Austria my love

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Zu Gast sein im eigenen Land
Welche Touristen-Hotspots in Österreich
man heuer unbedingt besuchen sollte.

Von Angelika Mandler-Saul

Stift Melk: Das barocke UNESCO-Weltkulturerbe thront hoch über der Donau in der Wachau. Die Flusskreuzfahrten, Radfahrer und Bustouristen verschafften dem Benediktinerstift mit dem herrlichen Park und dem sehenswerten Museum jährliche Besucherrekorde. Foto: Niederösterreich Tourismus/Michael Liebert

Stift Melk: Das barocke UNESCO-Weltkulturerbe thront hoch über der Donau in der Wachau. Die Flusskreuzfahrten, Radfahrer und Bustouristen verschafften dem Benediktinerstift mit dem herrlichen Park und dem sehenswerten Museum jährliche Besucherrekorde.
Foto: Niederösterreich Tourismus/Michael Liebert

Selbst mal als Tourist das eigene Land erkunden: Wann, wenn nicht jetzt? Dürnstein, Hallstatt, das Schloss Schönbrunn oder Salzburg – jetzt oder nie. Als Urlauber kann man auch im eigenen Land gut unterwegs sein, zudem die meisten touristischen Hotspots momentan infolge der Corona-Maßnahmen ungewöhnlich wenig besucht sind. Und die Citys freuen sich sehr über Kurzurlauber zum Shopping oder Weekend-­Kulturgenuss.

An einem normalen Sommertag drängten sich bis voriges Jahr noch die Massen durch das kleine, pittoreske Städtchen Dürnstein in der Wachau – heute würde uns bei solchem Menschengewimmel wohl Hören und Sehen gründlich vergehen und uns den Aufenthalt in den mittelalterlichen Gässchen etwas verleiden. Nicht so im Sommer und Herbst 2020, denn heuer ist alles ­anders. Keine Radfahrgruppen verstellen den Ausblick, keine Kreuzfahrt-Kurzzeitgäste stehen Schlange bei den Erfrischungs­getränken, und wer auf die Ruine hinaufklettert, kann dies fast einsam tun. 

Die Corona-Pandemie hat den internationalen ­Reiseverkehr nach Österreich gehörig ins Wanken gebracht, doch es hat auch etwas Gutes: Nun ist Luft, dass auch wir selbst die touristischen Hotspots unseres eigenen Landes einmal in Ruhe und ganz ohne Menschenauflauf, Drängeln und Anstellen erkunden und genießen. Auch andere Touristen-Hochburgen wie das Schloss Schönbrunn in Wien, das Stift Melk, Hallstatt oder die Festspielstadt Salzburg sind bestens geeignet, dass auch die Einheimischen sich einmal an ihnen erfreuen.

Dürnstein – Foto: NÖ Werbung/Michael Liebert

Schnupperurlaub in der eigenen Hauptstadt

Wann waren denn Sie zum letzten Mal im Wiener Stephansdom oder haben eine Runde mit dem Riesenrad gedreht? Jetzt wäre die ideale Möglichkeit dazu, unsere Bundeshauptstadt mit den Augen eines Urlaubers zu besichtigen und dabei etwa auch die derzeit wenig besuchten Museen zu genießen. Denn normalerweise sind das Kunsthistorische Museum, das Belvedere und die Hofburg hoch­frequentiert und man teilt den Kunstgenuss zur Sommerreisezeit mit vielen Touristen aus aller Welt. Schönbrunn mit seinen ausgedehnten Park-anlagen, dem Schloss mit den Prunkräumen und dem ­weltberühmten Tierpark steht übrigens auf Platz 1 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Österreich. Dort kann man gut und gerne einen ­ganzen Tag ­verbringen und mit dem Schönbrunn Group Pass alle diese Attraktionen inklusive ­Gloriette, Sisi ­Museum und Möbelmuseum zum Sonderpreis ­besuchen.

Auch weitere Wiener Sehenswürdigkeiten, etwa die Albertina oder den Donauturm, kann man jetzt, im Spätsommer und Herbst, ebenfalls in Ruhe aufsuchen oder sogar das eine oder andere Hotelschnäppchen für eine Übernachtung in einem guten bis sehr guten Hotel dabei ergattern. Denn die Stadtdestinationen hat der Wegfall der internationalen Klientel besonders hart getroffen: Urlaub in Wien, Salzburg, Graz oder Innsbruck ist also heuer ein echter Geheimtipp für alle, die einmal einen Citytrip im eigenen Land erleben wollen. 

Dabei ist man aber nicht auf sich allein gestellt: Warum nicht einfach mal eine Spezialführung für sich und seine besten Freundinnen in der eigenen Stadt buchen? Die Austrian Guides
Vienna etwa bieten zu zahllosen Themen spannende Führungen, beispielsweise „Starke Frauen“, „Verruchtes Viertel Spittelberg“ oder „Wien um 1900“. Und wer der besten Freundin eine ganz besondere Geburtstagsfreude machen will, der bucht in Wien für seine Mädlspartie eine maßgeschneiderte Spezial­führung je nach  Interesse des Geburtstagskindes und mit (mindestens) einem Glas Prosecco, etwa bei den Touren „Wien nach Maß“ von Fremdenführerin Ina Hauer und ihren Lila Tilla Tours.

Salzburg: Die Mozart- und Festspielstadt ist ein Ganzjahres-Renner bei Besuchern aus aller Welt. Dass heuer die Salzburger Festspiele zu ihrem 100. Geburtstag stattfinden konnten, grenzt an ein kleines Wunder. Foto: Pixabay

In Salzburg kann man mit Yvonne Heuberger-Dornauer  von Führungen Salzburg die Mozart-Stadt und ihre unbekannten „Einsichten und Aussichten“ erkunden, aber auch die Guides von Fairtours laden täglich in Salzburg zu geführten Rundgängen, ganz besonders für Einheimische, die ihre Stadt mal anders kennenlernen wollen: Im Vordergrund steht hier der respektvolle Umgang mit den Salzburgern, deren Geschichte und die vielen kleinen, versteckten Plätze und Wege durch die zauberhafte Stadt Mozarts. Dabei ist man aber nicht auf sich allein gestellt: Warum nicht einfach mal eine Spezialführung für sich und seine besten Freundinnen in der eigenen Stadt buchen? Die Austrian Guides Vienna etwa bieten zu zahllosen Themen spannende Führungen, beispielsweise „Starke Frauen“, „Verruchtes Viertel Spittelberg“ oder „Wien um 1900“. Und wer der besten Freundin eine ganz besondere Geburtstagsfreude machen will, der bucht in Wien für seine Mädlspartie eine maß-geschneiderte Spezial­führung je nach  Interesse des Geburtstagskindes und mit (mindestens) einem Glas Prosecco, etwa bei den Touren „Wien nach Maß“ von Fremdenführerin Ina Hauer und ihren Lila Tilla Tours. In Salzburg kann man mit Yvonne Heuberger-Dornauer  von Führungen Salzburg die Mozart-Stadt und ihre unbekannten „Einsichten und Aussichten“ erkunden, aber auch die Guides von Fairtours laden täglich in Salzburg zu geführten Rundgängen, ganz besonders für Einheimische, die ihre Stadt mal anders kennenlernen wollen: Im Vorder-grund steht hier der respektvolle Umgang mit den Salzburgern, deren Geschichte und die vielen kleinen, versteckten Plätze und Wege durch die zauberhafte Stadt Mozarts. 

Wer echtes Touri-Feeling testen will, der kauft sich einfach ein Ticket für einen Hop-On-Hop-Off-Tagestrip in den Doppeldeckerbussen in Wien. Das ist besonders praktisch und bequem, denn dort bekommt man die kurzweiligen Storys direkt ins Ohr geliefert. Dann aber auch unbedingt beim Zentralfriedhof aussteigen, denn auch der ist ein Anziehungspunkt für Gäste – Wien steht eben auch für morbiden Charme. Jene Wiener Kaffeehäuser, vor denen sonst Menschenschlangen anstehen – wie das Café Central und das Café Sacher – sind ebenfalls einen Besuch wert.

Foto: Schloss Schönbrunn mit der Gloriette, dem ausgedehnten Schlosspark und dem weltberühmten Tierpark steht auf Platz 1 der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Hier kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen.

Foto: Wiener Riesenrad

In Innsbruck pflegen die Menschenmassen staunend vor dem Goldenen Dachl zu stehen und die Fußgängerzone zu verstopfen: Heuer hätten wir die Möglichkeit, beim Selfie mit dem Goldenen Dachl fast ganz allein auf dem Bild zu sein. Und die Bergiselschanze ist auch für Kids interessant! Unterwegs ist man mit dem roten Sightseer Bus – warum sich die Sehenswürdigkeiten nicht wirklich einmal vom Bus aus präsentieren lassen? Oder schon mal eine Nachtwächterführung durch die eigene Stadt gemacht? Bregenz, Salzburg, Linz, St. Pölten oder Baden bieten solche außer­gewöhnlichen Touren an.

„Erlebe deine Stadt“ oder „Urlaub in der eigenen Stadt“ – so titeln die Angebote der Touristiker für uns Einheimische diesen Sommer und Herbst in Corona-Zeiten. Also, wenn da nichts dabei ist für einen Kurzurlaub in der Bundeshauptstadt oder einen Sonntagsausflug in eine City zwischendurch …

Foto: Innsbruck Tourismus

Foto: Großglockner Hochalpenstrasse

Die beliebtesten HotSpots in Österreich – jetzt oder nie!

Aber nicht nur in den Citys, sondern auch quer durch Österreich ergibt sich dieses Jahr die wunderbare Möglichkeit, die ansonsten bei den ausländischen Urlaubern so beliebten Ausflugsziele und damit die eigene Heimat in Ruhe besser kennenzulernen. Die Großglockner Hochalpenstraße, die Malta Hochalmstraße, das Kitzsteinhorn oder die Krimmler Wasserfälle, der Grazer Schlossberg, die Pöstlingbergbahn in Linz oder die Nordkette und das Goldene Dachl in Innsbruck, das Schloss Esterhazy in ­Eisenstadt und die Festspielbühne in Bregenz am Bodensee: Die großen Besucher- und Busgruppen aus aller Welt werden wohl noch ein Weilchen ausbleiben, was könnte also gegen Urlaub im eigenen Land sprechen?

Viele Österreicher haben die geschlossenen Grenzen bereits genutzt, um endlich einmal Hallstatt mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben: Zu oft hatte man schon von den asiatischen Touristengruppen gehört, die das Örtchen im oberösterreichischen Salzkammergut regelrecht überschwemmen und für Parkplatzchaos sorgen. Die einheimische Begeisterung für Hallstatt und die Reiselust in diesen welt­berühmten idyllischen Ort war heuer folglich bereits recht groß und Parkplätze waren auch ohne Touristengruppen aus dem Ausland manchmal schon ­Mangelware.

Aber normalerweise kommt auf die 800 Einwohner schon mal eine Million Touristen pro Jahr – dieses Jahr kann man den Skywalk in 360 Meter Höhe, das Salzbergwerk oder das Beinhaus mit deutlich weniger Gleichgesinnten besuchen. Und die Hallstätter freuen sich besonders über ­einheimische Gäste, die auch mal länger beim Kaffee sitzen bleiben und Zeit für einen Tratsch haben.

Ebenso dicht an dicht lief es bislang in Dürnstein in der Wachau ab, wo normalerweise den ganzen Sommer über großer Andrang durch die Gäste der Flusskreuzfahrten herrscht: Heute trifft man zwar auch auf viele Ausflügler, Wanderer oder Radgruppen, aber es ist Platz genug für gemütliches Flanieren in den Altstadtgässchen, die man ansonsten vor lauter Menschen kaum mehr sieht. Bei der großen Wachau-Schiffsrundfahrt mit Stopp in Dürnstein, beim Wanderweg hoch oben in den Rieden bei der Ruine Dürnstein und beim abendlichen Heurigen – da gibt’s Platz genug. Und die himmelblaue Stiftskirche nicht zu besichtigen vergessen!

Bei manchen sind sie vielleicht schon in Vergessenheit geraten, aber Österreichs Klöster sind wahre Touristenmagnete, nicht nur wegen der oft riesigen Parks und Grünanlagen, sondern auch wegen der Kunstschätze, Museen, Bibliotheken und Kultur­angebote – oder „Einkehr auf Zeit“ gewünscht?

Bis Anfang des Jahres 2020 sah sich das pittoreske Örtchen am gleichnamigen See noch mit Touristenströmen aus Asien konfrontiert. Heuer haben einheimische Besucher den Ort überrascht. Foto: Pixabay

Ein Wunderwerk der Natur, das mit seinen Wasser­kaskaden besonders die Gäste aus dem Nahen und Mittleren Osten regelmäßig zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Foto: Krimmlerwasserfälle

Stift Melk, Stift Göttweig oder etwa auch Stift Kremsmünster sind Busladungen voller Touristen und Kreuzfahrtsgäste normalerweise gewohnt und können mit diesen Massen an Interessierten gut umgehen. Heuer haben wir die Muße, die oft prunkvollen Anlagen dieser viel besuchten Klöster mal fast in völliger Ruhe zu besuchen und auf uns wirken zu lassen. Gerade bei arabischen Gästen besonders beliebt und von ihnen hoch frequentiert sind in „normalen Reisejahren“ die Krimmler Wasserfälle, die Region rund um Kaprun/Zell am See und das Kitzsteinhorn im Salzburger Land. Kein Wunder, bei uns in Österreich gibt´s frisches Wasser im Überfluss – ein wahres Eldorado der Natur, von dem diese Gäste in ihrer Heimat nur träumen können. Heuer fehlen die Familien, die begeistert barfuß über kleine Schneefelder gehen oder erstmals in ihrem Leben nahe an einem echten Wasserfall die Gischt einatmen. Wann sind denn Sie das letzte Mal unter oder hinter einem Wasserfall gestanden (nein, nicht im Spa des Wellness-Hotels)?

Die Krimmler Wasserfälle, die Dreitausender rund um Zell am See und Kaprun lassen sich hervor­ragend mit einer Fahrt auf die Großglockner Hochalpenstraße verbinden. Jeder Österreicher sollte dieses Wunderwerk der Baukunst einmal selbst ­erlebt oder seinen Kindern gezeigt haben – zu schön sind die Ausblicke von den vielen Stopps entlang der 48 Kilometer langen Straße. Der Großglockner gehört einfach zu ­einem Österreich-Urlaub, Corona hin oder her.

Ein Tipp zum Abschluss:

Wem diese bekannten Tourismusregionen, die ­touristischen Hotspots und Seengebiete sowie die Citys trotz Corona-Reiseflaute immer noch zu viel Trubel bedeuten, der wird in Österreich auch anderweitig fündig. Denn Natur- und Urlaubserlebnisse en masse gibt es natürlich auch abseits dieser Sehenswürdigkeiten. Lesen Sie doch mal nach, was die österreichischen Reiseblogger an Geheimtipps für Urlaub in Österreich auf Lager haben. Da ist ­ sicher auch für Sie ein Aha-Erlebnis abseits des ­Travel-Mainstreams dabei. Also, bleiben wir in Österreich – wir haben es wahrlich gut erwischt!

Tipps 

Zu Gast in deiner eigenen Stadt: City Packages und Angebote

Linz
www.linztourismus.at/freizeit/reise-planen

Wien
www.erlebe-deine-hauptstadt.wien/
Wien Schönbrunn Group Pass www.schoenbrunn.at/unsere-tickets-touren/alle-tickets-touren
Die Vienna City Card Experience Edition
www.experience.wien.info/
Lila Tilla Spezialführungen in Wien, je nach Interesse www.lilatillatours.at
Petra Unger – Wiener Frauen* Spaziergänge www.frauenspaziergaenge.at/petra-unger/
Hop On Hop Off in Wien www.viennasightseeing.at/de_DE
Schloss Schönbrunn mit Park und Tierpark www.schoenbrunn.at/
Das Belvedere: https://www.belvedere.at/

Graz
Drei Nächte bleiben und zwei zahlen www.graztourismus.at/de/hotels-appartements

Salzburg

www.salzburg.info/de/lp/neu-entdecken
Fairtours Salzburg
www.fairtours.at/
Führungen Salzburg www.fuehrungensalzburg.at/
Salzburg Sound-of-Music-Tour www.salzburg.info/de/hotels-angebote/
Salzburg – Mozart und Festspiele www.salzburg.info/de

Salzkammergut
www.hallstatt.net/ueber-hallstatt

Burgenland
Führungen durch pittoreske Städte www.burgenland-entdecken.at/stadtfuehrungen.html

Innsbruck
Der rote Bus zu den Hightlights www.innsbruck.info/sehenswuerdigkeitensightseeing/sightseer.html

Bregenz
www.bregenz.travel/stadtfuehrungen/

Sich auch mal etwas zeigen lassen: Führungen und Bustouren
Austrian Guides www.guides-in-vienna.at/oeffentliche-fuehrung-deutsch/

Die beliebtesten touristischen Hotspots in Österreich

Welterbe Hallstatt www.hallstatt.net/
Dürnstein und die Wachau www.donau.com/de/donau-niederoesterreich
Großglockner Hochalpenstraße www.grossglockner.at/gg/de/index
Krimmler Wasserfälle www.wasserfaelle-krimml.at/
Kaprun/Zell am See www.zellamsee-kaprun.com/de
Kitzsteinhorn www.kitzsteinhorn.at/de
Minimundus www.minimundus.at/

Auf Entdeckungstour in den Bundesländern – eine Auswahl:

Easy Summer am Neusiedler See – Buchbar bis Oktober www.neusiedlersee.com/de/suchen-buchen/easy-summer-angebote.html

Tirol für dich www.tirol.at/reisefuehrer/tirol-fuerDICH

Malta Hochalmstraße – herrliches Panorama in Kärnten www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/besucherzentren/malta

Der Herbst in Kärnten – die Zugabe des Sommers www.kaernten.at/herbsturlaub

Veni.Vidi.Vorarlberg Willkommen am anderen Ende Österreichs!  www.vorarlberg.travel/venividivorarlberg/

Die Steiermark entdecken www.steiermark.com/de/urlaub

Erfrischendes Niederösterreich www.niederoesterreich.at/

Österreichische Reiseblogs – ­Unterwegs im eigenen Land mit vielen Geheimtipps

Urlaub mit Hund und viel Natur www.wiederunterwegs.com

Urlaub mit Kultur www.reisebloggerin.at

Kurzreisen und Roadtrips www.reiseblitz.com/

Tolle Fotos www.sommertage.com/

Kreativreisen www.creativelena.com/

Nachhaltig reisen www.kofferpacken.at/

Urlaub am Bauernhof www.urlaubambauernhof.at/

Reisen mit dem Zug www.andersreisen.net/

Sportlich unterwegs www.travelpins.at/

Die Alpen-Adria-Region www.anitaaufreisen.at/

Luxus und Kulinarik/Vegan www.cityseacountry.com/

Fotoreisen und Fotolocations www.imprintmytravel.com/

 

 

Flugs an den Fluss

Flugs an den Fluss

Flugs an den Fluss

Eine Auswahl der schönsten Fluss- und Klammwanderungen in Österreich zum Abkühlen, Plantschen, Wandern und Genießen.

Von Angelika Mandler-Saul

Foto: Andreas Höllinger Nationalpark Gesäuse

Foto: Zell am See Kaprun Tourismus. Die Sigmund-Thun-Klamm bei Kaprun im Salzburger Land ist an heißen Tagen ein besonders erfrischender Ort für eine Wanderung. Das Kapruner Tal war vor Tausenden von Jahren von einem Gletscher bedeckt. Als er geschmolzen war, hinterließ er diesen abenteuerlichen Taleinschnitt.

Unsere Flüsse: Lebens- und Freizeitraum, Transportwege und Energielieferanten

Österreich ist ein sehr wasserreiches Land. Mehr als 2000 Fließgewässer plätschern durch unsere Heimat, die meisten fließen in die Donau. In Summe haben wir 100.000 Kilometer Flussläufe, das ist so weit wie zweieinhalbmal um die Erde. Aber nur 15 Prozent aller einst sprudelnden Bäche und Flüsse dürfen noch so fließen, wie sie wollen, und sind auch ökologisch vollkommen intakt. Denn der Großteil der Flüsse wurde betoniert, aufgestaut oder begradigt und in kontrollierte Flussbetten gezwängt. Dort, wo die Flüsse noch ihren natürlichen Raum haben, ist ein wenig des ursprünglichen Erlebniswerts geblieben – etwa in Klammen oder bei Wasserfällen.

Nur zwei Flüsse in den Österreichischen Alpen dürfen noch wirklich „wild“ sein, also naturbelassen und ursprünglich, wie es Flüsse sein sollten: die Isel und der Lech in Tirol. Die Isel ist bekannt für die viel besuchten Umbalfälle im ­Virgental und sie ist der letzte große Gletscherfluss in den ­gesamten Ostalpen, der nicht aufgestaut oder ausgeleitet ist. Der Lech darf geschützt durch den Naturpark Tiroler Lech plätschern und sich seinen Weg dort ganz alleine suchen, ohne Zutun von uns Menschen.

Neben diesen beiden gänzlich naturbelassenen Flüssen gibt es aber in Österreich zahllose Flüsse, die dennoch einen Besuch und eine Wanderung äußerst lohnen – ob entlang ­eines Wasserfalls, einer Klamm oder Schlucht, auf einem ­Alpinsteig, einem Spazierwegerl oder quer durch beim Plantschen und Pritscheln.

In Saalbach Hinterglemm sind Flüsse und Bächlein stets der Begleiter beim Wandern. Foto: Mirjageh

Die Ötschergräben im Mostviertel werden auch „Der Grand Canyon Österreichs“ genannt und bestechen durch ihre türkisgrüne Farbe.

Wege zum und am Wasser

Für mich gibt es nichts Erfrischenderes als Wandern am Wasser, möglichst in Hundebegleitung. Auch Panoramawege in schwindelnden Höhen oder Bergtouren haben zweifellos ­ihren Reiz, aber bei einer Wandertour ohne plätschernden Bach- oder Flusslauf in der Nähe – da fehlt mir etwas. Eine Pause mit Jause am Fluss, dabei die Wanderschuhe und -socken ausziehen und sich beim Wassertreten erfrischen oder aber nur die Beine ins Wasser hängen zu lassen: Das macht für mich eine Wanderung erst richtig perfekt. Wasser belebt eben ungemein und ohne Wasser wären wir in Österreich nicht so überreich mit landschaftlichen Natur­juwelen gesegnet. Kein Wunder, dass unsere Gäste aus dem nahen und mittleren Osten immer so staunend und sprachlos vor unseren gigantischen Wasserfällen stehen und dieses Glück kaum fassen können: Wasser ist Leben. Besucher aus Ländern, die natürliche Quellen nicht in solchem Überfluss (gratis) zur Verfügung haben, können hier nur stumm staunen ob dieses Segens.

Foto: Pressefoto Lofer

Wanderungen entlang von Bächen und Flüssen, reguliert wie unverbaut, gibt es in Österreich unzählige, ob steil bergan entlang eines Bächleins, wo man schon mal seine Trinkflasche nachfüllen kann und der Hund sich gleichzeitig reinlegen und es „austrinken“ kann, oder neben einem breiten, mächtigen Fluss, wie etwa in den Tälern im Nationalpark Hohe Tauern. Im Krimmler Achental mit den gleichnamigen Wasserfällen, im Stubach- oder Fuscher und Rauriser Tal und nicht zuletzt im Gasteiner Tal als bekannte Gesundheitsdestination: Überall ist dort ein Fluss immer in Ihrer Nähe, und ­damit gibt es auch abwechslungsreiche und erfrischende Wanderrouten.

Für Familien bieten sich leichter begehbare Erlebniswege mit Schautafeln an, sodass auch die Kinder glücklich sind, etwa der Smaragdweg im Habachtal inklusive Schürf-Erlebnis, der geheimnisvolle Druidenweg in der Waldviertler Ysperklamm oder der 1. Wiener Wasserleitungsweg bei der Rax. Für die Gesundheit von Körper und Seele gleichermaßen kann man sorgen, wenn man sich bei Bad Mühllacken an der Donau ins ­Pesenbachtal zum genussreichen Kneippen und Spazieren begibt. Für Kids gibt es zusätzlich zur Wanderung immer öfter feuchtfröhliche Wasser-Erlebniswelten.

Abenteuer in den Klammen und Schluchten

Gerade in der heißen Jahreszeit sind Klammen und Schluchten eine willkommene Abwechslung und eine sehr erfrischende Erfahrung für Wanderer, die der Hitze in der Stadt ausweichen wollen. Eine Klamm bietet schattige Wanderwege, oft mit Wasserfällen und kleinen und größeren Gumpen, sowie spannende Steige entlang des Wassers. Manche sind auch für Kinderwägen und Familien mit Kindern geeignet, viele ­jedoch erfordern mehr Trittsicherheit und dürfen nur mit Schutzhelm begangen werden. Fast 300 Schluchten in Österreich sind begehbar: Hier findet man Holzstege über tosenden ­Wasserkaskaden, Hängebrücken und Erlebniswege, weiters oft Leitern (schwierig mit Hund zu meistern) oder Seil­versicherungen.

Foto: Pressefoto Lofer

Foto: MIRJAGEH Saalbach

In Salzburg lockt die Seisenbergklamm zu einem Erlebnisweg durch die Wasserkaskaden, die Barbarossaschlucht im Kärntner Mölltal bietet einen Rundweg mit Sagencharakter und die Palfauer Wasserlochklamm im steirischen Gesäuse ist bei sportlichen Ausflüglern aus dem Osten Österreichs besonders beliebt. Sie verlangt aber durchaus eine ordentliche Grundkondition, denn wie viele andere Klammen muss auch diese erst über eine längere Zugangswanderung erobert werden. Danach aber erlebt man hier die Salza äußerst urwüchsig. Eine besondere Attraktion ist das hiesige Wasserloch: In unregelmäßigen Abständen senkt und hebt sich hier der Wasserspiegel im „Loch“ – gefolgt von „Wasserfällen“ in die Tiefe. Ein weiterer Superlativ in Sachen Klamm findet sich in der Steiermark: Die Raabklamm ist mit stolzen 17 Kilometern die längste Schlucht Europas. Auch in den Natur- und Nationalparks kommt man an Klammwanderungen nicht vorbei. Im Gesäuse lockt die Nothklamm, einmal um die Ecke bei Liezen wiederum liegt die Wörschachklamm, die man bis zu einem romantischen Moorsee, dem Spechtensee, weiterwandern kann. Und in der Dachstein-­Tauern-Region findet sich der höchst abwechslungsreiche ­Wilde-Wasser-Alpinsteig „Höll“ mit seiner Stahlseilhängebrücke und dem Riesachfall – die schönste gütesiegelzertifizierte Tour der Österreichischen Wanderdörfer.

Foto: Lechquellengebiet bei [email protected] Lechweg
Foto: Kärnten Tourismus Hohe Tauern

Auch zur oberösterreichischen Gimbachschlucht beim ­Attersee muss man erst mal hinwandern, bevor man das ­Naturschauspiel genießen kann. Dort frönt man dem sehr abenteuerlichen Canyoning, das nie ohne Guide ausgeübt werden sollte. Beim Canyoning watet und wandert man unter Anleitung eines kundigen Führers und im Neoprenanzug durch die Wildwasser. Dabei klettert, stapft und springt man, und gegen Ende seilt man sich meist in einem Wasserfall ab – für den Nervenkitzel.
Ruhiger und familienfreundlicher geht es stadtnah in ­Niederösterreich zu: Im Wienerwald liegt die ausgesprochen beliebte Hagenbachklamm. Sie ist ideal zum Abkühlen an ­einem heißen Sommertag. Ebenfalls ein Hotspot im Sommer sind bei Ausflüglern und Familien die Myrafälle bei Muggendorf oder auch die Erlaufschlucht und der Wildwasserpfad bei ­Mariensee/Mönichkirchen. Eine uralte, in der Eiszeit geformte Schlucht findet sich wiederum ganz im Westen in ­Vorarlberg: Die Bürserschlucht ist ob ihres Alters ein Highlight für ­Geologiefans.

Foto: Weitwandern am Donausteig – oft mit fulminanten Ausblicken auf die Donau. Der 450 km lange Wandersteig führt von Passau über Linz bis nach Grein.

Genussreich wandern: Allein oder mit Family und Friends

„Genuss am Almfluss“, so nennt sich ein inszenierter Uferwanderweg im oberösterreichischen Almtal, eigentlich als Weitwanderweg konzipiert: Auf 52 Kilometern wandert man immer wieder entlang des Almflusses, der irgendwann am pittoreskenAlmsee endet. Im Almtal warten Genusswirte, inszenierte Rastplätze und Abenteuerspielplätze, Massageanlagen oder Hängesessel mit Ausblick. Natürlich kann man diese Weitwanderwege auch in schönen Etappen begehen oder Rundwanderungen am Wasser einbauen.
Genauso pittoreske und genussreiche Ausblicke hat man vom auf einigen Etappen ganz schön anstrengenden Donau-Weitwanderweg, dem Donausteig in Ober- und Niederösterreich. Zwischen dem bayrischen Passau und Grein verläuft er mit vielen Highlights wie Klammen und Schluchten, Gipfelkreuzen und ausgewiesenen Abschnitten für Pilger – mal weiter oben, mal weiter unten, aber immer mit überraschenden Ausblicken auf den Donaustrom. Und am Vorarlberger „Wasserweg“ entlang der Bregenzer Ache findet man im Bregenzerwald nicht nur eine schöne Zweitagestour, sondern auch reichlich Badeplätze zum Genießen.
Im wasserreichen Mostviertel ist die Wanderung durch die Ötschergräben eine an heißen Sommertagen auch bei Hundebesitzern hochbeliebte Tour. Türkisgrün schimmert der Fluss und lockt zu einem gemeinsamen eisigkalten Gumpenbad im „Grand Canyon Österreichs“, im Naturpark Ötscher-Tormäuer. Bequemer für Familien lassen sich etwa die Myrafälle bei Muggendorf in Niederösterreich begehen, aber auch der eine oder andere Wasser-Erlebnispark nahe den Fluss-Wander­wegen ist für Familien spannend zum Pritscheln und Plantschen. Bei den Krimmler Wasserfällen etwa lädt der Aqua-Park der Wasserwunderwelt ein und in Kärnten ist es der Wasserspielpark Fallbach im Maltatal. „Über Stock und Stein mit einem Stock allein“ unterwegs kann man sein beim „Wild-Wandern“ am Feistritzbach in der Soboth im steirischen Schilcherland.
Aber egal ob alleine, mit seinem Wanderstock am Wasserfall, ob zu zweit oder mit Hund beim Pritscheln im Bach oder ob mit der Family oder mit Friends im Wasserpark: Am Wasser entlangzuwandern, das hat Lebensqualität, denn: „Wasser ist nicht alles, aber ohne Wasser ist alles nichts.“ (Volksmund)

Foto: Raabtalradweg

Vorsicht beim wilden Baden im Fluss

Wer an Wildwassern entlangwandert, vielleicht das eine oder andere spontane Flussbad nimmt oder mit der ganzen Familie auf der Wanderung gar Flüsse ohne Brücke überqueren muss, der sollte ein wenig Erfahrung mitbringen. Denn wie man einen Fluss sicher überquert (oft auf Furten, also Flachstellen im Flussbett), sollte man nicht dem Zufall überlassen. Auch ist Wildbaden in Flüssen nicht immer überall erlaubt. Die Umweltbestimmungen müssen zu jeder Zeit eingehalten werden, das Gewässer darf nicht verunreinigt werden, und auch in Naturschutzgebieten, Naturparks oder Nationalparks kann das Schwimmen in Naturgewässern untersagt sein. Wo es nicht verboten ist, dort steht dem genussreichen Baden oder Eintauchen in türkisgrüne Badegumpen, so frisch das Wasser auch sein mag, aber nichts im Wege.

Foto: Krimmler Wasserfälle Pressefoto

Tipps

 

Niederösterreich

Durch die Ysperklamm mit Druidenpfad im Waldviertel: www.ysperklamm.info/ysperklamm/

1. Wiener Wasserleitungsweg im Höllental: www.wieneralpen.at/a-1-wiener-wasserleitungsweg

Der Welterbesteig Wachau, Teil des Donausteigs, führt uns meist oben, manchmal auch unten am Fluss: www.donau.com/de/donau-niederoesterreich

Myrafälle bei Muggendorf, ein Familienerlebnis: www.myrafaelle.at

Hagenbachklamm im Wienerwald: 
www.wienerwald.info/a-hagenbachklamm

Erlaufschlucht in Purgstall: 
www.erlaufschlucht.at/Die_Erlaufschlucht

Wildwasserpfad Mariensee in den Wiener Alpen: 
www.wieneralpen.at/a-wildwasserpfad-mariensee

Wanderwege durch die Donau-Auen: www.donauauen.at

Ötschergräben – türkisgrünes Wunder im Mostviertel: www.naturpark-oetscher.at/die-oetschergraeben

Entlang der Pielach im Tal der Dirndln im Mostviertel: www.pielachtal.mostviertel.at/wandern-und-pilgern

 

Burgenland

Im Naturpark Raab an der Lafnitz und die Raab entlang: www.naturpark-raab.at

Durch die Leitha-Auen: www.bergwelten.com/t/w/9376

 

tschergräben Mostviertel Vorlage BlogbreiteFoto: Ötschergräben Flusswanderung Mostviertel

Oberösterreich

Pesenbachtal – eine naturbelassene Wanderung mit Kraftplätzen im Naturschutzgebiet nahe der Donau in Bad Mühllacken:

www.feldkirchenanderdonau.at/freizeit-sport-familie/naturschutzgebiet-pesenbachtal

Genuss am Almfluss: www.traunsee-almtal.salzkammergut.at/bewegung-in-der-natur/wandern/genuss-am-almfluss.html

Der Donausteig auf der oberösterreichischen Seite: www.donauregion.at/wandern-am-donausteig.html

Dr.-Vogelsang-Klamm, die längste Klamm in Oberösterreich: www.vogelgesangklamm.at

Wolfsschlucht Bad Kreuzen, Kulturlehrpfad: www.wolfsschlucht.at

Rinnerberger Wasserfall und Klamm im Nationalpark Kalkalpen: www.nationalparkregion.com/wandern/wanderwege/familienwanderungen/rinnerberger-wasserfallklamm.html

Gimbachschlucht mit schönen Wasserkaskaden beim Attersee: www.oberoesterreich.at/oesterreich/angebot/2513/wandern-mit-der-taucherbrille.html

Steiermark

Raab-Klamm im Naturpark Almenland: www.almenland.at/wandern/raabklamm-rundweg

Palfauer Wasserloch im Naturpark Steirische Eisenwurzen: www.wasserlochklamm.at

Wilde Wasser Alpinsteig „Höll“: www.wildewasser.at/de/alpinsteig-hoell.php

Wörschachklamm, die Wildromantische: 
www.schladming-dachstein.at/de/Service/Infos-von-A-Z/Woerschachklamm_az_340839

Salzaklamm im Mariazellerland: www.steiermark.com/de/steiermark/ausflugsziele/salzaklamm_p964285

Feistritzbach Soboth – das Wunder von Lourdes für Freestyle-Wanderer: https://www.wanderdoerfer.at/so-schoen-ist/wild-wandern-am-feistritzbach-in-der-soboth

Palfauer Wasserloch: https://wasserlochklamm.at

Rosslochklamm im Naturpark Mürzer Oberland: interaktive Stationen und Rätselrallye in der Klamm:
www.muerzeroberland.at/ausflugsziele-naturpark/themenwege/erlebnisweg-rosslochklamm/

Bärenschützklamm – Naturjuwel im Almenland: www.almenland.at/ausflugsziele-natur/baerenschuetz-klamm/

Koppentalwanderweg entlang der Traun: www.koppental.at/erlebnispfad-koppeltal-waderweg/

Nothklamm im Gesäuse: www.gesaeuse.at/aktivitaet/nothklamm/

 

Steiermark Vorlage BlogbreiteFoto: Salza – die längste unverbaute Wildwasserstrecke Österreichs

 

Salzburger Land

 

Seisenbergklamm in Weißbach bei Lofer: www.seisenbergklamm.com/

Strubklamm Faistenau: www.salzkammergut.at/oesterreich-poi/detail/401537/strubklamm.html

Gollinger Wasserfallweg: www.golling.info/erlebnis-ausflug/gollinger-wasserfall

Lammerklamm – Naturgenuss und Wassererlebnis in Scheffau: www.tennengau.com/de/dein-tennengau/die-orte/scheffau/lammerklamm

Liechtensteinklamm im Pongau: www.josalzburg.com/de/sommer/liechtensteinklamm

Habachtal – der Smaragdwanderweg:
www.wildkogel-arena.at/de/sommerurlaub-wandern-lehr-themenwege-smaragdweg-habachtal

Gasteiner Tal – am Wasserfallweg entlang: www.gastein.com/blog/wasserfallweg/

Kapruner Tal – Moore, Wälder und die Sigmund-Thunklamm: www.kaprunmuseum.at/de/sigmund-thun-klamm/

Krimmler Wasserfallweg mit Aquapark: www.wasserfaelle-krimml.at/staunen/der-wasserfallweg

Die Saalachtaler Naturgewalten – sechs Klammen mit ihren ganz eigenen Erlebnissen: www.wanderdoerfer.at/so-schoen-ist/holts-mi-aussa-saalachtaler-naturgewalten/

 

 Salzburg Vorlage Blogbreite

Foto: Sigmund Thun Klamm in Kaprun – Zell am See Tourismus

Kärnten

Ragga Schlucht, die „Schlucht der Schluchten“: www.flattach.at/sommer-aktiv/raggaschlucht/

Tscheppaschlucht Ferlach:
www.tscheppaschlucht-ferlach.at/

Garnitzenklamm im Gailtal: www.garnitzenklamm.at/

Wassererlebnispark am Wasserfall Fallbach: www.erlebnispark-fallbach.at/

Barbarossa-Schlucht, sagenhaft im Mölltal: www.oberkaernten.info/moelltal/muehldorf/barbarossaschlucht/

 

Kärnten Vorlage Blogbreite

 Foto: Kärnten Tourismus Hohe Tauern

 Tirol

 

Wasserschaupfad Umbalfälle: www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren/a-wasserschaupfad-umbalfaelle-hinterbichl

Geheimnisvolle Tiefenbachklamm: www.tiefenbachklamm.com/

Wolfsklamm im Zillertal mit dem Schleierwasserfall: www.wolfsklamm.com/attraktionen/zillertal/schleierwasserfall/

Die Ötztaler Ache entlang zum Piburger See: www.tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/wandertouren/a-wanderung-wasserlaeufer-piburger-see

Der größte Wasserfall Tirols – den Stuibner Wasserfall entlang auf fünf Plattformen: www.umhausen.com/de/sommer/urkraft-umhausen/stuibenfall-umhausen.html

Ehemals ein Waalweg – der Mooser Steg: www.oetztal.at/freizeit/sommer/wandern/wasserlaeufer-oetztal/mooser-steg.html

Die Kaiserklamm: www.tirol-infos.at/kufstein/kaiserklamm-brandenberg.html

 

Tirol Vorlage Blogbreite

Vorarlberg

 

Bürser Schlucht: www.vorarlberg-alpenregion.at/de/tours/buerser-schlucht-buers.html

Frödisch Flusswanderung: www.bergwelten.com/t/w/28261

Lechweg – Weitwanderweg ganz ursprünglich und wild: www.lechweg.com/de/

Vorarlberger Wasserweg Bregenzer Ache: www.bregenzerwald.at/package/weitwandern-der-wasserweg/

 

Linz

Linz

Linz

Say Linz, Say Change. Spend a weekend!

Linz verändert sich rasant: Von der einstigen „Stahlstadt“ hin zur UNESCO City of Media Arts. Heute stehen zeit-genössische Kunst, neue Kulturformate wie der Höhen-rausch, viel Naturerlebnis und hippe Events das ganze Jahr hindurch auf der Tagesordnung. Damit ist Linz perfekt geeignet für einen Weekend-Trip zwischendurch. Coole City-Hotels, Unmengen an Museen, spannende Kulinarik und Pop-up-Stores, Kaffeehäuser und immer wieder Kunst und Kultur – mehr als genug Programm für ein Wochenende. Und die Grottenbahn am Pöstlingberg, die wir aus unserer Kindheit kennen, die existiert mit viel Retro-Charme natürlich immer noch.

Von Angelika Mandler-Saul

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Erlebnisse in einer sich verändernden Stadt


So wie seine Tourismus-Slogans der letzten 50 Jahre, so hat sich auch die Stadt Linz verändert. Was Linz nicht alles schon war: Die Handelsstadt mit dem Salz auf der Traun. Die Stadt mit den Göring-Werken. Die Stahlstadt. Die Ars-Electronica-Stadt. Die Stadt mit der Smogwolke und die mit der Klangwolke. Die Universitäts-Stadt. Die Anton-Bruckner-Stadt. Slogans waren „In Linz beginnt´s“, „Linz – eine Stadt lebt auf“ oder ganz, ganz früher: „Linz – Donaustadt am Alpenrand“.

Wie oft hat Linz sich schon neu definiert! Doch jetzt scheint Linz angekommen zu sein. 2019 begrüßte Linz so viele Gäste wie noch nie in der Stadt, mehr als 900.000 kamen in den Genuss von „Linz verändert“ – dem aktuellen Slogan der Donaustadt. 2020 ist die touristische Region Linz-Stadt noch um die Gemeinden Kirchschlag und Ansfelden erweitert worden und gemeinsam setzt man ab sofort auf noch mehr Natur­erlebnisse rund um die City: Von der Stahlstadt zur grünen Stadt, die auch Industrie kann. Von der Kulturstadt mit Klangwolke, Adalbert Stifter und Anton Bruckner über den Naturraum der Donau zum Wintersportangebot in Kirchschlag oder zum Golfen nach Ansfelden.

Dass Linz auch eine unrühmliche Geschichte als geplante „Führerstadt“ und als Sitz der Hermann-Göring-Werke (eines der größten Konzerne im Dritten Reich) hatte, wird hier aber nicht ausgeblendet. Vielmehr stellt man sich der Vergangenheit und der eigenen Veränderung vorbildlich oft. Wer heute durch die City streift, kommt an deren Vergangenheit nicht vorbei.

Fotos: Linz Tourismus_Robert Josipovic

Linz schaut nach vorne und zurück

Allerorten finden sich Gedenktafeln. Wer hier aller geboren wurde oder gewirkt hat! Anton Bruckner sowieso, Richard Tauber und Hedwig Bleibtreu waren Linzer – ein wahrer Gedenk­tafel-Marathon für all jene, die die Augen in der Altstadt offen halten. Man findet Brückenkopfgebäude, die aus Steinen aus dem KZ Mauthausen gefertigt sind, Gedenktafeln für die Sudetendeutschen auf der Brücke und im Ursulinenhof eine Gedenktafel für den hier inhaftierten gewesenen Wehrdienstverweigerer Franz Jägerstätter.

Von den Göring-Werken zur Voest und Voestalpine – heute ist die „Stahlwelt“ ein Besucher-Magnet mit Erlebnisfaktor. Nur etwa 5 km vom Hauptplatz entfernt, kann man dort in eine andere Welt eintauchen – einst Göring-Werke, jetzt Technik zum Erleben und Angreifen für die ganze Familie, erweitert durch ein Zeitgeschichte-Museum, das die eigene Geschichte aufarbeiten und aufzeigen will.

Foto: Christian Holzing

Linz kann Kultur und Natur

Auf der Linzerin bekommt man einen guten Einblick und Ausblick auf Linz: Das Schiff lädt zur ausgedehnten ­Hafenrundfahrt durch die Werft, den Containerhafen, entlang der Erholungsgebiete, dem aufgeschütteten ­Donau-Badestrand, dem Urfahrener Markt, dem Donauradweg und dem Skulpturenpfad – bis man an die Traun stößt. Es gibt genug, um mit der 3-Tages- Karte Linz zwischen Kultur, Geschichte, Sport, Urfahrener Markt sowie ­Modernität und Technik zu schwelgen. Aber auch das „frühere“ Linz, wie ich es in Erinnerung habe, ist noch da. Dafür sorgt die Pöstlingbergbahn, die immer noch als Adhäsionsbahn die 540 hm ­hinan überwindet – man kann jetzt die Fahrt damit am Hauptplatz beginnen. Die Zwergerl-Grottenbahn war ebenfalls immer schon ein Besucher-Hotspot: Vor 35 Jahren das Highlight unseres Familienausflugs, heute ein nicht grundlos verhätscheltes und immer noch viel besuchtes Relikt aus alten Tagen, das ganz ohne Multimedia-Shows und Lichtspektakel auskommt.

Nicht versäumen darf man beim Weekendtrip einen Besuch im architektonisch beeindruckenden Lentos-Kunst­museum auf der Donaulände, fast genau gegenüber dem Ars Electronica Center. Besonders abends sind die Museen mit ihrer bunten Illuminierung tolle Fotoobjekte. Auch das Linzer Schlossmuseum gibt was her. Es befindet sich in ­einem Renaissanceschloss aus dem frühen 17. Jahrhundert, erweitert um einen Glasaufbau mit Brasserie und einen hypermodernen zeitgenössischen Südtrakt, von dessen Terrasse man einen tollen City-Überblick hat. Und im Stadtmuseum Nordico – gleich bei der Tourist Info am Hauptplatz – findet man so manche Linzer Eigenheit zum Schmunzeln. Noch bis Ende des Jahres 2020 kann man die berühmten Mural-Harbor-Graffitis im Linzer Hafen­gelände im Rahmen des Projekts „Museum auf Zeit“ bestaunen, denn Linz hat auch hier im Hafen Großes vor: Geplant ist ein Ausbau mit einem neuen Hotel.

Das Landestheater Linz ist den Kultur-Freaks mittlerweile mit all seinen Häusern (Musiktheater, Schauspielhaus und Kammerspiele) ein Begriff: Man gibt Theater von Jelinek und Bernhard bis Molnár, spielt Operette und Oper, bietet Tanz und Junges Theater – ein unglaublich weites Repertoire. Sogar die eingeschworenen Wiener Musical-Fans machen hier gerne mal einen Side Step, wenn es in Linz heißt: „Wir sind Musical!“

Fotos: Linz Tourismus_Robert Josipovic
Foto: Linz Tourismus_Romeo Felsenreich

Linz liebt seine Superlative

Der Linzer Mariendom fasst mehr Menschen als der Stephansdom (übrigens kann man sich hier gerne als Eremit einmieten), 50 % der City sind Wasser und Grünflächen, Linz hat das größte Universalmuseum Österreichs an einem Ort (das Schlossmuseum) und das modernste Opernhaus Europas, das neue Musiktheater. Ein Event der Superlative ist auch die „Klassik am Dom“, wenn sich Weltstars in Linz die Hand reichen – im übertragenen Sinne. Seit 2011 wird alljährlich im Sommer aus dem Platz direkt vor dem imposanten Mariendom eine geniale Open-Air-Location mit hoch­karätigen Künstlern.

Das Café Traxlmayr (das sich auch abends zur Einkehr anbietet, wenn die angesagten Lokale der City wieder mal voll sind) ist das letzte echte Kaffeehaus in Linz, das sich zur Wiener Kaffeehauskultur zählen darf und damit zum Immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Das Interieur wurde von einem Otto-Wagner-Schüler gestaltet – eine wunderbare Oase zum Durchatmen zwischendurch, nach dem Museum und vor dem Theater etwa. Denn: Los ist etwas in Linz, o ja! Die beliebtesten Restaurants für abends sind da gerne schon morgens „ausreserviert“. Wer hätte das gedacht? Auf nach Linz!

Hotel Tipp

Das ARTE Hotel Linz ist nah genug für jeden Schuhwechsel zwischen Shopping und Kulturabend oder um kurz mal die Einkäufe abzuladen und gleich wieder auf Spritztour zu gehen. Das Ars Electronica Center, in dem man übrigens den ganzen Tag verbringen könnte, liegt gleich gegenüber und das Lentos nur einen Brückenwalk entfernt. Im Arte Hotel hat man sich den KunstFaktor zu Herzen genommen: Jede Etage wurde von einem anderen Kultur-Etablissement der Stadt gestaltet. Großes Atout im Zimmer: Ein Wasserkocher, dem man ja in Österreich sonst oft nachlaufen muss und der mir persönlich stets gelegen kommt. In den Zimmern und Studios herrscht sachliche Gemütlichkeit, ein eigener Spa-Bereich und ein Schanigarten im Hof sind genauso im Angebot wie eine eigene Tiefgarage (die man in Linz schätzen lernt) und zwei Seminarräume. Ein stylishes Haus mit viel Kultur- und Kunstaffinität – mit Museen und Restaurants um die Ecke und der Straßenbahnstation quasi vor dem Haus. Optimal für einen City-Trip!

Tipps für einen City-Trip nach Linz

 

Be prepared!

 

Kaufen: Die Linz Card inkludiert je nach Dauer die Öffis, die Bim auf den Pöstlingberg und die Museen sowie die Stahlwelt-Zeitgeschichte

Checken: Der Urban Guide Linz

Lesen: Der www.visitlinz.at – Blog

Planen: Die Visit Linz App

Schmökern: Linz Magazin

Linz  Vorlage BlogbreiteFoto: Pixabay

 

Erlebnisse

 

Höhenrausch 2020 „Wie im Paradies“: www.hoehenrausch.at

Voestalpine Stahlwelten erleben: www.voestalpine.com/stahlwelt/Stahl-erleben

Hafenrundfahrt mit der Linzerin: www.donauschifffahrt.eu/linzerin

Museum der Zukunft Ars Electronica: https://ars.electronica.art/center/de

Location, Neo-Brauerei und Events: https://tabakfabrik-linz.at

Pöstlingbergbahn mit Grottenbahn: www.linzag.at/portal/de/privatkunden/freizeitgrottenbahnpoestlingberg/poestlingberg

Der Linzer Donaustrand

Linz  Vorlage BlogbreiteFoto: Linz Tourismus

 

Kultur

 

Barocke Innenhöfe und das Landhaus innen bestaunen

Sadtmuseum Nordico: www.nordico.at

Größtes Universalmuseum:  www.landesmuseum.at/de/standorte/schlossmuseum-linz.html

Landestheater Linz: www.landestheater-linz.at

Lentos Kunstmuseum: www.lentos.at/html/de/index.aspx

MAZ – Museum Auf Zeit in der Hafengalerie: Graffiti im Mural Harbor plus 3D-Erlebnisse: www.muralharbor.at

OÖ Kulturquartier: www.ooekulturquartier.at

Stifterhaus: https://stifterhaus.at

Brucknerhaus: www.brucknerhaus.at

Zeitkultur am Hafen: www.posthof.at

Linz  Vorlage BlogbreiteFoto: Pixabay

 

Kulinarik

 

Die Donauwirtinnen: www.diedonauwirtinnen.at

Café Traxlmayr:
www.cafe-traxlmayr.at

K.u.K. Hofbäckerei: https://kuk-hofbäckerei.at

Skandinavisch-asiatisch im Cook: www.cook.co.at/new

Wirtshaus Rauner: www.rauner.restaurant

Bier im Figls: https://www.figls.at/de

Frühstück im Johann´s: https://www.winkler-brot.at/johanns

Direkt an der Donau: https://fischerhaeusl.at

Frau Dietrich mit dem Flair der Zwanziger: http://www.frau-dietrich.at

Legendär, das Gelbe Krokodil: https://krokodil.at

 

Linz  Vorlage BlogbreiteFoto: Angelika Mantler-Saul

Shoppen

 

Buchhandlung Alex: https://deralex.buchkatalog.at/

Shop für alles und es riecht noch gut drinnen: GEKO Linz: www.facebook.com/GekoLinzAustria

Hier findet man immer was, im s´Fachl: www.fachl.at

Kuriositäten-Flohmarkt jeden Samstag: www.linz.at/flohmarkt

Altstadt-Tipps: https://altstadt-linz.at

Nachhaltige Mode im Eco Store: www.eco-store.at

Kreativ-Hotspot und Salon Buntspecht: www.visitlinz.at/shopping/salon-buntspecht-linz

Tunesien

Tunesien

Tunesien

Tunis, Thalasso und die Frauen
Arabische Reiseziele üben einen besonderen Charme auf uns aus. Orientalische Gewürze, lange Gewänder, goldbestickte Tücher, Dattelpalmen, Meerwasser, Sanddünen und Kamele – diese reizvollen Bilder tauchen bei dem Gedanken an Tunesien in uns auf. 

Von Birgit Indra

Fotos: Pixabay

Fatimas Hand und die Tunesierinnen

In der Hauptstadt Tunis und den benachbarten Ortschaften wie Karthago und La Marsa spürt man die Sonderstellung, die dieses Land im arabischen Raum einnimmt. Einerseits ist hier ganz viel Tradition und alte Kultur spürbar, andererseits erkennt man beim Anblick der jungen Tunesierinnen, dass hier das Unmögliche möglich gemacht wurde: Die Stärkung der Frauenrechte und Gleichberechtigung wurden in den vergangenen 10 Jahren Schritt für Schritt umgesetzt – und das, obwohl der Anteil der Muslime bei 98 % liegt.

Fatimas Hand – Foto: Pixabay

Die Frauen hatten eigentlich schon immer großen Einfluss auf das Wohl des Landes. „Fatimas Hand“, die einem überall in Tunesien in Form von Schmuckanhängern, Geschirrmotiven oder Mosaikdetails begegnet, ist ein beliebtes magisches Abwehrmittel gegen das Böse und gleichzeitig ein Symbol für Kraft und Glück. Fatima, Mohammeds jüngste Tochter, nimmt im Islam einen wichtigen Platz neben dem Propheten ein, ähnlich wie Maria neben Jesus. In Tunesien wird diese Gleichstellung seit einigen Jahren ganz bewusst gelebt. Dies ist vielleicht mit ein Grund dafür, warum man sich als Reisende in diesem Land sehr wohl und geschätzt fühlt.

300 Sonnenstunden im Jahr

Das kleinste arabische Land der Welt ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Nur zwei Flugstunden von Wien entfernt taucht man in die arabische Kultur ein, und jeder einzelne Tag ist voll von reizvollen Eindrücken, herrlichen Bildern und interessanten Erlebnissen. Mit mehr als 300 Sonnentagen im Jahr ist Tunesien für Badeurlauber von Mai bis Oktober eine perfekte Destination. Temperaturen von 10 bis 20 Grad locken im Herbst, Winter und Frühjahr vor allem Individualreisende an. Wenn man den Nebelfeldern und feuchtkalten Minusgraden zwischen November und Februar entfliehen und gleichzeitig etwas über die mehrere Tausend Jahre alte Kultur Tunesiens erfahren möchte, plant man am besten einen Kurztrip nach Tunis und Umgebung.

Sidi Busaid – Foto: Pixabay

La Marsa und der Markt

La Marsa liegt nördlich der Hauptstadt Tunis und ist ein beliebter Wohn- und Erholungsort. Dementsprechend fein kann man hier auch am Abend ausgehen und beispielsweise auf der schicken Dachterrasse des „Hotel Dar El Marsa“ bei Live-Jazzmusik einen prachtvollen Blick auf den Hafen und den Sonnenuntergang genießen. Neben einer Vielzahl von kleinen Geschäften, die bis zur Decke mit unterschiedlichsten Schals, Tischtüchern und Stoffbeuteln aus tunesischen Webereien vollgestopft sind (handeln lohnt sich!), findet man in der hinter dem Hafen gelegenen Markthalle alles, was das kulinarische Herz begehrt: orientalische Gewürze und Nüsse, köstliche, reife Orangen, Datteln, Granatäpfel und Artischocken in einer Qualität, die das Herz höher schlagen lässt. Den traditionellen gesüßten Pfefferminztee genießt man am besten im schattigen Innenhof des bekannten Cafés „Le Saf Saf“.

Hotel Dar El Marsa – Foto: Caro Strasnik

Orientalisch-mediterranes Flair

Eine Kombination von Augen- und Gaumenschmaus ist der Besuch des Restaurants „Au Coeur De La Médina“. Es ist bekannt für seine exquisite Küche, und die kunstvoll verzierten Wände, die kostbaren Teppiche, die schweren, goldumrahmten Spiegel und die samtbezogenen Sofas und Polster neben den Esstischen vermitteln den Eindruck, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Taucht man dann knuspriges Weißbrot in eine feurige Gewürzpaste aus Olivenöl, frischen Chili, Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriandersamen, genannt „Harissa“, und beißt in ein „Brik“, eine traditionelle, mit Gemüse, Fleisch und Ei gefüllte Teigtasche, dann fehlt eigentlich nichts mehr außer der süßen, köstlichen, landestypischen Patisserie.

Karthago und Elissa

Spätestens in Karthago, der an der
Küste gelegenen Vorstadt von Tunis, begegnet man einer weiteren sagen­umwobenen Frauenfigur: Die phönizische Prinzessin Elissa (879–759 v. Chr.) sicherte der Gründungslegende nach Karthagos Fortbestand. Die Umstände, unter denen ihr Leben endete, sind jedoch keine schöne Geschichte, denn sie opferte sich selbst auf einem Scheiterhaufen, um der Stadt immerwährenden Wohlstand zu garantieren. Der Platz, ­auf dem diese spektakuläre Aktion stattfand, deretwegen sie bis heute als Mutter der Stadt in allen Geschichts­büchern steht, ist unbedingt einen ­Besuch wert. Durch einen wunder­schönen botanischen Garten erreicht man den „Byrsa-Hügel“, eine Anhöhe, von der aus ein prachtvoller Blick über antike Ausgrabungs­stätten bis hin zum Meer reicht.

Karthago – Foto: Pixabay

Medina Tunis – Foto: Caro Strasnik

Tunis und die älteste Medina der Welt

In der Altstadt von Tunis reihen sich weiße Häuser im maurischen Stil mit kunstvoll verzierten, bunt gestrichenen Holztüren aneinander, und in den engen, verwinkelten Gassen werden neben farbenprächtigen Teppichen und Tüchern üppig verziertes Silber­geschirr, aromatische Räucherwaren, große und kleine Shishas, kitschige Kunstblumen und vieles mehr angeboten. In der ältesten Medina der Welt herrscht eine besondere Atmosphäre, ein Geschäft folgt auf das nächste, und die Straßenverkäufer preisen unermüdlich ihre Ware an. Wer sich dadurch belästigt fühlt, ist hier fehl am Platz. Je mehr man sich jedoch auf diese fremdartige Kultur des Handelns einlässt, desto mehr versteht man, dass das laute Anpreisen und Feilschen einfach dazugehören. Das fremdsprachige Stimmengewirr wird nur vom singenden Ruf des Muezzins unterbrochen, der vom Turm der nahegelegenen ­Ez-Zitouna-Moschee zum Gebet ruft. Nach der Sidi-Oqba-Moschee in Kairouan ist sie die größte und wichtigste Moschee Tunesiens.

Restaurant Au Coeur De La Médina – Foto: Caro Strasnik

Foto: Caro Strasnik

Antoninus-Pius-Thermen – Foto: Caro Strasnik

Die Antoninus-Pius-Thermen

Auf der einen Seite blickt man auf Ruinen punischer Wohnhäuser, auf der anderen Seite befinden sich die Antoni­nus-Pius-Thermen, eine freigelegte römische Badeanlage aus dem 2. Jahrhundert. Sie ist die bis heute größte ihrer Art in ­Afrika und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Spaziert man durch die freigelegten Mauern und Säulen, bekommt man einen guten Eindruck von der enormen Größe des Bauwerkes. Beeindruckend sind unter anderem auch die Pläne und Skizzen des antiken römischen Aquädukts von ­Zaghouan, das ­damals schon 132 Kilometer lang und hochtechnisch ausgereift die Stadt Karthago mit Trinkwasser aus dem Atlasgebirge versorgte.

Foto: Pixabay
Foto: Caro Strasnik

Sidi Bou Saïd und „Villa Bleue“

Das malerische Künstlerdorf, auf dem Felsen von Karthago und am Golf von Tunis gelegen, ist ein heiliger, unter Denkmalschutz gestellter Ort und unbedingt einen Besuch wert. Für Liebhaber von Boutique-Hotels ist das Hotel „Villa Bleue“ ein wahrer Geheimtipp. Jedes Zimmer ist vollkommen individuell und mit viel Liebe und Geschmack eingerichtet. Aus jedem Zimmer, vom Outdoor-Pool und auch vom Restaurant aus, hat man einen atemberaubenden Blick auf das türkisfarbene Meer. Von hier gelangt man über verwinkelte Gassen, vorbei an alten, restaurierten Palästen und verzierten türkis-blauen Türen und Fenstern hinunter zu einem kleinen Basar und weiter zum „Café des Nattes“. Auf einem Teppich in dem berühmten, ­typisch maurischen Café zu sitzen, einen Pfefferminztee mit Mandeln zu genießen und die Männer dabei zu beobachten, wie sie die traditionellen Shishas herumreichen, ist besonders eindrucksvoll. Beschreiben kann man diese Stimmung nur schwer – man muss es erleben!

 

Traditionelle Speisen und Getränke

Der gesüßte Pfefferminztee und der arabische Kaffee, der in einem kleinen Kupferkännchen im heißen Sand aufgekocht wird, sind die traditionellen Heißgetränke des Landes. Duftendes Couscous gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, nur mit Gemüse oder auch mit Fleisch – es schmeckt immer köstlich! Das mediterrane Klima im Norden des Landes mit mehr als 300 Sonnentagen und genug Regen im Winter und Frühjahr bringt eine Fülle an herrlich saftigem Obst, aromatischem Gemüse und duftenden Kräutern hervor, die das ganze Jahr über ein kulinarisches Top-Erlebnis ermöglichen. Lamm und Rind sind weit verbreitet, Kamelfleisch wird hauptsächlich im Süden gegessen, und die Fische und Krustentiere sind vom Feinsten – ganz zu schweigen von den exotischen Desserts aus Blätterteig, Erdnuss- und Pistazienpasten, Datteln, Honig und Rosenwasser.

Fotos: Hotel the Residence Tunis

Hotel The Residence Tunis

Für orientalische Prinzessinnen … oder alle, die sich so fühlen wollen!
Etwas außerhalb von La Marsa liegt, eingebettet zwischen dem Meer und einem Salzsee, das luxuriöse Strandresort „The Residence Tunis“. Mit der landesüblichen „Hand aufs Herz“-Geste nehmen sich hier die Hotelmitarbeiter in einer unvergleichlich freundlichen Art ihrer Gäste an. In drei Gourmet-Restaurants wird tunesisch, mediterran und chinesisch auf höchstem Niveau gekocht. Das Frühstücksbuffet gleicht einer Gaumen-Erlebniswelt! Hier findet sich alles, von Original-English-Breakfast über traditionell tunesische Spezialitäten und frisches Obst bis hin zu französischen Leckereien wie Crêpes und Croissants.

Nichts wird dem Zufall überlassen, weder in den 161 Zimmern und 9 Suiten, noch im großzügigen Barbereich oder in der paradiesischen Gartenlandschaft. Besonders beeindruckend ist der prachtvolle Spa-Bereich mit Indoor-Meerwasserpool. Auf 3.500 Qua­dratmetern kann man sich hier das ganz Jahr über von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen, und wer sich etwas besonders Gutes tun möchte, bucht eine Thalasso-Kur. Es ist empfehlenswert, sich mindestens eine Woche Zeit dafür zu nehmen. Neben dem Outdoor-Pool inmitten des herrlichen Gartens lockt der hoteleigene Strand zum Sonnetanken unter Palmen. 

Spätestens beim Anblick des ersten Kamels, das seelenruhig unweit des rauschenden Meeres mit eingezogenen Beinen und stoischem Blick im Sand liegt, setzt die Wirkung des Zaubers ein, der von diesem Platz ausgeht. Beim Entspannen unter den Palmen-Sonnenschirmen gleiten die letzten Gedanken an zu Hause wie ein hauchdünner Schleier von einem ab und fliegen davon. Hier fühlt man sich wirklich wie eine orientalische Prinzessin! Tipp: Golfer erwartet inmitten eines Naturschutzgebietes einer der schönsten 18-Loch-Plätze des Mittelmeerraums, und mit etwas Glück kann man neben dem Fairway pinkfärbige Flamingos dabei beobachten, wie sie im Salzwasser nach Krebsen suchen.

Tipps Tunesien

 

Beste Reisezeit

Badereise: Mai bis Oktober, 300 Sonnentage, Durchschnittstemperatur 26 °C und Wassertemperatur 25 °C. Individual- und Kulturreise: Ideal im Frühjahr und Herbst, Durchschnittstemperatur 22 °C und viel Sonne. Wüstentouren: März und April, weil angenehmste Temperaturen. Thalassokuren: Das ganze Jahr über!

Wichtiger Tipp zur Einreise: Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein!

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Foto: Pixabay

Mobilität

 

Alle internationalen Autovermieter am Flughafen von Tunis-Carthage vorhanden. Taxipreise sind sehr günstig (zwischen € 3,– und € 10,– Flughafen/Hotel)

Fahrradtouren: http://www.lelemontour.com/en/

TGM-Zug: Von Tunis Zentrum, Gammarth, La Mars, Karthago bis Sidi Bou Saïd (Dauer 36 Minuten, € 1,–)

https://www.rome2rio.com/de/map/Tunis/Sidi-Bou-Said

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Tunis
Foto: Pixabay

Hotels und Gästehäuser


Beste Adresse für Thalasso-, Strand- und Gourmeturlaub:
https://www.cenizaro.com/theresidence/tunis

Hotel mit Fahrradverleih in La Marsa: http://www.darelmarsa.com/

Gästehaus mit Segelschiff für Tagesausflüge in Sidi Bou Saïd: http://www.darsaid.com.tn/

Schmuckstück in Karthago: https://www.carthagehill.com/

Boutiquehotel in einem Dar (Palast) aus dem 17. Jahrhundert in der Medina von Tunis: https://www.darbengacem.com/dar-ben-gacem-kahia/

Boutiquehotel in Sidi Bou Saïd: https://www.lavillableuesidibousaid.com/

Geheimtipp ab Herbst 2020: Neues Hotel inmitten einer Oase in der Wüste „The Residence Douz“: www.cenizaro.com/theresidence

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Hotel Villa Bleue Sidi Bou Said
Foto: Caro Strasnik


Restaurants, Kaffeehäuser und Bars

 

Bestes Restaurant in Sidi Bou Saïd: https://www.lavillableuesidibousaid.com/

Schönstes Kaffeehaus in Sidi Bou Saïd: https://www.facebook.com/CafeDesNattes/

Stimmungsvolle Bar/Restaurant und Afterwork-Treff an der Hauptstraße zwischen Tunis und La Mars: https://www.facebook.com/letriplextunis 

Traditionelles Kaffeehaus in La Marsa: https://www.facebook.com/le.safsaf

360°-Blick-Bar in La Marsa: http://www.darelmarsa.com/site/en/dar-el-marsa-5-stars-hotel-bars-and-tea-shops-360-deg.42.html

Rooftopbar in der Medina von Tunis: https://www.dareljeld.com/en/restaurants

Pool-Bar und Restaurant für die junge Haute-Volée in Gammarth: http://www.billionaire-gammarth.com/

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Café des Nattes
Foto: Pixabay

Paläste, Kulturstätten und Museen

 

Kulturjuwel in Sidi Bou Saïd: Palast des Malers und Musikliebhabers Baron Rodolphe d´Erlanger „Ennejma Ezzahra“: http://www.ennejmaezzahra-tunisie.org/en

Ausgrabungsstätte Antoninus-Pius-Thermen in Karthago und Dougga: Überreste einer antiken Stadt, https://www.discovertunisia.com/de/tunesien-kultur/

Sehenswertes Nationalmuseum von Bardo: Weltweit bedeutendste Sammlung römischer Mosaikkunst, http://www.bardomuseum.tn/

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Palast Ennejma Ezzahra Sidi Bou Said
Foto: Caro Strasnik

Basare, Shops und Märkte

 

Medina von Tunis – ältester Souk in Tunesien: https://www.discovertunisia.com/de/medias/souk-medina

Schmuck in Tunis: „Souk El Berka“, https://en.wikipedia.org/wiki/Souk_El_Berka

Fashion „Lyoum“ ­Prêt-à-porter made in Méditerranée in La Marsa: https://lyoum.fr/en/

Orientalische Gewürze und Kräuter: Markthalle in La Marsa Traditionelle „Foutas“ aus Baumwolle (Tisch-, Strand-, Badetücher): in kleinen Geschäften rund um die Markthalle.

Keramik am Straßenmarkt am Fuße des „Café Nattes“ in Sidi ­Bou  Saïd.

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Medina in Tunis
Foto: Caro Strasnik

 

La Gomera

La Gomera

OUT OF TIME

Die vielen Wunder von

La Gomera

Ursprünglich, charmant, besonders vielfältig und einsam: Das „Hawaii von Europa“ wartet in kurzer Flugdistanz und birgt genug Möglichkeiten, um hier mindestens ein Jahr zu verbringen. So lange war zwar leider keiner meiner Aufenthalte, aber schön wär’s.

Von Regina Dvorak

Meine erste unmittelbare Berührung mit La Gomera fand am Wiener Flughafen statt und sollte gleich Sinnbild werden: Im Zeitschriften-Shop, auf einem durchaus überschaubaren Ständer, gab es – nebst den Führern zu herkömmlicheren Reisezielen – gleich mehrere Reisebücher zu dieser kleinen, feinen und eher unbekannten Destination La Gomera. Jetzt, nachdem ich einige Male dort gewesen bin, weiß ich, warum das so ist: Weil La Gomera so viel kann. Weil es fahrlässig wäre, La Gomera zu besuchen, ohne alle Optionen und Hintergründe dazu zu kennen, weil es fahrlässig wäre, auch nur ein Detail daran auszulassen. Das dürfte auch der Einkäufer des Zeitschriften-Shops wissen.

Weil Sie vielleicht selbst noch nicht auf dieser zweitkleinsten der Kanarischen Inseln waren, gehören die wichtigsten Details zuerst einmal zusammengefasst:
» wandern (dafür sind die meisten Urlauber, aber dennoch nicht viele, da; eine der wunderbarsten Möglichkeiten, diese Insel zu genießen)
» schwimmen (schöner und ursprünglicher geht’s echt nicht leicht)
» entdecken (dabei fühlt man sich ähnlich Dr. Livingstone oder dem kleinen Prinzen – schon ob der geringen Größe und erstaunlichen Vielfalt der Insel)
» Einsamkeit erleben (ein unpatriotischerer Gabriel García Márquez hätte „100 Jahre Einsamkeit“ auch hier ansiedeln können)
» Naturnähe (ein nichtssagender Ausdruck, der hier mit jeder Minute an Inhalt gewinnt)
» vor allem – und in all diesen Details: relaxen (dafür kann man innerhalb Europas in dieser Qualität wohl nur hierher kommen)

Alles, was man an individuellen, vielfältigen und entspannenden Möglichkeiten relativ nahe an Europa sucht, findet man hier. Und alles, was man hier macht und erlebt, wird automatisch zu einem Wunder.

Das ehemalige Fischerdorf Playa de Santiago liegt im Mündungsdelta schöner Schluchten und ist ob der Lage im Süden ganzjähriger feiner Badespot.

DIE SPRACHLOSIGKEIT

Man kann bei dem Versuch, die unglaubliche Schönheit und Vielfalt der Insel in Worte zu fassen, nur kläglich scheitern, weil einfach die Worte dafür fehlen. Deswegen wäre es vielleicht klüger, die Gefühle zu beschreiben, die einen vom Aussteigen aus der Fähre von Teneriffa über das Ankommen im Wunderland des Hotelgartens, beim Schwimmen im Meer und beim Entdecken der Insel überkommen. Tief Luft holen, das ist das Erste, das einem dazu einfällt. Tief Luft holen, staunen und genießen. Hoffen, dass man sich noch viele Jahre an diese magischen Momente erinnert. Hoffen, dass sich die Bilder, wieder zu Hause, im Kopf nochmals abrufen lassen, dass sich die Momente im Alltag wieder zurückholen lassen, um ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Dankbar sein, dass man so etwas Schönes und Ursprüngliches einmal gesehen hat und erleben durfte.

DIE BOTANIK

Die eindrucksvollste Erinnerung, die man von hier mitnimmt, gilt der Vielfalt. Hinter jeder Ecke der Insel, selbst hinter jeder Ecke jedes Hotels, eröffnen sich neue Ausblicke und neue Eindrücke. Im Hotel La Jardin Tecina zum Beispiel gelten diese vor allem der unglaublichen botanischen Vielfalt und der unvergleichlichen Aussicht. Auf der großen Klippe nach Süden, mitten im Atlantik, auf der die großzügige Hotelanlage liegt, sprießt der 70.000 Quadratmeter große, gepflegte subtropische Garten. Unzählige Pflanzenarten, von denen sich viele zum Frühstück, Lunch und Dinner auf dem Teller finden, wachsen und blühen hier. Im Hotel werden regelmäßig botanische Rundgänge angeboten, die die unglaubliche Vielfalt des Gartens in einer „botanischen Weltreise“ erklären – davon kann man nur hingerissen sein. Die sympathischen Bungalows sind clever in die Terrassenlandschaft gebaut und geben von jedem Fenster aus den Blick auf den weiten Atlantik frei.

Die Hauptstadt San Sebastián bietet sich perfekt für den einzig möglichen Stadtbummel in La Gomera an. Der Besuch der Kirche ist dabei ein Muss.

Ein entspannter Barraquito am Lavastrand von Playa de Santiago nach einer Runde Schwimmen im Meer ist durch fast nichts zu überbieten.

DIE FREIHEIT

Jede Minute fühlt man unmittelbare Freiheit. Beim Schwimmen im Meer, direkt an den absolut naturbelassenen Stränden, aber auch überall sonst. Schwarze Steine und die zerklüfteten Küstenlandschaften rund um die ursprünglichen Buchten, die (verträglich abgeschwächte) Brandung und nichts, was an kilometerlange Sonnenschirmalleen, Algen, Seeigel oder ähnlich gewohntes Strandambiente erinnert, geben das Gefühl, als befände man sich in einem Abenteuer-film, nur sicherer. Vor allem, weil hier – und das gilt für viele Strände der Insel – im Morgengrauen die Delfinschulen beim Spielen beobachtet werden können. Das Beste an diversen Hotel-Stränden: Sobald man aus dem Meer kommt, kann man das Abenteuer-Feeling ablegen und sich 10 Meter weiter in aller Ruhe in Beach Clubs in balinesischen Relaxbetten neben geheizten Meerwasserpools und Barbecue-Restaurants dem absoluten Luxus hingeben. Das ist auf La Gomera bei Weitem keine Seltenheit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der meisten wunderschönen Hotels bietet sich an, um den Aufenthalt etwas luxuriöser zu gestalten als sonst eventuell üblich. Auch das ist eine große und sehr feine Freiheit.

DIE GEOGRAFIE

Offenbar spielt hier ein ganz besonderes Zeitgefühl mit. Genau dieses „Außerhalb-der-Zeit-Sein“ kommt nicht nur beim Schwimmen vor den Klippen zum Tragen, sondern auch, wenn man sich die Freiheit nimmt, die Insel zu Fuß, per Bike oder mit dem Auto zu erforschen. Insgesamt nur 25 Kilo-meter Durchmesser, aber knapp 1500 Meter hoch und fast gänzlich Nationalpark und UNESCO-Weltkulturerbe ist die Insel. Hier wartet hinter jeder Kurve (und deren gibt es wirklich viele) eine komplett neue Welt.

Von innen nach außen: Durch die Senken im Zentrum der Insel entstand im subtropischen Klima ein unberührter Urwald, der seinesgleichen sucht mit Schluchten, Bächen, riesigen Bäumen und einer Pflanzen- und Tiervielfalt, die auf engstem Raum den Atem rauben. „Garajonay“, wie der 4000 Hektar große Nationalpark genannt wird, ist häufig in Nebel gehüllt und wirkt absolut magisch. Er wird als „Lorbeerwald“ bezeichnet, weil die meisten der Baumarten lorbeerähnliche Blätter haben. Neben dem Garajonay gibt es weitere 16 geschützte Gebiete mit einer Gesamtfläche von 12.450 Hektar auf der Insel. Je weiter man sich vom Zentrum entfernt, desto zerklüfteter und rauer wird die Landschaft. Vulkanischen Ursprungs, vom Meer ange-geknabbert, teils in Terrassen kultiviert und überall von malerischen Schluchten und aufregenden Felsformationen durchzogen, zeigt die Insel hier ihr noch ursprünglicheres Gesicht. Dennoch findet man hinter jeder Biegung den Abstieg zu romantischen Buchten, palmengesäumten Wegen, entzückenden Restaurants und auch Aussichtspunkten wie dem berühmten neuen Mirador de Abrante.

Durchatmen, abhängen, genießen. Gerade abends wirkt die Welt auf La Gomera ein ganzes Stück größer als fast überall anders.

OUT OF TIME

Sie können sich also vorstellen, dass das Abhängen in schönen Hotels zwar wunderbar ist, aber angesichts all der weiteren Optionen dann doch für ein bisschen ungeduldiges Kribbeln sorgt – und das nicht nur bei Wander- und Bikefans, sondern auch bei Wasserenthusiasten aller Art. Fast alle Hotels bieten Tauchausflüge, Kajaktouren, Walbeobachtung und Marlinfischen an.
All diese Kontraste – und vor allem die allumfassende Ruhe, die man hier erleben kann – machen die Insel zu einer unvergleichlichen Oase. Ursprünglich und dennoch luxuriös, urig und dennoch eindrucksvoll. Freundlich und warmherzig werden alle Gäste empfangen, und überlaufen ist hier gar nichts. La Gomera ist auch geografisch nicht aus der Welt, das „Hawaii von Europa“ ist in etwas mehr als einer Stunde vom Flughafen Teneriffa aus zu erreichen. Anreisetechnisch ist dieses Paradies also nicht „out of time“, aber in allen anderen Bereichen durchaus.

Tipps La Gomera

MOBILITÄT

Die Anreise nach La Gomera erfolgt am besten per Flug nach Teneriffa Süd und mit der Fähre nach La Gomera. Es empfiehlt sich, die Flugzeiten den Fährzeiten anzupassen. Es gibt auch gute Anbieter, die Transfers vom Flughafen Teneriffa bis zum Hotel auf La Gomera anbieten. Mietautos sind günstig zu bekommen (Preise vergleichen!) und es zahlt sich wirklich aus, auf der Insel mobil zu sein. Shuttle-Anbieter: z. B. autobusesmesa.es Mietauto: z. B. cicar.com

Pittoresker Anblick: Roque de Agando

WANDERN

Eine Wanderkarte ist sinnvoll, die Wege sind allerdings meist gut beschildert. Natürlich stehen auch tolle Führer zur Verfügung, die allerlei Interessantes zu berichten wissen. Allein durch den Nationalpark Garanjanov mit seinen rund 4.000 Hektar führen gut 80 Wanderwege. Der meistbegangene Wanderweg führt durch den verwunschenen Märchenwald El Cedro. Lorbeer, Farne und Moos, Vögel und das Gefühl absoluter Einsamkeit – für den kompletten Rundweg von Hermigua über San Juan nach El Cedro müssen etwa 8 Stunden eingeplant werden. Führer/Gepäcktransport: z. B. timah.net

Der Märchenwald: El Cedro

WASSER

Neben allerlei Wassersportarten, Glasbooten u. Ä. können in La Gomera Wale und Delfine beobachtet werden wie sonst kaum wo in Europa. 23 verschiedene Wal- und Delfinarten wurden seit 1959 gesichtet. Whale-Watching-Touren am besten über Oceano buchen, die gemeinsam mit dem Verein Meer e. V. die Bootsausfahrten zum Sammeln von Daten über Delfine und Wale nutzen. Viele andere Anbieter sind dezidiert nicht zu empfehlen. Alle Informationen dazu werden in der zugehörigen Ausstellung unterhalb des Büros von Oceano ausgestellt. Vor der Tour anmelden, gefahren wird 2× täglich (ca. 3–4 Stunden) mit kleinen Fischerbooten.
whalewatching-gomera.com
m-e-e-r.de/delfine-erleben/la-gomera

Ein echtes Must: Whale-watching

AUSBLICKE

Mirador de Abrante: Schon nach Vallehermoso zu fahren, ist höchst spektakulär. Der Aussichtspunkt mit der Kombination aus roter Erde, Blick auf den Pico del Teide und gläsernem Skywalk über der Steilküste ist fantastisch.
Parque Rural: Perfekte Sicht über Valle Gran Rey
La Fortaleza de Chipuda: Blick über den schönsten Tafelberg Mirador de El Rejo: Ausblick auf das Tal Hermigua zwischen hohen Bergketten
Mirador del Sando: Beste Aussicht in La Gomera von der großen Terrasse auf das Dorf Taguluche und die gleichnamige Schlucht

Atemberaubend: Mirador de Abrante

STRÄNDE

Grundsätzlich gibt es in La Gomera perfekte Strände wie Sand am Meer. Einer ist hübscher als der andere, viele über kleine Wege erreichbar, und es empfiehlt sich wirklich, einige davon zu besuchen. Ein paar besonders empfehlenswerte: La Cantera: In der Nähe von Alajeró über einen Pfad oder per Boot zu erreichen, komplett unberührt und mit moderaten Wellen. Sehr romantisch. La Negra: Ebenfalls bei Alajeró, zu Fuß vom Strand von La Rajita erreichbar. Sagenhaft schön! La Caleta: Perfekter Schwimmstrand bei Hermigua

Perfekt abhängen: Playa Valle Gran Rey

HOTELS

Es gibt nicht sonderlich viele Hotels auf La Gomera. Meistens nächtigt man in Apartments oder Ferienhäusern, dennoch gibt es einige wunderbare Optionen für den Aufenthalt: Jardin Tecina: Das Hotel meiner Wahl im Süden. Zwar relativ touristisch, aber dennoch sehr nett und angenehm abgelegen. Mit botanischem Garten, Aufzug zum Strand und Beachbar, feinem lokalem und internationalem Essen, perfekter Aussicht und Golfplatz dabei. jardin-tecina.com
Parador de la Gomera: Das zweite Tophotel der Insel, ganz im Osten. Liebevoll mit viel kanarischem Charme direkt in San Sebastian mit allen Vorteilen des Ortes, u. a. wunderbaren Restaurants. Das Essen ist großartig, das Hotelangebot und die Aussicht ebenfalls. parador.es
Apartments Los Telares: Im Herzen des Hermigua-Tals mit allem, was das Herz begehrt, obwohl der Strand weit weg ist. Extrem ruhig gelegen, mit Pool und wunderbarem Frühstück. Die perfekte Ausgangsbasis für Trips in den Nationalpark und den Norden der Insel. lagomera.apartments
Las Casas del Chorro: Die abgelegene idyllische Finca mit fünf Ferienhäuschen für bis zu vier Personen liegt wunderbar und vermittelt heimisches Ambiente. Die Aussicht ist sagenhaft und es gibt kaum ein Plätzchen auf La Gomera, wo man so perfekt abschalten kann. Frühstück, Abendessen, Massagen und einiges mehr können zugebucht werden, das Visitor Center des Nationalparks ist in unmittelbarer Nähe. lascasasdelchorro.es

Ein Kleinod: Hotel Jardin Tecina

BESONDERHEITEN

Agulo: Die kleinste Gemeinde, verträumt, mit schmalen Gassen und alten Häusern. Tipps: Botanischer Garten mit Besucherzentrum Juego de Bolas, Restaurant La Vieja Escuela. Hermigua: Extrem ursprünglich und traumhaft gelegene Apartments. La Calera: Eines der schönsten Dörfer, bunte Fassaden, schmale Gassen, direkt in den Berg gebaut. Valle Gran Rey: Der beliebteste Ferienort in La Gomera. Das wunderschöne Tal zieht sich von den steilen Berghängen bis runter zum Meer inklusive Badebuchten, warmem Klima und allem, was man so braucht.
Cocktails: facebook.com/pages/Valle-Gran-Rey-Cacatua-Bar
Frühstück: facebook.com/NoahsArkgomera Quelle Chorros de Epina: Für ewige Liebe oder Kinderwünsche
Palmhonigmuseum: Sozialprojekt, Palm-, Traditions-, Anekdoten-und Heimatmuseum gleichzeitig, wirklich sensationell! facebook. com/Casa-de-la-Miel-de-Palma-Centro-Interpretaci
Gofio Amasado: Probieren! Süßer Brotteig mit Palmhonig und Mandeln in Kuchenform. Barraquito: Ja nicht versäumen! Typischer Kaffee mit gesüßter Milch, Marillenlikör, Espresso, geschäumter Milch und Zimt in Schichten.
El Silbo: Die typische Pfeifsprache der Insel, die als Weltkulturerbe gilt. Ein Teil der Inselbevölkerung spricht sie noch, und die Gomeros, die diese Sprache beherrschen, werden immer mehr. Danach fragen und zuhören!

Yoga Retreats

Yoga Retreats

 Yoga-Retreats

Atmen, loslassen und entspannen

von Victoria Fandl

Yoga und der Westen

Yoga boomt wie nie zuvor. Die fernöstliche Tradition für Körper, Geist und Seele hat unsere westliche Welt erobert, und das aus gutem Grund. Kaum eine Praxis deckt so viele Bereiche des Lebens ab wie Yoga. Und kaum zuvor war unsere Gesellschaft so ausgebrannt und auf der Suche nach Gleichgewicht, Ausgleich und Ruhe – vor allem innerer Ruhe.

Oberflächlich betrachtet, wirkt es oft so, als ob beim Yoga hauptsächlich am Körper gearbeitet würde. Man sieht Figuren, die als Hunde, Bäume, Berge, Krieger, Schwäne etc. bezeichnet werden. Daher wird Yoga sogar mit Gymnastik-Klassen wie Stretching oder Pilates verglichen. Auch soziale Medien vermitteln viel zu oft das Bild, dass Yoga das Ziel hat, schwierige Posen in den trendigsten Leggings in fotogerechter Kulisse auszuführen. Dies führt zum Missverständnis, dass nur die Hippsten und Trainiertesten Yoga praktizieren können.

Die Wurzeln des Yoga

Doch blickt man tiefer in die Philosophie des Yoga, findet man 6.000 Jahre alte Grundlagen, die Leitlinien für ein gesundes und zufriedenes Leben sein können. Man geht davon aus, dass gerade mal zwei Prozent von Yoga körperliche Haltungen – in der altindischen Sprache „Asanas“ genannt – betreffen. Die restlichen 98 Prozent haben mit Selbstreflexion, Eigenwahrnehmung, Bewusstseinsbildung, Achtsamkeit, Erhaltung der geistigen Gesundheit und mit der Lebensgestaltung insgesamt zu tun. Körperliche Yoga-Haltungen sind lediglich ein Werkzeug, um einen gleichmäßigen Energiefluss im Körper zu schaffen und um die Verbindung von Körper und Geist zu erkennen. Durch Asanas, Meditation, Pranayama (yogische Atmung), Reinigungspraktiken, Mantren, Ayurveda, Ernährung etc. wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt.

Eine regelmäßige Asana-Praxis kann einen angenehmen Ausgleich zum stressigen Alltag darstellen und auch schnell merkliche Veränderungen im Körper hervorrufen, beispielsweise Kräftigung und Dehnung der Muskulatur, Erhöhung der Mobilität, tiefere Atmung, Entspannung des Nervensystems, Lösen von muskulären Spannungen und vieles andere mehr. Normale Yoga-Einheiten in Studios oder Fitnesscentern bieten jedoch oft nicht die Möglichkeit, in die philosophischen und psychologischen Hintergründe des Yoga einzutauchen. Man verbleibt zumeist in der obersten und rein körperlichen Ebene.

Yoga-Retreats

Um nachhaltige Veränderungen im Leben herbeizuführen und mehr Gelassenheit im Alltag zu erlangen sowie innere Ruhe zu verspüren, entscheiden sich mehr und mehr Menschen für sogenannte Yoga-Retreats. Retreat steht für Rückzug. Rückzug von der Reizüberflutung des Alltags. Rückzug, um wieder im Moment anzukommen, den Körper wieder zu spüren, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, neue Perspektiven zuzulassen und Klarheit zu schaffen.
Ein Retreat bietet den Raum, die Signale des Körpers wieder wahrnehmen zu können. Denn im Alltag sind wir so oft mit dem Fokus im Außen, dass wir diese gar nicht mehr wahrnehmen. Erst durch akute oder gar chronische Krankheiten ziehen wir dann die Notbremse. Dann, wenn das Nervensystem schon so überfordert ist, dass nichts mehr geht. Dann, wenn der Körper einen zwingt, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Dann, wenn Burn-out diagnostiziert wird.
Man weiß, dass für eine Vielzahl der modernen Krankheitsbilder (von Bandscheibenvorfall über Verdauungsbeschwerden bis hin zur Depression) chronischer Stress ein wesentlicher Faktor sein kann. Ein Yoga-Retreat bietet einen geleiteten Rückzug zu sich selbst, um Wege der Entspannung zu lernen, die dabei helfen, Stress abzu¬bauen und zu reduzieren. Durch die eindringliche Erfahrung und das tiefe Eintauchen in die Yoga-Welt können Gewohnheiten nachhaltig verändert werden und es fällt leichter, auch im Alltag ganzheitlich gesunde Routinen einzubauen.

Yoga-Urlaub versus Yoga-Retreat

Da Yoga ein derartiger Trend geworden ist, gibt es mittlerweile Yoga-Reisen aller Art in den verschiedensten Ausprägungen. Doch wodurch unterscheiden sich diese? – Im Grunde kann man sagen, dass Yoga-Ferien oder Yoga-Urlaub vor allem dazu dienen, Urlaub zu machen, und dies zusätzlich mit Yoga kombinieren. Im Vordergrund stehen schöne Hotels, gutes Essen und Wohlfühlatmosphäre, kombiniert mit Yoga-Stunden.
Yoga-Retreats hingegen gehen tiefer. Die Ausrichtung eines Retreats zielt darauf ab, die Achtsamkeit und Eigenwahrnehmung zu erhöhen, Anstöße zur Selbstreflexion zu geben und dadurch Muster zu durchbrechen und destruktive Glaubenssätze aufzulösen. Der Fokus liegt zum einen auf Wissensvermittlung und zum anderen auf Selbsterfahrung. Das Motto lautet: „Die wahren Antworten findest du nur in der Tiefe.“ All dies wird durch angenehme und ruhige Wohlfühloasen, gesundes Essen und Spa-Anwendungen ergänzt und unterstützt.

Das richtige Umfeld

Auch wenn bei Yoga-Retreats nicht der Fokus auf dem Außen liegt, ist es ganz entscheidend, einen Ort auszuwählen, der die Integration fördert. Kraftorte in der Natur sowie hochwertiges biologisches Essen liefern die notwendige „Prana“ – zu Deutsch Lebensenergie –, die alle Prozesse unterstützt.

Yoga-Retreats im Südosten versus in Österreich

Yoga-Retreats im südostasiatischen Raum können aufgrund der Kultur und der Nähe zum Yoga-Ursprung ein besonderes Umfeld bieten: die aufwendigen Tempel, die buddhistische und hinduistische Religion – wo Meditation und Achtsamkeit tief verankert sind – ebenso wie die angenehmen klimatischen Bedingungen.

Der zyklische Lebensweg der Frau

Vor allem Frauen ist es möglich, sich mit der zyklischen Natur zu identifizieren, besteht doch das gesamte Leben der Frau aus Zyklen – von der Menarche bis zur Menopause und darüber hinaus. Tageszyklen, Monatszyklen, Lebenszyklen: die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Frauen in Phasen und Übergängen. Die heutige Gesellschaft ist jedoch nicht darauf ausgerichtet. Wir streben konstant nach der ewigen Performance-Verbesserung und der Außen-Orientierung, müssen immer in gleicher Weise funktionieren und unsere Leistung erbringen und haben keine Zeit für Ruhepausen. Für zyklisches Leben ist hier kein Platz. Kein Wunder, dass Frauenerkrankungen und Zyklusbeschwerden an der Tagesordnung sind. Denn der Körper vieler Frauen sagt „stopp“. Viel mehr noch als der männliche braucht der weibliche Körper nämlich Ruhephasen und vor allem ein bewusstes Arbeiten mit dem Zyklus des eigenen Körpers sowie der Natur.
Jede Phase des Zyklus bietet ein bestimmtes Potenzial. Rund um die Ovulation ist es beispielsweise sehr gut, außenorientierte Aktivitäten zu planen und wichtige Geschäftstermine abzuhalten, rund um die Menstruation sind hingegen kreative Arbeiten und Lektorat-Tätigkeiten bestens angesetzt. Versteht frau außerdem nicht nur die Zyklen des Lebens, sondern auch die weibliche Anatomie, kann sie ihr eigenes Wohlbefinden erfolgreich selbst in die Hand nehmen.

Tipps YOGA

VICTRUYOGA RETREATS

VICTRUYOGA veranstaltet Retreats und Workshops zum Thema zyklisches Leben der Frau. Das Ziel ist es, Frauen mit den nötigen Tools auszustatten, um sich selbst wieder in Einklang zu bringen und nicht in eine Abhängigkeit Dritter zu geraten.

VICTRUYOGA vermittelt auf befähigende Weise Wissen über die weibliche Anatomie, wie der weibliche Zyklus genau funktioniert und wie Frauen ihre täglichen Aktivitäten anpassen können, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Durch holistische Yoga-und Selbstfürsorge-Praktiken, die speziell auf den weiblichen Körper und die weibliche Psyche ausgerichtet sind, haben Frauen die Möglichkeit, ihre Selbstheilungskräfte wieder zu aktivieren.

VICTRUYOGA WOMEN’S WELLBEING WINTER RETREAT
12.–18. Januar 2020 | Biohotel Bergkristall | Rohrmoos-Schladming

RUHE – RÜCKZUG – RITUALE
Bewusst ins neue Jahr starten, neue Energie schöpfen und Altes loslassen. In diesem Retreat geht es darum, die sanfte Stärke der Weiblichkeit auf eine befähigende Weise bewusst zu entdecken und die Zyklen zu verstehen. Hier kann man lernen loszulassen, nach innen zu kehren und den Körper wieder zu spüren. Es werden Rituale zu Selbstfürsorge, Ruhe und Rückzug in den Vordergrund gestellt und eine Form des Yoga gelehrt, die speziell auf den Körper und die Psyche einer Frau ausgerichtet ist.
Der ständig nach außen gerichtete Fokus ist vor allem für uns Frauen so erschöpfend, da wir damit gegen die Natur arbeiten. Mit der Teilnahme an diesem Retreat entscheidest du dich, bewusst aus deinem Alltag herauszutreten, um einen geleiteten Rückzug zu dir selbst zu erleben. Unterstützt wirst du dabei durch einen inspirierenden Rückzugsort in einem architektonisch einzigartigen Ambiente mitten in idyllischer Natur, heilende Thermalquellen aus der Tiefe der Berge und kulinarisches Verwöhnprogramm.

INHALTE
» Rituale zur Selbstfürsorge
» Täglich zwei Einheiten Yoga, Bewegung und Atemübungen
» Ein zeitgemäßes Training in weiblicher Physiologie und Psychologie
» Zeit in der Natur mit optionalen (Schneeschuh-)Wanderungen
» Vertrauensbildende und inspirierende Frauenkreise
» Entspannung und nachhaltige Erholung
» Eine Einzelsession (20 Min.) mit Victoria oder Charlotte
» Fackelwanderung durch die Talbachklamm (wetterabhängig)
» Reichhaltiges Bio-Brunchbuffet, Snacks, Yogi-Tee, 2-Gänge- Dinner (vegan)

Für Frauen aller Alters- und Erfahrungsstufen geeignet.

INVESTITION

» Kursgebühr Retreat (Yoga und Workshops): € 549,–
EARLY-BIRD-SPECIAL: Bis zum 31. Oktober 2019 erhältst du 10 % Rabatt auf die Kursgebühr.
LIKE-IT-SPECIAL: Mit dem Kennwort „Like it“ weitere 10 % Rabatt auf die Kursgebühr sichern.
» Unterkunft im Einzelzimmer oder Doppelzimmer mit Doppelbelegung € 609,– | Einzelbelegung Doppelzimmer € 799,–
Suchst du noch nach einem Weihnachtsgeschenk mit Tiefgang? Schenke Selbstfürsorge und Erholung!

LOCATION: DAS BIOHOTEL BERGKRISTALL
Das Biohotel Bergkristall: Eingebettet in den Schladminger Tauern, befindet frau sich inmitten abwechslungsreicher Natur zum Kraftschöpfen. Das Bergkristall arbeitet mit heimischen Ressourcen von regionalen Produzenten aus zertifiziert biologischem Anbau. Da die Besitzerin selbst zertifizierte Yoga-Lehrerin ist, wird die yogische Philosophie ganzheitlich gelebt. Im Winter liegt das Hotel mitten im Skigeschehen – im Zentrum der 4-Berge-Skischaukel in der Skiwelt Amadé. Man kann hier aber auch ganz ohne Skier einen wunderbaren Winterurlaub verbringen. Mit Yoga, Winterwandern, Rodel und Schneeschuhwandern.

VICTRUYOGA-RETREATS – VORSCHAU
» 30. Okt.–3. Nov. 2019: Design-Hotel Miramonte in Bad Gastein
» 12.–18. Jan. 2020: Bio-Hotel Bergkristall in Rohrmoos-Schladming
» Mai 2020: Bali
» Mai 2020: Vietnam
» Oktober 2020: Ibiza
» November 2020: Alpenretreat Tirol

Nähere Infos und Buchung unter www.victruyoga.com oder per Email unter [email protected]

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