Wandern & Wien

Wandern & Wien

Wandern & Wien

Die Wiener Stadtwanderwege überzeugen mit einer vielfältigen Kombination aus Naturidylle, Urbanität, historischen Denkmälern und Panoramaausblicken auf die blaue Donau, ein eindrucksvolles Häusermeer, malerische Weinberge und üppige Wälder.

Von Ursula Widhalm

Foto: Österreich Werbung – Filmspektakel.at

Wien

kann mit einem gut markierten Netz von zahlreichen Wanderwegen aufwarten. Besonders gut beschildert sind die 13 Stadtwanderwege, deren Ausgangs- und Endpunkte auch problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Je nach Tempo können alle in 1 bis maximal 4 Stunden absolviert werden. Einladende Gasthäuser und Schutzhütten finden sich zum Rasten und für die Stärkung unterwegs. Ein großer Teil der Strecken ist auch in den „rundumadum-Wanderweg“ eingebunden, bei dem man die Stadt, wie der Name ­vermuten lässt, einmal komplett umrunden kann. Er ist in 24 Etappen geteilt und 120 Kilometer lang. Vielleicht ist dies ein Projekt für die nächsten Wochen oder Monate?
Die meisten Routen führen auf und um die Wiener Hausberge ins westliche Stadtgebiet und bieten abschnittsweise auch eine gewisse Herausforderung. Die Anstrengung wird durch schöne Ausblicke über Stadt, Weingärten und Wälder belohnt. Auch zahlt es sich unbedingt aus, die Wege im Süden und Osten Wiens einmal auszuprobieren.

Stadtwanderweg 1
Kahlenberg
Länge: 11 km
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Start und Ziel: 19., Straßenbahn D, Endstation Nussdorf

 

Stadtwanderweg 1a:
Leopoldsberg
Länge: 11 km
Dauer: 3–3,5 Stunden
Start und Ziel: 19., Nussdorfer Platz

Blick vom Kahlenberg. Foto: Ursula Widhalm

Jeder Baum des 1997 geschaffenen Naturdenkmals „Lebensbaumkreis am Himmel“ ist einer Geburtsdekade zugeordnet, ähnlich den Sternzeichen. Wenn man sich den davor stehenden Metallstelen nähert, beginnt der Baum über die Geschichte und Charaktereigenschaften zu „sprechen“.

Auf dem Stadtwanderweg 1 erklimmt man den 484 Meter hohen Kahlenberg und auf dem Weg 1a noch zusätzlich den benachbarten 425 Meter hohen und erfreulicherweise weniger frequentierten Leopoldsberg. Sehr romantisch führt auf diesen der steile Nasenweg vom Kahlenbergerdorf. Diese beiden Routen sind nicht unanstrengend, aber hier genießt man sicherlich die schönsten Ausblicke über Wien und die Donau. Einen großartigen Rundumblick bietet an klaren Tagen die ­Stephaniewarte. Die kräftigende Jause oder auch ein Glaserl Wein gönnt man sich in ­einem der idyllisch inmitten der Weingärten gelegenen Heurigen oder in einer Buschenschank oder nach der Wanderung in den charmanten Winzerorten Grinzing, Nussdorf und Kahlenbergerdorf, wo lauschige Weinlauben, verlockende Innenhöfe und ­gemütliche Gaststuben zu längerem Verweilen einladen.

Vom Oktogon am Himmel genießt man eine wunderbare Aussicht über Wien – ein perfektes Plätzchen, um die Seele baumeln zu lassen. Foto: Ursula Widhalm

Stadtwanderweg 2

Hermannskogel
Länge: 10 km
Dauer: ca. 3 Stunden
Start: 19., Autobus 39A Endstation Sievering

Dieser Weg hinauf zum Hermanns­kogel, der mit 542 Metern höchsten Erhebung Wiens, lohnt sich schon allein wegen der urigen Einkehrmöglichkeiten. Das Häuserl am Stoan bietet zu gutem Essen eine wunderbare Aussicht von der Terrasse über Wien. Bei Schönwetter und an Sonntagen sind eine Reservierung und Geduld Voraussetzung. Aber auch das Häuserl am Himmel und der Grüass-di-a-Gott-Wirt – schon die Namen allein beglücken – servieren gute Hausmannskost. Am Himmel, wo sich ein großer Spielplatz, das Café Restaurant Oktogon und ein ­Lebensbaumkreis mit 40 „sprechenden“ Bäumen befinden, sollte man eine längere Pause einlegen. Gut besucht an sonnigen Wochenenden ist auch die riesige Jägerwiese mit Spielplatz, Tiergehege am Waldesrand und dem gemütlichen Gasthaus Agnesbrünnl. Sie ist von einem Parkplatz auch mit Kinderwagen zu erreichen. Doch zusätzlich zu diesen Ver­gnügungen ist dies landschaftlich eine der malerischsten Wiener Wanderstrecken.

Stadtwanderweg 3
Hameau
Länge: 10,5 km
Dauer: ca. 3 Stunden
Start: 17., Straßenbahn 43 Endstation Neuwaldegg

Aufs Hameau an die Grenze zu Niederösterreich führt der 3. Stadtwanderweg zuerst durch eine ­gepflegte Allee im ersten englischen Landschaftsgarten Österreichs, dem Schwarzenbergpark. Er wurde bereits im 18. Jahrhundert von Feldmarschall Franz Moritz Graf von Lacy angelegt. Vom Park geht es durch ein schönes Waldgebiet auf eine Anhöhe. Die Ansammlung an Hütten, die der Graf damals für die Unterbringung seiner Gäste auf der Erhebung errichten ließ, die heute aber leider nicht mehr erhalten sind, gab dem Hameau („kleines Dorf“) seinen Namen. Es war bis in die 1960er-­Jahre ein äußerst beliebtes Ausflugsziel. Im ­Sommer wanderten die Wiener hinauf und im Winter fuhren sie hier Ski. Ausgenommen die Wege im Park, ist die Route weit weniger genützt als etwa der Stadtwanderweg 2. Somit eignet sie sich besonders für jene, die es an sonnigen Tagen an weniger belebte Plätze zieht.

Der Schwarzenbergpark: 1957 erwarb die Stadt Wien einen Großteil der Gartenlandschaft um das Gut Neuwaldegg aus dem Besitz der Familie Schwarzenberg und machte den Park zum Naherholungsgebiet. Seine zwei Kilometer lange Allee führt in ein wunderschönes Waldgebiet. Foto: Ursula Widhalm

Stadtwanderweg 4
Jubiläumswarte
Länge: 7,2 km
Dauer: 2–2,5 Stunden
Start: 15., Straßenbahn 49 Station Rettichgasse

Stadtwanderweg 4a
Ottakring
Länge: 10 km
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Start: 16., U3-Station Ottakring

Äußerst abwechslungsreich sind die Wege 4 und 4a ab Ottakring zur Jubiläumswarte. Sie wurde im Jahr 1898 ursprünglich als hölzerner Turm zum 50-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz ­Josephs I. errichtet. Heute ist sie ein weniger ansprechender Betonpfeiler. 183 Stufen führen zur Aussichtsplattform, die jedoch vorübergehend geschlossen ist. Auf dem Weg 4a kommt man am geschichtsreichen Schloss Wilhelminenberg vorbei, heute ein 4-Sterne-Hotel, von dessen davorliegender Wiese man einen wunderschönen Blick auf Wien genießen kann. Beide Strecken führen durch ansprechende Kleingartensiedlungen, schmale Täler und über Hügel mit hübschen Ausblicken. Von der Terrasse des großen Schutzhauses schaut man ins verträumte Rosental mit seinen entzückenden kleinen Häuschen. Immer wieder lugt entlang der ­Strecke die goldene Kuppel der Kirche am Steinhof hervor und bezaubert das Bild.

Stadtwanderweg 5
Bisamberg
Länge: 10,3 km
Dauer: 3–3,5 Stunden
Start: 21., Straßenbahn 31 Endstation Stammersdorf

Von Ottakring springen wir über die Donau zum 5. Stadtwanderweg an den Ausläufern des Bisambergs, von dessen Fläche der Stadt Wien 255 Hektar gehören und auf dessen Hängen seit Jahrhunderten Weinbau betrieben wird. Auf alten Hohlwegen durch idyllische Kellergassen geht die gemütliche Wanderung zwischen Weingärten, vorbei an Wiesen und Feldern, zum wunderschön gelegenen Magdalenenhof, der mit guter Küche nicht nur Wanderer anzieht. Unterwegs lässt sich oft ein wunderbar freier Blick über Wien und Kloster­neuburg genießen. Stammersdorf, der Ausgangs- und Endpunkt der Route, mit seinen urigen und gemütlichen Heurigen (die meisten in der Kellergasse), hat für Leib und Seele vieles zu bieten.

Stadtwanderweg 6
Zugberg–Maurer Wald
Länge: 12,5 km
Dauer: ca. 4 Stunden
Start: 23., Straßenbahn 60 Endstation Rodaun

Der Weg Nr. 6. Zugberg–Maurer-Wald im südlichen Wienerwald ist eine eher anstrengendere Route, für die man etwas mehr Zeit einplanen muss. Auf der Strecke findet sich auch ein Klettergarten in einem ehemaligen Steinbruch (Mizzi-Langer-Wand). Hier schaut man einfach den Furchtlosen beim Erklimmen der 40 Meter hohen Wand zu oder versucht es sogar selbst. Für die Pause bietet sich das wunderschön gelegene Restaurant Wiener Hütte an, das sich eigentlich schon in Niederösterreich befindet, erreichbar über einen Kamm mit lohnenden Aussichten. Durch vielfältigen Wald und weite Wiesen geht es wieder Richtung Kalksburg und Rodaun. Vorher empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zur beeindruckenden, aus Betonblöcken kunstruierten Wotruba-Kirche und dem Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg. Somit hat man auch die Möglichkeit, seinen Horizont in unterschiedliche Richtungen zu erweitern.

Stadtwanderweg 7
Laaer Berg
Länge: 15 km
Dauer: 3,5–4 Stunden
Start: 10., U1/Autobus 15A Station Altes Landgut

Auch der 10. Bezirk hat einen abwechslungsreichen Weg zu bieten. Er zeigt die schönsten Ecken im Süden von Wien. Aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten verläuft der Weg vor allem flach und ist somit auch für ungeübte Wanderer bestens geeignet. Durch den Laaer Wald mit seinen hübschen Teichen geht es durch den nostalgischen Böhmischen Prater (geöffnet nur April bis Oktober) mit dem ältesten Holzkarussell ­Europas über eine weitläufige Wiesenlandschaft mit Blick auf Wien und entlang des Kurparks Oberlaa. Dieser befindet sich auf dem Gelände der Internationalen Gartenschau von 1974 und ist daher überaus ­fantasievoll bepflanzt. Ein kurzer Umweg in den Park hinein empfiehlt sich in jedem Fall. Teilweise über angenehme Schotterwege, zwischen weitläufigen Feldern in Unterlaa, entlang des beschaulichen Liesingbaches geht es über die Per-Albin-Hansson-Siedlung zurück zum Ausgangspunkt Altes Landgut.

Stadtwanderweg 8
Sophienalpe
Länge: 11 km
Dauer: 3–3,5 Stunden
Start: 14., Postbus 450 Station Kasgraben

Am Kasgraben in Hadersdorf-Weidlingau im Westen von Wien startet die ausgesprochen abwechslungsreiche Wanderung über ein schönes, waldreiches Hochplateau. Man wähnt sich hier fern einer Stadt. Der Anstieg entlang der Hohen-­Wand-Wiese ist etwas anstrengend, aber die Mostalm versöhnt bei einer ausgiebigen Rast mit gutem Essen. Für einen entspannenden Blick über die Wiesen und Wälder von der Franz-Karl-Fernsicht sollte man sich ein wenig Zeit nehmen, bevor man die Sophienalpe erreicht, wo Erzherzogin Sophie, die Mutter Kaiser Franz Josephs, oft den Sommer verbrachte. Das ­Restaurant ist erfreulicherweise wieder offen und bietet für jene, die im Sommer lieber in der Wiese sitzen, „Sophie’s Picknickkorb“ inklusive Liegestuhl und Decke an. Aber auch die Rieglerhütte weiter unten mit Spielplatz und Pferde­koppel lädt zu einer Pause ein.

Stadtwanderweg 9
Prater
Länge: 13 km
Dauer: ca. 3 Stunden
Start: 2., Bahnhof Praterstern

Die völlig ebene Strecke des Stadtwanderwegs 9 schlängelt sich über 13 Kilometer durch den Prater und bietet über­raschend viel Abwechslung. Man beginnt am Praterstern, flaniert vorbei am Wurstel­prater mit seinen unzähligen Unterhaltungsangeboten, ein Stück entlang der von Kastanienbäumen gesäumten Prater Hauptallee, dann quer durch die 112.000 Quadrat­meter große Jesuitenwiese mit dem größten Spielplatz Wiens und später links und rechts der Hauptallee in den Prater-Auen um das Heustadelwasser und Krebsenwasser, die naturbelassenen Reste des alten Donaukanals. Hier wird es über­raschend ruhig und landschaftlich wunderschön. Auch eine Kirche würde man dort eher nicht vermuten, doch auf dem Weg trifft man auf die mystische Wallfahrtskirche Maria Grün. Auch bei weniger schönem Wetter ist diese Strecke eine Option, aber am schönsten ist sie doch, wenn im Prater wieder die Bäume blüh‘n …

Stadtwanderweg 10
Franz-Karl-Effenberg
Länge: 7 km
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Start: 22., Autobus 24A und 85A Station Breitenlee Friedhof

Eine relativ neu angelegte Runde ist der Franz-Karl-Effenberg-Wanderweg im größten Wiener Gemeindebezirk (Donaustadt). Er ist einer der kürzeren Stadtwanderwege mit nur 7 Kilometern und führt entlang einer Wiese Richtung Rautenweg zu den ehemaligen Paxteichen im Norbert-Scheed-Wald. Vorbei an weitläufigen ­Feldern und stillgelegten Bahngleisen, ist er besonders an kühleren Herbsttagen und im Winter zu empfehlen. Einkehren kann man im „Fabelhaft zum Seeblick“ beim Campingplatz am Badeteich Süßenbrunn.

Stadtwanderweg 11
Urbaner Gemeindebau-Wanderweg
Länge: 4 km
Dauer: 1–1,5 Stunden
Start: 5., U4-Station Margaretengürtel, im Bruno-Kreisky-Park
Ziel: 10., U1-Station Reumannplatz, Amalienbad

Ganz anders als alle bis­herigen Routen präsentiert sich der erst kürzlich eröffnete Stadtwanderweg „Urbaner Gemeindebau“. Die Wegführung lotst auf einer kurzen Strecke von nur 4 Kilometern vom ­Bruno-Kreisky-Park im 5. Bezirk entlang des Margaretengürtels durch beein­druckende Bauten, die teilweise unter Denkmalschutz stehen, bis zum Amalienbad im 10. Bezirk, das zur Zeit seiner Eröffnung die größte und modernste Badeanstalt Mitteleuropas war. Der Wiener Gemeindebau ist der größte geschützte soziale Wohnbereich im gesamten europäischen Raum und es lohnt sich, mal genauer einen Blick darauf zu werfen.


Tipps

 

Wer gerne als Belohnung für Geleistetes eine bronzene, silberne oder goldene Stadtwanderwegnadel und eine Urkunde erhalten möchte, ­besorgt sich vor dem Start einen Wanderpass bei der Stadt Wien, den man an verschiedenen Stellen abstempeln lassen kann.

Stadtwanderwege: www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/wege/

Rundumadum-Wanderweg: www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/rundumadum

Weiteren Routen und Lehrpfade: 
www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/

Wanderpass und Wandernadel: www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/nadel.html

www.wien.gv.at/umwelt/wald/pdf/wanderpass-stadtwanderwege.pdf

www.wien.gv.at/umwelt/wald/pdf/rundumadum.pdf

Für wissbegierige

Biosphärenpark Wienerwald: www.bpww.at/de/themenseiten/region

Wälder im Wienerwald: www.bpww.at/sites/default/files/download_files/Waldbuechlein

Die Geschichte Wiens: www.geschichtewiki.wien.gv.at/Wien_Geschichte_Wiki

Der Kahlenberg: www.kahlenberg.wien

Gemeindebauten Wien: www.wien.gv.at/kultur/kulturgut/architektur/gemeindebauten.html

Sterngarten Georgenberg: www1.astroverein.at 

Stammersdorf, das Dorf in der Stadt: www.stammersdorf.at/stammersdorf-wp/

BÜCHER

Wien wandert – Die offiziellen Wanderwege der Stadt
Martin Moser, Verlag Rittberger & Knapp

Wandern für Faule –Die Wiener Hausberge
Christine & Michael Hlatky, Styria Verlag

Wanderungen in & um Wien
Franz Wille, pmv Peter Meyer Verlag

Wandern mit den Öffis rund um Wien
Ulrich Hensler, Verlag KRAL

Die schönsten Wanderungen mit Einkehrschwung in Wien und Umgebung
Stefan Spath, Cadmos Verlag

Fast hätt ich die Stadt verlassen: Vom Gehen und Verweilen an den Rändern von Wien
Oskar Aichinger, Picus Verlag

Zu Fuß hält die Seele Schritt
Achill Moser, dtv Verlagsgesellschaft

52 kleine & große Eskapaden in und um Wien: Ab nach draußen!
Maria-Lisa Stelzel, Dumont Reiseverlag

Herbst-Auszeit

Herbst-Auszeit

Sich einfach treiben lassen
Herbst-Auszeit in Österreichs Thermen

Spätestens dann, wenn die Herbstsonne nicht mehr wärmt und die Uhren auf Winterzeit umgestellt werden, wird es wieder Zeit für ein entspanntes Weekend in einer Therme oder einen Kurzurlaub in einem Thermenhotel. Wir Frauen tendieren ja in der kalten Jahreszeit meist eher zum Frösteln, und wenn ich an einen Hot Tub, ein Thermalbecken mit über 38 Grad oder eine wohltemperierte Sauna mit Farblichtspielen denke, dann wird mir gleich um ein paar Grad wärmer ums Herz.

von Angelika Mandler-Saul

Wasser, Wärme, Wohl- befinden – eine kurze Auszeit im warmen Thermalwasser tut Körper und Seele gut.
Foto: Vamed Vitality Resorts

Was ist eine Therme und was tut das Thermalwasser mit unserem Körper?

In Österreich sind wir gesegnet mit natürlichen Thermalwasservorkommen, wobei Thermalwasser gar nicht kochend heiß sein muss, um als solches zu gelten. Mineralisiertes Grundwasser, das mit mindestens 20 Grad an der Quelle austritt und eine Heilwirkung hat – das ist das Thermalwasser, das mich so froh und meinen Körper gesund machen kann. Wärme und Heilwasser sind die wichtigsten Elemente der österreichischen Thermen, und „warm“ bedeutet subjektiv für jeden etwas anderes. Das Wasser eines Thermalbads stammt aus natür­lichen Quellen in Tiefen von mehr als 1000 Metern. Die optimale Wassertemperatur für Geist und Körper sind 34 bis 36 Grad. Manchmal wird das Heilwasser für die Behandlung jedoch noch erwärmt oder gar abgekühlt.

Die Vulkania® Quelle des Rogner Bads Blumau ist die stärkste Heilquelle im Thermenland Steiermark. Abends erwacht der künstliche Vulkan mit einem kugelroten Feuerspiel.
Foto: Rogner Bad Blumau

Thermalwasser mit genau 36 Grad übrigens ist „thermoneutral“, das heißt, dies ist auch die Kerntemperatur unseres Körpers und wir können uns in diesem Wasser ohne Temperaturausgleich längere Zeit aufhalten, ohne zu frieren. Auch Stress wird dabei abgebaut. Für mich persönlich darf es gerne etwas heißer sein. Bei den Römern galten die Thermen als Quelle allen Wohlbefindens. Das hatte mit etwaiger Verweichlichung (wie etwa bei den Griechen) nichts zu tun. Dort, wo heute unseren beliebten Thermenanlagen in Baden bei Wien, Bad Gleichenberg oder Villach liegen, suhlten sich auch schon die alten Römer in den heißen Quellen.

Die Sauna World am Kristallsee der Alpentherme Gastein: Thermalwasser und Bergblick im Gasteinerland.
Foto: Alpentherme Gastein

Thermen-Erlebnisse für alle

Heute allerdings bieten die Thermen in Österreich und die Thermenhotels ungleich mehr Fun-Factor als im alten Rom – obwohl dort der Genuss aller Art ja ganz oben auf der Liste stand. Wir können auswählen zwischen Action, Spiel und Wasserspaß für die ganze Familie, romantischen Rückzugsoasen für Paare, alpiner Wellness in den Bergen oder aber Thermen mit Focus auf Heilung, Gesundheit und Ruhe. Sich im warmen Wasser treiben lassen, in der Sauna einen Erlebnisaufguss mitmachen oder einfach nur in einer warm beleuchteten Wohlfühlumgebung chillen und dösen – für jeden bedeutet ein gelungener Thermenbesuch etwas anderes. Aber immer tut er Körper und Seele gleichermaßen gut.

Auf welche Therme in welchem Bundesland dann die Wahl fällt, das ist Geschmackssache: Ob man sich in einer großen Thermenwelt im Burgenland oder in der Steiermark wohler fühlt, ob es die architektonisch spannende Kärntentherme im Warmbad-Villach sein soll oder eine Babytherme, die man mit Kind und Kegel besuchen kann, ohne auf den Lärmpegel der Family achten zu müssen: In Österreich hat man die Qual der Wahl. 38 Thermen gibt es bei uns, davon führt die Steiermark mit elf, gefolgt von Niederösterreich mit acht und Oberösterreich wie Burgenland mit vier.

Foto: Kindertherme Steiermark
Spass für die ganze Familie im der kinderfreundlichen Therme Steiermark

Die beliebtesten Thermen in Österreich: Family, alpine Wellness und Romantik

Jährlich vergibt der Thermencheck Award Auszeichnungen für die beliebtesten Thermen in Österreich: Im vergangenen Jahr 2019 heimste das ­Rogner Bad Blumau die beliebte Auszeichnung in GOLD ein – zum wiederholten Male –, dicht gefolgt von der Heiltherme Bad Waltersdorf. Auf Platz drei ­landete die Therme Loipersdorf, somit kommen die Top-3-Thermen alle aus der Steiermark. Der Aufsteiger des vergangenen Jahres war übrigens die ­Therme St. Kathrein in Bad Kleinkirchheim. Für den Thermencheck Award 2020 kann man noch bis 30. November 2020 auf www.thermencheck.com  seine Stimme abgeben.

Bei Familien punkten die kinderfreundliche Familientherme H2O Bad Waltersdorf, die Abenteuertherme Aquapulco in Bad Schallerbach, die „Babytherme“ Sonnentherme Lutzmannsburg oder der Indoor-Wasserspielpark der Therme Loipersdorf.

Foto: St. Martins Therme Rudy Dellinger – Die St. Martins Therme und Lodge Mitten in der Natur 

Alpine Wellness mit Ausblick auf die Berge, direkt vom Whirlpool oder Infinity Pool aus, ist für Ruhesuchende oder Naturfreaks beim Wellness-Weekend ein Hochgenuss. Die Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld etwa, bei der sich die Architektur der Anlage und die Berge rundum herrlich ergänzen, oder die Thermen im Gasteiner Land, die seit jeher auch für ihre radonhältigen Quellen berühmt sind: Überall dort steht das gesunde, heilende und wärmende Thermalwasser „with a view“ im Mittelpunkt, auch bei den Kuren und Rehabilitationen. Dampfende Thermalbecken mit grandioser Aussicht bieten aber auch die Grimmingtherme in der Steiermark und die Thermen im kärntnerischen Bad Kleinkirchheim, wo man abends vom heiß sprudelnden Outdoor-Whirlpool aus auf die beleuchteten Skipisten schauen kann.

Romantiker und Verliebte ziehen sich gerne in die Therme Geinberg in die Private Spa Villas, in das Silent Spa der Therme Laa, in die Therme Linsberg Asia (Adults only ab 16 Jahren) und in die St. Martins Therme im burgenländischen Seewinkel zurück. Letztere steht aber auch bei Naturliebhabern hoch im Kurs, denn von der Safari im Jeep durch die ­Vogelwelt und Steppenlandschaft kann man sich ­direkt in die Wellnesslandschaft und die Thermalbecken gleiten lassen. Übrigens: Der Familienhund darf hier mit, sowohl auf die Jeep-Tour als auch ins Hotelzimmer.

Foto: Alpentherme Gastein – Die Kristallsauna der Alpentherme Gastein 

 

Ein Weekend in der Therme – nicht ohne meinen Hund!


Therme, Wellness und Romantik – gut und schön, aber ohne ihren Vierbeiner macht das den meisten Hundebesitzern keine rechte Freunde. Deswegen erlauben immer mehr Thermenhotels auch die Mitnahme von Hunden, sodass alle ihre Freude an der Erholung haben. Allen voran steht das Hotel Larimar bei der Therme Stegersbach, das Wellness für „Hund und Herrchen“ anbietet. Da bleiben weder beim Vierbeiner noch beim Anhang Wünsche offen: Hundefreilauf­bereich, Zimmer mit eigenem Eingang im Erdgeschoß, Hundewellness und Hunde­erlebnisbereich sowie Agility Parcours mit Hundeschwimmteich.Wer die Therme Loipersdorf schätzt, steigt mit Vierbeiner im haustierfreundlichen Hotel Stoiser ab, und auch das Hotel der Therme NOVA gilt als besonders hundefreundlich. Im ausgezeichneten Rogner Bad Blumau wohnen Hundefreunde mit ihrer tierischen Begleitung in den beliebten ­Augenschlitzhäusern mitten im Grünen – eine ­riesengroße, eingezäunte Hundewiese ist da gleich ­nebenan.

Foto: Alpentherme Gastein – A Family Dream Alpentherme Gastein, auch für Kids 

Tipp für Tagesbesucher in Corona-Zeiten

So verlockend ein wohlig warmes Wellness-Weekend in einer österreichischen Therme auch klingen mag, in Covid-19-Zeiten ist gute Planung alles, deswegen: Unbedingt die Websites der Thermen checken, denn viele Häuser vergeben für Tagesbesucher nur noch stundenweise Tages-Tickets oder bestimmte Ticket-Kontingente. Welche Thermen geöffnet haben, kann man auf Thermencheck.at Covid-19 Infos nachlesen oder direkt bei der Therme und dem Thermenhotel der Wahl zeitnah erfragen. Dann steht dem Chillen mit Freundinnen, ­Family oder Friends fast nichts mehr im Wege.

Foto: Aqua Dom
AQUA DOME im Ötztal AUCH IM Sommer einen Besuch wert!

TIPPS für den nächsten Thermentrip

Die beliebtesten Thermen – da ist für jeden was dabei:

 

Eine Liste aller Thermen in Österreich findet man online auf www.thermen.at – Dort kann man sich einfach aussuchen, wonach es gelüstet: Eine babyfreundliche Therme, ein romantischer Rückzugsort für zwei oder Family-Fun für die ganze Familie? Ganz hoch im Kurs steht auch: Natur und Ruhe pur mit Alpine Wellness in den Bergen.  Hier eine Auswahl für LIKE IT – je nach Gusto.

Family, Kids und Fun-Factor

Wer mit Baby oder einer quirligen Dreier-Bande Kids in die Therme fährt, der braucht eine wasserreiche Familien-Erlebniswelt für alle Altersklassen. Kurzweilige Wasserattraktionen mit Spiel und Spaß für alle und zuweilen auch für die allerkleinsten Gäste ein passendes Angebot wie etwa Wasserkocher und Flaschenwärmer an der Poolbar – finden sich u.a. in folgenden Thermen:

Romantik für zwischendurch

Ob eine fluffige Kuschelliege mit Sichtschutz und Butler-Service, eine private Spa Suite am Naturbadeteich oder eine Wannenbad zu zweit im Rosenwasser – wer Romantik-Packages für romantische Stunden oder eine „Adults Only“ Therme  sucht, wird etwa in diesen Thermen fündig:

Alpine Wellness mit Ausblick

Wellness in alpinen Lagen, das ist Hochgenuss mal zwei: Denn zum heilenden Thermalwasser kommt hier noch der Ausblick auf die Berge rundum hinzu. Ob auf verschneite Pisten oder auf das Gipfelkreuz für die nächste Wanderung: Hier kann man Wohlbefinden (auch) mit Bergerlebnis verbinden.

Gesundheit und Natur pur

Gesundheitsurlaub steht hoch im Kurs, dazu muss man nicht unbedingt auf eine Kur oder verordnete Gesundheitsvorsorge Aktiv fahren. Ob im Schwefelbad, im Mineralwasser oder im Solebad chillen: Gesund bleiben oder Gesund plus aktiv und in Bewegung sein – das  steht hier im Vordergrund.

Thermen-Hotels und Wellness mit Thermalwasser

Der Relax-Guide vergibt alljährlich seine bekannten „Lilien“ für die Qualität von Wellnesshotels – auch für Thermenhotels. Wer vier Lilien ergattert, darf sich zu den besten Hotels der jeweiligen Kategorie zählen. Ausgezeichnete Wellness mit Thermalwasser gibt es in folgenden Hotels:

Eine Auswahl der beliebtesten Wellnesshotels Österreichs mit Thermalwasser (Quelle: Relax Guide 2020)

Hundefreundliche Thermenhotels

Viele Hundebesitzer wollen auch beim Wellnessurlaub in der Therme auf ihren Vierbeiner nicht verzichten. Viele Hotels, die direkt an Thermen oder über Leitungen an die Thermalquellen angeschlossen sind, erlauben (gegen Aufpreis) Hunde im Hotelzimmer. Dazu gehören auch:

Thermen, Wellness und Gesundheit in Österreich

 

Wollen Sie sich inspirieren lassen? Klicken Sie sich durch die Links und Tipps:

TIPPS

Überblick: Klöster zum Kennenlernen

 

Klösterreich: https://www.kloesterreich.at/home/

Gast im Kloster: https://www.gastimkloster.at/

Genusszeit: https://www.genusszeit.at/auszeit/urlaub-im-kloster

Urlaub hinter Klostermauern NÖ: https://www.niederoesterreich.at/urlaub-hinter-klostermauern

Urlaub im Kloster Salzburg: https://www.salzburgerland.com/de/urlaub-im-kloster/

Heilsame Orte und Häuser: http://www.heilsame-orte.at/home/

 

Kloster-Gast auf ZEIT sein – Jeder, wie er mag

 

Gäste willkommen im Stift Heiligenkreuz (NÖ): https://www.stift-heiligenkreuz.org/gaeste-willkommen/als-gast-im-kloster

Gästezimmer in Stift Altenburg (NÖ): https://www.stift-altenburg.at/gaestehaus
Zu Gast im Stift Göttweig, ein Erlebnis für Leib und Seele (NÖ):

www.stiftgoettweig.at/site/gastlichkeit/urlaubsowie Genießerzimmer: www.landurlaub.at/stiftgoettweig

 

Gastfreundschaft im Gästehaus im barocken Ambiente des Stiftes Geras (NÖ): www.stiftgeras.at/wp/gemeinschaft/gastfreundschaft/

Tage der Stille oder Urlaub im Kloster in Stift Lilienfeld (NÖ): www.stift-lilienfeld.at/

Gästehaus im Stift St. Florian (OÖ): www.stift-st-florian.at/besucherinfo/gaestehaus.html

Urlaub im Stift Schlägl (OÖ): www.stift-schlaegl.at/buchen/zimmer/

Sei unser Gast im Kloster Stift Seitenstetten (NÖ):www.stift-seitenstetten.at/sei-unser-gast-im-stift-seitenstetten/

Zu Gast im Kloster Stams (Tirol): Nur für Männer: www.stiftstams.at/

Ein etwas anderer Urlaub bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut (K): „Jeder kann, keiner muss!“, ist hier das Motto: www.klosterwernberg.at/gaestehaus/

Gästetrakt im Stift Lambach für persönliche Tage der Stille (Stmk): www.stift-lambach.at

Ruhe und Einkehr – und direkt am Radweg und an der Via Sacra in Stift Reichersberg (OÖ): www.stift-reichersberg.at/uebernachten.html

Gast sein in Kremsmünster (NÖ): www.stift-kremsmuenster.net/klostergemeinschaft/zu-gast-sein

Natur- und Familienurlaub im Kloster:
JUFA Hotel Stift Gurk (K) www.jufa.eu/hotel/gurk/

JUFA Hotel Pyhrn-Priel (OÖ) www.jufa.eu/hotel/pyhrn-priel/

 

Fasten, Detox und Traditionelle Europäische Medizin im Kloster

 

Zentrum für TEM im Curhaus Bad Kreuzen (OÖ): „Beseelte Heilkunst“ aus Europa nach Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp. Mit alten Traditionen und neuen Methoden, z. B. Reflexologie, ­Wickeln, Güssen, Aderlass und Ausleitverfahren. www.tem-zentrum.at/standorte/bad-kreuzen.html

Die Entdeckung der Stille beim Fastenprofi im Weinviertel: Das Kloster Pernegg (NÖ) hat das ganze Jahr über zahlreiche ­Fasten-
Wochen im Angebot, Bewegung inklusive. www.klosterpernegg.at/angebote/

Fasten für Gesunde – im Einklang mit dem Bauchgefühl: Vom Klosterfasten über Entschlacken zum Suppenfasten und Basenfasten. Die ganze Jahresübersicht des Klosters Wernberg (K) unter www.klosterwernberg.at/fasten 

Geführte Fastentage vor Ostern und Weihnachten: u. a. in Stift Altenburg (NÖ), Stift Zwettl (NÖ), Stift Schlägl (OÖ)

Ernährung, die gesund macht, und Nahrung für die Seele mitten in der Natur. Kochstudio, Kraftplätze und Wyda zur Entspannung: Fasten, entgiften und entschlacken im Curhaus Bad Mühllacken (OÖ): www.tem-zentrum.at/standorte/bad-muehllacken.html

Geraser Klosterfasten (NÖ): Suppen- und Saftfasten – mindestens 10 Tage lang und das eingebunden in die Spiritualität des Klosters, aber im eigenen Gästehaus: www.stiftgeras.com/geraser-klosterfasten/

Kräuterwissen und Klostergärten – Auch für einen Ausflug gut

 

Heilende Gastfreundschaft und Hildegard-Kräuter: Kochen, ­backen und sammeln – Wickel und Güsse: Alles mit Kräutern bei den Marienschwestern vom Karmel in den Curhäusern Bad Kreuzen und Bad Mühllacken (OÖ): www.tem-zentrum.at/home.html

Kräuter-Klausur beim Kräuterpfarrer im Stift Geras (NÖ): www.kraeuterpfarrer.at/ und www.stiftgeras.com/klosterklausur/kräuter-klausur

Soziales Arbeitsprojekt im Stiftsgarten und Klosterladen ­­
St. Lambrecht (Stmk): Kräuterkurse, Kräuterladen und der „Garten des Heilens“ in St. Lambrecht: www.domenico-stlambrecht.at

Historischer Hofgarten wie im Paradies im Stift Seitenstetten (NÖ): www.stift-seitenstetten.at/hofgarten-benediktinerstiftrosengarten/

Garten der Religionen, Schöpfungsgarten und ein Garten der Stille. Neu angelegt im Stift Altenburg (NÖ): www.stift-altenburg.at/kultur-tourismus/stiftsgaerten/
Die Gartenanlage und der Stiftspark sind Teil der imposanten, riesigen Barock-Anlage des Stifts Melk (NÖ), Audio Guide!: www.stiftmelk.at

Ein übervoller Kräutergarten und eine wunderschöne Orangerie mit Café des Stiftes Zwettl (NÖ): www.stift-zwettl.at/stift/garten/

Lustgarten und Nutzgarten: Barocke Anlage im Stift St. Paul (K): www.stift-stpaul.at/de/

10/Barock- und Kräutergarten

Österreichweit jedes Jahr: Die lange Nacht der Klostergärten, Sommer 2019.

Ganz auf lautlos stellen: Spiritualität, Schweigen und Exerzitien

 

„Geh in die Stille und du wirst Dich dort finden“: Das Haus der Stille in Heiligenkreuz am Waasen bei Graz (Stmk):www.haus-der-stille.at/

Haus der Besinnung: Ruhe und Kraft in der Natur bei Lofer (S): www.heilsame-orte.at/haus/maria-kirchental/

Stille Klausur mit Digital Detox im Stift Geras (NÖ): www.stiftgeras.com/klosterklausur/stille-klausur/

Spirituelle Seminare im Stift Schlägl (OÖ): www.stift-schlaegl.at/veranstaltungskategorie/kulturelle-veranstaltungen/

Wander-Exerzitien nur für Frauen und „Achtsamkeits-Retreat“: Stift Wernberg (K) www.klosterwernberg.at/angebote/koerper-geist-seele/

Stille Reise zum Ich und Exerzitien für Führungskräfte im Stift ­St. Lambrecht (Stmk): www.schuledesdaseins.at/index.php

Exerzitien im Alltag im Stift Göttweig (NÖ): www.stiftgoettweig.at/site/kalender/kursprogramm

 

Klöster in Bewegung: Wandern, Pilgern und mehr

 

Radfahrer vom Innradweg und Pilger der Via Sacra sind will­kommen (Bett-&-Bike-Partner OÖ) im Stift Reichersberg: www.stift-reichersberg.at/

Hemmapilgerweg und Benediktweg direkt beim Stift Admont (Stmk): www.stiftadmont.at/aussenanlagen/pilgerwege

 

Auf der Via Sacra nach Mayerling:

Start beim Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Mit Lamas unterwegs auf dem Jakobsweg: Stift Göttweig (NÖ)

Meditation und Schneeschuhwandern sowie Spirituelles Wandern: Stift Schlägl (OÖ)

Pilgern auf dem österreichischen Jakobsweg: u. a. Stift Herzogen­burg, Stift Lilienfeld, Stift Göttweig, Stift Melk (NÖ)

Wandern und pilgern auf den Spuren der Benediktinermönche: Stift St. Paul (K)

Wallfahrts-Knotenpunkte: u. a. Stift St. Florian (OÖ), Stift Rein (Stmk), Stift Heiligenkreuz (NÖ)

Mariazeller Gründerweg: Von St. Lambrecht nach Mariazell (Stmk)

 

Der österreichische Jakobsweg:

www.weitwanderwege.com/jakobsweg/

Pilgern in Österreich: www.pilgerwege.at/pilgern-oesterreich/

Pilger und Wanderer mit Hund sind im Stift Geras (NÖ) und im Gästehaus des Augustiner Chorherrenstifts St. Florian (OÖ) willkommen.

Gut Essen und Trinken im Kloster

Das Stiftsgasthaus von St. Florian (OÖ) mit riesigem veganen Angebot: www.stiftskeller.co.at

Wunderschön sommers im Innenhof, da ist was los im Stift Kremsmünster (NÖ): www.stiftsschank.at

Die Klosterschnitte ist legendär bei den Busgruppen im Stift Heiligenkreuz (NÖ): www.klostergasthof-heiligenkreuz.at

Das Klostergasthaus Thallern des Stiftes Heiligenkreuz (NÖ): www.klostergasthaus-thallern.at/de/das-klostergasthaus
plus Vinothek

Ein Landgasthaus, wie es sein soll, in Seitenstetten (NÖ): www.stiftsmeierhof.at

Kloster & Bier: Stiftsbrauerei Schlägl (OÖ): www.stiftsbrauerei-schlaegl.at

Täglich geöffnet: Stiftsrestaurant Altenburg (NÖ): www.strobls-catering.at/stifts-restaurant-altenburg

Vinothek und Weingut Stift Klosterneuburg (NÖ): www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/

 

Austria my love

Austria my love

Zu Gast sein im eigenen Land
Welche Touristen-Hotspots in Österreich
man heuer unbedingt besuchen sollte.

Von Angelika Mandler-Saul

Stift Melk: Das barocke UNESCO-Weltkulturerbe thront hoch über der Donau in der Wachau. Die Flusskreuzfahrten, Radfahrer und Bustouristen verschafften dem Benediktinerstift mit dem herrlichen Park und dem sehenswerten Museum jährliche Besucherrekorde. Foto: Niederösterreich Tourismus/Michael Liebert

Stift Melk: Das barocke UNESCO-Weltkulturerbe thront hoch über der Donau in der Wachau. Die Flusskreuzfahrten, Radfahrer und Bustouristen verschafften dem Benediktinerstift mit dem herrlichen Park und dem sehenswerten Museum jährliche Besucherrekorde.
Foto: Niederösterreich Tourismus/Michael Liebert

Selbst mal als Tourist das eigene Land erkunden: Wann, wenn nicht jetzt? Dürnstein, Hallstatt, das Schloss Schönbrunn oder Salzburg – jetzt oder nie. Als Urlauber kann man auch im eigenen Land gut unterwegs sein, zudem die meisten touristischen Hotspots momentan infolge der Corona-Maßnahmen ungewöhnlich wenig besucht sind. Und die Citys freuen sich sehr über Kurzurlauber zum Shopping oder Weekend-­Kulturgenuss.

An einem normalen Sommertag drängten sich bis voriges Jahr noch die Massen durch das kleine, pittoreske Städtchen Dürnstein in der Wachau – heute würde uns bei solchem Menschengewimmel wohl Hören und Sehen gründlich vergehen und uns den Aufenthalt in den mittelalterlichen Gässchen etwas verleiden. Nicht so im Sommer und Herbst 2020, denn heuer ist alles ­anders. Keine Radfahrgruppen verstellen den Ausblick, keine Kreuzfahrt-Kurzzeitgäste stehen Schlange bei den Erfrischungs­getränken, und wer auf die Ruine hinaufklettert, kann dies fast einsam tun. 

Die Corona-Pandemie hat den internationalen ­Reiseverkehr nach Österreich gehörig ins Wanken gebracht, doch es hat auch etwas Gutes: Nun ist Luft, dass auch wir selbst die touristischen Hotspots unseres eigenen Landes einmal in Ruhe und ganz ohne Menschenauflauf, Drängeln und Anstellen erkunden und genießen. Auch andere Touristen-Hochburgen wie das Schloss Schönbrunn in Wien, das Stift Melk, Hallstatt oder die Festspielstadt Salzburg sind bestens geeignet, dass auch die Einheimischen sich einmal an ihnen erfreuen.

Dürnstein – Foto: NÖ Werbung/Michael Liebert

Schnupperurlaub in der eigenen Hauptstadt

Wann waren denn Sie zum letzten Mal im Wiener Stephansdom oder haben eine Runde mit dem Riesenrad gedreht? Jetzt wäre die ideale Möglichkeit dazu, unsere Bundeshauptstadt mit den Augen eines Urlaubers zu besichtigen und dabei etwa auch die derzeit wenig besuchten Museen zu genießen. Denn normalerweise sind das Kunsthistorische Museum, das Belvedere und die Hofburg hoch­frequentiert und man teilt den Kunstgenuss zur Sommerreisezeit mit vielen Touristen aus aller Welt. Schönbrunn mit seinen ausgedehnten Park-anlagen, dem Schloss mit den Prunkräumen und dem ­weltberühmten Tierpark steht übrigens auf Platz 1 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Österreich. Dort kann man gut und gerne einen ­ganzen Tag ­verbringen und mit dem Schönbrunn Group Pass alle diese Attraktionen inklusive ­Gloriette, Sisi ­Museum und Möbelmuseum zum Sonderpreis ­besuchen.

Auch weitere Wiener Sehenswürdigkeiten, etwa die Albertina oder den Donauturm, kann man jetzt, im Spätsommer und Herbst, ebenfalls in Ruhe aufsuchen oder sogar das eine oder andere Hotelschnäppchen für eine Übernachtung in einem guten bis sehr guten Hotel dabei ergattern. Denn die Stadtdestinationen hat der Wegfall der internationalen Klientel besonders hart getroffen: Urlaub in Wien, Salzburg, Graz oder Innsbruck ist also heuer ein echter Geheimtipp für alle, die einmal einen Citytrip im eigenen Land erleben wollen. 

Dabei ist man aber nicht auf sich allein gestellt: Warum nicht einfach mal eine Spezialführung für sich und seine besten Freundinnen in der eigenen Stadt buchen? Die Austrian Guides
Vienna etwa bieten zu zahllosen Themen spannende Führungen, beispielsweise „Starke Frauen“, „Verruchtes Viertel Spittelberg“ oder „Wien um 1900“. Und wer der besten Freundin eine ganz besondere Geburtstagsfreude machen will, der bucht in Wien für seine Mädlspartie eine maßgeschneiderte Spezial­führung je nach  Interesse des Geburtstagskindes und mit (mindestens) einem Glas Prosecco, etwa bei den Touren „Wien nach Maß“ von Fremdenführerin Ina Hauer und ihren Lila Tilla Tours.

Salzburg: Die Mozart- und Festspielstadt ist ein Ganzjahres-Renner bei Besuchern aus aller Welt. Dass heuer die Salzburger Festspiele zu ihrem 100. Geburtstag stattfinden konnten, grenzt an ein kleines Wunder. Foto: Pixabay

In Salzburg kann man mit Yvonne Heuberger-Dornauer  von Führungen Salzburg die Mozart-Stadt und ihre unbekannten „Einsichten und Aussichten“ erkunden, aber auch die Guides von Fairtours laden täglich in Salzburg zu geführten Rundgängen, ganz besonders für Einheimische, die ihre Stadt mal anders kennenlernen wollen: Im Vordergrund steht hier der respektvolle Umgang mit den Salzburgern, deren Geschichte und die vielen kleinen, versteckten Plätze und Wege durch die zauberhafte Stadt Mozarts. Dabei ist man aber nicht auf sich allein gestellt: Warum nicht einfach mal eine Spezialführung für sich und seine besten Freundinnen in der eigenen Stadt buchen? Die Austrian Guides Vienna etwa bieten zu zahllosen Themen spannende Führungen, beispielsweise „Starke Frauen“, „Verruchtes Viertel Spittelberg“ oder „Wien um 1900“. Und wer der besten Freundin eine ganz besondere Geburtstagsfreude machen will, der bucht in Wien für seine Mädlspartie eine maß-geschneiderte Spezial­führung je nach  Interesse des Geburtstagskindes und mit (mindestens) einem Glas Prosecco, etwa bei den Touren „Wien nach Maß“ von Fremdenführerin Ina Hauer und ihren Lila Tilla Tours. In Salzburg kann man mit Yvonne Heuberger-Dornauer  von Führungen Salzburg die Mozart-Stadt und ihre unbekannten „Einsichten und Aussichten“ erkunden, aber auch die Guides von Fairtours laden täglich in Salzburg zu geführten Rundgängen, ganz besonders für Einheimische, die ihre Stadt mal anders kennenlernen wollen: Im Vorder-grund steht hier der respektvolle Umgang mit den Salzburgern, deren Geschichte und die vielen kleinen, versteckten Plätze und Wege durch die zauberhafte Stadt Mozarts. 

Wer echtes Touri-Feeling testen will, der kauft sich einfach ein Ticket für einen Hop-On-Hop-Off-Tagestrip in den Doppeldeckerbussen in Wien. Das ist besonders praktisch und bequem, denn dort bekommt man die kurzweiligen Storys direkt ins Ohr geliefert. Dann aber auch unbedingt beim Zentralfriedhof aussteigen, denn auch der ist ein Anziehungspunkt für Gäste – Wien steht eben auch für morbiden Charme. Jene Wiener Kaffeehäuser, vor denen sonst Menschenschlangen anstehen – wie das Café Central und das Café Sacher – sind ebenfalls einen Besuch wert.

Foto: Schloss Schönbrunn mit der Gloriette, dem ausgedehnten Schlosspark und dem weltberühmten Tierpark steht auf Platz 1 der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Hier kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen.

Foto: Wiener Riesenrad

In Innsbruck pflegen die Menschenmassen staunend vor dem Goldenen Dachl zu stehen und die Fußgängerzone zu verstopfen: Heuer hätten wir die Möglichkeit, beim Selfie mit dem Goldenen Dachl fast ganz allein auf dem Bild zu sein. Und die Bergiselschanze ist auch für Kids interessant! Unterwegs ist man mit dem roten Sightseer Bus – warum sich die Sehenswürdigkeiten nicht wirklich einmal vom Bus aus präsentieren lassen? Oder schon mal eine Nachtwächterführung durch die eigene Stadt gemacht? Bregenz, Salzburg, Linz, St. Pölten oder Baden bieten solche außer­gewöhnlichen Touren an.

„Erlebe deine Stadt“ oder „Urlaub in der eigenen Stadt“ – so titeln die Angebote der Touristiker für uns Einheimische diesen Sommer und Herbst in Corona-Zeiten. Also, wenn da nichts dabei ist für einen Kurzurlaub in der Bundeshauptstadt oder einen Sonntagsausflug in eine City zwischendurch …

Foto: Innsbruck Tourismus

Foto: Großglockner Hochalpenstrasse

Die beliebtesten HotSpots in Österreich – jetzt oder nie!

Aber nicht nur in den Citys, sondern auch quer durch Österreich ergibt sich dieses Jahr die wunderbare Möglichkeit, die ansonsten bei den ausländischen Urlaubern so beliebten Ausflugsziele und damit die eigene Heimat in Ruhe besser kennenzulernen. Die Großglockner Hochalpenstraße, die Malta Hochalmstraße, das Kitzsteinhorn oder die Krimmler Wasserfälle, der Grazer Schlossberg, die Pöstlingbergbahn in Linz oder die Nordkette und das Goldene Dachl in Innsbruck, das Schloss Esterhazy in ­Eisenstadt und die Festspielbühne in Bregenz am Bodensee: Die großen Besucher- und Busgruppen aus aller Welt werden wohl noch ein Weilchen ausbleiben, was könnte also gegen Urlaub im eigenen Land sprechen?

Viele Österreicher haben die geschlossenen Grenzen bereits genutzt, um endlich einmal Hallstatt mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben: Zu oft hatte man schon von den asiatischen Touristengruppen gehört, die das Örtchen im oberösterreichischen Salzkammergut regelrecht überschwemmen und für Parkplatzchaos sorgen. Die einheimische Begeisterung für Hallstatt und die Reiselust in diesen welt­berühmten idyllischen Ort war heuer folglich bereits recht groß und Parkplätze waren auch ohne Touristengruppen aus dem Ausland manchmal schon ­Mangelware.

Aber normalerweise kommt auf die 800 Einwohner schon mal eine Million Touristen pro Jahr – dieses Jahr kann man den Skywalk in 360 Meter Höhe, das Salzbergwerk oder das Beinhaus mit deutlich weniger Gleichgesinnten besuchen. Und die Hallstätter freuen sich besonders über ­einheimische Gäste, die auch mal länger beim Kaffee sitzen bleiben und Zeit für einen Tratsch haben.

Ebenso dicht an dicht lief es bislang in Dürnstein in der Wachau ab, wo normalerweise den ganzen Sommer über großer Andrang durch die Gäste der Flusskreuzfahrten herrscht: Heute trifft man zwar auch auf viele Ausflügler, Wanderer oder Radgruppen, aber es ist Platz genug für gemütliches Flanieren in den Altstadtgässchen, die man ansonsten vor lauter Menschen kaum mehr sieht. Bei der großen Wachau-Schiffsrundfahrt mit Stopp in Dürnstein, beim Wanderweg hoch oben in den Rieden bei der Ruine Dürnstein und beim abendlichen Heurigen – da gibt’s Platz genug. Und die himmelblaue Stiftskirche nicht zu besichtigen vergessen!

Bei manchen sind sie vielleicht schon in Vergessenheit geraten, aber Österreichs Klöster sind wahre Touristenmagnete, nicht nur wegen der oft riesigen Parks und Grünanlagen, sondern auch wegen der Kunstschätze, Museen, Bibliotheken und Kultur­angebote – oder „Einkehr auf Zeit“ gewünscht?

Bis Anfang des Jahres 2020 sah sich das pittoreske Örtchen am gleichnamigen See noch mit Touristenströmen aus Asien konfrontiert. Heuer haben einheimische Besucher den Ort überrascht. Foto: Pixabay

Ein Wunderwerk der Natur, das mit seinen Wasser­kaskaden besonders die Gäste aus dem Nahen und Mittleren Osten regelmäßig zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Foto: Krimmlerwasserfälle

Stift Melk, Stift Göttweig oder etwa auch Stift Kremsmünster sind Busladungen voller Touristen und Kreuzfahrtsgäste normalerweise gewohnt und können mit diesen Massen an Interessierten gut umgehen. Heuer haben wir die Muße, die oft prunkvollen Anlagen dieser viel besuchten Klöster mal fast in völliger Ruhe zu besuchen und auf uns wirken zu lassen. Gerade bei arabischen Gästen besonders beliebt und von ihnen hoch frequentiert sind in „normalen Reisejahren“ die Krimmler Wasserfälle, die Region rund um Kaprun/Zell am See und das Kitzsteinhorn im Salzburger Land. Kein Wunder, bei uns in Österreich gibt´s frisches Wasser im Überfluss – ein wahres Eldorado der Natur, von dem diese Gäste in ihrer Heimat nur träumen können. Heuer fehlen die Familien, die begeistert barfuß über kleine Schneefelder gehen oder erstmals in ihrem Leben nahe an einem echten Wasserfall die Gischt einatmen. Wann sind denn Sie das letzte Mal unter oder hinter einem Wasserfall gestanden (nein, nicht im Spa des Wellness-Hotels)?

Die Krimmler Wasserfälle, die Dreitausender rund um Zell am See und Kaprun lassen sich hervor­ragend mit einer Fahrt auf die Großglockner Hochalpenstraße verbinden. Jeder Österreicher sollte dieses Wunderwerk der Baukunst einmal selbst ­erlebt oder seinen Kindern gezeigt haben – zu schön sind die Ausblicke von den vielen Stopps entlang der 48 Kilometer langen Straße. Der Großglockner gehört einfach zu ­einem Österreich-Urlaub, Corona hin oder her.

Ein Tipp zum Abschluss:

Wem diese bekannten Tourismusregionen, die ­touristischen Hotspots und Seengebiete sowie die Citys trotz Corona-Reiseflaute immer noch zu viel Trubel bedeuten, der wird in Österreich auch anderweitig fündig. Denn Natur- und Urlaubserlebnisse en masse gibt es natürlich auch abseits dieser Sehenswürdigkeiten. Lesen Sie doch mal nach, was die österreichischen Reiseblogger an Geheimtipps für Urlaub in Österreich auf Lager haben. Da ist ­ sicher auch für Sie ein Aha-Erlebnis abseits des ­Travel-Mainstreams dabei. Also, bleiben wir in Österreich – wir haben es wahrlich gut erwischt!

Tipps 

Zu Gast in deiner eigenen Stadt: City Packages und Angebote

Linz
www.linztourismus.at/freizeit/reise-planen

Wien
www.erlebe-deine-hauptstadt.wien/
Wien Schönbrunn Group Pass www.schoenbrunn.at/unsere-tickets-touren/alle-tickets-touren
Die Vienna City Card Experience Edition
www.experience.wien.info/
Lila Tilla Spezialführungen in Wien, je nach Interesse www.lilatillatours.at
Petra Unger – Wiener Frauen* Spaziergänge www.frauenspaziergaenge.at/petra-unger/
Hop On Hop Off in Wien www.viennasightseeing.at/de_DE
Schloss Schönbrunn mit Park und Tierpark www.schoenbrunn.at/
Das Belvedere: https://www.belvedere.at/

Graz
Drei Nächte bleiben und zwei zahlen www.graztourismus.at/de/hotels-appartements

Salzburg

www.salzburg.info/de/lp/neu-entdecken
Fairtours Salzburg
www.fairtours.at/
Führungen Salzburg www.fuehrungensalzburg.at/
Salzburg Sound-of-Music-Tour www.salzburg.info/de/hotels-angebote/
Salzburg – Mozart und Festspiele www.salzburg.info/de

Salzkammergut
www.hallstatt.net/ueber-hallstatt

Burgenland
Führungen durch pittoreske Städte www.burgenland-entdecken.at/stadtfuehrungen.html

Innsbruck
Der rote Bus zu den Hightlights www.innsbruck.info/sehenswuerdigkeitensightseeing/sightseer.html

Bregenz
www.bregenz.travel/stadtfuehrungen/

Sich auch mal etwas zeigen lassen: Führungen und Bustouren
Austrian Guides www.guides-in-vienna.at/oeffentliche-fuehrung-deutsch/

Die beliebtesten touristischen Hotspots in Österreich

Welterbe Hallstatt www.hallstatt.net/
Dürnstein und die Wachau www.donau.com/de/donau-niederoesterreich
Großglockner Hochalpenstraße www.grossglockner.at/gg/de/index
Krimmler Wasserfälle www.wasserfaelle-krimml.at/
Kaprun/Zell am See www.zellamsee-kaprun.com/de
Kitzsteinhorn www.kitzsteinhorn.at/de
Minimundus www.minimundus.at/

Auf Entdeckungstour in den Bundesländern – eine Auswahl:

Easy Summer am Neusiedler See – Buchbar bis Oktober www.neusiedlersee.com/de/suchen-buchen/easy-summer-angebote.html

Tirol für dich www.tirol.at/reisefuehrer/tirol-fuerDICH

Malta Hochalmstraße – herrliches Panorama in Kärnten www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/besucherzentren/malta

Der Herbst in Kärnten – die Zugabe des Sommers www.kaernten.at/herbsturlaub

Veni.Vidi.Vorarlberg Willkommen am anderen Ende Österreichs!  www.vorarlberg.travel/venividivorarlberg/

Die Steiermark entdecken www.steiermark.com/de/urlaub

Erfrischendes Niederösterreich www.niederoesterreich.at/

Österreichische Reiseblogs – ­Unterwegs im eigenen Land mit vielen Geheimtipps

Urlaub mit Hund und viel Natur www.wiederunterwegs.com

Urlaub mit Kultur www.reisebloggerin.at

Kurzreisen und Roadtrips www.reiseblitz.com/

Tolle Fotos www.sommertage.com/

Kreativreisen www.creativelena.com/

Nachhaltig reisen www.kofferpacken.at/

Urlaub am Bauernhof www.urlaubambauernhof.at/

Reisen mit dem Zug www.andersreisen.net/

Sportlich unterwegs www.travelpins.at/

Die Alpen-Adria-Region www.anitaaufreisen.at/

Luxus und Kulinarik/Vegan www.cityseacountry.com/

Fotoreisen und Fotolocations www.imprintmytravel.com/

 

 

Flugs an den Fluss

Flugs an den Fluss

Flugs an den Fluss

Eine Auswahl der schönsten Fluss- und Klammwanderungen in Österreich zum Abkühlen, Plantschen, Wandern und Genießen.

Von Angelika Mandler-Saul

Foto: Andreas Höllinger Nationalpark Gesäuse

Foto: Zell am See Kaprun Tourismus. Die Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun im Salzburger Land ist an heißen Tagen ein besonders erfrischender Ort für eine Wanderung. Das Kapruner Tal war vor Tausenden von Jahren von einem Gletscher bedeckt. Als er geschmolzen war, hinterließ er diesen abenteuerlichen Taleinschnitt.

Unsere Flüsse: Lebens- und Freizeitraum, Transportwege und Energielieferanten

Österreich ist ein sehr wasserreiches Land. Mehr als 2000 Fließgewässer plätschern durch unsere Heimat, die meisten fließen in die Donau. In Summe haben wir 100.000 Kilometer Flussläufe, das ist so weit wie zweieinhalbmal um die Erde. Aber nur 15 Prozent aller einst sprudelnden Bäche und Flüsse dürfen noch so fließen, wie sie wollen, und sind auch ökologisch vollkommen intakt. Denn der Großteil der Flüsse wurde betoniert, aufgestaut oder begradigt und in kontrollierte Flussbetten gezwängt. Dort, wo die Flüsse noch ihren natürlichen Raum haben, ist ein wenig des ursprünglichen Erlebniswerts geblieben – etwa in Klammen oder bei Wasserfällen.

Nur zwei Flüsse in den Österreichischen Alpen dürfen noch wirklich „wild“ sein, also naturbelassen und ursprünglich, wie es Flüsse sein sollten: die Isel und der Lech in Tirol. Die Isel ist bekannt für die viel besuchten Umbalfälle im ­Virgental und sie ist der letzte große Gletscherfluss in den ­gesamten Ostalpen, der nicht aufgestaut oder ausgeleitet ist. Der Lech darf geschützt durch den Naturpark Tiroler Lech plätschern und sich seinen Weg dort ganz alleine suchen, ohne Zutun von uns Menschen.

Neben diesen beiden gänzlich naturbelassenen Flüssen gibt es aber in Österreich zahllose Flüsse, die dennoch einen Besuch und eine Wanderung äußerst lohnen – ob entlang ­eines Wasserfalls, einer Klamm oder Schlucht, auf einem ­Alpinsteig, einem Spazierwegerl oder quer durch beim Plantschen und Pritscheln.

In Saalbach Hinterglemm sind Flüsse und Bächlein stets der Begleiter beim Wandern. Foto: Mirjageh

Die Ötschergräben im Mostviertel werden auch „Der Grand Canyon Österreichs“ genannt und bestechen durch ihre türkisgrüne Farbe.

Wege zum und am Wasser

Für mich gibt es nichts Erfrischenderes als Wandern am Wasser, möglichst in Hundebegleitung. Auch Panoramawege in schwindelnden Höhen oder Bergtouren haben zweifellos ­ihren Reiz, aber bei einer Wandertour ohne plätschernden Bach- oder Flusslauf in der Nähe – da fehlt mir etwas. Eine Pause mit Jause am Fluss, dabei die Wanderschuhe und -socken ausziehen und sich beim Wassertreten erfrischen oder aber nur die Beine ins Wasser hängen zu lassen: Das macht für mich eine Wanderung erst richtig perfekt. Wasser belebt eben ungemein und ohne Wasser wären wir in Österreich nicht so überreich mit landschaftlichen Natur­juwelen gesegnet. Kein Wunder, dass unsere Gäste aus dem nahen und mittleren Osten immer so staunend und sprachlos vor unseren gigantischen Wasserfällen stehen und dieses Glück kaum fassen können: Wasser ist Leben. Besucher aus Ländern, die natürliche Quellen nicht in solchem Überfluss (gratis) zur Verfügung haben, können hier nur stumm staunen ob dieses Segens.

Foto: Pressefoto Lofer

Wanderungen entlang von Bächen und Flüssen, reguliert wie unverbaut, gibt es in Österreich unzählige, ob steil bergan entlang eines Bächleins, wo man schon mal seine Trinkflasche nachfüllen kann und der Hund sich gleichzeitig reinlegen und es „austrinken“ kann, oder neben einem breiten, mächtigen Fluss, wie etwa in den Tälern im Nationalpark Hohe Tauern. Im Krimmler Achental mit den gleichnamigen Wasserfällen, im Stubach- oder Fuscher und Rauriser Tal und nicht zuletzt im Gasteiner Tal als bekannte Gesundheitsdestination: Überall ist dort ein Fluss immer in Ihrer Nähe, und ­damit gibt es auch abwechslungsreiche und erfrischende Wanderrouten.

Für Familien bieten sich leichter begehbare Erlebniswege mit Schautafeln an, sodass auch die Kinder glücklich sind, etwa der Smaragdweg im Habachtal inklusive Schürf-Erlebnis, der geheimnisvolle Druidenweg in der Waldviertler Ysperklamm oder der 1. Wiener Wasserleitungsweg bei der Rax. Für die Gesundheit von Körper und Seele gleichermaßen kann man sorgen, wenn man sich bei Bad Mühllacken an der Donau ins ­Pesenbachtal zum genussreichen Kneippen und Spazieren begibt. Für Kids gibt es zusätzlich zur Wanderung immer öfter feuchtfröhliche Wasser-Erlebniswelten.

Abenteuer in den Klammen und Schluchten

Gerade in der heißen Jahreszeit sind Klammen und Schluchten eine willkommene Abwechslung und eine sehr erfrischende Erfahrung für Wanderer, die der Hitze in der Stadt ausweichen wollen. Eine Klamm bietet schattige Wanderwege, oft mit Wasserfällen und kleinen und größeren Gumpen, sowie spannende Steige entlang des Wassers. Manche sind auch für Kinderwägen und Familien mit Kindern geeignet, viele ­jedoch erfordern mehr Trittsicherheit und dürfen nur mit Schutzhelm begangen werden. Fast 300 Schluchten in Österreich sind begehbar: Hier findet man Holzstege über tosenden ­Wasserkaskaden, Hängebrücken und Erlebniswege, weiters oft Leitern (schwierig mit Hund zu meistern) oder Seil­versicherungen.

Foto: Pressefoto Lofer

Foto: MIRJAGEH Saalbach

In Salzburg lockt die Seisenbergklamm zu einem Erlebnisweg durch die Wasserkaskaden, die Barbarossaschlucht im Kärntner Mölltal bietet einen Rundweg mit Sagencharakter und die Palfauer Wasserlochklamm im steirischen Gesäuse ist bei sportlichen Ausflüglern aus dem Osten Österreichs besonders beliebt. Sie verlangt aber durchaus eine ordentliche Grundkondition, denn wie viele andere Klammen muss auch diese erst über eine längere Zugangswanderung erobert werden. Danach aber erlebt man hier die Salza äußerst urwüchsig. Eine besondere Attraktion ist das hiesige Wasserloch: In unregelmäßigen Abständen senkt und hebt sich hier der Wasserspiegel im „Loch“ – gefolgt von „Wasserfällen“ in die Tiefe. Ein weiterer Superlativ in Sachen Klamm findet sich in der Steiermark: Die Raabklamm ist mit stolzen 17 Kilometern die längste Schlucht Europas. Auch in den Natur- und Nationalparks kommt man an Klammwanderungen nicht vorbei. Im Gesäuse lockt die Nothklamm, einmal um die Ecke bei Liezen wiederum liegt die Wörschachklamm, die man bis zu einem romantischen Moorsee, dem Spechtensee, weiterwandern kann. Und in der Dachstein-­Tauern-Region findet sich der höchst abwechslungsreiche ­Wilde-Wasser-Alpinsteig „Höll“ mit seiner Stahlseilhängebrücke und dem Riesachfall – die schönste gütesiegelzertifizierte Tour der Österreichischen Wanderdörfer.

Foto: Lechquellengebiet bei [email protected] Lechweg
Foto: Kärnten Tourismus Hohe Tauern

Auch zur oberösterreichischen Gimbachschlucht beim ­Attersee muss man erst mal hinwandern, bevor man das ­Naturschauspiel genießen kann. Dort frönt man dem sehr abenteuerlichen Canyoning, das nie ohne Guide ausgeübt werden sollte. Beim Canyoning watet und wandert man unter Anleitung eines kundigen Führers und im Neoprenanzug durch die Wildwasser. Dabei klettert, stapft und springt man, und gegen Ende seilt man sich meist in einem Wasserfall ab – für den Nervenkitzel.
Ruhiger und familienfreundlicher geht es stadtnah in ­Niederösterreich zu: Im Wienerwald liegt die ausgesprochen beliebte Hagenbachklamm. Sie ist ideal zum Abkühlen an ­einem heißen Sommertag. Ebenfalls ein Hotspot im Sommer sind bei Ausflüglern und Familien die Myrafälle bei Muggendorf oder auch die Erlaufschlucht und der Wildwasserpfad bei ­Mariensee/Mönichkirchen. Eine uralte, in der Eiszeit geformte Schlucht findet sich wiederum ganz im Westen in ­Vorarlberg: Die Bürserschlucht ist ob ihres Alters ein Highlight für ­Geologiefans.

Foto: Weitwandern am Donausteig – oft mit fulminanten Ausblicken auf die Donau. Der 450 km lange Wandersteig führt von Passau über Linz bis nach Grein.

Genussreich wandern: Allein oder mit Family und Friends

„Genuss am Almfluss“, so nennt sich ein inszenierter Uferwanderweg im oberösterreichischen Almtal, eigentlich als Weitwanderweg konzipiert: Auf 52 Kilometern wandert man immer wieder entlang des Almflusses, der irgendwann am pittoreskenAlmsee endet. Im Almtal warten Genusswirte, inszenierte Rastplätze und Abenteuerspielplätze, Massageanlagen oder Hängesessel mit Ausblick. Natürlich kann man diese Weitwanderwege auch in schönen Etappen begehen oder Rundwanderungen am Wasser einbauen.
Genauso pittoreske und genussreiche Ausblicke hat man vom auf einigen Etappen ganz schön anstrengenden Donau-Weitwanderweg, dem Donausteig in Ober- und Niederösterreich. Zwischen dem bayrischen Passau und Grein verläuft er mit vielen Highlights wie Klammen und Schluchten, Gipfelkreuzen und ausgewiesenen Abschnitten für Pilger – mal weiter oben, mal weiter unten, aber immer mit überraschenden Ausblicken auf den Donaustrom. Und am Vorarlberger „Wasserweg“ entlang der Bregenzer Ache findet man im Bregenzerwald nicht nur eine schöne Zweitagestour, sondern auch reichlich Badeplätze zum Genießen.
Im wasserreichen Mostviertel ist die Wanderung durch die Ötschergräben eine an heißen Sommertagen auch bei Hundebesitzern hochbeliebte Tour. Türkisgrün schimmert der Fluss und lockt zu einem gemeinsamen eisigkalten Gumpenbad im „Grand Canyon Österreichs“, im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Bequemer für Familien lassen sich etwa die Myrafälle bei Muggendorf in Niederösterreich begehen, aber auch der eine oder andere Wasser-Erlebnispark nahe den Fluss-Wander­wegen ist für Familien spannend zum Pritscheln und Plantschen. Bei den Krimmler Wasserfällen etwa lädt der Aqua-Park der Wasserwunderwelt ein und in Kärnten ist es der Wasserspielpark Fallbach im Maltatal. „Über Stock und Stein mit einem Stock allein“ unterwegs kann man sein beim „Wild-Wandern“ am Feistritzbach in der Soboth im steirischen Schilcherland.
Aber egal ob alleine, mit seinem Wanderstock am Wasserfall, ob zu zweit oder mit Hund beim Pritscheln im Bach oder ob mit der Family oder mit Friends im Wasserpark: Am Wasser entlangzuwandern, das hat Lebensqualität, denn: „Wasser ist nicht alles, aber ohne Wasser ist alles nichts.“ (Volksmund)

Foto: Raabtalradweg

Vorsicht beim wilden Baden im Fluss

Wer an Wildwassern entlangwandert, vielleicht das eine oder andere spontane Flussbad nimmt oder mit der ganzen Familie auf der Wanderung gar Flüsse ohne Brücke überqueren muss, der sollte ein wenig Erfahrung mitbringen. Denn wie man einen Fluss sicher überquert (oft auf Furten, also Flachstellen im Flussbett), sollte man nicht dem Zufall überlassen. Auch ist Wildbaden in Flüssen nicht immer überall erlaubt. Die Umweltbestimmungen müssen zu jeder Zeit eingehalten werden, das Gewässer darf nicht verunreinigt werden, und auch in Naturschutzgebieten, Naturparks oder Nationalparks kann das Schwimmen in Naturgewässern untersagt sein. Wo es nicht verboten ist, dort steht dem genussreichen Baden oder Eintauchen in türkisgrüne Badegumpen, so frisch das Wasser auch sein mag, aber nichts im Wege.

Foto: Krimmler Wasserfälle Pressefoto

Tipps

 

Niederösterreich

Durch die Ysperklamm mit Druidenpfad im Waldviertel: www.ysperklamm.info/ysperklamm/

1. Wiener Wasserleitungsweg im Höllental: www.wieneralpen.at/a-1-wiener-wasserleitungsweg

Der Welterbesteig Wachau, Teil des Donausteigs, führt uns meist oben, manchmal auch unten am Fluss: www.donau.com/de/donau-niederoesterreich

Myrafälle bei Muggendorf, ein Familienerlebnis: www.myrafaelle.at

Hagenbachklamm im Wienerwald: 
www.wienerwald.info/a-hagenbachklamm

Erlaufschlucht in Purgstall: 
www.erlaufschlucht.at/Die_Erlaufschlucht

Wildwasserpfad Mariensee in den Wiener Alpen: 
www.wieneralpen.at/a-wildwasserpfad-mariensee

Wanderwege durch die Donau-Auen: www.donauauen.at

Ötschergräben – türkisgrünes Wunder im Mostviertel: www.naturpark-oetscher.at/die-oetschergraeben

Entlang der Pielach im Tal der Dirndln im Mostviertel: www.pielachtal.mostviertel.at/wandern-und-pilgern

 

Burgenland

Im Naturpark Raab an der Lafnitz und die Raab entlang: www.naturpark-raab.at

Durch die Leitha-Auen: www.bergwelten.com/t/w/9376

 

tschergräben Mostviertel Vorlage BlogbreiteFoto: Ötschergräben Flusswanderung Mostviertel

Oberösterreich

Pesenbachtal – eine naturbelassene Wanderung mit Kraftplätzen im Naturschutzgebiet nahe der Donau in Bad Mühllacken:

www.feldkirchenanderdonau.at/freizeit-sport-familie/naturschutzgebiet-pesenbachtal

Genuss am Almfluss: www.traunsee-almtal.salzkammergut.at/bewegung-in-der-natur/wandern/genuss-am-almfluss.html

Der Donausteig auf der oberösterreichischen Seite: www.donauregion.at/wandern-am-donausteig.html

Dr.-Vogelsang-Klamm, die längste Klamm in Oberösterreich: www.vogelgesangklamm.at

Wolfsschlucht Bad Kreuzen, Kulturlehrpfad: www.wolfsschlucht.at

Rinnerberger Wasserfall und Klamm im Nationalpark Kalkalpen: www.nationalparkregion.com/wandern/wanderwege/familienwanderungen/rinnerberger-wasserfallklamm.html

Gimbachschlucht mit schönen Wasserkaskaden beim Attersee: www.oberoesterreich.at/oesterreich/angebot/2513/wandern-mit-der-taucherbrille.html

Steiermark

Raab-Klamm im Naturpark Almenland: www.almenland.at/wandern/raabklamm-rundweg

Palfauer Wasserloch im Naturpark Steirische Eisenwurzen: www.wasserlochklamm.at

Wilde Wasser Alpinsteig „Höll“: www.wildewasser.at/de/alpinsteig-hoell.php

Wörschachklamm, die Wildromantische: 
www.schladming-dachstein.at/de/Service/Infos-von-A-Z/Woerschachklamm_az_340839

Salzaklamm im Mariazellerland: www.steiermark.com/de/steiermark/ausflugsziele/salzaklamm_p964285

Feistritzbach Soboth – das Wunder von Lourdes für Freestyle-Wanderer: https://www.wanderdoerfer.at/so-schoen-ist/wild-wandern-am-feistritzbach-in-der-soboth

Palfauer Wasserloch: https://wasserlochklamm.at

Rosslochklamm im Naturpark Mürzer Oberland: interaktive Stationen und Rätselrallye in der Klamm:
www.muerzeroberland.at/ausflugsziele-naturpark/themenwege/erlebnisweg-rosslochklamm/

Bärenschützklamm – Naturjuwel im Almenland: www.almenland.at/ausflugsziele-natur/baerenschuetz-klamm/

Koppentalwanderweg entlang der Traun: www.koppental.at/erlebnispfad-koppeltal-waderweg/

Nothklamm im Gesäuse: www.gesaeuse.at/aktivitaet/nothklamm/

 

Steiermark Vorlage BlogbreiteFoto: Salza – die längste unverbaute Wildwasserstrecke Österreichs

 

Salzburger Land

 

Seisenbergklamm in Weißbach bei Lofer: www.seisenbergklamm.com/

Strubklamm Faistenau: www.salzkammergut.at/oesterreich-poi/detail/401537/strubklamm.html

Gollinger Wasserfallweg: www.golling.info/erlebnis-ausflug/gollinger-wasserfall

Lammerklamm – Naturgenuss und Wassererlebnis in Scheffau: www.tennengau.com/de/dein-tennengau/die-orte/scheffau/lammerklamm

Liechtensteinklamm im Pongau: www.josalzburg.com/de/sommer/liechtensteinklamm

Habachtal – der Smaragdwanderweg:
www.wildkogel-arena.at/de/sommerurlaub-wandern-lehr-themenwege-smaragdweg-habachtal

Gasteiner Tal – am Wasserfallweg entlang: www.gastein.com/blog/wasserfallweg/

Kapruner Tal – Moore, Wälder und die Sigmund-Thunklamm: www.kaprunmuseum.at/de/sigmund-thun-klamm/

Krimmler Wasserfallweg mit Aquapark: www.wasserfaelle-krimml.at/staunen/der-wasserfallweg

Die Saalachtaler Naturgewalten – sechs Klammen mit ihren ganz eigenen Erlebnissen: www.wanderdoerfer.at/so-schoen-ist/holts-mi-aussa-saalachtaler-naturgewalten/

 

 Salzburg Vorlage Blogbreite

Foto: Sigmund Thun Klamm in Kaprun – Zell am See Tourismus

Kärnten

Ragga Schlucht, die „Schlucht der Schluchten“: www.flattach.at/sommer-aktiv/raggaschlucht/

Tscheppaschlucht Ferlach:
www.tscheppaschlucht-ferlach.at/

Garnitzenklamm im Gailtal: www.garnitzenklamm.at/

Wassererlebnispark am Wasserfall Fallbach: www.erlebnispark-fallbach.at/

Barbarossa-Schlucht, sagenhaft im Mölltal: www.oberkaernten.info/moelltal/muehldorf/barbarossaschlucht/

 

Kärnten Vorlage Blogbreite

 Foto: Kärnten Tourismus Hohe Tauern

 Tirol

 

Wasserschaupfad Umbalfälle: www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren/a-wasserschaupfad-umbalfaelle-hinterbichl

Geheimnisvolle Tiefenbachklamm: www.tiefenbachklamm.com/

Wolfsklamm im Zillertal mit dem Schleierwasserfall: www.wolfsklamm.com/attraktionen/zillertal/schleierwasserfall/

Die Ötztaler Ache entlang zum Piburger See: www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren/a-wanderung-wasserlaeufer-piburger-see

Der größte Wasserfall Tirols – den Stuibner Wasserfall entlang auf fünf Plattformen: www.umhausen.com/de/sommer/urkraft-umhausen/stuibenfall-umhausen.html

Ehemals ein Waalweg – der Mooser Steg: www.oetztal.at/freizeit/sommer/wandern/wasserlaeufer-oetztal/mooser-steg.html

Die Kaiserklamm: www.tirol-infos.at/kufstein/kaiserklamm-brandenberg.html

 

Tirol Vorlage Blogbreite

Vorarlberg

 

Bürser Schlucht: www.vorarlberg-alpenregion.at/de/tours/buerser-schlucht-buers.html

Frödisch Flusswanderung: www.bergwelten.com/t/w/28261

Lechweg – Weitwanderweg ganz ursprünglich und wild: www.lechweg.com/de/

Vorarlberger Wasserweg Bregenzer Ache: www.bregenzerwald.at/package/weitwandern-der-wasserweg/

 

Linz

Linz

Linz

Say Linz, Say Change. Spend a weekend!

Linz verändert sich rasant: Von der einstigen „Stahlstadt“ hin zur UNESCO City of Media Arts. Heute stehen zeit-genössische Kunst, neue Kulturformate wie der Höhen-rausch, viel Naturerlebnis und hippe Events das ganze Jahr hindurch auf der Tagesordnung. Damit ist Linz perfekt geeignet für einen Weekend-Trip zwischendurch. Coole City-Hotels, Unmengen an Museen, spannende Kulinarik und Pop-up-Stores, Kaffeehäuser und immer wieder Kunst und Kultur – mehr als genug Programm für ein Wochenende. Und die Grottenbahn am Pöstlingberg, die wir aus unserer Kindheit kennen, die existiert mit viel Retro-Charme natürlich immer noch.

Von Angelika Mandler-Saul

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Erlebnisse in einer sich verändernden Stadt


So wie seine Tourismus-Slogans der letzten 50 Jahre, so hat sich auch die Stadt Linz verändert. Was Linz nicht alles schon war: Die Handelsstadt mit dem Salz auf der Traun. Die Stadt mit den Göring-Werken. Die Stahlstadt. Die Ars-Electronica-Stadt. Die Stadt mit der Smogwolke und die mit der Klangwolke. Die Universitäts-Stadt. Die Anton-Bruckner-Stadt. Slogans waren „In Linz beginnt´s“, „Linz – eine Stadt lebt auf“ oder ganz, ganz früher: „Linz – Donaustadt am Alpenrand“.

Wie oft hat Linz sich schon neu definiert! Doch jetzt scheint Linz angekommen zu sein. 2019 begrüßte Linz so viele Gäste wie noch nie in der Stadt, mehr als 900.000 kamen in den Genuss von „Linz verändert“ – dem aktuellen Slogan der Donaustadt. 2020 ist die touristische Region Linz-Stadt noch um die Gemeinden Kirchschlag und Ansfelden erweitert worden und gemeinsam setzt man ab sofort auf noch mehr Natur­erlebnisse rund um die City: Von der Stahlstadt zur grünen Stadt, die auch Industrie kann. Von der Kulturstadt mit Klangwolke, Adalbert Stifter und Anton Bruckner über den Naturraum der Donau zum Wintersportangebot in Kirchschlag oder zum Golfen nach Ansfelden.

Dass Linz auch eine unrühmliche Geschichte als geplante „Führerstadt“ und als Sitz der Hermann-Göring-Werke (eines der größten Konzerne im Dritten Reich) hatte, wird hier aber nicht ausgeblendet. Vielmehr stellt man sich der Vergangenheit und der eigenen Veränderung vorbildlich oft. Wer heute durch die City streift, kommt an deren Vergangenheit nicht vorbei.

Fotos: Linz Tourismus_Robert Josipovic

Linz schaut nach vorne und zurück

Allerorten finden sich Gedenktafeln. Wer hier aller geboren wurde oder gewirkt hat! Anton Bruckner sowieso, Richard Tauber und Hedwig Bleibtreu waren Linzer – ein wahrer Gedenk­tafel-Marathon für all jene, die die Augen in der Altstadt offen halten. Man findet Brückenkopfgebäude, die aus Steinen aus dem KZ Mauthausen gefertigt sind, Gedenktafeln für die Sudetendeutschen auf der Brücke und im Ursulinenhof eine Gedenktafel für den hier inhaftierten gewesenen Wehrdienstverweigerer Franz Jägerstätter.

Von den Göring-Werken zur Voest und Voestalpine – heute ist die „Stahlwelt“ ein Besucher-Magnet mit Erlebnisfaktor. Nur etwa 5 km vom Hauptplatz entfernt, kann man dort in eine andere Welt eintauchen – einst Göring-Werke, jetzt Technik zum Erleben und Angreifen für die ganze Familie, erweitert durch ein Zeitgeschichte-Museum, das die eigene Geschichte aufarbeiten und aufzeigen will.

Foto: Christian Holzing

Linz kann Kultur und Natur

Auf der Linzerin bekommt man einen guten Einblick und Ausblick auf Linz: Das Schiff lädt zur ausgedehnten ­Hafenrundfahrt durch die Werft, den Containerhafen, entlang der Erholungsgebiete, dem aufgeschütteten ­Donau-Badestrand, dem Urfahrener Markt, dem Donauradweg und dem Skulpturenpfad – bis man an die Traun stößt. Es gibt genug, um mit der 3-Tages- Karte Linz zwischen Kultur, Geschichte, Sport, Urfahrener Markt sowie ­Modernität und Technik zu schwelgen. Aber auch das „frühere“ Linz, wie ich es in Erinnerung habe, ist noch da. Dafür sorgt die Pöstlingbergbahn, die immer noch als Adhäsionsbahn die 540 hm ­hinan überwindet – man kann jetzt die Fahrt damit am Hauptplatz beginnen. Die Zwergerl-Grottenbahn war ebenfalls immer schon ein Besucher-Hotspot: Vor 35 Jahren das Highlight unseres Familienausflugs, heute ein nicht grundlos verhätscheltes und immer noch viel besuchtes Relikt aus alten Tagen, das ganz ohne Multimedia-Shows und Lichtspektakel auskommt.

Nicht versäumen darf man beim Weekendtrip einen Besuch im architektonisch beeindruckenden Lentos-Kunst­museum auf der Donaulände, fast genau gegenüber dem Ars Electronica Center. Besonders abends sind die Museen mit ihrer bunten Illuminierung tolle Fotoobjekte. Auch das Linzer Schlossmuseum gibt was her. Es befindet sich in ­einem Renaissanceschloss aus dem frühen 17. Jahrhundert, erweitert um einen Glasaufbau mit Brasserie und einen hypermodernen zeitgenössischen Südtrakt, von dessen Terrasse man einen tollen City-Überblick hat. Und im Stadtmuseum Nordico – gleich bei der Tourist Info am Hauptplatz – findet man so manche Linzer Eigenheit zum Schmunzeln. Noch bis Ende des Jahres 2020 kann man die berühmten Mural-Harbor-Graffitis im Linzer Hafen­gelände im Rahmen des Projekts „Museum auf Zeit“ bestaunen, denn Linz hat auch hier im Hafen Großes vor: Geplant ist ein Ausbau mit einem neuen Hotel.

Das Landestheater Linz ist den Kultur-Freaks mittlerweile mit all seinen Häusern (Musiktheater, Schauspielhaus und Kammerspiele) ein Begriff: Man gibt Theater von Jelinek und Bernhard bis Molnár, spielt Operette und Oper, bietet Tanz und Junges Theater – ein unglaublich weites Repertoire. Sogar die eingeschworenen Wiener Musical-Fans machen hier gerne mal einen Side Step, wenn es in Linz heißt: „Wir sind Musical!“

Fotos: Linz Tourismus_Robert Josipovic
Foto: Linz Tourismus_Romeo Felsenreich

Linz liebt seine Superlative

Der Linzer Mariendom fasst mehr Menschen als der Stephansdom (übrigens kann man sich hier gerne als Eremit einmieten), 50 % der City sind Wasser und Grünflächen, Linz hat das größte Universalmuseum Österreichs an einem Ort (das Schlossmuseum) und das modernste Opernhaus Europas, das neue Musiktheater. Ein Event der Superlative ist auch die „Klassik am Dom“, wenn sich Weltstars in Linz die Hand reichen – im übertragenen Sinne. Seit 2011 wird alljährlich im Sommer aus dem Platz direkt vor dem imposanten Mariendom eine geniale Open-Air-Location mit hoch­karätigen Künstlern.

Das Café Traxlmayr (das sich auch abends zur Einkehr anbietet, wenn die angesagten Lokale der City wieder mal voll sind) ist das letzte echte Kaffeehaus in Linz, das sich zur Wiener Kaffeehauskultur zählen darf und damit zum Immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Das Interieur wurde von einem Otto-Wagner-Schüler gestaltet – eine wunderbare Oase zum Durchatmen zwischendurch, nach dem Museum und vor dem Theater etwa. Denn: Los ist etwas in Linz, o ja! Die beliebtesten Restaurants für abends sind da gerne schon morgens „ausreserviert“. Wer hätte das gedacht? Auf nach Linz!

Hotel Tipp

Das ARTE Hotel Linz ist nah genug für jeden Schuhwechsel zwischen Shopping und Kulturabend oder um kurz mal die Einkäufe abzuladen und gleich wieder auf Spritztour zu gehen. Das Ars Electronica Center, in dem man übrigens den ganzen Tag verbringen könnte, liegt gleich gegenüber und das Lentos nur einen Brückenwalk entfernt. Im Arte Hotel hat man sich den KunstFaktor zu Herzen genommen: Jede Etage wurde von einem anderen Kultur-Etablissement der Stadt gestaltet. Großes Atout im Zimmer: Ein Wasserkocher, dem man ja in Österreich sonst oft nachlaufen muss und der mir persönlich stets gelegen kommt. In den Zimmern und Studios herrscht sachliche Gemütlichkeit, ein eigener Spa-Bereich und ein Schanigarten im Hof sind genauso im Angebot wie eine eigene Tiefgarage (die man in Linz schätzen lernt) und zwei Seminarräume. Ein stylishes Haus mit viel Kultur- und Kunstaffinität – mit Museen und Restaurants um die Ecke und der Straßenbahnstation quasi vor dem Haus. Optimal für einen City-Trip!

Tipps für einen City-Trip nach Linz

 

Be prepared!

 

Kaufen: Die Linz Card inkludiert je nach Dauer die Öffis, die Bim auf den Pöstlingberg und die Museen sowie die Stahlwelt-Zeitgeschichte

Checken: Der Urban Guide Linz

Lesen: Der www.visitlinz.at – Blog

Planen: Die Visit Linz App

Schmökern: Linz Magazin

Linz Vorlage BlogbreiteFoto: Pixabay

 

Erlebnisse

 

Höhenrausch 2020 „Wie im Paradies“: www.hoehenrausch.at

Voestalpine Stahlwelten erleben: www.voestalpine.com/stahlwelt/Stahl-erleben

Hafenrundfahrt mit der Linzerin: www.donauschifffahrt.eu/linzerin

Museum der Zukunft Ars Electronica: https://ars.electronica.art/center/de

Location, Neo-Brauerei und Events: https://tabakfabrik-linz.at

Pöstlingbergbahn mit Grottenbahn: www.linzag.at/portal/de/privatkunden/freizeitgrottenbahnpoestlingberg/poestlingberg

Der Linzer Donaustrand

Linz Vorlage BlogbreiteFoto: Linz Tourismus

 

Kultur

 

Barocke Innenhöfe und das Landhaus innen bestaunen

Sadtmuseum Nordico: www.nordico.at

Größtes Universalmuseum:  www.landesmuseum.at/de/standorte/schlossmuseum-linz.html

Landestheater Linz: www.landestheater-linz.at

Lentos Kunstmuseum: www.lentos.at/html/de/index.aspx

MAZ – Museum Auf Zeit in der Hafengalerie: Graffiti im Mural Harbor plus 3D-Erlebnisse: www.muralharbor.at

OÖ Kulturquartier: www.ooekulturquartier.at

Stifterhaus: https://stifterhaus.at

Brucknerhaus: www.brucknerhaus.at

Zeitkultur am Hafen: www.posthof.at

Linz Vorlage BlogbreiteFoto: Pixabay

 

Kulinarik

 

Die Donauwirtinnen: www.diedonauwirtinnen.at

Café Traxlmayr:
www.cafe-traxlmayr.at

K.u.K. Hofbäckerei: https://kuk-hofbäckerei.at

Skandinavisch-asiatisch im Cook: www.cook.co.at/new

Wirtshaus Rauner: www.rauner.restaurant

Bier im Figls: https://www.figls.at/de

Frühstück im Johann´s: https://www.winkler-brot.at/johanns

Direkt an der Donau: https://fischerhaeusl.at

Frau Dietrich mit dem Flair der Zwanziger: http://www.frau-dietrich.at

Legendär, das Gelbe Krokodil: https://krokodil.at

 

Linz Vorlage BlogbreiteFoto: Angelika Mantler-Saul

Shoppen

 

Buchhandlung Alex: https://deralex.buchkatalog.at/

Shop für alles und es riecht noch gut drinnen: GEKO Linz: www.facebook.com/GekoLinzAustria

Hier findet man immer was, im s´Fachl: www.fachl.at

Kuriositäten-Flohmarkt jeden Samstag: www.linz.at/flohmarkt

Altstadt-Tipps: https://altstadt-linz.at

Nachhaltige Mode im Eco Store: www.eco-store.at

Kreativ-Hotspot und Salon Buntspecht: www.visitlinz.at/shopping/salon-buntspecht-linz

Tunesien

Tunesien

Tunesien

Tunis, Thalasso und die Frauen
Arabische Reiseziele üben einen besonderen Charme auf uns aus. Orientalische Gewürze, lange Gewänder, goldbestickte Tücher, Dattelpalmen, Meerwasser, Sanddünen und Kamele – diese reizvollen Bilder tauchen bei dem Gedanken an Tunesien in uns auf. 

Von Birgit Indra

Fotos: Pixabay

Fatimas Hand und die Tunesierinnen

In der Hauptstadt Tunis und den benachbarten Ortschaften wie Karthago und La Marsa spürt man die Sonderstellung, die dieses Land im arabischen Raum einnimmt. Einerseits ist hier ganz viel Tradition und alte Kultur spürbar, andererseits erkennt man beim Anblick der jungen Tunesierinnen, dass hier das Unmögliche möglich gemacht wurde: Die Stärkung der Frauenrechte und Gleichberechtigung wurden in den vergangenen 10 Jahren Schritt für Schritt umgesetzt – und das, obwohl der Anteil der Muslime bei 98 % liegt.

Fatimas Hand – Foto: Pixabay

Die Frauen hatten eigentlich schon immer großen Einfluss auf das Wohl des Landes. „Fatimas Hand“, die einem überall in Tunesien in Form von Schmuckanhängern, Geschirrmotiven oder Mosaikdetails begegnet, ist ein beliebtes magisches Abwehrmittel gegen das Böse und gleichzeitig ein Symbol für Kraft und Glück. Fatima, Mohammeds jüngste Tochter, nimmt im Islam einen wichtigen Platz neben dem Propheten ein, ähnlich wie Maria neben Jesus. In Tunesien wird diese Gleichstellung seit einigen Jahren ganz bewusst gelebt. Dies ist vielleicht mit ein Grund dafür, warum man sich als Reisende in diesem Land sehr wohl und geschätzt fühlt.

300 Sonnenstunden im Jahr

Das kleinste arabische Land der Welt ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Nur zwei Flugstunden von Wien entfernt taucht man in die arabische Kultur ein, und jeder einzelne Tag ist voll von reizvollen Eindrücken, herrlichen Bildern und interessanten Erlebnissen. Mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr ist Tunesien für Badeurlauber von Mai bis Oktober eine perfekte Destination. Temperaturen von 10 bis 20 Grad locken im Herbst, Winter und Frühjahr vor allem Individualreisende an. Wenn man den Nebelfeldern und feuchtkalten Minusgraden zwischen November und Februar entfliehen und gleichzeitig etwas über die mehrere Tausend Jahre alte Kultur Tunesiens erfahren möchte, plant man am besten einen Kurztrip nach Tunis und Umgebung.

Sidi Busaid – Foto: Pixabay

La Marsa und der Markt

La Marsa liegt nördlich der Hauptstadt Tunis und ist ein beliebter Wohn- und Erholungsort. Dementsprechend fein kann man hier auch am Abend ausgehen und beispielsweise auf der schicken Dachterrasse des „Hotel Dar El Marsa“ bei Live-Jazzmusik einen prachtvollen Blick auf den Hafen und den Sonnenuntergang genießen. Neben einer Vielzahl von kleinen Geschäften, die bis zur Decke mit unterschiedlichsten Schals, Tischtüchern und Stoffbeuteln aus tunesischen Webereien vollgestopft sind (handeln lohnt sich!), findet man in der hinter dem Hafen gelegenen Markthalle alles, was das kulinarische Herz begehrt: orientalische Gewürze und Nüsse, köstliche, reife Orangen, Datteln, Granatäpfel und Artischocken in einer Qualität, die das Herz höher schlagen lässt. Den traditionellen gesüßten Pfefferminztee genießt man am besten im schattigen Innenhof des bekannten Cafés „Le Saf Saf“.

Hotel Dar El Marsa – Foto: Caro Strasnik

Orientalisch-mediterranes Flair

Eine Kombination von Augen- und Gaumenschmaus ist der Besuch des Restaurants „Au Coeur De La Médina“. Es ist bekannt für seine exquisite Küche, und die kunstvoll verzierten Wände, die kostbaren Teppiche, die schweren, goldumrahmten Spiegel und die samtbezogenen Sofas und Polster neben den Esstischen vermitteln den Eindruck, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Taucht man dann knuspriges Weißbrot in eine feurige Gewürzpaste aus Olivenöl, frischen Chili, Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriandersamen, genannt „Harissa“, und beißt in ein „Brik“, eine traditionelle, mit Gemüse, Fleisch und Ei gefüllte Teigtasche, dann fehlt eigentlich nichts mehr außer der süßen, köstlichen, landestypischen Patisserie.

Karthago und Elissa

Spätestens in Karthago, der an der
Küste gelegenen Vorstadt von Tunis, begegnet man einer weiteren sagen­umwobenen Frauenfigur: Die phönizische Prinzessin Elissa (879–759 v. Chr.) sicherte der Gründungslegende nach Karthagos Fortbestand. Die Umstände, unter denen ihr Leben endete, sind jedoch keine schöne Geschichte, denn sie opferte sich selbst auf einem Scheiterhaufen, um der Stadt immerwährenden Wohlstand zu garantieren. Der Platz, ­auf dem diese spektakuläre Aktion stattfand, deretwegen sie bis heute als Mutter der Stadt in allen Geschichts­büchern steht, ist unbedingt einen ­Besuch wert. Durch einen wunder­schönen botanischen Garten erreicht man den „Byrsa-Hügel“, eine Anhöhe, von der aus ein prachtvoller Blick über antike Ausgrabungs­stätten bis hin zum Meer reicht.

Karthago – Foto: Pixabay

Medina Tunis – Foto: Caro Strasnik

Tunis und die älteste Medina der Welt

In der Altstadt von Tunis reihen sich weiße Häuser im maurischen Stil mit kunstvoll verzierten, bunt gestrichenen Holztüren aneinander, und in den engen, verwinkelten Gassen werden neben farbenprächtigen Teppichen und Tüchern üppig verziertes Silber­geschirr, aromatische Räucherwaren, große und kleine Shishas, kitschige Kunstblumen und vieles mehr angeboten. In der ältesten Medina der Welt herrscht eine besondere Atmosphäre, ein Geschäft folgt auf das nächste, und die Straßenverkäufer preisen unermüdlich ihre Ware an. Wer sich dadurch belästigt fühlt, ist hier fehl am Platz. Je mehr man sich jedoch auf diese fremdartige Kultur des Handelns einlässt, desto mehr versteht man, dass das laute Anpreisen und Feilschen einfach dazugehören. Das fremdsprachige Stimmengewirr wird nur vom singenden Ruf des Muezzins unterbrochen, der vom Turm der nahegelegenen ­Ez-Zitouna-Moschee zum Gebet ruft. Nach der Sidi-Oqba-Moschee in Kairouan ist sie die größte und wichtigste Moschee Tunesiens.

Restaurant Au Coeur De La Médina – Foto: Caro Strasnik

Foto: Caro Strasnik

Antoninus-Pius-Thermen – Foto: Caro Strasnik

Die Antoninus-Pius-Thermen

Auf der einen Seite blickt man auf Ruinen punischer Wohnhäuser, auf der anderen Seite befinden sich die Antoni­nus-Pius-Thermen, eine freigelegte römische Badeanlage aus dem 2. Jahrhundert. Sie ist die bis heute größte ihrer Art in ­Afrika und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Spaziert man durch die freigelegten Mauern und Säulen, bekommt man einen guten Eindruck von der enormen Größe des Bauwerkes. Beeindruckend sind unter anderem auch die Pläne und Skizzen des antiken römischen Aquädukts von ­Zaghouan, das ­damals schon 132 Kilometer lang und hochtechnisch ausgereift die Stadt Karthago mit Trinkwasser aus dem Atlasgebirge versorgte.

Foto: Pixabay
Foto: Caro Strasnik

Sidi Bou Saïd und „Villa Bleue“

Das malerische Künstlerdorf, auf dem Felsen von Karthago und am Golf von Tunis gelegen, ist ein heiliger, unter Denkmalschutz gestellter Ort und unbedingt einen Besuch wert. Für Liebhaber von Boutique-Hotels ist das Hotel „Villa Bleue“ ein wahrer Geheimtipp. Jedes Zimmer ist vollkommen individuell und mit viel Liebe und Geschmack eingerichtet. Aus jedem Zimmer, vom Outdoor-Pool und auch vom Restaurant aus, hat man einen atemberaubenden Blick auf das türkisfarbene Meer. Von hier gelangt man über verwinkelte Gassen, vorbei an alten, restaurierten Palästen und verzierten türkis-blauen Türen und Fenstern hinunter zu einem kleinen Basar und weiter zum „Café des Nattes“. Auf einem Teppich in dem berühmten, ­typisch maurischen Café zu sitzen, einen Pfefferminztee mit Mandeln zu genießen und die Männer dabei zu beobachten, wie sie die traditionellen Shishas herumreichen, ist besonders eindrucksvoll. Beschreiben kann man diese Stimmung nur schwer – man muss es erleben!

 

Traditionelle Speisen und Getränke

Der gesüßte Pfefferminztee und der arabische Kaffee, der in einem kleinen Kupferkännchen im heißen Sand aufgekocht wird, sind die traditionellen Heißgetränke des Landes. Duftendes Couscous gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, nur mit Gemüse oder auch mit Fleisch – es schmeckt immer köstlich! Das mediterrane Klima im Norden des Landes mit mehr als 300 Sonnentagen und genug Regen im Winter und Frühjahr bringt eine Fülle an herrlich saftigem Obst, aromatischem Gemüse und duftenden Kräutern hervor, die das ganze Jahr über ein kulinarisches Top-Erlebnis ermöglichen. Lamm und Rind sind weit verbreitet, Kamelfleisch wird hauptsächlich im Süden gegessen, und die Fische und Krustentiere sind vom Feinsten – ganz zu schweigen von den exotischen Desserts aus Blätterteig, Erdnuss- und Pistazienpasten, Datteln, Honig und Rosenwasser.

Fotos: Hotel the Residence Tunis

Hotel The Residence Tunis

Für orientalische Prinzessinnen … oder alle, die sich so fühlen wollen!
Etwas außerhalb von La Marsa liegt, eingebettet zwischen dem Meer und einem Salzsee, das luxuriöse Strandresort „The Residence Tunis“. Mit der landesüblichen „Hand aufs Herz“-Geste nehmen sich hier die Hotelmitarbeiter in einer unvergleichlich freundlichen Art ihrer Gäste an. In drei Gourmet-Restaurants wird tunesisch, mediterran und chinesisch auf höchstem Niveau gekocht. Das Frühstücksbuffet gleicht einer Gaumen-Erlebniswelt! Hier findet sich alles, von Original-English-Breakfast über traditionell tunesische Spezialitäten und frisches Obst bis hin zu französischen Leckereien wie Crêpes und Croissants.

Nichts wird dem Zufall überlassen, weder in den 161 Zimmern und 9 Suiten, noch im großzügigen Barbereich oder in der paradiesischen Gartenlandschaft. Besonders beeindruckend ist der prachtvolle Spa-Bereich mit Indoor-Meerwasserpool. Auf 3.500 Qua­dratmetern kann man sich hier das ganz Jahr über von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen, und wer sich etwas besonders Gutes tun möchte, bucht eine Thalasso-Kur. Es ist empfehlenswert, sich mindestens eine Woche Zeit dafür zu nehmen. Neben dem Outdoor-Pool inmitten des herrlichen Gartens lockt der hoteleigene Strand zum Sonnetanken unter Palmen. 

Spätestens beim Anblick des ersten Kamels, das seelenruhig unweit des rauschenden Meeres mit eingezogenen Beinen und stoischem Blick im Sand liegt, setzt die Wirkung des Zaubers ein, der von diesem Platz ausgeht. Beim Entspannen unter den Palmen-Sonnenschirmen gleiten die letzten Gedanken an zu Hause wie ein hauchdünner Schleier von einem ab und fliegen davon. Hier fühlt man sich wirklich wie eine orientalische Prinzessin! Tipp: Golfer erwartet inmitten eines Naturschutzgebietes einer der schönsten 18-Loch-Plätze des Mittelmeerraums, und mit etwas Glück kann man neben dem Fairway pinkfärbige Flamingos dabei beobachten, wie sie im Salzwasser nach Krebsen suchen.

Tipps Tunesien

 

Beste Reisezeit

Badereise: Mai bis Oktober, 300 Sonnentage, Durchschnittstemperatur 26 °C und Wassertemperatur 25 °C. Individual- und Kulturreise: Ideal im Frühjahr und Herbst, Durchschnittstemperatur 22 °C und viel Sonne. Wüstentouren: März und April, weil angenehmste Temperaturen. Thalassokuren: Das ganze Jahr über!

Wichtiger Tipp zur Einreise: Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein!

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Foto: Pixabay

Mobilität

 

Alle internationalen Autovermieter am Flughafen von Tunis-Carthage vorhanden. Taxipreise sind sehr günstig (zwischen € 3,– und € 10,– Flughafen/Hotel)

Fahrradtouren: http://www.lelemontour.com/en/

TGM-Zug: Von Tunis Zentrum, Gammarth, La Mars, Karthago bis Sidi Bou Saïd (Dauer 36 Minuten, € 1,–)

https://www.rome2rio.com/de/map/Tunis/Sidi-Bou-Said

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Tunis
Foto: Pixabay

Hotels und Gästehäuser


Beste Adresse für Thalasso-, Strand- und Gourmeturlaub:
https://www.cenizaro.com/theresidence/tunis

Hotel mit Fahrradverleih in La Marsa: http://www.darelmarsa.com/

Gästehaus mit Segelschiff für Tagesausflüge in Sidi Bou Saïd: http://www.darsaid.com.tn/

Schmuckstück in Karthago: https://www.carthagehill.com/

Boutiquehotel in einem Dar (Palast) aus dem 17. Jahrhundert in der Medina von Tunis: https://www.darbengacem.com/dar-ben-gacem-kahia/

Boutiquehotel in Sidi Bou Saïd: https://www.lavillableuesidibousaid.com/

Geheimtipp ab Herbst 2020: Neues Hotel inmitten einer Oase in der Wüste „The Residence Douz“: www.cenizaro.com/theresidence

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Hotel Villa Bleue Sidi Bou Said
Foto: Caro Strasnik


Restaurants, Kaffeehäuser und Bars

 

Bestes Restaurant in Sidi Bou Saïd: https://www.lavillableuesidibousaid.com/

Schönstes Kaffeehaus in Sidi Bou Saïd: https://www.facebook.com/CafeDesNattes/

Stimmungsvolle Bar/Restaurant und Afterwork-Treff an der Hauptstraße zwischen Tunis und La Mars: https://www.facebook.com/letriplextunis 

Traditionelles Kaffeehaus in La Marsa: https://www.facebook.com/le.safsaf

360°-Blick-Bar in La Marsa: http://www.darelmarsa.com/site/en/dar-el-marsa-5-stars-hotel-bars-and-tea-shops-360-deg.42.html

Rooftopbar in der Medina von Tunis: https://www.dareljeld.com/en/restaurants

Pool-Bar und Restaurant für die junge Haute-Volée in Gammarth: http://www.billionaire-gammarth.com/

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Café des Nattes
Foto: Pixabay

Paläste, Kulturstätten und Museen

 

Kulturjuwel in Sidi Bou Saïd: Palast des Malers und Musikliebhabers Baron Rodolphe d´Erlanger „Ennejma Ezzahra“: http://www.ennejmaezzahra-tunisie.org/en

Ausgrabungsstätte Antoninus-Pius-Thermen in Karthago und Dougga: Überreste einer antiken Stadt, https://www.discovertunisia.com/de/tunesien-kultur/

Sehenswertes Nationalmuseum von Bardo: Weltweit bedeutendste Sammlung römischer Mosaikkunst, http://www.bardomuseum.tn/

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Palast Ennejma Ezzahra Sidi Bou Said
Foto: Caro Strasnik

Basare, Shops und Märkte

 

Medina von Tunis – ältester Souk in Tunesien: https://www.discovertunisia.com/de/medias/souk-medina

Schmuck in Tunis: „Souk El Berka“, https://en.wikipedia.org/wiki/Souk_El_Berka

Fashion „Lyoum“ ­Prêt-à-porter made in Méditerranée in La Marsa: https://lyoum.fr/en/

Orientalische Gewürze und Kräuter: Markthalle in La Marsa Traditionelle „Foutas“ aus Baumwolle (Tisch-, Strand-, Badetücher): in kleinen Geschäften rund um die Markthalle.

Keramik am Straßenmarkt am Fuße des „Café Nattes“ in Sidi ­Bou  Saïd.

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Medina in Tunis
Foto: Caro Strasnik