Glamping

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GLAMPING

Erwachen mitten in der Natur!

Wer wacht nicht gerne mitten in der Natur auf – bei Vogelzwitschern und den ersten Sonnenstrahlen? Aber in einem „fliegenden Zelt“, einem durchsichtigen Bubble auf der Wiese oder einem Baumhaus in den Baumwipfeln? Das Übernachten in außergewöhnlichen Unterkünften mit viel Naturfeeling boomt. Oft nennt man es „Glamping“, aber nicht immer.

von Angelika Mandler-Saul

Baumhauslodge Schrems

Glamping? Wie meinen?“ – Die meisten Menschen verstehen im ersten Moment fälschlicherweise wirklich „Camping“, und damit ist der Ofen bei vielen dann auch schon ganz schnell wieder aus. Denn Camping erinnert uns zu oft an nasse Schuhe, harte Luftmatratzen, durchweichtes Essen im Vorzelt, Ungeziefer allerorten und schmutzige Sanitäranlagen.
Camping-Feeling können aber heutzutage auch all jene testen, die kein ­eigenes Zelt, keinen Wohnwagen und keinen Campervan besitzen: Viele Campingplätze bieten fix installierte Wohnwagen, Mobilheime und Holzhütten zur Miete an – für alle Naturverbundenen, die direkt am Campingplatz die berühmte Campingluft schnuppern wollen, jedoch die Anschaffungskosten ­einer eigenen fahrbaren Unterkunft scheuen. In Skandinavien sind Hütten auf dem Campingplatz ­immer schon sehr beliebt gewesen, es gibt sie dort in allen Kategorien zu mieten. Ein Campingplatz, der keine solchen „Mobilhomes“ mit eigener Küche, Sanitäranlagen, zwei bis drei Schlafzimmern und Terrasse im Angebot hat, ist dort kaum zu finden. Immer beliebter sind auch die Luxusvarianten diese Mobilheime, die kaum mehr von einem kleinen ­Chalet oder Bungalow zu unterscheiden sind. Mobilheime als Luxusvariante des Campings sind also schon lange nichts Außergewöhnliches mehr. Das allein ist aber noch nicht das mysteriöse Glamping. Aber auch.

Was ist denn Glamping nun eigentlich wirklich? Das Wort „Glamping“ ist eine charmante Mischkulanz aus „Camping“ und „glamorous“. Es hat also seinen Ursprung sehr wohl auf dem Campingplatz bei den besagten Luxusmobilheimen, die den mobilen Womo-Campern meist die erste Reihe mit Meerblick gründlich verstellen. Das Kunstwort „Glamping“ bezeichnet nun unter anderem solche fix in­stallierten Mietunterkünfte auf Campingplätzen, die oft äußerst luxuriös und bequem und eben mit diesem Hauch von Glamour daherkommen.

Glamping praktizieren aber generell all diejenigen, die lieber auf Luftmatratzen, eigenes Geschirr, Entsorgungsmodalitäten, Stellplatzsuche und gewöh­nungs­bedürftige Gemeinschafts-Sanitär­anlagen verzichten wollen. Außer­gewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten an ungewöhnlichen, aber meist naturnahen Locations: das ist Glamping in Österreich. Wohnen in der Natur, nachhaltig oder luxuriös, einsam oder mit kulinarischer High-­Endversorgung – oft mit einem Touch von Luxus und vielen natürlichen Baumaterialien.
Glamping kann vieles sein, nicht nur die First-Class am Campingplatz: ein Baumhaus, eine luxuriöse Vollholz-Lodge, ein energieautarker Wohnwaggon, ein Schlaf-Fass, ein Holzkubus, ein durchsichtiges Luftzelt oder Camping-PODs. Mittlerweile gibt es viele Varianten an abwechslungsreichen Unterkünften mitten in der Natur, unter den Sternen oder in den Bäumen, sodass der ursprüngliche Camping-­Gedanke durchaus nicht mehr im Vordergrund steht. Glamping hat sich somit längst vom Campingplatz verabschiedet und findet sich etwa im Wald, beim Restaurant, auf dem Berg oder auf einem aufgelassenen Bahnhof. Glamping kann heutzutage überall sein.

Ein nachhaltiger Holz-Wohnwaggon, den man überall auf der Welt aufstellen kann und in dem man vollkommen energieautark wohnt – das sind die Waggons, die im Rahmen von Österreichs erster Crowdinvesting Aktion 2013 entstanden sind. Mittlerweile gibt es mehrere Prototypen, und testen kann man sie auch: Glamping im Waggon „Fanni“ zum Testen oder gleich bei Sonnentor im Waldviertel. Dort heißt ein Waggon etwa „Anna Apfelminze“. Vom Glamping zum nachhaltigen Autark-­Wohnen in einem Tiny House – irgendwann fängt man immer an.

Fotos: Helmuth Weichselbraun/Kleine Zeitung, Angelika Mandler-Saul, Joewoergoetter
Biwak am Millstätter See
Erdhäuser Weissensee
Wiener Alpenbett in der Wiesn Restaurant Triad

„Anna Apfelminze“ Land-Loft bei Sonnentor 

Schlaffässer Campingplatz Natterer See

Baumhotel Kopfing

Die schönsten Locations für Glamping-Unterkünfte sind in Österreich in den Wäldern

Von der einfachen Waldhütte wie im Weinviertel über Familien-Baumhotels wie beim Baumkronenweg bis zum Luxus-Baumhaus für romantische Stunden findet man in Österreich zahlreiche abwechslungsreiche Unterkünfte unter dem grünen Blätterdach. Wenn dann noch ein Erlebnis- oder ein Tierpark dabei ist, dann kann man auch Familien begeistern.

Je luxuriöser die Glampingunterkunft, desto mehr Ausstattung ist vorhanden – und fast überall stehen private Sanitärmöglichkeiten direkt in der Unterkunft zur Verfügung, denn darauf wollen die wenigstens Glamper heute verzichten, sogar im Luxus-Safarizelt oder im Holzcottage. Ob der Anbieter seine „location“ aber tatsächlich als „Glamping“ tituliert oder nicht, das ist eine sehr persönliche Sache.

Ein ganz besonderes Bio-Refugium entstand heuer in der Buckligen Welt im Gut Guntrams. Hier kann man hervorragend schmausen, während man in Vollholz-Gartenlofts im Weingarten nächtigt und in der offenen Badewanne auf der eigenen Liegewiese abhängt: Im Gut Guntrams wohnt man in geschmackvollen Designermöbeln, elegant und doch mitten in der Natur. Frühstück und Lunch werden nebenan in der „Veranda“ serviert, die eigenen Bio-Hennen sorgen für Ei-Nachschub, und im Hofladen nimmt man noch wunderbare kulinarische Schmankerl für daheim mit. „Wir wollten unseren Gästen mit den Garten-Lofts einfach eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit bieten, Urlaub überdrüber quasi“, erzählt Reinhard Adelsberger vom Gut Guntrams. „Und ja, unsere Gäste sind Naturliebhaber, Genussmenschen und Ruhesuchende, die nicht weit fahren wollen und vielleicht im Umfeld von Wien eine attraktive Unterkunft am Land suchen. Wir bieten eine Kombination aus Landwirtschaft, Wohnen, Essen und Trinken auf gutem Niveau und mitten in der Natur an – Camping gibt´s bei uns nicht. Glamping? Ich persönlich kann mit dem Begriff etwas anfangen, aber er könnte auch missverstanden werden.“ Wenn man sich die schicken Interieurs seiner Garten-Lofts ansieht, wird schnell klar, warum Reinhard Adelsberger nicht unbedingt mit Camping – auch nicht mit der Luxusvariante davon – in einen Topf geworfen werden will.

Die Kombination aus Kulinarik und Übernachtung gleich nebenan, mitten im Grünen, stand auch bei den Überlegungen von Uwe Machreich, dem Chef des beliebten Restaurants Triad in der Buckligen Welt, ganz oben. Der Haubenkoch wollte seinen Gästen eine stilvolle und doch naturnahe Übernachtungsmöglichkeit nach dem ausgiebigen Schmausen im Restaurant ermöglichen und hat dafür fünf „Bettn in da Wies´n“-Doppelzimmer in seinen Kräutergarten gestellt. Es ist Entspannung pur, wenn man von solch einem Alpenbett durch die großen Glasfenster hinaus in den Garten oder zum Teich späht.

Glamping-Lodge beim Prefelnig Teich
Baumkronenweg Kopfing

Ganz ähnlich – nämlich in heraus­ragend schöner Architektur im Grünen am Wasser – wohnt man etwa auch in Kärnten am Ossiachersee in der neuen Glamping-Lodge beim Prefelnig Teich. Hier hat sich ein Bauernhof zum Camping & Glamping bekannt: mobile Homes in Vollholz für vier Personen, voll ausgestattet mit Küche und Sanitär­anlagen und dennoch ein Hauch von Mikro-Abenteuer. Daneben in fried­licher Co-Existenz: die Campinggäste des Hofs mit Wohnwagen und Campervan. Es ist Platz für alle da.

Um die Ecke hat die Region Millstätter See mit ihren Biwaks an den schönsten Orten am und um den See einiges vorgelegt. Exklusive Rückzugsorte, wo wirklich nichts und niemand stört und man sich direkt unter dem Sternenzelt wiederfindet. Auch hier Glamping-Feeling pur: Wohnen im „Under a trillion stars hotel“ für all jene, die einmal etwas anderes ausprobieren möchten. Auf einer Blumenwiese, an einer plätschernden Quelle oder hoch über dem See am Waldrand mit entsprechendem Ausblick: Die Biwaks am Millstätter See gibt es in verschiedenen Varianten, aber immer direkt in der Natur – ein sehr intimer Rückzugsort für zwei mit einem Waschraum, einer Glasfront und Bett, Tisch und Stühlen. Das war´s, und mehr braucht man auch nicht.

Schon einmal etwas von einem durchsichtigen Bubble-Hotel oder Flying Tents in den Bäumen gehört? Dazu gehört schon ein bisschen mehr Abenteuerlust.

Am Weissensee wohnt man in Erdhäusern eher bodennah statt in luftigen Höhen. Auf den ersten Blick übersieht man sie leicht, aber wer drinnen ist, will so schnell nicht mehr hinaus. Das macht das natürliche Raumklima, das dort herrscht, denn: Hier atmen die Wände, sie kühlen im Sommer und wärmen im Winter.

Am Natterer See bei Innsbruck gibt es besonders viele Möglichkeiten, um ins Glamping-Feeling „kontrolliert“ reinzuschnuppern, ob in einem Safarizelt oder einer Wood-Lodge zwischen den Bäumen und im Schlaf-Fass. Auch hier war man Vorreiter in Sachen Glamping. Der Campingplatz Ferienparadies bietet eine riesige Palette an ungewöhnlichen Unterkünften.
Sogenannte Schlaf-Fässer stehen bereits auf vielen Campingplätzen. Wer die runden Unterkünfte, die meist nicht mehr als ein Bett und einen Hocker bieten, nutzt? Unternehmungslustige Kleinfamilien, Wanderer und Radfahrer etwa. Übersichtlich, gemütlich, günstig und mit einem urigen Hauch von Camping. Eine unkomplizierte und lustige, manchmal abenteuerliche Übernachtungsmöglichkeit für zwischendurch.

Ferienparadis Natterersee Safari Lodge
Gartenlofts Guntrams Gergely
Waggonhotel Angerer

Baumhotel statt Luxusschuppen, Flying Tents, Holz-Biwaks und Living in Frames. Das Holzfass für eine Nacht oder ein Upgrading auf einen Camping-POD? Von der einfachen Unterkunft im revitalisierten Waggonabteil über romantische Zigeunerwägen, Wood Lodges und Safarizelte bis hin zu Gartenlofts und dem Alpenbett:
Mit oder ohne Campingplatz: Österreich kann Glamping längst!

Tipps Glamping

Im Wald und auf der Heide

Wood Lodges auf dem Campingplatz Natterer See (Tirol): In der Panorama-Ausführung wohnt man zu zweit, in der Family-­Variante zu viert zwischen den Bäumen in einem Extrateil des Campingplatzes. Die Holzlodges haben eine Panoramaterrasse, eine Kochnische und einen Wohn- und Schlafbereich sowie ­Möbel für die Terrasse.


Ikuna Tipi-Hotel Natternbach (OÖ): Im Ikuna Tipi-Hotel logiert man in zweistöckigen Tipi-Suiten, die in Kombination mit dem abendlichen Lagerfeuerknistern für echtes Hide Away Feeling sorgen. Dazu gibt´s den Naturerlebnispark mit Action Area. Foto: 

Lagerfeuer Feeling beim eigenen Tipi. Referenz: IKUNA Naturresort

Living in Frames bei Güssing (Steiermark): Ein ganz spezielles und extra patentiertes Konzept des „Contemporary and Pure Living in Nature“. Auszeit wird neu interpretiert in ­einem beheizbaren Holzkubus mit Natursteinen im Naturgarten mit Gartenteich. Verspiegelt und verglast.

Bubble Tent Hotel Steinbach am Attersee (OÖ): Einzigartige Übernachtung unter dem Sternenzelt in einer großen, durchsichtigen Zeltplane mitten auf der Wiese.

Glamping Lodges am Prefelnig Teich bei Urlaub am Bauernhof in Ossiach (Kärnten): Glamping am Bauernhof am Teich in entzückenden Vollholz-Tiny-Homes inklusive Wohnküche – sogar mit Geschirrspüler, Herd und Kaffeemaschine sowie Dusche und WC.

Glamping Park Mönichkirchen (NÖ): Die Selbstversorgerunterkünfte eröffnen im Laufe des Sommers 2019. Woodlodges, PODs und Trolls werden angeboten – alles aus Holz, unmittelbar bei der Erlebniswelt Mönichkirchen.

Himmel-Chalets am Alpencamping Nenzing (Vorarlberg): Der mehrfach ausgezeichnete Luxus-Campingplatz bietet innovative Chalets in außergewöhnlicher Architektur an: Den „Himmel auf Erden“ findet man in den exklusiven Unterkünften mit ­Kamin, Panoramabalkon und Kuschelgalerie.

Biwaks unter Sternen (Kärnten): Außergewöhnliche Orte zum Chillen zwischen Millstätter See und Berg sind die sieben verschieden gestalteten Biwaks aus heimischen Hölzern.
Panoramafenster, extra Waschraum und Rückzugsorte par excellence für zwei. Jedes Biwak ist ein bisschen anders.

In den Bäumen

Baumhauslodge Schrems (NÖ): Hier wohnt man zu zweit luxuriös auf etwa 5 Meter Höhe. Das Baumhaus ist mit einem Wohn-/Schlafbereich sowie Badezimmer und WC ausgestattet. Durch die großen Fenster hat man freie Sicht auf den Wald, knisternder Kamin inklusive. Frühstück wartet im Kühlschrank.

Baumhaus Althofen beim Prechtlhof (Kärnten): Seelenluxus pur für zwei. Ein romantisches Baumhaus in luftiger Höhe mit Dachterrasse und allem Drum und Dran für Naturliebhaber: Denn das Baumhaus befindet sich in der Krone einer uralten Linde.

Baumzelt auf dem Campingplatz Anderwald (Kärnten): Der überschaubare Campingplatz in den Karawanken liegt am ­Faaker See. Nur 5 Meter vom Strand entfernt hängen die Baumzelte und warten auf müde Glamper mit Schlafsack.

Träumen unter Bäumen: Flying Tents (Salzburg): Eine unvergessliche Übernachtungsmöglichkeit im Salzburger Almwald. Schlafen im Flying Tent. 100 Meter entfernt liegt die rettende Almhütte der Mooseggalm für ein wärmendes Lagerfeuer oder auch für das Frühstück danach.

Baumhotel am Baumkronenweg Kopfing (OÖ): Sechs Häuschen hoch droben in den Bäumen, die nur über viele Stufen erreichbar sind. Das sind die Holzhäuschen im Baumhotel, die gerade bei Familien hochbeliebt sind. Kochnische inklusive.

Baumhotel Styrassicpark (Steiermark): Im beliebten Dino-Park kann man in 14 kleinen Baumhäusern mit Außenterrasse auch übernachten. Das Sanitärhäuschen ist extra. Cool für Kids!

Tierpark und Baumhotel Buchenberg (NÖ): Schlafen unter der Baumkrone mit atemberaubender Aussicht. Das Baumhaus ist für zwei Personen mit einem Kingsize-Bett und einem zusätzlichen Hochbett im Dachgiebel für eine Person ausgestattet.

Ein Baumhaus als Hochzeiterhütte im Almdorf Seinerzeit (Kärnten): Hier logiert man in luxuriös ausgestatteten Chalets, die nachhaltig aus Zirbenholz gebaut wurden – und das auf etwa 1400 Meter Höhe im Almdorf mitten in der Natur.

Nachhaltig

Sonnentor Land-Lofts (NÖ): Schlafen im Kräutergarten! Ressourcenschonend und energieeffizient hergestellt sind die zwei Land-Lofts. Man wohnt im gepflegten Holzwaggon mit eigenem Grillplatz. Gewürze und Tees sind natürlich hier inkludiert. Frühstück gibt´s auf Bestellung.

Wohnwaggon Fanni/Karl (NÖ): In der Sommerfrische Region im Piestingtal oder in Traismauer kann man probewohnen: In einem vollkommen energieautarken Wohnwaggon, der weltweit ein einzigartiges Projekt ist.

Erdhäuser am Weissensee (Kärnten): Die Erdhäuser am Weissensee liegen unter der Erde und schauen quasi mit großen ­Augen aus der Wiese hervor. Man wohnt im „Drunter“ oder „Drüber“, mit drehbarem Kamin, Wohnraumlüftung und ganz nahe an der See-Promenade. Eigener Strandzugang!

Waldhütten im Ochys Waldfreizeitpark (NÖ): In den Waldhütten im Kletterpark schläft man unter dem Glasdach inmitten der natürlichen Baustoffe Holz und Hanf direkt unter den Bäumen. Mit Warmwasser und Komposttoiletten.

Schlafen im Fass

Schlaffässer stehen zumeist auf einem Campingplatz, der für die Sanitäranlagen zuständig ist. Denn die Fässer sind so klein (und gemütlich), dass es meist wirklich nur zum Schlafen reicht:
Schlaffass am Neusiedler See (Burgenland)
Schlaffässer am Camping Natterersee (Tirol)
Schlaffässer beim Camping Schluga (Kärnten)
Schlafen im Weinfass im Winzerhof Küssler (NÖ)
Schlafen im Holzfass in Tattendorf (NÖ)
Schlaffass am Camping Au an der Donau (OÖ)
Wohnfässer am Camping Dreiländereck (Tirol)
Schlaffässer plus Saunafass am Campingplatz Weisses Rössl in Velden (Kärnten)

Safari Style und Camping PODs

Safari-Lodge-Zelte am Campingplatz Natterer See (Tirol): Ein bisschen wie in Afrika. Diese Safari Lodges bieten Platz für 5 bis 8 Personen und sind sogar mit Zentralheizung ausgestattet.

Safarizelt am Camping Bella Austria, Peterdorf (Steiermark): Ein Safarizelt wie in Afrika mit Küchenzeile und Kühlschrank am Campingplatz. Holzboden, zwei Schlafräume und Terrassen­möbel sowie ein kleiner elektrischer Ofen.

Luxus-Lodgezelt am Campingplatz Breznik (Kärnten): Ein Lodgezelt beim Turnersee für die ganze Familie am Campingplatz ­– mit Hängematte, Veranda und Kräutergarten inklusive Sanitäranlagen im Zelt.

Holz-PODs am Sonnen- und Panoramacamping Seeboden (Kärnten): 4 Betten, eine Mini-Kaffeeküche und ein eigenes WC gibt es pro POD auf dem Campingplatz nahe dem Millstättersee. Plus: Eine schöne Holzterrasse davor.

Camping-PODs am Putterersee (Steiermark): Die kleinen Holzhütten mit Doppelbett, Sitzgelegenheit und Miniküche stehen mitten auf dem Campingplatz und damit nahe dem Badestrand. Sanitäranlagen nutzt man ebenfalls am Platz.

Zelt aus Holz – am Camping Au an der Donau (OÖ): Ein uriges Mietzelt mit Matratzen. Schlafsack mitbringen und alle Anlagen des Campingplatzes mitnutzen. Basic, aber cool.

Wood Cubes am Fugocamp in Kleblach-Lind (Kärnten): Ganz neu sind die fünf Vollholz-Cubes mit je 34 m² Wohnfläche und eigenen Terrassen. Auf Wunsch gibt´s eine eigene Zapfanlage mit Villacher Bier dazu.

Betten für Gourmets

Das Wiener Alpenbett beim Triad in der Buckligen Welt (NÖ): Nach dem Schmaus wohnen im Gästezimmer „In da Wies´n“ mit Ausblick in den Kräutergarten – ein Zimmer wie vom Himmel gefallen, ein Bett mitten in der Natur.

Grafenegg-Cottages im Schlosspark (NÖ): Übernachten im Schlosspark in Cottages nahe dem Wolkenturm und dem Mörwald-Restaurant im Schloss mit je vier Zimmern pro Cottage plus Gemeinschaftsraum mitten im Grünen.

Weinlofts am Eisenberg (Steiermark): Drei verschiedeneWeinlofts (vom revitalisiert urigen Kellerstöckl bis supermodern) mit freistehender Doppelbadewanne mit Ausblick – in der Südsteiermark. Kaminfeuer, warme Farben und „Mehrblick“.

Die Lodges des Bärenhofs Kolm (NÖ): Gleich neben dem beliebten Ausflugsziel Bärenhof Arbesbach liegt das Restaurant Bärenhof des Haubenkochs Michael Kolm, das drei entzückende Lodges mitten auf der Wiese nebenan anbietet.

Bio-Refugium im Gut Guntrams (NÖ): Hochmoderne Gartenlofts, eingebettet in die Natur – hoch droben auf Stelzen schwebend mit Top Kulinarik, Liegewiese und eigener Granitbadewanne im Freien. 

Wohnen im Waggon

Das Waggonhotel beim Angererhof (Steiermark): Das einzige Schmalspur-Waggonhotels Europas liegt beim Angererhof. Hier schläft man im 124 Jahre alten Waggon der Feistritztalbahn.

Wohnen in Gypsy-Wägen am Hallstätter See (OÖ): Der Campingplatz am Hallstätter See hatte immer schon was ganz Besonderes: Flair, Retro-Style, Charme und viel Glamour. Jetzt gibt es hier auch romantisch ausgestattete Gypsy-Wägen zum Wohnen und Genießen mitten im Öko-Feng-Shui-Park am See.

Schlafen im Waggon (NÖ): Zwei Waggons, die saniert wurden und nun als Unterkunft dienen. Sechs Einzel- und ein Doppelabteil mit Sitzecke und Kochnische kann man hier an der Thaya mieten. Frühstück gibt´s im nahen Gasthaus.

Glamping mit Hund

Naturnah, außergewöhnlich oder nachhaltig nächtigen: Glamping und Abenteuer erleben schließt manchmal den Familien-­Vierbeiner aus. Aber u. a. in den folgenden Unterkünften sind Hunde (tw. mit Aufpreis) dennoch willkommen:
Weinlofts am Eisenberg, IKUNA im Hotel (nicht im Naturpark), Almdorf Seinerzeit, Baumhotel Styrassic Park, Weinfass im Winzerhof Küssler, Baumhaus Prechtlgut, Camping-POD Putterersee, Lodges am Bärenhof Kolm, Waggonhotel Angererhof, Gold Camping Seeboden. In zwei von sieben Biwaks am Millstättersee, Waldhütten im OCHYS Waldfreizeitpark, Schlaffässer des Camping Dreiländereck, Holzzelt und Schlaffass am Camping Au an der Donau, Mieteinheiten am Camping Schluga (Badestrand für Hunde!)

Irlands wilder Norden

Irlands wilder Norden

Irlands wilder Norden

Auf den Klippen in der Sonne sitzen, sich von Wind und Wellen den Geist erfrischen lassen und abends gemütlich im Pub schlemmen: Eine Reise durch den Norden der irischen Insel entspannt und entschleunigt.

Hier finden Sie die besten Tipps abseits der klassischen Touristenpfade, um den Urlaub inmitten sagenumwobener Landschaften in vollen Zügen zu genießen.

 von: Anita Arneitz

Landzungen rekeln sich weit hinaus ins Meer, während die Buchten dramatisch zerfurcht sind. Auf ­einer Länge von fünf Kilometern hat die Natur mehr als 40.000 schwarzbraune Säulen geformt, die wie eine Straße aus Pflastersteinen aus dem Meer aufsteigen. Das weckt den Entdecker in einem: Stundenlang den Wellen zusehen, über Basaltsteine hüpfen und Felsen nach Gesichtern absuchen.

Der Legende nach entstanden die Basaltsteine des Giant´s Causeway in Nordirland, die inzwischen zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören, durch den Riesen Finn McCool. Um davon ein wirklich schönes Erinnerungsfoto zu machen, muss man aber entweder schnell sein oder Geduld haben. Denn das Licht ändert sich von Sekunde zu Sekunde. Sonnenschein und Wolken treiben ein rasant abwechslungsreiches Spiel. Das ist typisch für den Norden Irlands und die Küste Nordirlands. Hier hat noch die Natur das Sagen.
Heute bietet Madeira eine Fülle an Unterhaltung. Es hat schon lange sein Image als „Pensionisten-Insel“ abgelegt und ist ein Reiseziel für alle Altersgruppen geworden. Mit 57 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite hat Madeira rund 1.300 Kilometer Wanderwege in schroffen Gebirgslandschaften, entlang felsiger Steilküsten sowie durch riesige Lorbeer­wälder und legt Wanderern buchstäblich ein Paradies zu ­Füßen. Aber auch Taucher, Surfer, Radfahrer und Extremsportler haben die Insel für sich entdeckt. Ausflüge entlang der Küste, um Wale und Delfine zu beobachten, oder eine Jeep-Safari bringen auch für weniger Aktive Abwechslung. Für Entspannung sorgen viele wunderbare Hotels.

Die Insel besitzt eine überaus üppige und artenreiche Pflanzenwelt. Gewächse aus aller Welt werden seit der ersten Besiede­lung Anfang des 15. Jahrhunderts und besonders seit etwa 200 Jahren in öffentlichen und privaten Gärten und Parkan­lagen kultiviert, die sich hauptsächlich in der Hauptstadt Funchal und deren Umgebung befinden. In dieser Stadt mit kolonialem Charme findet man bemerkenswerte Bauwerke und interessante Museen. Eine Entdeckungsreise auf dieser Insel belohnt in jedem Fall mit majestätischen Szenarien.

Foto: Küstenpfad „The Gobbins“.
Foto Pixabay: Basaltsteine des Giant´s Causeway

Traumhafte Küstenstraßen

Wer das Meer und Wanderungen entlang der Klippen liebt, wird von der ursprünglichen Küste in Nordirland begeistert sein. Mit einem Mietauto lässt sich die sogenannte Causeway Coastal Route, ausgehend von Belfast bis nach Derry-Londonderry, gemütlich in einer Woche abfahren. Die Küstenstraße führt vorbei an einsamen Buchten mit weißen Sandstränden, herausragenden Felsformationen und kleinen Ortschaften. Überall warten Aussichtsplätze oder lohnenswerte Abstecher ins Hinterland. Ein Must-Visit neben den Basaltsteinen des Giant´s Causeway ist der legendäre Küstenpfad „The Gobbins“.

Wandern in den Klippen

Der Pfad über dem Meer wurde 1909 von Ingenieuren entwickelt. Die Techniker wollten damals nicht irgendeinen Wanderpfad zwischen den Klippen schaffen, sondern ein monumentales Erlebnis in Anlehnung an die moderne Architektur. The Gobbins war ein Teil der Vision von Berkeley Deane Wise. Als Ingenieur leitete er die Belfast and Northern Counties Railway Company, die zu dieser Zeit die spektakuläre Landschaft im Norden mit der Dampfeisenbahn erschloss. Per Hand wurden Tausende Stufen in die Felsen geschlagen, Brücken und Tunnel errichtet. Im Mai 1902 wurde der Pfad mit der längsten Hängebrücke Irlands eröffnet. Im Nu waren „The Gobbins“ ein Besuchermagnet.

Durch die Weltkriege und wirtschaftliche Turbulenzen geriet der Pfad allerdings im Laufe der Zeit in Vergessenheit. Das Meer holte sich die Holzbretter, das Salz knabberte am Eisen. Mithilfe der Europäischen Union und viel Einsatz der Einheimischen wurde der Pfad aber wieder rekonstruiert. Es gelang, den historischen Charme zu erhalten. Bei einer Wanderung rauschen die Wellen unter den Füßen an Land, es geht durch einen dunklen Tunnel unterhalb des Meeresspiegels hindurch in eine Schmugglerhöhle und über mehr als 20 ­Brücken hin zu einem Schutzgebiet der Vögel. Mit viel Glück erhaschen Wanderer sogar einen Blick auf einen brütenden ­Papageientaucher oder sehen die schottische Küste mit ihren Windrädern – diese ist nur wenige Kilometer entfernt. Ein wenig Kondition muss man allerdings mitbringen. Es geht rund zwei Stunden unzählige Stufen rauf und runter. Ein Abenteuer für die ganze Familie!

Foto Pixabay: Derry-Londonderry

Trip in die City

In Derry-Londonderry geht die Causeway Coastal Route in den Wild Atlantic Way über. Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann dieser Küstenstraße noch 2500 Kilometer lang folgen. Oder eine Übernachtung in Derry-Londonderry, der zweitgrößten Stadt Nordirlands, einplanen und zurück nach Belfast oder Dublin fahren. Das Wahrzeichen der Stadt Derry-Londonderry ist eine rund 1,5 Kilometer lange mittelalterliche Mauer um die Altstadt, die im 17. Jahrhundert erbaut und seitdem niemals zerstört wurde. Besichtigt werden kann die Mauer bei einem Spaziergang über einen Rundweg.
In den Städten gibt es keine weiten Wege. Sogar in Dublin und Belfast liegt alles nah beieinander. Einkaufsstraßen, Fußgängerzonen, Sehenswürdigkeiten und Pubs werden zu Fuß erkundet. Am besten mit Sneakers und Regenschirm. Die Zentren sind voll mit unebenen Pflastersteinen und das Wetter wechselt sowieso ständig. Daher nicht gleich in Panik verfallen, wenn es mal regnet. In ein paar Stunden kann das schon wieder ganz anders aussehen. Es kann auch durchaus sein, dass die eine oder andere Küstenwanderung ins Wasser fällt, weil just an diesem Tag die Felsen rutschig sind oder der Wind über die Pfade fegt. Dann ist es an der Zeit für eine Verkostungstour, ein wenig Shopping, einen Galeriebesuch oder einen Tag im Spa.

In den Wellnessbereichen wird verstärkt auf regionale Produkte und alte Traditionen gesetzt. So wird zum Beispiel wieder in Seegras gebadet. Wie vor Hunderten von Jahren werden Algen und Seetang mit der Hand eingesammelt und frisch für Kosmetikbehandlungen verarbeitet. Einst war das ein großes Geschäft. Vor allem entlang des Causeway florierte bis 1930 das Business mit Algen und Seetang, das in erster ­Linie von Frauen betrieben wurde. In der Bucht vom Giant´s Causeway stellten sie Zelte mit Tee auf, und an die 300 Fremdenführer unterhielten die Ausflügler mit Geschichten vom Riesen Finn McCool. Heute übernimmt das ein Audioguide in mehreren Sprachen. Aber Einheimische wissen sehr wohl noch Bescheid über die Heilkräfte der Küstenpflanzen. So galt etwa das dänische Löffelkraut lange als wichtiger Vitamin-­C- Spender und wurde kranken Seefahrern als Tee verabreicht. Allerdings schmeckte dieser alles andere als gut.

Fotos Pixabay: Typisch irisches Eingangstor
Foto: Traditionspub in Dublin

Gartenpracht wie in England

Obwohl die Landschaft rau und ursprünglich ist, ist das Klima mild. Deshalb strotzen die Gärten voll üppiger Blüten, und selbst bis an den Rand der Klippen wagen sich Heidekraut und Ginster vor. Augentrost, Thymian, Fuchsien, Weißdorn, wilde Orchideen und Rhododendronbüsche säumen die Wege. Das ganze Jahr über blüht irgendetwas. Daher darf ein Besuch in einem Garten bei einem Roadtrip durch Irland nicht fehlen.

Ein paar Kilometer von Dublins Stadtzentrum entfernt verzaubert das Malahide-Schloss mit seinen exotischen Pflanzen und Rosen. Ebenfalls in der Nähe schlagen in Mount Usher seltene Bäume seit dem 19. Jahrhundert ihre Wurzeln in den Boden und haben inzwischen schon so manche Star­allüre. Im Norden überstrahlt Mount Stewart alles. Das Anwesen mit prächtigem Herrenhaus und weitläufiger Gartenanlage ist Edith, der Lady von Londonderry, zu verdanken. Sie setzte sich bereits im Ersten Weltkrieg für die Frauenrechte ein und lud feine Gesellschaften zu sich nach Mount Stewart. Unter anderem begrüßte sie dort Winston Churchill. All diese Gärten sind zwar nicht so berühmt wie ihre englischen Nachbarn, aber mindestens genauso schön und längst nicht so überlaufen. Das gilt übrigens für den gesamten Norden der Insel. ­Perfekt für alle, die sich nach Ruhe und einer Offlinezeit im Grünen mit Meerblick sehnen.

Foto Pixabay: Wellness in Ashford Castle
Foto Pixabay: Must-see The Temple Bar in Dublin
Foto Pixabay: Landpartie mit Schafen
Foto Pixabay: Malahide Castle Dublin
Foto: Castle Ward, Co. Down

Klippen als Kulisse: Ausflüge zu Originalschauplätzen von Film und Serie

Star Wars oder Game of Thrones – Hollywoodklassiker und Serienhits wurden bereits auf der irischen Insel gedreht. Ein Glück für echte Fans, denn eigene Touren und Landkarten führen direkt zu den Originalschauplätzen. Am beliebtesten sind dabei die Game-of-Thrones-Drehorte. Mit einem digitalen Führer und einem Leihfahrrad geht es in gut zwei Stunden von einem Highlight zum Nächsten. Das Castle Ward, das in der Serie als Kulisse für die Burg Winterfell, dem Stammsitz der Familie Stark dient, ist dafür Ausgangspunkt. Hier finden auch immer wieder große Festivals für Fantasyliebhaber statt. Dann gibt es einen Mittelaltermarkt, Filmstunts und ein Meet-and-Greet mit den Schauspielern. Doch auch ohne Serienwissen ist ein Abstecher zu den Schauplätzen wie dem romantischen Strangford Lough, das ist ein riesiger Naturhafen, den bereits die Wikinger zum Anlanden benutzten, zu empfehlen. Die Landschaft ist einfach fotogen und instagramig schön.

Foto Pixabay: Glasnevin Friedhof Dublin

Tipps Nordirland

Naturerlebnisse in Nordirland

Wandern entlang der Klippen: Der Klippenpfad „The Gobbins“ kann nur gemeinsam mit einem Guide besucht werden. Dafür sollte man trittfest und schwindelfrei sein. Von Belfast erreicht man den Klippenpfad in einer guten Dreiviertelstunde Fahrzeit. 

Spaziergang am Meer: Wer gemütlich mit der Familie am Meer entlangwandern möchte, ist beim Giant’s Causeway richtig. Geöffnet das ganze Jahr. Zeit für Museum und Kaffee einplanen!

Paddeln in der Nacht: Bei Sonnenuntergang wird beim River Foyle in der Nähe der Stadt Derry-Londonderry das Kajak ins Wasser geschoben und mit Guide drei Stunden lang durch die Vollmondnacht gepaddelt. Ein besonderes Erlebnis unter dem Sternenhimmel!

Pilgern über die Insel: In Irland gibt es viele spirituelle Orte. ­Daher ist es ein echter Geheimtipp für Pilger und Weitwanderer. 

Reiten am Strand: Im Sattel mit im Wind wehenden Haaren den Strand entlangreiten – diesen Mädchentraum erfüllt man sich im Norden. Hier hat der morgendliche Ausritt lange Tradition und die Reitbetriebe befinden sich in unmittelbarer Nähe des Meeres wie das Hotel Dunfanaghy Stables oder die Holiday Horse Farm.

Grüne Touren: Abseits der Touristenpfade führen Touren zu ­Farmen und Produzenten. Von Whiskey bis hin zum Apfel Cider kann vor Ort alles verkostet werden. Dazu kommen Livemusik am Land und die schönsten Plätze für Sonnenuntergänge.

Radfahren: Küstenstraßen mit dem Mietauto abklappern geht gut. Aber mit dem Rad? – Geht sogar noch besser. Vor allem, wenn der Wild Atlantic Way gesperrt wird und Radler freie Fahrt haben. 

Coasteering: Über die Felsen klettern und dann in die Fluten springen – Adrenalin pur! 

Auszeit am See: Den See Lough Neagh haben noch nicht viele Touristen auf dem Radar. Er ist ein Kleinod für Outdoorfans.

Die schönsten Gärten

Landsitz à la Rosamunde Pilcher: Der Landsitz Montalto Estate wurde aufwendig restauriert und ist mit Café und Museumsshop sowie den Spazierwegen durch den Park jedenfalls einen Ausflug wert. 

Picknick: Besucher dürfen eine Decke mitnehmen und entspannte Stunden auf den Schlosswiesen von Malahide verbringen.

Im Reich der Bäume: Mount Usher Gardens & Cafés liegen in Ashford/Wicklow, das ist rund eine halbe Autostunde von Dublin entfernt. Im Café gibt es Köstlichkeiten aus eigenem Anbau, in den Shops Nützliches für den Garten zu kaufen.

Prachtgarten: Mount Stewart muss man einfach gesehen haben: Ein toller Garten mit faszinierender Geschichte. 

Foto: Ireland Tourism

Schlafen

Vom Schloss bis zum B&B – hier kann man auch mal nur eine Nacht bleiben und wird am Morgen mit einem kräftigen Frühstück mit Porridge, Toast, Speck und Würsten verwöhnt. In der Hauptsaison empfiehlt es sich aber zu reservieren, denn speziell in entlegenen Gebieten werden dann Unterkünfte schnell rar. B&B am Wild Atlantic Way: Elegante Pension mit Glamour. 

Hotellegende in Belfast: Heute ist das Grand Central wieder das Luxushotel im Norden. Der Ausblick von der Cocktail Lounge im 23. Stockwerk über den Hafen ist grandios.

Ökofarm am See: Urlaub am Bauernhof kann man beim Lough Erne machen. Aber nicht nur das. Auch Kochkurse und Gartenseminare werden geboten.

Nachhaltigkeitspionier: Als Vorzeigebeispiel in Sachen Nachhaltigkeit gilt die Ökolodge mitten im Grünen. 

Fürstlich gebettet: Auf Verabredung gibt es im Dunleath Mansion House im Ballywalter Park einen Lunch mit Lord und Lady Dunleath. Aber auch ohne adelige Stippvisite ist das Anwesen ein Traum. 

Foto: Dunleath Mansion House

Eine Nacht beim Earl: Im Westflügel von Crom Castle können Gäste nächtigen und vom Schloss aus mit dem Boot zu einer Erkundungstour über den See aufbrechen. Der Hausherr ist der 7. Earl of Erne und zeigt den Besuchern bei einer Führung auch die privaten Räume der Familie. 

Leuchtturm: Rund um den Leuchtturm auf Clare Island hat sich ein Luxushotel angesiedelt. Die Anfahrt auf die Insel kann zwar recht stürmisch sein, doch sie lohnt sich.

Historisches Stadthaus: Das Merchant´s House in Derry-Londonderry ist eines der wenigen Häuser aus dem 19. Jahrhundert, das liebevoll restauriert wurde. Jetzt ist es ein B&B mit hausgemachter Marmelade zum Frühstück.

Glamping unterm Sternenhimmel: Auf einer Halbinsel in Fermanagh schläft man in einer gläsernen Wohnkugel unter dem Sternenhimmel. Restaurant und Marina sind in der Nähe.

Golfparadies: Direkt am Strand an der Causeway-Küste liegt das bezaubernde B&B At the Beach.

Herrenhaus für Naturliebhaber: Das Mount Stewart Estate am Stanghord Lough wird Fotografen und Outdoorfans begeistern.

Fußballfans aufgepasst: Das Boutique Hotel George Best in Belfast im denkmalgeschützten Bauwerk ist komplett der Fußball­ikone gewidmet, Museum inklusive. 

Öko in der City: In Dublin nächtigen Umweltbewusste im Iveagh Garden Hotel, wo ein unterirdischer Fluss für Strom im Haus sorgt. 

Luxusurlaub: In Irelands Blue Book sind mehr als 50 Landhaus­hotels, Gutshöfe und Schlösser verzeichnet – für alle, die etwas ­Besonderes suchen.

B&B-Guide für Irland

Guide für Country Hotels

Schönheit UND Wellness

Im Reich der Naturdüfte: Am Wild Atlantic Way liegt die traditionelle Burren Perfumery, in der noch heute Naturparfüms, Seifen und Kosmetika nach alten Rezepten mit Wildkräutern und den Blumen der Burren hergestellt werden.

Baden im Seegras: Einzigartig an der Küste sind die Spa-Seegrasbäder. Dafür werden nur natürliche Produkte verwendet. Algen und Seegras lindern Beschwerden, stillen Schmerzen und machen die Haut schön. Der Seetang kommt direkt von County Down. Dort wird er per Hand geerntet und nach dem Spa nicht weggeworfen, sondern als natürlicher Dünger auf den Farmen eingesetzt.

Spa im Schloss: 800 Jahre gibt es das Ashford Castle bereits. Heute können in den historischen Mauern Gäste im Spa mit Hamam, ­Indoorpool und Blick auf Falknerei, See und Park entspannen.

Besondere Events

Beckett-Festival: In der Stadt Enniskillen, in der Samuel Beckett 1919 zur Schule ging, findet jedes Jahr im August ein literarisches Festival zu Ehren des Autors mit Theateraufführungen, Lesungen, Workshops und vielem mehr statt. 

Food and Drink Festival: Im Oktober gibt es in Dublin das große Food und Drink Festival mit irischen Spezialitäten. 

Museum und Kultur

Titanic Quarter: Das Highlight in Belfast ist wohl das Titanic Museum im Hafen. Immer wieder kommt etwas Neues hinzu. Ein Muss für jeden Fan. 

Fliegen oder Klettern wie ein Ninja: Kids können sich im Indoor-­Park austoben. Perfekt für Regentage.

Gratis ins Museum: Im National Museum of Ireland in Dublin und Mayo zahlt man keinen Eintritt und kann unterschiedliche Ausstellungen genießen. 

Kunst in Belfast: Ebenso gratis ist der Besuch des MAC Metro­politan Arts Centre in Belfast. Die drei Kunstgalerien zeigen immer wieder neue Ausstellungen.

Murals: Street Art gibt es schon lange in Dublin und Belfast. In Dublin sind schöne Wandbilder im Ausgehviertel Temple Bar zu finden, in Belfast hingegen im Cathedral Quarter. Mit oder ohne Tour. 

Schlemmen

Restaurant am Land: In einer ehemaligen Shirt-Fabrik in Letterkenny wird gut gekocht.

Essen in der Kirche: In Dublin trifft man sich in einer ehemaligen Kirche zum Kaffee und Essen. 

Foto: The Yellow Pepper Letterkenny

Shoppen

Modisches: In der Blarney Wollen Mills in Belfast werden seit 1823 aus Wolle Jacken und Pullis im britischen Stil gefertigt. 

Kulinarisches: Feinschmecker werden in den Markthallen von ­St. Georges Market in Belfast fündig.

Hin- und herumkommen

Beste Reisezeit: Im Juli und August ist es herrlich warm, aber Irlands Norden wäre auch im Frühling und Herbst eine Reise wert. Dann bekommt die Landschaft einen besonders mystischen Touch.
Anreise: Nordirland liegt im Norden der irischen Insel und ist ein Teil des Vereinigten Königreiches. Die Anreise geht am schnellsten per Flugzeug von Wien direkt nach Belfast oder Dublin. Von dort weiter mit dem Mietauto zur Küste fahren. Achtung: Lieber ein kleineres Auto nehmen, am Land sind die Straßen oft schmal. Für Campingfreunde gibt es in Nordirland eigene Routen mit Fähren und Stellplätzen.
Sprechende Landkarte: Irische Straßen- und Ortsnamen sind echte Zungenbrecher und auf Schildern auch mal in Gälisch angeschrieben. Eine Webseite mit mehr als 100.000 Bezeichnungen hilft beim Aussprechen und Verstehen. 

Weitere Infos: Karten und Infomaterial online auf www.discovernorthernireland.com oder www.ireland.com

Madeira

Madeira

MADEIRA

Das Paradies im Atlantik.

Siebenhundert Kilometer vor der Küste Afrikas liegt eine einzigartige Insel im Atlantischen Ozean. Wildromantische Küsten, uralte Wälder, reizvolle Gebirgslandschaften, prächtige Gärten und Parks mit einem enormen Reichtum an Pflanzen aus aller Welt, eine entzückende Hauptstadt und ihr ganzjährig mildes Klima machen sie so außergewöhnlich.

 

Text und Fotos: Uschi Widhalm

Schon ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Insel Madeira gerne als Kurort aufgesucht. Schriftsteller, Politiker und Aristokraten waren auf der Insel vor allem im ­glamourösen, 1891 eröffneten Reid‘s Palace anzutreffen. Auch die reisefreudige Kaiserin Sisi genoss hier die auch im Winter angenehmen Temperaturen, beklagte aber angeblich den Mangel an Abwechslung.
Heute bietet Madeira eine Fülle an Unterhaltung. Es hat schon lange sein Image als „Pensionisten-Insel“ abgelegt und ist ein Reiseziel für alle Altersgruppen geworden. Mit 57 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite hat Madeira rund 1.300 Kilometer Wanderwege in schroffen Gebirgslandschaften, entlang felsiger Steilküsten sowie durch riesige Lorbeer­wälder und legt Wanderern buchstäblich ein Paradies zu ­Füßen. Aber auch Taucher, Surfer, Radfahrer und Extremsportler haben die Insel für sich entdeckt. Ausflüge entlang der Küste, um Wale und Delfine zu beobachten, oder eine Jeep-Safari bringen auch für weniger Aktive Abwechslung. Für Entspannung sorgen viele wunderbare Hotels.
Die Insel besitzt eine überaus üppige und artenreiche Pflanzenwelt. Gewächse aus aller Welt werden seit der ersten Besiede­lung Anfang des 15. Jahrhunderts und besonders seit etwa 200 Jahren in öffentlichen und privaten Gärten und Parkan­lagen kultiviert, die sich hauptsächlich in der Hauptstadt Funchal und deren Umgebung befinden. In dieser Stadt mit kolonialem Charme findet man bemerkenswerte Bauwerke und interessante Museen. Eine Entdeckungsreise auf dieser Insel belohnt in jedem Fall mit majestätischen Szenarien.

Foto: Boca de Encumeada – Der Pass liegt auf 1007 Meter Höhe auf dem Gebirgskamm, der Madeira durchzieht.

Was Madeira so besonders macht

Funchal ist das touristische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel, in dem fast die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die prachtvolle Vegetation verleiht der Stadt in herrlicher Hanglage ganzjährig eine einmalige Ausstrahlung. Besonders schön wirken die Straßenzüge der Altstadt ab ­Mitte April mit blau-violett blühenden Jacaranda-Bäumen. Erkundungen nimmt man hier am besten zu Fuß vor. Entlang der vier Kilometer langen Promenade bis zur gelben Festung São Tiago laden viele Plätze zum Verweilen ein. Die Fußgängerzone führt zur unbedingt sehenswerten Kathedrale, die bis heute Mittelpunkt des religiösen Lebens auf Madeira ist.

Festung Sao Tiago

Madeira Markthalle

Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7)

In der Markthalle erfreut man sich an Strelitzien, die auf der ­Insel im Überfluss wachsen, oder holt sich Appetit auf die köstliche portugiesische Küche, der dann unter freiem Himmel vor bunt bemalten Türen in einem der zahlreichen Restaurants u. a. in der Rua de Santa Maria gestillt werden kann. Kulturinteressierte Besucher werden von zahlreichen ­Museen beglückt, etwa dem Zuckermuseum, dem Museum für sakrale Kunst, einem Weinmuseum, das ausführlich über den berühmten Madeira-Wein informiert, oder einem ­Kolumbus-Museum, in dem ein Weinhändler Sammlerstücke zum Thema „Christoph Kolumbus“ zusammentrug. 

Nicht zu vergessen das Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7) mit Fanshop – ein Haus, das die Insel ihrem Fußball-Weltstar eingerichtet hat, nicht zuletzt, weil er in seine Heimat investiert, unter anderem in touristische Projekte.

Türverzierung in Funchal

Seitengassen in Funchal

Madeira Wine

Auf jeden Fall besuchen sollte man in Funchal eines der schönen historischen Herrenhäuser, wie die Quinta das Cruzes mit ihrem wunderbaren Garten und einer Kapelle. Einige dieser Quintas sind als Museen eingerichtet, viele aber auch zu komfortablen Gästehäusern umgestaltet, wo es sich stilvoll wohnen lässt.

Einen besonders schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer hat man von einer der Aussichtsterrassen des Botanischen Gartens (Jardim Botanico da Madeira) oder bei der Fahrt mit der Seilbahn zum Bergort Monte, der etwa vier ­Kilometer nördlich des Zentrums liegt. Sehenswert ist dort die Wallfahrts-kirche Nossa Senhora do Monte, in deren Seiten-kapelle sich das Grab Karls I. ­befindet, des letzten Kaisers ­Österreich-Ungarns, der 1921 nach Madeira verbannt wurde, wo er bald darauf starb.

Unterhalb der Kirche kann man sich mit einem Korbschlitten auf gewachsten Holzkufen drauf-gängerisch talwärts durch enge Gassen fahren lassen. Ursprünglich wurden diese Schlitten erstmals im Jahr 1850 als schnelles Transportmittel für die Bewohner Montes eingeführt. Heute sind sie eine der beliebtesten Touristenattraktionen.

Von Monte aus besucht man einen der schönsten Botanischen Gärten der Welt, den Jardim Tropical Monte Palace.

Glücklich diejenigen, die Zeit haben, die ganze Insel zu erleben!

Cabo Girao

Entlang der Westküste eröffnen sich unbeschreibliche Landschaftsbilder. Im pittoresken Fischerörtchen Camara de Lobos stellte schon Winston Churchill seine Staffelei auf, um die Idylle einzufangen. Das Cabo Girao ist mit 580 Metern die zweithöchste Steilklippe der Welt und bietet von seiner gläsernen Aussichtsplattform imposante Panoramen. Die Klippe kann man während einer Wander-ung entdecken und von dort aus Paraglidern zusehen, die sich waghalsig in die Tiefe stürzen. Im ruhigen Ponta do Sol findet sich eine der wenigen Badebuchten Madeiras. Hier lässt sich bei einem Gläschen Poncha, dem Nationalgetränk der Insel, entspannt der Sonnenuntergang genießen.

Camara de Lobos

Blick über Funchal vom Jardim Tropical Monte Palaca

Während einer einsamen Fahrt über die wilde Hochebene Paul da Serra im zentralen westlichen Teil der Insel in 1500 Meter Seehöhe ist es möglich, das Meer im Süden und im Norden gleichzeitig zu sehen. Oft abschnittsweise dicht auftretender Nebel macht die Fahrt nur noch fantastischer. Hier beginnen auch viele traumhafte Wanderrouten durch den mystisch wirkenden Lorbeerwald (Laurisilva), der ursprünglichen Vegetation aus der Erdneuzeit, der in Kontinental­europa während der Eiszeit fast völlig ausgelöscht wurde und heute nur mehr auf Madeira, den Azoren, Kanaren und Kapverden zu finden ist. Seit dem Jahr 1999 ist der Wald UNESCO-Welt­naturerbe und bedeckt noch 20 Prozent der Inselfläche. Wanderungen entlang der Levadas gehören zu jedem Madeira-Besuch. Neben diesen künstlich angelegten Wasserkanälen, mit denen das Wasser aus den niederschlagsreichen ­Regionen im Norden und dem Zentrum der Insel zu den landwirt-schaftlichen Anbaugebieten im trockeneren Süden geleitet wird, wurden zu deren Wartung Pfade angelegt, die heute als Wanderwege genutzt werden. So ist es jedem möglich, diese unvergleichliche Region zu erleben.

Wer beim Wandern Herausforderung sucht, besteigt den Pico Ruivo, den mit 1862 Metern höchsten Berg Madeiras. Die beeindruckende Berglandschaft kann man aber schon vom Pico do Arieiro aus bewundern, der mit dem Auto zu erreichen ist.

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach Stränden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine künstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natürliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fährt mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schätzen auf Madeira die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten São Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wünscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen Flüsse Madeiras springen.

 

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach Stränden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine künstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natürliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fährt mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schätzen auf Madeira die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten São Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wünscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen Flüsse Madeiras springen.

Tipps Madeira

Lieblingsplätze

Dichtes Grün säumt die Wasserkanäle entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald führen. Ein Rundwanderweg leitet durch diese märchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und Nebel mystische Atmosphäre zaubert, lässt an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch für Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf die raue Küste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lädt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese früh am Morgen beginnen, um größeren Wandergruppen vorauszusein.

Das Projekt „Kunst der offenen Türen“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals düsteren Rua Santa Maria schmucklose Türen belebt. Ab 2011 bemalten Künstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede Tür ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com

Das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Ponta do Sol wird von ­steilen Abhängen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten Plätzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und Cafés zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort für Ruhesuchende.

Und noch mehr…

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers João Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend Ausstellungsstücke gezeigt, wie Bücher, Töpferwaren, Gemälde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenüber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum über Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige Führung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/ 

Jardim Botanico – Botanischer Garten: Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem früheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira  ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-Gärten anzulegen. Exotische Bäume und seltene Pflanzen wurden hierfür importiert. Das prächtige Anwesen ging 1885 an die englische Weinhändlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie führte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue Gärten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-Château-Kette. Täglich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur Begrüßung des Frühlings. Die ganze Pracht unzähliger Blumen wird zur Schau gestellt. Umzüge mit Tanzgruppen in fantasievollen Kostümen und geschmückten Festwägen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de São Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen São Jorge und Arco de São Jorge an der Nordküste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden für die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingeführt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei Männer lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: Berühmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen Stammgästen
www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/
Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes Frühstück
www.castanheiroboutiquehotel.com/
Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum
www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser;
www.penhafranca.com/D/index.html

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum
www.pestana.com/de/hotel/pestana-grandcanico.
Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal)
www.quintasplendida.com/quinta-splendida
Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer
www.pontadosol.com/
Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: Für diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nächtigen möchten
www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants:

The Ritz: Restaurant, Café, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente;
www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. Täglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; 

www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute Küche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und Spezialitäten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung für Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Mare
www.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter Küche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der Nähe des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hält vor der Tür), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Service überzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschädigt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto
de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der Nähe des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, Spezialitäten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das Nationalgetränk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer
www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

Köstlichkeiten typisch Madeira:

Die geschmackvollen Gerichte der Küche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen Gewürzen vorbereitete Rindfleisch wird über offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene Ständer in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort für „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen Gewässern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grätenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene Polentawürfel) gereicht.

Meeresfrüchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an Felsküsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit Kräutern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprünglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus Süßkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-Kräuterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefüllt mit Käse, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein Weihnachtsgebäck. Den Engländern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr über auf den Tisch gebracht wird, da er vorzüglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges Getränk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die Engländer aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute üblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerührt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, süß-säuerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berühmte Likörwein der Insel entstand eher zufällig beim Transport durch die Tropen, wo der Gärprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet süßen, halbsüßen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

Tipps Madeira

Lieblingsplätze

Dichtes Grün säumt die Wasserkanäle entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald führen. Ein Rundwanderweg leitet durch diese märchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und Nebel mystische Atmosphäre zaubert, lässt an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch für Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf die raue Küste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lädt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese früh am Morgen beginnen, um größeren Wandergruppen vorauszusein.

Der verzaubernde Jardim Tropical Monte Palace wird wegen seiner gelungenen Verbindung von Natur und Kultur zu den schönsten Botanischen Gärten der Welt gezählt. Er liegt in einem Vorort hoch über Funchal und erstreckt sich auf 70.000 Quadratmetern terrassenförmig Richtung Meer. In dieser enormen Sammlung von Pflanzen aus aller Welt führen verschlungene Wege und Wasserläufe zu versteckten Plätzchen, Teichen und dem Monte Palace. Das Anwesen wird von einer Stiftung betrieben, zu deren Zielen auch die Be-wahrung von Denkmälern und Kunstwerken zählt. So finden sich zwischen den Gewächsen alte Steinwappen, Azulejos (Kachelbilder auf Keramikfliesen), Pagoden und ein Museum mit Skulpturen und Mineralien. montepalace.com/

Das Projekt „Kunst der offenen Türen“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals düsteren Rua Santa Maria schmucklose Türen belebt. Ab 2011 bemalten Künstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede Tür ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com/

Das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Ponta do Sol wird von ­steilen Abhängen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten Plätzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und Cafés zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort für Ruhesuchende.

Und noch mehr

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers João Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend Ausstellungsstücke gezeigt, wie Bücher, Töpferwaren, Gemälde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenüber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum über Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige Führung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/

Jardim Botanico:Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem früheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-Gärten anzulegen. Exotische Bäume und seltene Pflanzen wurden hierfür importiert. Das prächtige Anwesen ging 1885 an die englische Weinhändlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie führte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue Gärten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-Château-Kette. Täglich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur Begrüßung des Frühlings. Die ganze Pracht unzähliger Blumen wird zur Schau gestellt. Umzüge mit Tanzgruppen in fantasievollen Kostümen und geschmückten Festwägen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de São Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen São Jorge und Arco de São Jorge an der Nordküste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden für die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingeführt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei Männer lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: Berühmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen Stammgästen www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/

Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes Frühstück www.castanheiroboutiquehotel.com/

Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser; www.penhafranca.com/D/index.html 

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum www.pestana.com/de/hotel/pestana-grand

Canico. Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal) www.quintasplendida.com/quinta-splendida

Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer www.pontadosol.com/

Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: Für diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nächtigen möchten www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants

The Ritz: Restaurant, Café, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente; www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit
Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. Täglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute Küche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und Spezialitäten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung für Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Marewww.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter Küche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der Nähe des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hält vor der Tür), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Service überzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschädigt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der Nähe des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, Spezialitäten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das Nationalgetränk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

 

Köstlichkeiten typisch Madeira

Die geschmackvollen Gerichte der Küche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen Gewürzen vorbereitete Rindfleisch wird über offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene Ständer in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort für „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen Gewässern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grätenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene Polentawürfel) gereicht.

Meeresfrüchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an Felsküsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit Kräutern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprünglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus Süßkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-Kräuterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefüllt mit Käse, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein Weihnachtsgebäck. Den Engländern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr über auf den Tisch gebracht wird, da er vorzüglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges Getränk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die Engländer aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute üblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerührt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, süß-säuerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berühmte Likörwein der Insel entstand eher zufällig beim Transport durch die Tropen, wo der Gärprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet süßen, halbsüßen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

Kapstadt

Kapstadt

KAPSTADT

Kurzurlaub in der Ferne ohne Jetlag

Wer sich auf einem Südafrika-Trip befindet und Kapstadt nicht besucht, der hat etwas versäumt. Allerdings: Kapstadt, die Metropole am Kap, verströmt nicht unbedingt authentisches Südafrika-Flair. „Kapstadt ist nicht Afrika“, sagen diejenigen, die hier überwintern, leben oder arbeiten. Dennoch oder gerade deswegen boomt Kapstadt als hippe Citytrip-Destination.

 

Von Angelika Mandler-Saul

Kapstadt hat sich zu einem einzigartigen Städtereiseziel entwickelt, das auch ohne ausgiebige Südafrika-Reise auskommt und buntes Besucher-Publikum aus aller Welt anzieht. Spätestens seit der Fußball-WM 2010 boomt die „Mother City“, wie die Stadt auch genannt wird, so richtig und hat sich zu einer Weltmetropole gemausert, die einen eigenen Trip wert ist – auch ohne Garden Route, Safari, Luxuszüge und Wilderness-Glamping. Mit einem ausgedehnten Tagesausflug oder einem Overnight Trip kann man nämlich auch von Kapstadt aus unvergessliche Tier- und Naturerlebnisse mit heimnehmen. Und in Kapstadt selbst kann man sich gut und gerne länger als für die Dauer einer Städtereise aufhalten, denn die schönsten Strände, Naturparks, Kite-Spots, Bars und Aussichtspunkte sind von der Stadt aus schnell erreichbar. 2014 war Kapstadt gar Capital of Design.

Trendige Designerläden, Graffiti und  moderne Galerien prägen mittlerweile das Stadtbild neben dem all­gegenwärtigen Tafelberg. Und das Beste daran: Kapstadt ist ohne Jetlag und ohne Zeitverschiebung mit einem Nachtflug von Österreich aus zu erreichen.

Was Kapstadt so besonders macht

Cable Way am Tafelberg

 Die Lage, die Sonne, der Wind, das Licht – so etwa könnte man kurzerhand erklären, warum die Mother City so unglaublich als Reisedestination boomt. Für das besondere Licht sorgt der sogenannte Cape Doctor: Der Cape Doctor ist ein Fallwind aus Südost kommend, der die Stadtluft von Smog reinigt und die City am Fuße des Tafelbergs an klaren Tagen unglaublich pittoresk und farbenfroh frisch wirken lässt. Und dann ist da noch diese wunderbare, fast gesegnet wirkende Lage am Fuße des Tafelbergs! Natürlich will jeder Neuankömmling zunächst erst mal auf den Tafelberg. Mit der ­Cable Way ist man auch schnell oben – das ist nicht das Thema. Aber allein sein werden Sie dabei nicht. Die Menschenschlangen an klaren Tagen (wenn eben der Cape Doctor zugange ist), ist legendär lang, und ohne ­Reservierung sollte man morgens gar nicht anzustehen versuchen. Auch wer reserviert hat, wird warten müssen. Oben angekommen, eröffnet sich allerdings ein wirklich atemberaubend schöner Blick. Die Seilbahn fährt von frühmorgens bis spätabends – manchmal kann ein wenig Geduld bis in den Nachmittag hinein Goldes wert sein.

Die Innenstadt Kapstadts ist geprägt von viktorianischen Gebäuden mit schönen Balkonen, Cafés, Backpacker-Hostels und zahlreichen Shops. Die vielfrequentierte Waterfront mit dem markanten Riesenrad ist ein gelungenes Beispiel von Revitalisierung eines einst verkommenen Hafenviertels. Hier kann man wohnen, flanieren, shoppen und sich verköstigen – zu jeder Tageszeit.
Zwei weitere Hügel, die man von den Fotos kennt, sind der Lions Head und der Signal Hill. Letzterer wird wegen des ­Sonnenuntergangs gerne abends mit entsprechender Bier-­Begleitung aufgesucht, der Lions Head wiederum sollte – wenn überhaupt – erwandert werden. Der Trail ist durchaus steil und bei Hitze ganz schön kräfteraubend. Wer also nicht unbedingt ein Sportfanatiker ist, der kann sich diesen Trip bei einem kurzen Stadturlaub gerne sparen und stattdessen lieber am Meer chillen. Die Strände und Buchten rund um Kapstadt sind allesamt auch für Touristen einfach zu erreichen, meist sogar mit dem beliebten und empfehlenswerten Hop-On-Hop-Off-Bus.
Clifton Beach

Natur pur rund um Kapstadt – eine Taxifahrt entfernt

Was Kapstadt als Ziel für einen etwas ausgedehnteren Citytrip so interessant macht, ist die Möglichkeit, in kürzester Zeit an tollen Stränden, in Natur- oder Tierparks, in Weingegenden und auf Straußenfarmen oder gar Kurzsafaris sein zu können. Wer die bekannte südafrikanische Blume, die Protea, blühen sehen will, sollte den Botanischen Garten nicht gerade im afrikanischen Hochsommer besuchen. Aber auch ohne Proteen sind die berühmten Kirstenbosch Botanical Gardens in Kapstadt sehenswert. Der Park ist schön für Naturlieb­haber, bei großer Hitze allerdings anstrengend zu begehen extrem sonnenexponiert. 

Im Shop beim Eingang findet man allerlei schöne Mitbringsel und sogar nette Kleidung, im Tea-House kann man sich ein Picknick mit Blick über die Stadt organisieren und danach im höchst ansprechenden Restaurant Moyo mit seiner riesigen, auch afrikanischen Karte herrlich die müden Füße entspannen. Mindestens einen halben Tag einplanen!

Flott erreichbar für einen chilligen Nachmittag am Strand mit Restaurants und Bar sind die gepflegten Beaches in Camps Bay sowie Big Bay oder der Blouberg Strand.

Wer die viel gerühmten Pinguine am Boulders Beach von Simons Town selbst erleben und vor allem hören will – denn sie können unglaublich laut sein beim gleichzeitigen Watscheln –, verbindet das am besten gleich mit einem ganzen Ausflug Richtung Muizenberg, Kalk Bay und Fish Hoek an die False Bay. Das geht für Unternehmungslustige mit dem Zug oder für Bequemere mit Uber, Taxi oder gebuchter Tour. In Muizenberg findet man am Wochenende einheimisches Strandleben pur: Jeder kommt an den Strand zum Schauen, Pritscheln und Baden, Einheimische wie Gäste, Surfer und Großfamilien. 

Wer mit Mietauto unterwegs ist, wird in jedem Fall einen ganzen Tag damit verbringen, das Kap und die Kapregion zu erkunden – das geht natürlich auch mit einer gebuchten Tour. Am besten, man verbindet den Tagesausflug zum Kap der ­Guten Hoffnung auch mit dem Besuch einer Straußenfarm und einem Lunch in einem Weingut. Der allerallersüdlichste Punkt ist jedoch nicht das Cape of Good Hope, sondern das Kap Agulhas, heute ein Nationalpark mit einem Leuchtturm. Wer hier kein Selfie macht, ist selbst schuld.
Cape Point

Wohnen und shoppen an der Waterfront

Das einst so heruntergekommene Hafenviertel mit seinen Werften ist heute ein schmuckes Vorzeigeprojekt gelungener Revitalisierung. Zu jeder Tageszeit ist das hippe und supersaubere Viertel bei den Besuchern ein begehrter Hotspot, sei es zum Kaffeetrinken, zum Schmausen, um Souvenirs zu shoppen, eine Bootsfahrt zu starten oder einen Blick auf die Seehunde beim Two Oceans Aquarium zu werfen. An der ­Waterfront trifft man sich auf ein Steak, einen Gin Tonic oder einfach für eine gepflegte Shoppingtour. Nicht selten spielen kleine Bands dazu auf. Ständig kommen neue Hotels und Restaurants hinzu, sodass sich die Waterfront mit ihren historisch detailgetreu nachgebauten Gebäuden fast schon bis Mouille und Seapoint ausdehnt. Nur einige Schritte vom hübschen, achteckig gotischen Clock Tower entfernt, liegt die Penny Ferry, ein altes Ruderboot, mit dem man zu den Booten nach Robben Island übersetzen kann. Apropos Robben: Wenn man Glück hat, erspäht man die Robben beim Schwimmen und Spielen im Hafenbecken auch von der Schwenkbrücke aus.

In jedem Fall ist die Waterfront aber ein ansprechender Spot zum Wohnen: Man kann von hier per pedes, per Fahrrad, per Bus oder mit Uber den Sightseeing-Trip hervorragend beginnen, sich nachmittags auf der Dachterrasse des Hotels erholen oder in das äußerst sehenswerte Museum für Contemporary Art im ehemaligen Getreidesilo linsen und abends nach einem Drink auf einer Dachterrasse ohne Angst vor Kriminalität zu haben bis 21 Uhr zum Late Night Shopping aufbrechen. Auch als Frau und auch alleine – was ich in der ­Innenstadt abends eher nicht empfehlen würde.

Der Chapman´s Peak Drive ist eine unbedingt empfehlenswerte Scenic Drive Tour nahe Kapstadt. Am besten mit dem Mietauto erleben und bei den vielen Picknickplätzen eine Pause einlegen.
Mitchells Plain Ocean Scenery
Der Seapoint liegt eine kleine Radtour von Capetown City entfernt am Meer. An der Promenade findet man diese Skulptur zweier Frauengesichter.

Bo-Kaap – das bunte Viertel, wo der Muezzin ruft

Im Viertel Bo-Kaap weht ein anderer Wind als an der Waterfront und bei den hippen Cafés der City. Denn hier, am Fuße des Signal Hills, liegt der muslimische Vorort Kapstadts, der 1830 entstand, als sich hier nach dem offiziellen Ende der Sklaverei die Kapmalaien ansiedelten. Und das taten sie offenbar in farbenfrohen Häusern, die – vorbildlich und grellbunt restauriert – heute gerne von Besuchern fotografiert werden. Sie sind auch wirklich zu schön anzusehen und an einem Tag, an dem der Cape Doctor weht, nochmal farbiger und knalliger als sonst. Hierher spaziert man, um zu fotografieren, das interessante Bo-Kaap-Museum zu besehen oder um einen einheimischen Kochkurs mitzumachen und die authentische Küche zu verkosten.

Bei einer organisierten Walking-Tour durch das Viertel erlebt man mehr, als wenn man die Häuschen nur zum Instagram-Fotospot degradiert.

Unterwegs in der historischen City

Wer sich von seinem Hotel an der Waterfront in die Innenstadt aufmachen will, gibt dem Taxi- oder Uberfahrer am besten die Long Street als Ziel an – die älteste Einkaufsstraße Kapstadts mit ihren alten Häusern mit den hölzernen und schmiedeeisernen Balkonen. Hier ist abends in den Bars viel los, untertags locken die Häuserfronten zum Fotografieren und der eine oder andere Shop. Die Verlängerung der Long Street ist die Kloof Street Richtung Tafelberg – eine kleine Fressmeile für zwischendurch. Hier sollte man werktags auch dem Greenmarket Square mit seinem Kunsthandwerksmarkt einen Besuch abstatten oder von einem der bunten Stände ­etwas Biltong probieren: getrocknetes Rindfleisch in hauchdünnen Schnitten.

Eine Pause legt man unbedingt in den direkt lauschigen Company Gardens am Ende der Long Street ein: Hier eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf Museen, Grünanlagen und die Hügelwelt rundum. Es empfiehlt sich eine Erfrischung im Café unter den Bäumen im Park oder ein Besuch in der South African National Gallery, dem führenden Kunstmuseum Südafrikas, oder im Nationalmuseum. Mindestens genauso wichtig ist aber ein Besuch im South African Jewish Museum ­neben der Gallery mit Shop und Café. Moderne, hippe Cafés mit Wi-Fi gibt es hier rund um die Innenstadt genügend, doch aufgepasst: Hier in der City ist Kapstadt etwas mehr Südafrika als an der Waterfront, deshalb heißt es hier unbedingt, im Menschengewimmel auf seine Wertsachen aufzupassen und den Rucksack vorne zu tragen!

Zeitz Museum of Contemporary Art Africa

Einmal vom Paradies in die Slums und wieder retour

Kapstadt ist trotz der Touristenströme immer noch eine Stadt der Kontraste. Gepflegte Parks mit Joggern und Hundewalkern liegen neben ärmlichsten Wellblechsiedlungen. Und wo wurde wohl der Begriff „Slum-Tourismus“ geprägt, wenn nicht in Südafrika? Armutstourismus liegt im Trend, allein in Kapstadt lassen sich jährlich 400.000 Besucher durch die ärmlichen Behausungen in den Townships führen, um danach wieder im Luxushotel an der Waterfront ihren Cappuccino with a view zu schlürfen.
Wer nur einige Tage in Kapstadt ist, um eine der wahrlich schönsten Städte der Welt zu besuchen, zu shoppen und einen Ausflug zu Pinguinen und Weingütern zu unternehmen, wird jedoch mit dem Leben hinter den glänzenden Kulissen wenig zu tun haben. Es sei denn, er will das: Dann ist eine Township-Tour etwa nach Langa, dem ältesten Township Südafrikas, schnell über das Hotel oder eine Agentur gebucht. Auf der einen Straßenseite: Luxus, Autos und Villen – auf der anderen die „Shacks“, die Wellblechhütten.

Blouberg Beach

Die Weinregionen rund um Kapstadt: Stellenbosch, Franschhoek und Paarl

Was wäre außerdem ein Trip nach Kapstadt, ohne den legendären Weingegenden, die allesamt nur ein bis zwei Fahrstunden entfernt liegen, einen Besuch abzustatten? Ob individuell mit dem Mietauto oder per Taxi und Winetram oder als gebuchte Verkostungstour – um eine Weindegustation auf einem der sehenswerten und einladenden Weingüter kommt keiner herum. Bei der Auswahl kann man fast nichts falsch machen.

Die meisten Weingüter sind auf kurzfristige, spontane ­Besucher eingestellt – ob für einen kleinen Lunch, ein gepflegtes Dinner, eine Weintour auf dem Gelände oder einfach nur kurz zum Kosten und Weinshoppen. Die Weingüter in Stellenbosch, Franschhoek und Paarl präsentieren sich trotz ihrer hochherrschaftlichen Lagen meist unprätentiös und kundenfreundlich. Hier ist alles gut durchorganisiert: Vom Parken über ein spontanes Wein-Picknick im Park bis zum Einkaufen wird hier nichts dem Zufall überlassen.

Wer sich wirklich Zeit nehmen will, nimmt in Franschhoek die schnuckelige Winetram, um sich von Weingut zu Weingut chauffieren zu lassen, oder man übernachtet einfach in einem der zahlreichen, höchst ansprechend ausstaffierten Guesthouses in oder nahe den Weingütern. Die Orte selbst eignen sich zudem hervorragend für eine kleine Shoppingtour oder einen Kaffee zwischendurch oder auch für einen Tagesausflug auf eigene Faust.

Big Bay

Kapstadt und die Wasserknappheit

Der für den 12. 4. 2018 prognostizierte „Day Zero“ – jener Tag, an dem die Wasserreserven Kapstadts vollkommen erschöpft sein würden, trat 2018 so nicht ein. Noch nicht. Rationiert wurde das Wasser allerdings dennoch: Auf 50 Liter pro Person pro Tag. Und Glück hatte man auch: Landwirte aus Gegenden mit weniger Wasserproblemen spendeten der Kapregion damals zehn Milliarden Liter Wasser. Diese deckten den Verbrauch der Vier-Millionen-Metropole ganze 20 (!) TAGE lang.

Die Wasserknappheit, die Dürre, das fehlende Wasser-­Management (Lecks und schlechte Technik) sind, neben der Kriminalität, Probleme Kapstadts, mit denen sich auch Kurzurlauber konfrontiert sehen. Auch Touristen werden dazu angehalten, Wasser zu sparen, sei es beim Duschen im Hotel oder bei der Toilette im Botanischen Garten – gewöhnungsbedürftig für uns wasserverwöhnte Österreicher, aber unbedingt notwendig für die Mother City, ihre Bewohner und uns Besucher. Und auch wenn es dieses Jahr keinen Grund zur Besorgnis ­geben dürfte: Die Wasserknappheit wird sich nicht von selbst lösen. Früher war es die Apartheid, heute sind es auch ökologische und ökonomische Probleme, die Kapstadt zu schaffen ­machen. Trotz Touristenboom und Cape Doctor.

Tipps Kapstadt

 

Für Tierliebhaber

World of Birds Hout Bay: Vögel und natürlich auch Unmengen an Affengetier. www.worldofbirds.org.za/

Robben direkt an der Waterfront beim Two Oceans Aquarium. www.aquarium.co.za/

Haitauchen im Cage: Div. Anbieter, erreichbar per Auto oder als gebuchtes Ausflugspackage, z. B. www.sharkcagediving.co.za/

Mit Robben schnorcheln: Ausflugspackages ab Kapstadt, z. B. https://oceanexperiences.co.za/tour/ocean-safari

Ausflug zur Halbtags–Safari im Aquila Game Reserve: Von vielen Tagesgästen frequentiert. https://aquilasafari.com/

Straußenfarm: Eigentlich ist ja Oudtshoorn die Stadt der Strauße. Wer Richtung Kap unterwegs ist, findet aber auch hier etwa die Cape Point Ostrich Farm. http://capepointostrichfarm.com/

Kurzsafari Buffelsdrift Game Lodge: Im Luxus-Glamping-Zelt mit Badewanne, Pool und Wärmematratze nächtigen, Flusspferd- und Elefanten-View inklusive. https://buffelsdrift.com/

Glamping und Safari bei Africamps in Robertson nahe Kapstadt ­– „Boutique Camping“.  www.africamps.com/farm/africamps-at-pat-busch-robertson/

Tipps Kapstadt

 

Für Tierliebhaber

World of Birds Hout Bay: Vögel und natürlich auch Unmengen an Affengetier. www.worldofbirds.org.za/

Robben direkt an der Waterfront beim Two Oceans Aquarium. www.aquarium.co.za/

Haitauchen im Cage: Div. Anbieter, erreichbar per Auto oder als gebuchtes Ausflugspackage, z. B. www.sharkcagediving.co.za/

Mit Robben schnorcheln: Ausflugspackages ab Kapstadt, z. B. https://oceanexperiences.co.za/tour/ocean-safari

Ausflug zur Halbtags–Safari im Aquila Game Reserve: Von vielen Tagesgästen frequentiert. https://aquilasafari.com/

Straußenfarm: Eigentlich ist ja Oudtshoorn die Stadt der Strauße. Wer Richtung Kap unterwegs ist, findet aber auch hier etwa die Cape Point Ostrich Farm. http://capepointostrichfarm.com/

Kurzsafari Buffelsdrift Game Lodge: Im Luxus-Glamping-Zelt mit Badewanne, Pool und Wärmematratze nächtigen, Flusspferd- und Elefanten-View inklusive. https://buffelsdrift.com/

Glamping und Safari bei Africamps in Robertson nahe Kapstadt ­– „Boutique Camping“. www.africamps.com/farm/africamps-at-pat-busch-robertson/

Für Shopping- UND Design-Freaks

Woodstock liegt in Capetown: Altes Hafenviertel neu interpretiert. Ateliers, Handwerk, Craft Shops, Second Hand und Designerware in kreativem Ambiente.
www.kapstadtmagazin.de/woodstock entdecken

Stellenbosch Shopping: Ausgesprochen nett die Red Teapot Gallery mit den farbenfrohen Bildern des südafrikanischen Künstlers Portchie. www.portchie.com/

First Thursdays: Einmal pro Monat haben die Galerien und Restaurants bis 21 Uhr geöffnet. Termine: https://first-thursdays.co.za/cape-town/

Fringe District: Hier sammelt sich alles, was sich „kreativ und innovativ“ nennt: Galerien, Theater und Cupcake Shops.

Watershed an der Waterfront: 150 Shops mit mehr als 365 Marken, viel Kunst und Design und nachhaltige Produkte in der schönen Halle. Täglich offen. www.waterfront.co.za/area/watershed/

Chandler House: Galerie und Kunstshop in der Church Street im historischen Gebäude. www.chandlerhouse.co.za/

The Old Biscuit Mill Neighbourgoods Market: Jeden Samstag, besuchenswert, aber hoffnungslos überlaufen, im ehemaligen Industrieviertel: Concept Stores und Galerien, Recycling-Design. www.neighbourgoodsmarket.co.za/

Oranjezicht Farmers Market: Samstag und Sonntag in der Granger Bay. www.ozcf.co.za/market-day/

Für Fleisch-Tiger und Foodies

Steaklovers gehen in die allgegenwärtigen Hussar Grill Restaurants. www.hussargrill.co.za/

Noch mehr Steaks im Nelsons Eye oder im The Butcher Grill (tolles Service bei der Auswahl der Fleischstücke) beim Mouille Point. www.nelsons-eye.co.za/,
www.thebutchershop.co.za/

Sea Breeze: Hier isst man Fisch und Meeresfrüchte, und zwar sehr gut. www.seabreezecapetown.co.za/

Lunch in den Delis der Weingüter, wie etwa bei Boschendal. www.boschendal.com/eat-and-drink

Marcus African Place in der City. Afrikanisch und international ­essen, wie es beliebt. www.marcosafricanplace.com/

On the Rocks Restaurant am Blouberg Beach mit Tafelberg-Blick von der Strand-Bar aus – ein Traum! www.ontherocks.co.za/

Ons Huisie Family Restaurant am Blouberg Beach. Parken und Schmausen am Strand. www.onshuisie.co.za/

 Dunes Restaurant, Hout Bay: Abends innen lauschig pastellig und untertags Nordsee-Feeling fast direkt am Strand. www.dunesrestaurant.co.za/

V&A Waterfront Foodmarket: Viele regionale Snacks, aber auch Vegetarisches aus aller Welt sowie verlockende Süßigkeiten, guter Kaffee und frische Smoothies und Säfte.
waterfrontfoodmarket.com/

Für Coffeelovers und Barjunkies

Haas Coffee: Kaffeeduft mitten in der City, aber auch cooles Frühstück, Tapas und Currys. http://haascollective.com/coffee/menu/

Truth Coffee: Kaffeetrinken ist hier ein kleines Abenteuer, dazu gibt es Patisserie, eine Brasserie und eine ordentliche Winelist. https://truth.coffee/pages/truth-cafe

Rooftop Bar des Silo Hotels: Eines der coolsten neuen Hotels an der Waterfront im ehemaligen Getreidesilo. Rooftop-Bar-Feeling nur mit Anmeldung. www.theroyalportfolio.com/the-silo/overview/

Niedriger, aber quirliger: Die Rooftop Bar des benachbarten Red Radisson Hotels. Lockerer und Urban Style für alle.  www.radissonred.com/cape-town/

Mugg and Bean: Riesige Tortenstücke, Kaffee in alten Spielarten, Smoothies, Breakfasts, Vegan Food und Slushies. Nette Kette, die man fast überall findet. https://themugg.com/

Die Bar im Blue Peter Hotel: Mit Pizza und Bier im Gras sitzen und auf Tafelberg und Meer schauen am Bloubergstrand. www.bluepeter.co.za/

Für Naturfreunde und Beach-Chiller

Hout Bay: Kommt eher naturbelassen und windexponiert daher.

Camps Bay: Hier gibts schöne Lokale an der Straße (mehr als genug), reges Treiben, eine gepflegte Promenade und reichlich Schirme am Strand.

Big Bay (mit Wiese – we love it!): Auf der Wiese vor dem Coffeeshop abhängen und den Kitesurfern zuschauen – das Ganze mit einem fulminanten Ausblick auf den Tafelberg.

Chapmans Peak Drive & Zwölf Apostel: Mit dem eigenen Auto abfahren, schauen und fotografieren. Der Panorama Drive ist nicht lang: Starten bei Nordhoek und Richtung Hout Bay fahren. Gegen Ende gibt es immer mehr Picknickplätze an der Straße mit tollem Ausblick.

Langebaan: Eine gute Stunde Anfahrt mit dem Auto aus Kapstadt, dafür gibt es Lagunenfeeling. Shark Bay besucht, wer das Wasser wärmer mag. Kite-Spots!

Muizenberg Beach mit den bekannten bunten Strandhäusern, Shops, Familien, Touristen, Cafés – relativ authentisch, aber kein Strandluxus.

Blouberg Strand:  Sitzen, trinken, schauen, nichts tun. Und das Ganze mit dem Tafelberg im Blick. Traumhaft!

Babylonstoren: Eine der ältesten holländischen Farmen in Kapstadt. Gemüse, Obst, Gästezimmer und Wellness mit hohem ­Foodie-Faktor. www.babylonstoren.com/

Day Trip zum Cap Agulhas und Kap der Guten Hoffnung: Mit einer fixen Tagestour im Bus oder mit einem Fahrer gut zu erreichen und ein Must beim ersten Mal Kapstadt.

Für Weinkenner

Die bekanntesten Weingüter rund um Kapstadt sind in Prospekten und Werbungen allgegenwärtig, man muss sich nur entscheiden – Infos gibt´s an jeder Ecke und in den Hotels. Dazu gehören u. a. Vrede En Lust, Spier, Lanzerac sowie etwa:

Boschendal Weingut: Netter Lunch, schattig unter Bäumen und die Tastings auf der Terrasse beim Haupthaus mit Blick in die Gärten. Unkompliziert und ohne Reservierung. www.boschendal.com

Vergelegen Estate: Sehr pittoresk. www.vergelegen.co.za/

Groot Constantia: Das älteste Weingut Südafrikas – da könnte man einen ganzen Tag verbringen, und damit wirbt es auch. www.grootconstantia.co.za/

Die Franschhoek Wine Tram fährt durch die Gegend – als Tram oder als Bus – und lädt Touristen bei den Weingütern ab. Dazu braucht man aber Zeit und Muße. https://winetram.co.za/

Steenberg Farm: Die Farm ist nur 30 Minuten von Kapstadt entfernt und bietet neben den üblichen Weinverkostungen auch Golfplatz und romantische Retrozimmer. www.steenbergfarm.com/

Singapur City Tour

Singapur City Tour

City Tour

SINGAPUR

Singapur macht eine kleine Weltreise in kurzer Zeit möglich. In diesem Schmelztiegel der Kulturen liegen Tradition und Moderne auf kleinstem Raum nebeneinander. Und bestimmt jeder findet hier seinen Lieblingsplatz zwischen Tempeln und riesigen Einkaufszentren, bunten Märkten und Hawker Centern, tropischen Gärten und künstlichen Supertrees – oder ganz oben.

Von Uschi Widhalm

Das einst kleine Fischerdorf, das Sir Stamford Raffles im Jahr 1819 vorgefunden hatte und das schließlich zur britischen Kronkolonie wurde, wuchs innerhalb von 150 Jahren zur Millionenmetropole. Es wurde ein bedeutendes Handels- und Bankenzentrum mit multikultureller Bevölkerung, man findet Tradition und Moderne auf kleinstem Raum. Gegensätze prallen aufeinander, und doch leben hier Malaien, Chinesen, Inder und Europäer friedlich nebeneinander. Singapur ist unglaublich sauber und sicher. Dies ist das Ergebnis äußerst streng kontrollierter Gesetze. Singapur ist grün. Üppige Vegetation säubert die Luft. Viele Strategien zum Umweltschutz werden konsequent durchgeführt, etwa innovative Verfahren zur Frischwasserherstellung und Gebäudebegrünung. Die Anzahl der Autobesitzer wurde drastisch verringert, man geht zu Fuß, fährt mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Singapur ist ein Ort zum Wohlfühlen. Jeder findet in dieser bunten, abwechslungsreichen, energiegeladenen und gleichzeitig behaglichen Stadt etwas für sich. Einen ersten überwältigenden Eindruck bietet Singapur schon während des Landeanflugs auf den hochmodernen Flughafen. Die grandiose Skyline mit ihrem neu geschaffenen Wahrzeichen, dem Marina Bay Sands Hotel, welches auf Land steht, das seit den 1970er-Jahren aufgeschüttet wurde, sucht ihresgleichen. Schon wenig später erlebt man in kurzer Zeit die ganze Vielfalt Singapurs, indem man unverhofft in den Genuss einer Stadtrundfahrt kommt, sofern die gebuchte Unterkunft am Ende der Route des günstigen Shuttlebusses vom Flughafen in die Stadt liegt. Die ersten Reisenden werden den Bus in Kampong Glam verlassen, dem muslimischen Stadtteil, der sich in den vergangenen Jahren zu einem lebhaften und hippen Viertel mit trendigen Boutiquen und verlockenden Restaurants entwickelt hat. Am frühen Vormittag, wenn noch viele Läden geschlossen haben, mutet alles sehr ruhevoll an. Genauso ist es im benachbarten Little India, wo der Blick auf die vielen farbenfrohen Häuser und Reste der originellen Dekoration, die zu Dewali, dem mehrtägigen hinduistischen Lichterfest, angebracht sind, die Müdigkeit verfliegen lässt.

Kampong Glam: Das Gebiet wurde 1822 von Sir Stamford Raffles dem malaiischen Sultan und arabischen Kaufleuten zugeteilt. Heute findet man hier eine Vielzahl an Restaurants und trendige Geschäfte. In Little India gab es einst Viehhirten und eine Rennbahn. Traditionelle Geschäfte stehen heute neben neuen Gebäuden. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, aber wunderbare Restaurants. Marina Bay mit dem „Merlion“, einem Fabelwesen aus Löwen und Fischen: das eigentliche Wahrzeichen Singapurs. In Chinatown findet man alles, was das Herz begehrt: Kultur, köstliches Essen, Unterhaltung und Shopping-Vergnügen im pulsierenden Mix aus Alt und Neu.

Die Fahrt geht weiter in Richtung Nordwesten, quer über die berühmteste Einkaufsstraße Asiens, die zwei Kilometer lange Orchard Road, wo sich eine gigantische Shopping Mall an die andere reiht. Von einer Anhöhe lässt sich ein Blick auf eine imposante Silhouette mit modernen Hochhäusern werfen. Auch in Chinatown wirkt morgens alles noch beschau¬lich. Obwohl ältere Gebäude modernen Baukomplexen Platz machen mussten, stehen noch viele der alten Shop Houses, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben und ganz typisch für Singapur sind. Munter wird es in Chinatown besonders abends, wenn die zahlreichen Restaurants und Bars geöffnet haben, vor allem rund um die Club Street und in Ann Siang Hill. Nach geraumer Zeit erreicht man das eigentliche Zentrum, den Civic District. Es geht vorbei an beeindruckenden Kolonialbauten, wie der St. Andrews Cathedral und dem legendären Raffles Hotel an der Beach Road, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts tatsächlich noch an der Küste lag. Es ist nach dem Stadtgründer des modernen Singapurs, Sir Stamford Raffles, benannt und beherbergt seit der Eröffnung 1887 viele berühmte Gäste. Hier wurde auch der bekannte Cocktail Singapore Sling kreiert, das Aushängeschild des Hotels. Wer hier mittendrin wohnt, braucht kaum öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Vieles ist einfach zu Fuß erreichbar. Bei ganzjährig durchschnittlichen 28 Grad und Sonnenschein – aber immer mit Regenschutz im Handgepäck, denn es regnet oft in Singapur – führt der erste Weg Richtung Marina Bay. Vorbei am luxuriösen Fullerton Hotel, ehemals Postamt, bummelt man über die imposante Helixbrücke zum Art Science Museum, einem einzigartigen Bau in Form einer Lotusblüte, und weiter zum futuristischen Marina Bays Sands Hotel. Auf drei riesigen Türmen schwebt eine Plattform mit Aussichtsterrasse, Restaurant und dem größten und höchsten Infinity-Pool der Welt. Den spektakulären Blick von der öffentlich zugänglichen Bar im 57. Stock darf man sich nicht entgehen lassen! Nach Umrundung der Bucht bietet sich ein Plätzchen an den Treppen der Fullerton Heritage Promenade oder in einem der vielen Restaurants oder Cafés an, um Menschen aus aller Welt zu beobachten, die sich vor dem eigentlichen Wahrzeichen, dem wasserspeienden Merlion, einer acht Meter hohen Statue, halb Löwe, halb Fisch, vornehmlich selbst fotografieren. Das Bild ist dann perfekt, wenn im Hintergrund noch das 191 Meter hohe Hotel zu sehen ist. Es macht viel Spaß, das lebhafte Treiben zu verfolgen. Auch wenn die Eindrücke für einen ersten Tag schon überwältigend sind und der Flugzeugschlaf unergiebig war, ist immer noch ein Abstecher zum Boat Quay drin, wo alte Shop Houses zu Restaurants wurden, alle mit Terrassen am Ufer des Singapore River. Vom Tisch am Wasser lässt man den Blick über die an der anderen Seite des Flussufers liegenden schönen Kolonialbauten zum Central Business District schweifen, dem Finanz- und Handelszentrum. Hinter dem Fullerton Hotel zaubern die Lichter der allabendlich stattfindenden Lasershow wunderschöne Bilder in den Himmel.

Zeit zum Entdecken der Highlights in Singapur

HAWKER CENTER

Durch den ständigen Zustrom an Einwanderern war Chinatown das am dichtesten besiedelte Stadtgebiet und auch das hygienisch und moralisch bedenklichste mit Opiumhöhlen und Bordellen. Die Stadtverwaltung begann in den 1960er-Jahren hier mit einer Aufräumkampagne und Umsiedlung. Im Zuge dessen wurden Straßenverkäufer in „Hawker Center“ umquartiert, die nun überall in der Stadt zu finden sind. Es sind meist halboffene, überdachte Gebäude, die eine große Anzahl von kleineren Garküchen beherbergen. Hier kann man die ganze Vielfalt der asiatischen Küche entdecken: chinesische, malaysische, thailändische, indonesische, vietnamesische Küche. Unbedingt muss man die Nationalgerichte aus Singapur probieren, wie den Laksa in all seinen Variationen, dessen Zubereitung man auch selbst im mehrfach ausgezeichneten Food Playground, einer Kochschule in Chinatown, unter zauberhafter Anleitung lernen kann.

BOTANISCHER GARTEN

Die 74 Hektar große Anlage des Botanischen Gartens ist nicht nur eine Oase der Ruhe mitten in der pulsierenden Großstadt und eine der schönsten Gartenanlagen der Welt, sondern auch ein Platz, der Entdeckungen bietet, etwa ein 5 Hektar großes Stück naturbelassenen Regenwald und den National Orchid Garden, die weltweit größte Orchideenausstellung. Sie beherbergt mehr als 60.000 Pflanzen. 2015 wurde der Garten als erste Stätte Singapurs ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Er gilt als führendes Forschungszentrum für Botanik und Gartenbau. In dem Park lebt aber auch eine Vielzahl von Tieren, einschließlich der einen Meter langen Warane.

HINDU-TEMPEL

Der farbenfrohe, mit aufwendig gestalteten Figuren versehene Sri Veeramakaliamman ist einer der ältesten Hindu-Tempel Singapurs mitten in Little India. Er ist Kali, der Göttin der Zerstörung, aber auch der Erneuerung, gewidmet. Sie gilt im hinduistischen Glauben als eine der wenigen Göttinnen, die Wünsche erfüllen kann. Viele Gläubige besuchen täglich diesen Tempel und Besucher dürfen die andachtsvolle Atmosphäre während der Überbringung der Opfergaben miterleben. Die feierliche Stimmung während jeder der vier täglichen Gebetssitzungen bleibt für immer in Erinnerung.

 

 

LICHTSHOWS

Jeden Tag um 20:00 und 21:30 Uhr und am Wochenende zusätzlich um 23:00 Uhr bietet das Marina Bay Sands Hotel „Spectra“, eine ca. 15-minütige Licht- und Tonshow, die in der Bucht zu bestaunen ist. Wer auch auf den akustischen Genuss Wert legt, begibt sich zum überfüllten Event Plaza vor dem Hotel. Hier hat man jedoch das Hotel hinter sich. An der Esplanade ist es wesentlich angenehmer und die Lasershow wirkt von hier aus viel spektakulärer.

Die riesigen Supertrees des Gardens by the Bay faszinieren auch in der Nacht durch die schillernden Lichtspiele mit Musikuntermalung. Die Show „Garden Rhapsody“ findet täglich um 19:45 und 20:45 Uhr im Park hinter dem Marina Bay Sands Hotel statt. Ein sinnliches Erlebnis!

OCBC-SKYWAY

Flower Dome und Cloud Forest, die größten freitragenden Gewächshäuser der Welt, dominieren den Park Gardens by the Bay hinter dem Marina Bay Sands Hotel. Noch beeindruckender sind die 25 bis 50 Meter hohen Supertrees. Diese vertikalen Gärten sammeln Regenwasser, gewinnen Sonnenenergie und sind Belüftungskanäle für die Gewächshäuser. Diese Bäume verbindet eine 128 Meter lange Hängebrücke, von der aus man in 22 Meter Höhe von einem Baum zum anderen spazieren und faszinierende Ausblicke auf den Park, das Meer und die Skyline der Stadt genießen kann.

HERITAGE CENTER CHINA TOWN

In drei wunderschön restaurierten Geschäftshäusern in der Pagoda Street erlebt man auf mehreren Ebenen besonders eindrucksvoll den Alltag früherer chinesischer Immigranten, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Singapur kamen. Mit einem Audio-Guide streift man durch originalgetreu nachgebildete engste Schlafräume, einfache Gemeinschaftsküchen, authentische Straßenszenen und sogar durch berüchtigte Opiumhöhlen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhun­dert und bekommt ein vages Gefühl für diesen aufregenden Teil der Geschichte Singapurs.

ENTDECKE Highlights in Singapur

 

Hotels 

Parkroyal on Pickering (Foto): Das Hotel mit der begrünten Fassade verbindet nachhaltige ökologische Prinzipien; schöner Pool in der 5. Etage, zwischen kolonialem Zentrum und Chinatown. www.panpacific.com/en/hotels-and-resorts/pr-pickering.html

The Fullerton Bay Hotel: Boutique Hotel der gehobenen Kategorie auf Stelzen mit traumhaftem Frühstück; liegt wunderschön an der Marina Bay.
www.fullertonhotels.com/the-fullerton-bay-hotel

Hotel Fort Canning: Kolonialer Charme mit Design im Park, eine Oase mitten in der Stadt im Civic District. www.hfcsingapore.com/

Swissotel Merchant Court: Leistbares Mittelklassehotel im Zentrum am Ufer des Singapore River, Nähe Clarke Quay MRT-Station.
www.swissotel.de/hotels/singapore-merchant-court/

Marina Bay Sands: Das Hotel der Superlative mit dem berühmten Infinity-Pool, in dem man ob der vielen Menschen aber nicht schwimmen kann; wenn möglich Club-Zimmer wählen www.marinabaysands.com/

Peninsula Excelsior: Günstiges Mittelklassehotel in bester Lage; Civic District www.peninsulaexcelsior.com.sg/

Naumi Hotel: Kleines Haus mit persönlicher Note – Empfehlung! Civic District www.naumihotels.com/singapore/

Hotel 1929: Einfaches, sehr günstiges Boutique-Hotel in Chinatown www.hotel1929.com.sg/

Wanderlust Hotel: Äußerst originelles Haus in Little India www.wanderlusthotel.com/

Hotel NuVe Heritage: Kleines Boutique-Hotel mit ganz besonderem Flair in Kampong Glam www.hotelnuveheritage.com/

Bars

Rooftop Bar des Fullerton Bay Hotel: Gediegenes Ambiente mit spektakulärem Panoramablick über die Stadt und die Marina Bay www.fullertonhotels.com/the-fullerton-bay-hotel/lantern-roof¬top-bar.html

Bar Rouge im 71. Stock des Hotels Swissotel The Stamford: Vom derzeit höchsten Hotel Singapurs bietet sich ein fantastischer Ausblick; jeden Donnerstag kostenfreie Getränke für Ladys von 22:00 bis 01:00 Uhr
www.swissotel.de/hotels/singapore-stamford/bars/ bar-rouge-singapore/

Loof: Als Singapurs beste Dachbar ausgezeichnet; serviert Nostalgie in einem Stadtgarten auf den Odeon Towers; zwischen Civic District und Bugis http://www.loof.com.sg/

1 Altitude: Bar in der 63. Etage im Central Business District; Panoramablick über Singapur
www.1-altitude.com/

Nachtschwärmer finden um die Club Street und Ann Siang Hill in Chinatown viele angesagte Bars. Bestens geeignet für Bar-Hopping, Essen und Musik:

Screening Room: Rooftop Bar, auch um Filmklassiker anzuschauen
screeningroom.com.sg/

Gem Bar: Live-Musik im 2. Stock; immer schon Happy Hour nützen! www.gemsingapore.com/

Essen

Zu Hause kocht der Singapurer eher selten, gegessen wird meistens auswärts, denn in den Hawker Centern ist es durchwegs günstiger. Singapur hält einige Erlebnisse für all jene bereit, die die asiatische Küche entdecken möchten.

Hawker Center Makansutra Gluttons Bay: Ein Foodcourt, vor al¬lem für Touristen, in bester Lage an der Marina Bay im Freien mit großer Auswahl an asiatischem Essen zu relativ günstigen Preisen (Selbstbedienung); 8 Raffles Ave, #01–15 Esplanade Mall
Chinatown Complex Hawker Centre: Größtes Hawker Center Sin¬gapurs mit 260 Läden zu unschlagbaren Preisen; 335 Smith St, Chinatown Complex
Over Easy: Wenn es mal nicht asiatisch sein soll: amerikanisches Restaurant mit toller Aussicht auf die Bay, eher hochpreisig; Fullerton Road www.overeasy.com.sg/
Coriander Leaf: Im ruhigen Innenhof des Chijmes Komplex im kolonialen Zentrum, qualitativ hochwertiges Essen in schönem Ambiente (Reservierung empfohlen) http://corianderleaf.com/

The Banana Leaf Apolo: Wunderbare nord- und südindische Küche serviert eines der bekanntesten indischen Restaurants in Singapur. Das Ambiente ist nicht sonderlich ansprechend, aber probiert haben sollte man das Fischkopfcurry oder Roganjosh (scharf gewürztes Lammgericht). Seinem Namen getreu, wird das Essen auf Bananenblättern serviert; Course Road oder 48 Serangoon Road http://www.thebananaleafapolo.com/

Tomo Izakaya Japanese Restaurant: Gutes, günstiges Sushi; ideal für den Lunch; Esplanade an der Marina Bay de-de.facebook.com/tomoizakaya/

Working Title: Kleines, ausgefallenes Restaurant und Café in Kam¬pong Glam; 48 Arab Street http://www.workingtitle.sg/

Warong Nasi Pariaman: Indonesische Küche in Kampong Glam; North Bridge Road http://pariaman.com.sg/

Chef‘s Table by Chef Stephan Zoisl: Hochwertige, kreative asiatische Küche mit österreichischem Einfluss; Tras Street (südliches Chinatown) www.chefstable.sg/

LeVeL33: Restaurant und Microbrauerei mit tollem Blick auf die Bay; im Marina Bay Financial Centre level33.com.sg/

 

 

Shopping

Die perfekte Reisezeit für Schnäppchenjäger ist übrigens von Ende Mai bis Ende Juli, denn dann findet Singapurs Great Sale statt, der Rabatte bis zu 70 Prozent beschert!

Orchard Road:
ION Orchard: Hier muss man einfach gewesen sein! www.ionorchard.com/en/
Paragon: Wer Luxusmarken sucht, kommt hierher www.paragon.com.sg/stores
Mandarin Gallery – „Beyond the Vines“: Schicke, minimalistische Mode aus Singapur beyondthevines.com/

Kampong Glam:
Haji Lane: Viele Boutiquen mit Vintage-Mode und lokalen Labels
u. a. tangers: einfache Stücke, die aber nicht jeder hat; 73 Haji Lane
www.tangers.com.sg/

 

Jamal Kazura Aromatics: Hier können Sie sich Ihren eigenen Duft kreieren lassen; 21 Bussorah Street www.jamalkazura.com/contactus.html

Wer Stoffe kaufen möchte, wird in der Arab Street fündig, z.B. bei Royal Fabrics, 84 Arab Street oder Molkan Fabrics, 72 Arab Street
Chinatown:
Orchid Chopstick: Eine riesige Auswahl an hübschen Essstäbchen und Kämmen aus Holz und an entzückendem chinesischem Porzellan, 24 Sago Street www.facebook.com/sgchopstick/

House Of Zhen Pte Ltd: Geschmackvolles Kunsthandwerk lokaler Künstler guter Qualität zu moderaten Preisen, 252 South Bridge Road www.facebook.com/HouseOfZhen/

Noch mehr Unternehmungen

Kochkurs: Food Playground in Chinatown, 24A Sago Street www.foodplayground.com.sg/
Peranakan Museum: Täglich 10:00 bis 19:00 Uhr, 39 Armenian Street; Civic District
www.peranakanmuseum.org.sg/

Nationalmuseum: Täglich 10:00 bis 19:00 Uhr, 93 Stamford Road; Civic District
Neoklassizistisches Gebäude, mit Glas und Metall erweitert, das man nicht nur von außen gesehen haben sollte. Der Schwer¬punkt der Ausstellungen liegt auf der Geschichte und Kultur Singapurs, die mit viel Liebe zum Detail lebendig und multime¬dial präsentiert wird www.nationalmuseum.sg/

Singapore Heritage Afternoon Tea im Fullerton Bay Hotel: Montag bis Freitag 15:30 bis 17:30 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 15:00 bis 17:00 Uhr, 80 Collyer Quay Genießen Sie einen entspannten Nachmittag in eleganter At-mosphäre mit Blick auf die Marina Bay
www.fullertonhotels.com/the-fullerton-bay-hotel

Der Park Fort Canning liegt auf einem Hügel, der gleich an das koloniale Zentrum anschließt. Er bietet nicht nur Grünflä¬chen, hier finden sich auch antike Artefakte, Überreste einer Festung, die Battle Box, ein ehemaliger unterirdischer Militärkomplex aus dem 2. Weltkrieg, ein Gewürzgarten und Rasen¬flächen, die für Konzerte genutzt werden. Eine Rolltreppe führt vom Nationalmuseum direkt hinauf.
www.nparks.gov.sg/gardens-parks-and-nature/ parks-and-nature-reserves/fort-canning-park

Emerald Hill: In dieser ruhigen Gegend in der Nähe der Or¬chard Road stehen noch Terrassenhäuser im Stil des chinesi¬schen Barock, die teilweise aufwendig restauriert wurden. Die meisten beherbergen Bars und Restaurants.
Thian Hock Keng Tempel: Der älteste Tempel in Singapur in traditionellem südchinesischem Stil mit schönen Schnitzereien und Skulpturen. Eine kleine Oase im quirligen Chinatown. 158 Telok Ayer Street
Art Science Museum: Hier verbinden sich Kunst und Wissenschaft in Dauer- und Wechselausstellungen auf drei Stockwer¬ken. Allein das Gebäude in Form einer Lotusblüte, gleich ne¬ben dem Marina Bay Sands Resort, ist die Besichtigung wert www.marinabaysands.com/museum.html

Night Safari: Zählt zu den beliebten Touristenattraktionen in Singapurs Zoo. Mit einer Bahn fährt man durch das Gelände, geht auf ausgesteckten Pfaden und beobachtet nachtaktive Tiere www.wrs.com.sg/en/night-safari/

Sentosa Island: Eine der Stadt vorgelagerte Insel, die leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, wurde zum Vergnügungs- und Erholungspark ausgebaut. Themen-und Wasserparks, Aquarium und Strände sorgen für Unterhal¬tung. www.sentosa.com.sg/

Groß, größer, Alaska

Groß, größer, Alaska

Groß, größer, 

ALASKA

Wildnis und Weite im Land der Superlative

Wo Berggipfel aufgrund ihrer Höhe fast nicht mehr zu sehen sind und sich Flüsse endlos lang durch abgeschiedene Wälder schlängeln, wird im Urlaub jeder für ein paar Stunden zum Aussteiger. Vom Ruf des Goldes bis zum Bad in heißen Quellen – hier sind die besten Tipps, um das Abenteuer Natur in Alaska genussvoll zu erleben.

 

Von Anita Arneitz

 

In Alaska gibt es vor allem eines – unheimlich viel Platz. Outdoor­freaks können tagelang alleine durch die Wildnis pirschen und dabei bis auf ein paar Bären, Elche oder Wölfe niemanden anderen treffen. Geselligere Menschen lassen sich hingegen in den Städten nieder. Dort werden sie schnell von der Fröhlichkeit der Indianer mitgerissen und lauschen beim Lagerfeuer fasziniert den alten Legenden.

Die Natur ist in Alaska immer ein Superlativ. Alles ist ein bisschen größer, höher, tiefer oder weiter als woanders. Das fängt schon mit der Fläche an. Alaska ist als der größte Bundesstaat der USA fünfmal so groß wie Deutschland und damit das Sehnsuchtsziel von Aussteigern, schrulligen Einsiedlern sowie Outdoorfans. In Summe mit den Ureinwohnern beträgt die Einwohnerzahl des gesamten Landes gerade einmal etwas mehr als 730.000. Gut die Hälfte davon lebt direkt in der Hauptstadt Anchorage im ­Süden. Der Rest verteilt sich auf kleine Siedlungen bis hinauf zum arktischen Ozean, wo rund 600 Kilometer vom Polarkreis entfernt der nördlichste Ort der USA zu finden ist. ­Barrow ist ausschließlich per Schiff oder Flugzeug erreichbar und im Winter bedeckt von Eis, Schnee und Dunkelheit. Mystisch, karg und flach ist hier die Tundra. Wer sich auf das Aben­teuer einlässt, kann bei einem Tagesausflug seine Zehen ins Nordpolarmeer stecken, die Inupiat-Eskimos kennenlernen und vielleicht einen Polarbären sehen. Kulturell und landschaft­lich ist das ein absolutes Kontrastprogramm zu jenem Teil des Landes, der südlich des Polarkreises liegt, wie zum Beispiel die mit bunten Blumen herausgeputzte Stadt Fairbanks.

Fairbanks: die goldene Mitte

Seit Jahrhunderten gilt Fairbanks als das Tor zum Norden. Zuerst siedelten sich die Athabaskan-Indianer entlang des Flusses Chena zwischen den grünen Hügeln an. Während die Inupiat im Norden Eisbären, Wale, Walrosse und Seerobben jagten, um zu überleben, fingen die Athabaskan hauptsächlich Fische aus dem Fluss. Viele von ihnen führen heute noch ein Leben als Selbstversorger. Allerdings sind sie keine Nomaden mehr, sondern leben wie fast alle anderen der rund 30.000 Einwohner entweder in einer abgeschiedenen Blockhütte in der Umgebung oder in einem kleinen Holzhaus in der Stadt.

 

Ab dem Jahr 1905 gab es in Fairbanks bereits Elektrizität, Abwassersysteme, Feuerwehr und Schulen. Zu verdanken hatten das die Bewohner dem Gold. Das edle Metall wurde in den Wäldern in großem Stil abgebaut. Als die Adern erschöpft waren, blieben die meisten Pioniere in der Stadt, die später vom Bau des Highways, der Militärbasen und Ölpipeline profitierte. Heute eignet sich Fairbanks als perfektes Basislager, um die goldene Mitte Alaskas zu entdecken.

 

Wo Santa Claus wirklich wohnt

Santa Claus is coming to town? Was für ein Quatsch! Der bärtige Mann sitzt lieber in seinem warmen Haus im kleinen Städtchen North Pole und wartet auf Besuch. Ob Groß oder Klein, jeder darf mal auf seinem Schoß Platz nehmen und ihm einen Wunsch ins Ohr flüstern. Und das seit mehr als 50 Jahren. Damals kam Familie Miller ohne Geld nach Alaska. Für die Kinder schlüpfte Vater Con zu Weihnachten ins Santa-Claus-Kostüm. Das kam so gut an, dass er bald eine Berühmtheit wurde und erfolgreich Weihnachtsdeko verkaufte. Heute ist sein Haus ein leuchtendes Christmaswonderland mit Dauermusikbeschallung. 365 Tage im Jahr, 30 Fahrminuten mit dem Auto von Fairbanks entfernt, gibt es hier alles für das Fest. Auch außergewöhnlich Unvorstellbares. Hydranten in Zuckerstangenoptik und Rentiere auf den Straßenlaternen weisen den Weg. Übrigens, wer einen Originalbrief von Santa bekommen möchte, muss gar nicht so weit fahren. Auf Santas Webseite können persönliche Zeilen mit ein paar Klicks in die ganze Welt versendet werden. Hochoffiziell mit Siegel und Zertifikat.

www.santaclaushouse.com

Jede freie Minute wird in Alaska draußen in der Sonne verbracht. Mit dem Kanu geht es flussabwärts hinein in den Urwald, Wanderer hingegen zieht es bergauf in luftige Höhen. In jedem der 15 Nationalparks des Landes gibt es wunderschöne Wege für jeden Konditionslevel – vom kurzen Spaziergang mit der Familie über Holzbrücken zum Wasserfall bis hin zu fordernden Klettertouren auf den Denali. Mit mehr als 6100 Metern ist das der höchste Berg Nordamerikas und damit für Bergfexe eine echte Herausforderung. Aber keine Sorge: Selbst wer sich im Urlaub nicht sportlich verausgaben will, kann dem Gipfel nahekommen. Hop-on-Hop-off-Busse chauffieren einen bequem durch den Nationalpark, und mit ein bisschen Glück huscht beim Fotostopp Bär, Fuchs oder Weißkopfseeadler vor die Linse.

Zum Pflichtprogramm gehört auch eine Ausfahrt mit den Huskys, egal zu welcher Jahreszeit. Denn neben dem Fischen gehören die Hundeschlittenrennen zu den Lieblingssport­arten der Einheimischen. Bei einer Tour mit einem Hundeschlittenführer erfahren Interessierte mehr über die Arbeit mit den Tieren und sausen in rasantem Tempo zwischen den Schwarzfichten hindurch. Wer danach ein wenig Erholung braucht, sollte zu den Hot Springs von Chena River fahren. Diese heißen Quellen entdeckten die Goldsucher vor mehr als hundert Jahren. Schnell sprach sich die wohltuende Wirkung des bis zu 57 Grad warmen Wassers herum. Es entstand ein kleines Resort mit Restaurant, Eismuseum, Gärtnerei, Urlaubshütten sowie Reit- und Wanderwegen. Vergleichbar mit europäischen Thermen ist das Ganze freilich nicht. Das Bad ist reduziert auf das Wesentliche. Trotzdem ist der dampfende Außenpool, umringt von Felsen, ein einzigartiges Erlebnis in der Natur – vor allem, wenn sich dann noch die grün tanzenden Nordlichter am Sternenhimmel zeigen.

Zurück in Fairbanks, können im Naturschutzgebiet „Creamers Field“, quasi mitten in der Stadt, Hunderte Kraniche und andere Vogelarten von Aussichtstürmen aus beobachtet werden. Danach bieten sich ein Ausflug mit dem Dampfschiff entlang des Chena Rivers oder ein paar ­angenehme Stunden im historischen Vergnügungspark mit Theater, Shops und ­Restaurants aus der Goldgräberzeit an. Nach dem Trubel kehrt bei der fast siebenstündigen Autofahrt nach Anchorage Ruhe ein und es wird einem wieder einmal die unglaubliche Weite des Landes bewusst. Stundenlang geht es geradeaus auf dem Highway – ohne jemanden zu erspähen.

Anchorage: die Stadt im Süden

Angekommen in Anchorage, heißt es: „Hey, Folks, lay down!“ Stress wird in der jungen Stadt kategorisch abgelehnt. Deshalb immer einen kleinen Zeitpuffer einplanen, falls es im Shop, Café oder Restaurant mal etwas länger dauert oder ein Elch gemütlich über die Straße schlendert. Die Wolkenkratzer und Vorstadthäuschen liegen nämlich idyllisch eingebettet zwischen Seen und ausgedehnten Parkanlagen. Romantische Fjorde, einsame Strandbuchten, Trails mit fantastischen Aussichten und beeindruckende Gletscher sind vom Zentrum aus rasch zu erreichen. Ob mit Mietauto, Wohnmobil, Zug oder Zelt, das individuelle Reisen fällt aufgrund der Infrastruktur leicht. Daher ist der Süden ideal für alle, die viel ­Alaska in kurzer Zeit erleben wollen.

Auf keinen Fall verpasst werden sollte ein Treffen mit den Ureinwohnern. Im Native Heritage Center erzählen die Mitglieder der verschiedenen Stämme ehrenamtlich über ihre Verbundenheit mit dem Land und zeigen trommelnd alte Bräuche. Diese Erfahrung verändert den Blick auf die Landschaft. Mit all den Legenden im Hinterkopf scheint die Küste mit den zerklüfteten Fjorden noch geheimnisvoller zu sein. Auch die rund 100.000 Gletscher überraschen: Zum einen mit ihren gigantischen Ausmaßen von einer Länge über 50 Kilometer, zum anderen mit ihrer Farbenpracht. Manche blenden mit blütenreinem Weiß, andere sind dunkel wie die Nacht. Bei einem Schiffsausflug durch den „Prince William Sound“ fährt man an 26 Gletschern vorbei! Laut grollend bricht das türkisblaue Eis aus bis zu 100 Meter hohen Wänden ins Meer. Sogar bei Regen und Nebel ist es ein berührender Moment, wenn die ungewisse Reise einer glitzernden Eisscholle beginnt. Wer die Schönheit der Wildnis schätzt, wird in Alaska aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und fährt mit einem Gefühl der Freiheit nach Hause.

Tipps Alaska

 

Natur- und Tiererlebnisse

Prince William Sound beim Gletscher: Die fünfstündige Bootsfahrt von Whittier durch die Fjorde beeindruckt, und mit ein bisschen Glück kann man sogar dem Gletscher beim Kalben zusehen. Achtung: Wer mit dem Auto anreist, muss durch den Anton Anderson Memorial Tunnel. Die Durchfahrt ist aufgrund der Einbahnregelung nur zu bestimmten Zeiten möglich (Maut 12 Dollar). www.philipscruises.com

Bärensafari im Katmai Nationalpark: Eine der besten Bärensafaris ist jene von Gary und Jeanne Porter. Auch eine Österreicherin unterstützt das Team im Sommer bei Organisation und Buchung. www.baldmountainair.com

Spazieren am arktischen Ozean: Zur nördlichsten Stadt Amerikas, Barrow, geht’s nur per Flugzeug. Zu erleben gibt es die arktische Tundra und vielleicht einen Polarbären. Flug: www.alaskaair.com, Hotel und Touren: www.tundratoursinc.com, Stadt: www.cityofbarrow.org

Entspannen in heißen Quellen: Rund eineinhalb Stunden Autofahrt von Fairbanks entfernt, kann man im Chena Hot Springs Resort im warmen Wasser entspannen. Für Abkühlung sorgt danach ein Besuch im Eismuseum mit coolen Cocktails an der Bar. www.chenahotsprings.com

Hundeschlittenfahrt: Rund 100 Rennhunde, die aufgrund ihres Alters oder wegen Verletzungen nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen können, haben in Chena River ein neues Zuhause gefunden. Sie sind es gewohnt, täglich zu trainieren, und freuen sich darüber, wenn sie mit Besuchern eine Runde durch die Wälder drehen dürfen. Alternativ bietet sich eine actionreiche ATV-Tour entlang des Flusses an. www.chenahotsprings.com

Nordlichter: Rot, blau, violett oder grün tanzt die Aurora borealis von Mitte ­August bis Anfang April am Himmel. Einfach hinausgehen und staunen!

Mary Shields besuchen: Wie der Hundeschlitten für eine mehrwöchige Tour durch die Wildnis gepackt wird und welche Herausforderungen weibliche Musher zu bewältigen haben, erzählt Mary Shields in ihrem Holzhaus mitten im Wald.

Vogelparadies: Das Creamer´s Field in Fairbanks ist Tummelplatz für Tausende Kraniche, Gänse, Enten, Schwäne oder Eulen. Von Mai bis Oktober sind am meisten Vögel zu sehen.

Tipps Alaska

 

Natur- und Tiererlebnisse

Prince William Sound beim Gletscher: Die fünfstündige Bootsfahrt von Whittier durch die Fjorde beeindruckt, und mit ein bisschen Glück kann man sogar dem Gletscher beim Kalben zusehen. Achtung: Wer mit dem Auto anreist, muss durch den Anton Anderson Memorial Tunnel. Die Durchfahrt ist aufgrund der Einbahnregelung nur zu bestimmten Zeiten möglich (Maut 12 Dollar). www.philipscruises.com

Bärensafari im Katmai Nationalpark: Eine der besten Bärensafaris ist jene von Gary und Jeanne Porter. Auch eine Österreicherin unterstützt das Team im Sommer bei Organisation und Buchung. www.baldmountainair.com

Spazieren am arktischen Ozean: Zur nördlichsten Stadt Amerikas, Barrow, geht’s nur per Flugzeug. Zu erleben gibt es die arktische Tundra und vielleicht einen Polarbären. Flug: www.alaskaair.com, Hotel und Touren: www.tundratoursinc.com, Stadt: www.cityofbarrow.org

Entspannen in heißen Quellen: Rund eineinhalb Stunden Autofahrt von Fairbanks entfernt, kann man im Chena Hot Springs Resort im warmen Wasser entspannen. Für Abkühlung sorgt danach ein Besuch im Eismuseum mit coolen Cocktails an der Bar. www.chenahotsprings.com

Hundeschlittenfahrt: Rund 100 Rennhunde, die aufgrund ihres Alters oder wegen Verletzungen nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen können, haben in Chena River ein neues Zuhause gefunden. Sie sind es gewohnt, täglich zu trainieren, und freuen sich darüber, wenn sie mit Besuchern eine Runde durch die Wälder drehen dürfen. Alternativ bietet sich eine actionreiche ATV-Tour entlang des Flusses an. www.chenahotsprings.com

Nordlichter: Rot, blau, violett oder grün tanzt die Aurora borealis von Mitte ­August bis Anfang April am Himmel. Einfach hinausgehen und staunen!

Mary Shields besuchen: Wie der Hundeschlitten für eine mehrwöchige Tour durch die Wildnis gepackt wird und welche Herausforderungen weibliche Musher zu bewältigen haben, erzählt Mary Shields in ihrem Holzhaus mitten im Wald.

Vogelparadies: Das Creamer´s Field in Fairbanks ist Tummelplatz für Tausende Kraniche, Gänse, Enten, Schwäne oder Eulen. Von Mai bis Oktober sind am meisten Vögel zu sehen.

Geschichte und Kultur

 

Alaska Native Heritage Center: Um die Kultur der verschiedenen Ureinwohner zu verstehen, empfiehlt sich ein Besuch im Heritage Village in Anchorage. Nicht verpassen: Tanzvorführungen! www.alaskanative.net

Inupiat Heritage Center: Handwerkern beim Bootsbau über die Schulter sehen, Zungenbrecher üben oder traditionelle Spiele mit Walfischknochen ausprobieren – im Heritage Center laden die ­Inupiat zum Mitmachen ein. Tipp: Handgemachte Souvenirs kaufen und so die Ureinwohner unterstützen. Quyanaqpak (Danke)! www.nps.gov

Athabaskan-Kultur: Im Morris Thompson Cultural und Visitor Center in Fairbanks präsentieren die Athabaskan ihre Kunst. www.morristhompsoncenter.org

Goldrausch auf der Bühne: The Palace Theatre in Fairbanks spielt von Mai bis September eine spritzige Revue wie vor 100 Jahren. www.akvisit.com

Alaska Wildlife Conservation Center: Elch, Bären, Bison oder Füchse sorgen in Portage in einem großen Freigehege für tolle ­Fotomotive. www.alaskawildlife.org

Museum des Nordens: Die Universität von Alaska hat in Fairbanks in einem futuristischen Gebäude ein spannendes Naturmuseum eingerichtet. www.museum.uaf.edu

Wandertipps: Es gibt viele gut ausgeschilderte Trails in Alaska – neben dem Denali Nationalpark auch im Chugach State Park und National Forrest oder im Eagle River Nature Center mit dem Thunderbird-Falls-Trail.

Bärenknigge für Wanderungen

Der Bär hat immer Vorrang. Wanderer sollten laut reden oder singen, damit die Tiere vorgewarnt sind. Steht dennoch plötzlich ein Braunbär vor einem, ist langsamer Rückzug angesagt. Nicht rennen. Niemals! Lieber wild mit den Armen fuchteln und auf den ­Bären einreden. Auf Konfrontationen mit dem Menschen hat ein Braunbär meistens ohnehin keine Lust, außer er fühlt sich bedroht oder sieht seine Jungen in Gefahr. Nur bei Schwarzbären und Polar­bären sieht die Sache anders aus. Da kann es schnell gefährlich werden. Deshalb Augen und Ohren offen halten!

Schlafen

Wie anno dazumal: Bereits im Jahr 1916 schliefen die ersten Gäste im Hotel mitten in Anchorage. Vom alten Flair blieb viel erhalten, dafür müssen Abstriche beim Komfort gemacht und ein paar Geister in Kauf genommen werden. www.historicanchoragehotel.com

Schlafen neben der Gondel: Gut situierte Familien fahren zum Skifahren und Wandern ins Alyeska Resort in die Chugach-Berge. Die Straßen sind hier nach dem Arlberg oder Kitzbühel benannt. www.alyeskaresort.com

Bärenstarkes B&B: Etwas oberhalb von Homer mit traumhaftem Blick auf Bucht und Gletscher führen Don und Sharron Cotogno das Timber Bay Bed & Breakfast. Bitte Hunger mitbringen, Don kocht am Morgen richtig groß auf. www.timber-bay.com

In der Natur: Kleine Häuschen kann man in Fairbanks von Mai bis September direkt beim Fluss buchen. www.riversedge.net

Mit Vinothek: Die SpringHill Suites liegen fußläufig zum Zentrum in Fairbanks und sind modern ausgestattet. Im Erdgeschoß kommen Weinliebhaberinnen auf ihre Kosten. https://www.marriott.de/hotels/travel/faish-springhill-suites-fairbanks/

Nationalstolz: Jeden Tag werden in der Talkeetna Alaskan Lodge die Fahnen gehisst und die Hymne angestimmt. Sehr schöne Lodge mit Blick auf Denali und Restaurant. https://www.alaskacollection.com/lodging/talkeetna-alaskan-lodge/

Super-Luxusunterkünfte sind in Alaska eher selten. Die meisten Hotels, B&B und Cabins (Hütten) sind einfach und zweckmäßig ausgestattet. Daher lieber vorab die Erwartungen ein wenig runter­schrauben. Aber es sind alle sehr bem­üht und hilfsbereit. 

 

Schlemmen

 

Start in den Morgen: Seit mehr als 40 Jahren ist das Snow City Café der Treffpunkt in Anchorage. Zum Frühstück werden Omelettes mit Garnelen, Käse, Avocado, Kartoffelpuffer und literweise Kaffee serviert. www.snowcitycafe.com

Lachs für alle: Zugegeben, der Pioneer Park in Fairbanks ist ein ­typisch amerikanischer Vergnügungspark und wirkt recht touristisch. Aber der frisch gegrillte Lachs schmeckt gut und das Flanieren zwischen all dem Kitsch macht Spaß. Zimtrollen-Verführung: Erste Anlaufstelle für Naschkatzen in Fairbanks ist das Cookie Jar Restaurant mit eigener Bäckerei.

www.cookiejarfairbanks.com

Saloon-Feeling: Im historischen Pump House werden feinstes Rentierfleisch, Jakobsmuscheln und Fisch serviert. https://pumphouse.com

 

Best of Portobello-Pilz: Die besten Burger der Stadt gibt es in Fairbanks im Chena´s Alaskan Grill mit Terrasse über dem Fluss. Der Portobello-Burger ist ein Hit! www.riversedge.net

In Alaska wird viel mit regionalen Produkten gekocht. Auch Brauereien sind immer mehr im Kommen. Die nördlichste Brauerei Amerikas, Silver Gulch, liegt etwas außerhalb von Fairbanks. Restaurants oder Cafés sind meist nur direkt in den Städten zu finden. Produkte von den Farmen werden auf den Wochenmärkten in Anchorage, Fairbanks und Homer verkauft.

 

Hin- und Herumkommen

Beste Reisezeit: Im Juli und August (max. Temperatur 22 Grad plus) kommen die meisten Touristen zum Wandern und Bären­beobachten. Unterkünfte müssen rechtzeitig im Voraus gebucht werden. Der Winter (bis zu minus 20 Grad) punktet mit Nordlichtern, Skifahren und Schlittenhundefahrten.

Tipps: Für einen Roadtrip von Fairbanks nach Homer, Anchorage und Barrow sollten mindestens 14 Tage eingeplant werden. Entfernungen nicht unterschätzen, Zeitpuffer einplanen und Benzintank rechtzeitig auffüllen! Von Mai bis September fliegt Condor direkt nach Fairbanks bzw. Anchorage, ansonsten gibt es gute Flugverbindungen über andere amerikanische Städte wie Seattle.

Weitere Infos:

www.anchorage.net

www.homeralaska.org

www.travelalaska.com

www.explorefairbanks.com

 

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