂŒn sĂ€umt die WasserkanĂ€le entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald fĂŒhren. Ein Rundwanderweg leitet durch diese mĂ€rchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den BlĂ€ttern liegt und Nebel mystische AtmosphĂ€re zaubert, lĂ€sst an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch fĂŒr Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakulĂ€re Blicke auf die raue KĂŒste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lĂ€dt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese frĂŒh am Morgen beginnen, um grĂ¶ĂŸeren Wandergruppen vorauszusein.

Der verzaubernde Jardim Tropical Monte Palace wird wegen seiner gelungenen Verbindung von Natur und Kultur zu den schönsten Botanischen GĂ€rten der Welt gezĂ€hlt. Er liegt in einem Vorort hoch ĂŒber Funchal und erstreckt sich auf 70.000 Quadratmetern terrassenförmig Richtung Meer. In dieser enormen Sammlung von Pflanzen aus aller Welt fĂŒhren verschlungene Wege und WasserlĂ€ufe zu versteckten PlĂ€tzchen, Teichen und dem Monte Palace. Das Anwesen wird von einer Stiftung betrieben, zu deren Zielen auch die Be-wahrung von DenkmĂ€lern und Kunstwerken zĂ€hlt. So finden sich zwischen den GewĂ€chsen alte Steinwappen, Azulejos (Kachelbilder auf Keramikfliesen), Pagoden und ein Museum mit Skulpturen und Mineralien. montepalace.com/

Das Projekt „Kunst der offenen TĂŒren“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals dĂŒsteren Rua Santa Maria schmucklose TĂŒren belebt. Ab 2011 bemalten KĂŒnstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede TĂŒr ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com/

Das unter Denkmalschutz stehende StĂ€dtchen Ponta do Sol wird von ­steilen AbhĂ€ngen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten PlĂ€tzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und CafĂ©s zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort fĂŒr Ruhesuchende.

Und noch mehr

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers JoĂŁo Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend AusstellungsstĂŒcke gezeigt, wie BĂŒcher, Töpferwaren, GemĂ€lde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenĂŒber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum ĂŒber Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige FĂŒhrung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/

Jardim Botanico:Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem frĂŒheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-GĂ€rten anzulegen. Exotische BĂ€ume und seltene Pflanzen wurden hierfĂŒr importiert. Das prĂ€chtige Anwesen ging 1885 an die englische WeinhĂ€ndlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie fĂŒhrte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue GĂ€rten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-ChĂąteau-Kette. TĂ€glich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur BegrĂŒĂŸung des FrĂŒhlings. Die ganze Pracht unzĂ€hliger Blumen wird zur Schau gestellt. UmzĂŒge mit Tanzgruppen in fantasievollen KostĂŒmen und geschmĂŒckten FestwĂ€gen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de SĂŁo Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen SĂŁo Jorge und Arco de SĂŁo Jorge an der NordkĂŒste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden fĂŒr die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingefĂŒhrt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei MĂ€nner lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: BerĂŒhmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen StammgĂ€sten www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/

Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes FrĂŒhstĂŒck www.castanheiroboutiquehotel.com/

Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser; www.penhafranca.com/D/index.html 

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-VerhÀltnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum www.pestana.com/de/hotel/pestana-grand

Canico. Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal) www.quintasplendida.com/quinta-splendida

Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer www.pontadosol.com/

Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: FĂŒr diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nĂ€chtigen möchten www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants

The Ritz: Restaurant, CafĂ©, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente; www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit
Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. TÀglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute KĂŒche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und SpezialitÀten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung fĂŒr Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Marewww.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter KĂŒche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der NĂ€he des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hĂ€lt vor der TĂŒr), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis, Service ĂŒberzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschĂ€digt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der NĂ€he des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, SpezialitĂ€ten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das NationalgetrĂ€nk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-SĂŒd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

 

Köstlichkeiten typisch Madeira

Die geschmackvollen Gerichte der KĂŒche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen GewĂŒrzen vorbereitete Rindfleisch wird ĂŒber offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene StĂ€nder in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort fĂŒr „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen GewĂ€ssern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grĂ€tenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene PolentawĂŒrfel) gereicht.

MeeresfrĂŒchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an FelskĂŒsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit KrĂ€utern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprĂŒnglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus SĂŒĂŸkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-KrĂ€uterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefĂŒllt mit KĂ€se, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein WeihnachtsgebĂ€ck. Den EnglĂ€ndern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr ĂŒber auf den Tisch gebracht wird, da er vorzĂŒglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges GetrĂ€nk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die EnglĂ€nder aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute ĂŒblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerĂŒhrt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, sĂŒĂŸ-sĂ€uerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berĂŒhmte Likörwein der Insel entstand eher zufĂ€llig beim Transport durch die Tropen, wo der GĂ€rprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fĂŒnfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet sĂŒĂŸen, halbsĂŒĂŸen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.