Madeira

Madeira

MADEIRA

Das Paradies im Atlantik.

Siebenhundert Kilometer vor der Küste Afrikas liegt eine einzigartige Insel im Atlantischen Ozean. Wildromantische Küsten, uralte Wälder, reizvolle Gebirgslandschaften, prächtige Gärten und Parks mit einem enormen Reichtum an Pflanzen aus aller Welt, eine entzückende Hauptstadt und ihr ganzjährig mildes Klima machen sie so außergewöhnlich.

 

Text und Fotos: Uschi Widhalm

Schon ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Insel Madeira gerne als Kurort aufgesucht. Schriftsteller, Politiker und Aristokraten waren auf der Insel vor allem im ­glamourösen, 1891 eröffneten Reid‘s Palace anzutreffen. Auch die reisefreudige Kaiserin Sisi genoss hier die auch im Winter angenehmen Temperaturen, beklagte aber angeblich den Mangel an Abwechslung.
Heute bietet Madeira eine Fülle an Unterhaltung. Es hat schon lange sein Image als „Pensionisten-Insel“ abgelegt und ist ein Reiseziel für alle Altersgruppen geworden. Mit 57 Kilometer Länge und 22 Kilometer Breite hat Madeira rund 1.300 Kilometer Wanderwege in schroffen Gebirgslandschaften, entlang felsiger Steilküsten sowie durch riesige Lorbeer­wälder und legt Wanderern buchstäblich ein Paradies zu ­Füßen. Aber auch Taucher, Surfer, Radfahrer und Extremsportler haben die Insel für sich entdeckt. Ausflüge entlang der Küste, um Wale und Delfine zu beobachten, oder eine Jeep-Safari bringen auch für weniger Aktive Abwechslung. Für Entspannung sorgen viele wunderbare Hotels.
Die Insel besitzt eine überaus üppige und artenreiche Pflanzenwelt. Gewächse aus aller Welt werden seit der ersten Besiede­lung Anfang des 15. Jahrhunderts und besonders seit etwa 200 Jahren in öffentlichen und privaten Gärten und Parkan­lagen kultiviert, die sich hauptsächlich in der Hauptstadt Funchal und deren Umgebung befinden. In dieser Stadt mit kolonialem Charme findet man bemerkenswerte Bauwerke und interessante Museen. Eine Entdeckungsreise auf dieser Insel belohnt in jedem Fall mit majestätischen Szenarien.

Foto: Boca de Encumeada – Der Pass liegt auf 1007 Meter Höhe auf dem Gebirgskamm, der Madeira durchzieht.

Was Madeira so besonders macht

Funchal ist das touristische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel, in dem fast die Hälfte der Inselbevölkerung lebt. Die prachtvolle Vegetation verleiht der Stadt in herrlicher Hanglage ganzjährig eine einmalige Ausstrahlung. Besonders schön wirken die Straßenzüge der Altstadt ab ­Mitte April mit blau-violett blühenden Jacaranda-Bäumen. Erkundungen nimmt man hier am besten zu Fuß vor. Entlang der vier Kilometer langen Promenade bis zur gelben Festung São Tiago laden viele Plätze zum Verweilen ein. Die Fußgängerzone führt zur unbedingt sehenswerten Kathedrale, die bis heute Mittelpunkt des religiösen Lebens auf Madeira ist.

Festung Sao Tiago

Madeira Markthalle

Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7)

In der Markthalle erfreut man sich an Strelitzien, die auf der ­Insel im Überfluss wachsen, oder holt sich Appetit auf die köstliche portugiesische Küche, der dann unter freiem Himmel vor bunt bemalten Türen in einem der zahlreichen Restaurants u. a. in der Rua de Santa Maria gestillt werden kann. Kulturinteressierte Besucher werden von zahlreichen ­Museen beglückt, etwa dem Zuckermuseum, dem Museum für sakrale Kunst, einem Weinmuseum, das ausführlich über den berühmten Madeira-Wein informiert, oder einem ­Kolumbus-Museum, in dem ein Weinhändler Sammlerstücke zum Thema „Christoph Kolumbus“ zusammentrug. 

Nicht zu vergessen das Museu Cristiano Ronaldo (Museu CR7) mit Fanshop – ein Haus, das die Insel ihrem Fußball-Weltstar eingerichtet hat, nicht zuletzt, weil er in seine Heimat investiert, unter anderem in touristische Projekte.

Türverzierung in Funchal

Seitengassen in Funchal

Madeira Wine

Auf jeden Fall besuchen sollte man in Funchal eines der schönen historischen Herrenhäuser, wie die Quinta das Cruzes mit ihrem wunderbaren Garten und einer Kapelle. Einige dieser Quintas sind als Museen eingerichtet, viele aber auch zu komfortablen Gästehäusern umgestaltet, wo es sich stilvoll wohnen lässt.

Einen besonders schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer hat man von einer der Aussichtsterrassen des Botanischen Gartens (Jardim Botanico da Madeira) oder bei der Fahrt mit der Seilbahn zum Bergort Monte, der etwa vier ­Kilometer nördlich des Zentrums liegt. Sehenswert ist dort die Wallfahrts-kirche Nossa Senhora do Monte, in deren Seiten-kapelle sich das Grab Karls I. ­befindet, des letzten Kaisers ­Österreich-Ungarns, der 1921 nach Madeira verbannt wurde, wo er bald darauf starb.

Unterhalb der Kirche kann man sich mit einem Korbschlitten auf gewachsten Holzkufen drauf-gängerisch talwärts durch enge Gassen fahren lassen. Ursprünglich wurden diese Schlitten erstmals im Jahr 1850 als schnelles Transportmittel für die Bewohner Montes eingeführt. Heute sind sie eine der beliebtesten Touristenattraktionen.

Von Monte aus besucht man einen der schönsten Botanischen Gärten der Welt, den Jardim Tropical Monte Palace.

Glücklich diejenigen, die Zeit haben, die ganze Insel zu erleben!

Cabo Girao

Entlang der Westküste eröffnen sich unbeschreibliche Landschaftsbilder. Im pittoresken Fischerörtchen Camara de Lobos stellte schon Winston Churchill seine Staffelei auf, um die Idylle einzufangen. Das Cabo Girao ist mit 580 Metern die zweithöchste Steilklippe der Welt und bietet von seiner gläsernen Aussichtsplattform imposante Panoramen. Die Klippe kann man während einer Wander-ung entdecken und von dort aus Paraglidern zusehen, die sich waghalsig in die Tiefe stürzen. Im ruhigen Ponta do Sol findet sich eine der wenigen Badebuchten Madeiras. Hier lässt sich bei einem Gläschen Poncha, dem Nationalgetränk der Insel, entspannt der Sonnenuntergang genießen.

Camara de Lobos

Blick über Funchal vom Jardim Tropical Monte Palaca

Während einer einsamen Fahrt über die wilde Hochebene Paul da Serra im zentralen westlichen Teil der Insel in 1500 Meter Seehöhe ist es möglich, das Meer im Süden und im Norden gleichzeitig zu sehen. Oft abschnittsweise dicht auftretender Nebel macht die Fahrt nur noch fantastischer. Hier beginnen auch viele traumhafte Wanderrouten durch den mystisch wirkenden Lorbeerwald (Laurisilva), der ursprünglichen Vegetation aus der Erdneuzeit, der in Kontinental­europa während der Eiszeit fast völlig ausgelöscht wurde und heute nur mehr auf Madeira, den Azoren, Kanaren und Kapverden zu finden ist. Seit dem Jahr 1999 ist der Wald UNESCO-Welt­naturerbe und bedeckt noch 20 Prozent der Inselfläche. Wanderungen entlang der Levadas gehören zu jedem Madeira-Besuch. Neben diesen künstlich angelegten Wasserkanälen, mit denen das Wasser aus den niederschlagsreichen ­Regionen im Norden und dem Zentrum der Insel zu den landwirt-schaftlichen Anbaugebieten im trockeneren Süden geleitet wird, wurden zu deren Wartung Pfade angelegt, die heute als Wanderwege genutzt werden. So ist es jedem möglich, diese unvergleichliche Region zu erleben.

Wer beim Wandern Herausforderung sucht, besteigt den Pico Ruivo, den mit 1862 Metern höchsten Berg Madeiras. Die beeindruckende Berglandschaft kann man aber schon vom Pico do Arieiro aus bewundern, der mit dem Auto zu erreichen ist.

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach Stränden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine künstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natürliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fährt mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schätzen auf Madeira die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten São Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wünscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen Flüsse Madeiras springen.

 

Viele Menschen sehnen sich auf einer Insel nach Stränden. Auf Madeira gibt es diese kaum. In Calheta (32 Kilometer von Funchal) hat man eine künstliche Sandbucht angelegt, sonst bieten nur befestigte Felsbade-buchten entlang der Promenade ab Funchal Richtung Westen und natürliche Fels­bade­becken in Puerto Moniz im Norden der Insel Bademöglichkeiten. ­Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zu einem Badesteg am Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid‘s Hotel. Wer einen schönen Sandstrand sucht, fährt mit der Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo. Diese Insel mit ihrer kargen Landschaft hat einen goldgelben, sieben Kilometer langen Sandstrand aus pulverisierten Korallen. Wassersportler, wie Surfer und Wellenreiter, schätzen auf Madeira die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paul do Mar und im Nordwesten São Vicente. Taucher finden klares Wasser und eine intakte Unterwasserwelt im Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark. Wer sich noch mehr Action wünscht, kann bei einer Canyoning-Tour in die frischen Flüsse Madeiras springen.

Tipps Madeira

Lieblingsplätze

Dichtes Grün säumt die Wasserkanäle entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald führen. Ein Rundwanderweg leitet durch diese märchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und Nebel mystische Atmosphäre zaubert, lässt an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch für Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf die raue Küste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lädt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese früh am Morgen beginnen, um größeren Wandergruppen vorauszusein.

Das Projekt „Kunst der offenen Türen“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals düsteren Rua Santa Maria schmucklose Türen belebt. Ab 2011 bemalten Künstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede Tür ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com

Das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Ponta do Sol wird von ­steilen Abhängen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten Plätzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und Cafés zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort für Ruhesuchende.

Und noch mehr…

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers João Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend Ausstellungsstücke gezeigt, wie Bücher, Töpferwaren, Gemälde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenüber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum über Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige Führung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/ 

Jardim Botanico – Botanischer Garten: Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem früheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira  ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-Gärten anzulegen. Exotische Bäume und seltene Pflanzen wurden hierfür importiert. Das prächtige Anwesen ging 1885 an die englische Weinhändlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie führte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue Gärten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-Château-Kette. Täglich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur Begrüßung des Frühlings. Die ganze Pracht unzähliger Blumen wird zur Schau gestellt. Umzüge mit Tanzgruppen in fantasievollen Kostümen und geschmückten Festwägen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de São Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen São Jorge und Arco de São Jorge an der Nordküste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden für die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingeführt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei Männer lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: Berühmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen Stammgästen
www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/
Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes Frühstück
www.castanheiroboutiquehotel.com/
Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum
www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser;
www.penhafranca.com/D/index.html

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum
www.pestana.com/de/hotel/pestana-grandcanico.
Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal)
www.quintasplendida.com/quinta-splendida
Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer
www.pontadosol.com/
Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: Für diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nächtigen möchten
www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants:

The Ritz: Restaurant, Café, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente;
www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. Täglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; 

www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute Küche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und Spezialitäten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung für Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Mare
www.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter Küche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der Nähe des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hält vor der Tür), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Service überzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschädigt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto
de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der Nähe des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, Spezialitäten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das Nationalgetränk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer
www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

Köstlichkeiten typisch Madeira:

Die geschmackvollen Gerichte der Küche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen Gewürzen vorbereitete Rindfleisch wird über offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene Ständer in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort für „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen Gewässern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grätenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene Polentawürfel) gereicht.

Meeresfrüchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an Felsküsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit Kräutern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprünglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus Süßkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-Kräuterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefüllt mit Käse, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein Weihnachtsgebäck. Den Engländern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr über auf den Tisch gebracht wird, da er vorzüglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges Getränk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die Engländer aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute üblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerührt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, süß-säuerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berühmte Likörwein der Insel entstand eher zufällig beim Transport durch die Tropen, wo der Gärprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet süßen, halbsüßen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

Tipps Madeira

Lieblingsplätze

Dichtes Grün säumt die Wasserkanäle entlang moosbewachsener Wege, die im Gebiet Rabacal in den Lorbeerwald führen. Ein Rundwanderweg leitet durch diese märchenhafte Landschaft zum Wasserfall Risco und den 25 Fontes (Quellen) und offenbart die Schönheit des Landesinneren. Ein Besuch im Morgengrauen, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und Nebel mystische Atmosphäre zaubert, lässt an einem aufregenden Naturschauspiel teilhaben.

Die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco im östlichen Teil der Insel hat – vollkommen untypisch für Madeira – eine fast baumlose Landschaft. Auf einer einfachen Wanderung von acht Kilometern bieten viele Aussichtspunkte spektakuläre Blicke auf die raue Küste mit wilder Brandung und auf vulkanische Gesteinsformationen. Das Farbenspiel in Braun- und Gelbtönen entlang des Weges, gepaart mit dem tiefen Blau des Wassers ist atemberaubend. Eine kleine Bucht mit schwarzem Sand lädt zum Schwimmen ein. Wie jede Wanderung, sollte man auch diese früh am Morgen beginnen, um größeren Wandergruppen vorauszusein.

Der verzaubernde Jardim Tropical Monte Palace wird wegen seiner gelungenen Verbindung von Natur und Kultur zu den schönsten Botanischen Gärten der Welt gezählt. Er liegt in einem Vorort hoch über Funchal und erstreckt sich auf 70.000 Quadratmetern terrassenförmig Richtung Meer. In dieser enormen Sammlung von Pflanzen aus aller Welt führen verschlungene Wege und Wasserläufe zu versteckten Plätzchen, Teichen und dem Monte Palace. Das Anwesen wird von einer Stiftung betrieben, zu deren Zielen auch die Be-wahrung von Denkmälern und Kunstwerken zählt. So finden sich zwischen den Gewächsen alte Steinwappen, Azulejos (Kachelbilder auf Keramikfliesen), Pagoden und ein Museum mit Skulpturen und Mineralien. montepalace.com/

Das Projekt „Kunst der offenen Türen“ in der Altstadt Funchals hat um die, vor allem aber in der ehemals düsteren Rua Santa Maria schmucklose Türen belebt. Ab 2011 bemalten Künstler diese bunt mit unterschiedlichsten Motiven. Jede Tür ist ein Unikat. Galeristen siedelten sich an, Restaurants folgten. Und nun sitzen Besucher mitten in einem Open-Air-­Museum und genießen u. a. Espada, den Schwarzen Degenfisch, der um Madeira gefangen wird. www.arteportasabertas.com/

Das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Ponta do Sol wird von ­steilen Abhängen begrenzt und ist einer der schönsten Orte Madeiras. Es gehört auch zu den sonnenreichsten Plätzen der Insel, hat eine kleine, steinige Badebucht, einige Restaurants und Cafés zu bieten, aber nur ganz wenige Hotels. Zu besichtigen gibt es nicht viel, aber es ist ein wunderbarer Ort für Ruhesuchende.

Und noch mehr

Universo de Memorias: Das „Universum der Erinnerungen“ zeigt das Leben des ehemaligen Tourismusministers João Carlos Abreu als Reisender, Journalist und Person des öffentlichen Lebens. In vierzehn Zimmern des Hauses werden zehntausend Ausstellungsstücke gezeigt, wie Bücher, Töpferwaren, Gemälde und Bronzen aus aller Welt. Direkt gegenüber dem Museum Quinta das Cruzes. Dienstag bis Samstag 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sonntag 10–12 Uhr; Calçada do Pico, Funchal
de-de.facebook.com/universodememorias/

Blandy‘s Wine Lodge: Kleines Museum über Geschichte und Herstellung des köstlichen Madeira-Weins. Kurzweilige Führung mit anschließender kleiner Verkostung. Montag bis Freitag 10–18:30 Uhr, Samstag 10–13 Uhr; Avenida Arriaga 28, Funchal;
www.blandyswinelodge.com/

Jardim Botanico:Eine 1960 eröffnete Parkanlage mit exotischen Pflanzen auf dem früheren Anwesen der ­Familie William Reid. Im ehemaligen Herrenhaus ist das Natural History Museum untergebracht. Drei Kilometer oberhalb von Funchals Zentrum gelegen, mit dem Linienbus, Taxi oder auch mit der Gondelbahn gut erreichbar. Von hier kann man einen wunderschönen Blick auf Funchal genießen. Vom 1. 10. bis 31. 3.: 9–18 Uhr, vom
1. 4. bis 30. 9.:­ 9–20 Uhr; Caminho do Meio, Bom Suesso, Funchal;
ifcn.madeira.gov.pt/quintas-e-jardins/jardin-botanico-da-madeira-eng-rui-vieira ­

Palheiro Garden: Vor rund 200 Jahren begann die Adelsfamilie Carvalhal, Themen-Gärten anzulegen. Exotische Bäume und seltene Pflanzen wurden hierfür importiert. Das prächtige Anwesen ging 1885 an die englische Weinhändlerfamilie Blandy. Bis heute wird die Villa im oberen Teil von der Familie bewohnt. Sie führte die Entwicklung des Gartens Anfang des 20. Jahrhunderts fort und legte immer neue Gärten an. 1997 wurde die Villa im unteren Teil komplett renoviert und beherbergt heute das Hotel „Casa Velha do Palheiro“, Mitglied der Relais-&-Château-Kette. Täglich 9–17:30 Uhr, Rua do Balancal 29, Funchal
www.palheironatureestate.com/de/palheiro-gardens.html

Blumenfestival: Es findet traditionell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und ist ein Fest zur Begrüßung des Frühlings. Die ganze Pracht unzähliger Blumen wird zur Schau gestellt. Umzüge mit Tanzgruppen in fantasievollen Kostümen und geschmückten Festwägen im Zentrum Funchals begeistern Einheimische wie Touristen.
Das Blumenfest findet 2019 zwischen 2. und 19. Mai statt, 2020 zwischen 30. April und 17. Mai.

Miradouro das Cabanas: Madeira hat viele fantastische Aussichtspunkte. Einer davon ist Cabanas. Er bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Gemeinde Arco de São Jorge und den Atlantischen Ozean und befindet sich zwischen São Jorge und Arco de São Jorge an der Nordküste. An wolkenlosen Tagen kann man von hier auch die Nachbarinsel Porto Santo erkennen.

Korbschlittenfahrt: Um 1850 wurden für die Bewohner Montes die ersten Korbschlitten als schnelles Transportmittel nach Funchal eingeführt. Heute erfreuen sich Touristen an diesem Nervenkitzel. Zwei Männer lenken die zweisitzigen Korbschlitten auf Holzkufen mit bis zu 50 km/h die kurvigen, engen Straßen nach Funchal hinab. Die Gummisohlen ihrer Stiefel werden als Bremsen benutzt. Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Die Schlitten befinden sich am Fuß der Treppe zur Kirche Nossa Senhora do Monte. Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–13 Uhr.

Hotels

Funchal: Belmond Reid‘s Palace: Berühmtes, exquisites Luxus­hotel mit Charme und Eleganz vergangener Tage
www.belmond.com/de/reids-palace-madeira/

Porto Mare Hotel: Großartiges 4-Sterne-Haus an der Promenade mit schöner Gartenanlage und vielen Stammgästen www.portobay.com/de/hotels/hotels-madeira/porto-mare/

Castanheiro Boutique Hotel: Direkt in der Altstadt, Dachterrasse mit kleinem Pool, sehr gutes Frühstück www.castanheiroboutiquehotel.com/

Quinta da Casa Branca: Exklusive Unterkunft in einem ehemaligen Herrenhaus mit wunderbarem Garten, 20 Gehminuten ins Zentrum www.quintacasabranca.com/

Quinta da Penha da Franca: Einfache Quinta am Rande des Zen­trums, direkt am Wasser; www.penhafranca.com/D/index.html 

Pestana Grand Premium Ocean Resort: Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis an einer Klippe; ca. 50 Gehminuten entlang der Promenade ins Zentrum www.pestana.com/de/hotel/pestana-grand

Canico. Quinta Splendida: Kleines Resort, in schönem Garten eingebettet (8 Kilometer östlich von Funchal) www.quintasplendida.com/quinta-splendida

Ponta do Sol: Estalagem Ponta do Sol: Designhotel auf der Klippe mit fantastischem Ausblick aufs Meer www.pontadosol.com/

Porto Moniz: Aqua Natura Madeira Hotel: Für diejenigen, die im Norden an den Felsbadebecken nächtigen möchten www.aquanaturamadeira.com/de-de

Restaurants

The Ritz: Restaurant, Café, Eissalon, Nachmittagstee – mitten in Funchal an der Promenade, oft mit Livemusik, sehr touristisch, aber schönes Ambiente; www.theritzmadeira.com/

Belmond Reid‘s Palace: Der Nachmittagstee in englischem Stil mit
Scones und Gurkensandwiches auf der traumhaften Terrasse mit Blick auf den Atlantik oder in der Lounge gehört einfach dazu. Ein stilvolles Erlebnis in typisch britischer Tradition. Täglich zwischen 15 und 16:30 Uhr; www.belmond.com/hotels/europe/portugal/madeira/belmond-reids-palace/dining

Marina Terrace Restaurant: Wer gerne am Wasser sitzt und auf Boote schaut, ist richtig in diesem Restaurant direkt am Jachthafen; nettes Personal und ganz gute Küche; www.marinaterrace.pt/

Restaurante Riso – Risottoria Del Mundo: Am Rande der Altstadt, am Ende der Rua Santa Maria auf einer Klippe; kreative Reiskreationen und mehr; riso-fx.com/en/

Restaurante Cidade Velha: Neben der gelben Festung São Tiago; Fisch und Spezialitäten Madeiras; www.restaurantecidadevelha.com

La Vaca Negra: Argentinisches Steakhouse, eine Empfehlung für Fleischliebhaber mit offenem Grill; hinter dem Hotel Porto Marewww.facebook.com/PubArgentinoLaVacaNegra/

Real Canoa: Restaurant mit sehr guter Küche, großer Weinauswahl und engagiertem Serviceteam in der Nähe des Pestana Grand Hotels (50 Gehminuten von Funchals Zentrum, der öffentliche Bus hält vor der Tür), Reservierung unbedingt empfohlen; real-canoa.thefork.rest/

Doca do Cavacas: Fischlokal mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, Service überzeugt nicht, aber die Lage an den Doca do Cavacas ­Natural Pools, eventuell bei Sonnenuntergang, entschädigt; ca. 1 Stunde zu Fuß von Funchal an der Promenade entlang oder 20 Minuten mit dem Bus bzw. 10 Minuten mit dem Auto de-de.facebook.com/rdocadocavacas/

Casa do Farol: Nettes, kleines, gutes Lokal im pittoresken Ort Camara de Lobos; www.facebook.com/CASA-do-FAROL-436576743147733/

Sabores do Curral: Wer im Landesinneren in der Nähe des Curral das Freiras (Nonnental) unterwegs ist, sollte hier Halt machen, Spezialitäten mit Kastanien probieren und die fantastische Aussicht genießen de-de.facebook.com/Sabores-do-Curral-304861062898512/

Taberna da Poncha: Vielleicht zum Abschluss einer tollen Wanderung hier das Nationalgetränk Madeiras, die Poncha, kosten; an der VE4, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung auf Madeira, bei Serra de Agua.

Restaurant & Grill Muralha: Ausgezeichnetes Fischrestaurant in ­Ribeira Brava mit Blick aufs Meer www.facebook.com/GrillMuralhaTerrace/

 

Köstlichkeiten typisch Madeira

Die geschmackvollen Gerichte der Küche auf Madeira bestechen vor allem durch ihre einfache, traditionelle Zubereitungsart. Einiges davon sollte man unbedingt probiert haben.

Fleisch – Espetada ist das Nationalgericht der Insel. Das traditionell auf einem langen Lorbeerstock aufgespießte, gut mit Lorbeer, Salz und anderen Gewürzen vorbereitete Rindfleisch wird über offenem Holzfeuer gegrillt. Heute wird meist ein Metallspieß verwendet. Ein Original-Espetada-Restaurant hat metallene Ständer in der Mitte der Esstische, wo die Spieße befestigt werden.

Fisch – Bei Espada (peixe espada), dem portugiesischen Wort für „Degen“, handelt es sich um den Schwarzen Degenfisch, der nachts in den tiefen Gewässern um Madeira gefangen wird. Das zarte, saftige, fast grätenfreie Fleisch des eher unschönen Fisches schmeckt wunderbar in den verschiedensten Zubereitungsarten und ganz besonders mit Banane (Espada com Banana) oder mit Knoblauch und Weinsauce (Espada com Vinho e Alhos).

Sowohl zu Fleisch als auch zu Fisch werden Salat, Kartoffeln und Milho frito (gebratene Polentawürfel) gereicht.

Meeresfrüchte – Lapas, eine Schneckenart, die in algenreichen ­Gebieten an Felsküsten vorkommt, werden gerne als Vorspeise ­serviert. In Knoblauchbutter mit Kräutern gebraten, werden sie in ­einer Metallpfanne angerichtet. Die eher gummige Konsistenz ist nicht jedermanns Sache, aber probiert sollte man sie haben.

Immer gut dazu und auch zwischendurch ist Bolo de Caco (Caco-Kuchen). Es handelt sich um ein Fladenbrot, ursprünglich aus Weizenmehl und Hefe, heute aus Süßkartoffeln, auf einer Steinplatte (caco) gebacken, das mit Knoblauch-Kräuterbutter warm serviert wird. Man kann es aber auch vielerorts gefüllt mit Käse, Faschiertem oder Salat bestellen.

Die Nachspeise – Der Bolo de Mel (Honigkuchen) ist eigentlich ein Weihnachtsgebäck. Den Engländern ist es zu verdanken, dass er das ganze Jahr über auf den Tisch gebracht wird, da er vorzüglich zu Tee passt, aber auch zum Madeira-Wein. Er ist lange haltbar und wird nicht aus Bienenhonig, sondern aus Zuckerrohrsirup hergestellt.

Poncha – Ein beliebtes fruchtiges Getränk, das Madeirenser auch als Medizin bezeichnen. Das Originalrezept haben die Engländer aus Indien mitgebracht. Auf Madeira wurde es verfeinert und wird heute üblicherweise aus Zitronen, Honig und Zuckerrohrschnaps hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und mit einem Holzstab schaumig gerührt. Es gibt sogar Bars, wo fast ausschließlich Poncha ausgeschenkt wird. Poncha schmeckt einfach herrlich erfrischend, süß-säuerlich in einer schönen, warmen Sommernacht.

Madeira-Wein – Die ersten Weinreben wurden im 15. Jahrhundert auf die Initiative von Heinrich dem Seefahrer nach Madeira gebracht. Der berühmte Likörwein der Insel entstand eher zufällig beim Transport durch die Tropen, wo der Gärprozess der besseren Haltbarkeit wegen mit 96 % Vol. reinem Alkohol abgebrochen wurde. Heute wird dies durch drei- bis fünfmonatige Lagerung bei 45 bis 75 °C ersetzt (Maderisierung). Verschiedene Rebsorten wie Sercial, Verdelho, Boal und Malvasia werden verwendet. Man findet süßen, halbsüßen, halbtrockenen und trockenen Madeira-­Wein. Der „Vintage-Madeira“, die edelste Sorte, muss mindestens 20 Jahre im Fass und zwei Jahre in der Flasche reifen. Als Aperitif oder als Digestif köstlich! Die trockenen Sorten vor dem Essen, die lieblichen danach.

Kapstadt

Kapstadt

KAPSTADT

Kurzurlaub in der Ferne ohne Jetlag

Wer sich auf einem Südafrika-Trip befindet und Kapstadt nicht besucht, der hat etwas versäumt. Allerdings: Kapstadt, die Metropole am Kap, verströmt nicht unbedingt authentisches Südafrika-Flair. „Kapstadt ist nicht Afrika“, sagen diejenigen, die hier überwintern, leben oder arbeiten. Dennoch oder gerade deswegen boomt Kapstadt als hippe Citytrip-Destination.

 

Von Angelika Mandler-Saul

Kapstadt hat sich zu einem einzigartigen Städtereiseziel entwickelt, das auch ohne ausgiebige Südafrika-Reise auskommt und buntes Besucher-Publikum aus aller Welt anzieht. Spätestens seit der Fußball-WM 2010 boomt die „Mother City“, wie die Stadt auch genannt wird, so richtig und hat sich zu einer Weltmetropole gemausert, die einen eigenen Trip wert ist – auch ohne Garden Route, Safari, Luxuszüge und Wilderness-Glamping. Mit einem ausgedehnten Tagesausflug oder einem Overnight Trip kann man nämlich auch von Kapstadt aus unvergessliche Tier- und Naturerlebnisse mit heimnehmen. Und in Kapstadt selbst kann man sich gut und gerne länger als für die Dauer einer Städtereise aufhalten, denn die schönsten Strände, Naturparks, Kite-Spots, Bars und Aussichtspunkte sind von der Stadt aus schnell erreichbar. 2014 war Kapstadt gar Capital of Design.

Trendige Designerläden, Graffiti und  moderne Galerien prägen mittlerweile das Stadtbild neben dem all­gegenwärtigen Tafelberg. Und das Beste daran: Kapstadt ist ohne Jetlag und ohne Zeitverschiebung mit einem Nachtflug von Österreich aus zu erreichen.

Was Kapstadt so besonders macht

Cable Way am Tafelberg

 Die Lage, die Sonne, der Wind, das Licht – so etwa könnte man kurzerhand erklären, warum die Mother City so unglaublich als Reisedestination boomt. Für das besondere Licht sorgt der sogenannte Cape Doctor: Der Cape Doctor ist ein Fallwind aus Südost kommend, der die Stadtluft von Smog reinigt und die City am Fuße des Tafelbergs an klaren Tagen unglaublich pittoresk und farbenfroh frisch wirken lässt. Und dann ist da noch diese wunderbare, fast gesegnet wirkende Lage am Fuße des Tafelbergs! Natürlich will jeder Neuankömmling zunächst erst mal auf den Tafelberg. Mit der ­Cable Way ist man auch schnell oben – das ist nicht das Thema. Aber allein sein werden Sie dabei nicht. Die Menschenschlangen an klaren Tagen (wenn eben der Cape Doctor zugange ist), ist legendär lang, und ohne ­Reservierung sollte man morgens gar nicht anzustehen versuchen. Auch wer reserviert hat, wird warten müssen. Oben angekommen, eröffnet sich allerdings ein wirklich atemberaubend schöner Blick. Die Seilbahn fährt von frühmorgens bis spätabends – manchmal kann ein wenig Geduld bis in den Nachmittag hinein Goldes wert sein.

Die Innenstadt Kapstadts ist geprägt von viktorianischen Gebäuden mit schönen Balkonen, Cafés, Backpacker-Hostels und zahlreichen Shops. Die vielfrequentierte Waterfront mit dem markanten Riesenrad ist ein gelungenes Beispiel von Revitalisierung eines einst verkommenen Hafenviertels. Hier kann man wohnen, flanieren, shoppen und sich verköstigen – zu jeder Tageszeit.
Zwei weitere Hügel, die man von den Fotos kennt, sind der Lions Head und der Signal Hill. Letzterer wird wegen des ­Sonnenuntergangs gerne abends mit entsprechender Bier-­Begleitung aufgesucht, der Lions Head wiederum sollte – wenn überhaupt – erwandert werden. Der Trail ist durchaus steil und bei Hitze ganz schön kräfteraubend. Wer also nicht unbedingt ein Sportfanatiker ist, der kann sich diesen Trip bei einem kurzen Stadturlaub gerne sparen und stattdessen lieber am Meer chillen. Die Strände und Buchten rund um Kapstadt sind allesamt auch für Touristen einfach zu erreichen, meist sogar mit dem beliebten und empfehlenswerten Hop-On-Hop-Off-Bus.
Clifton Beach

Natur pur rund um Kapstadt – eine Taxifahrt entfernt

Was Kapstadt als Ziel für einen etwas ausgedehnteren Citytrip so interessant macht, ist die Möglichkeit, in kürzester Zeit an tollen Stränden, in Natur- oder Tierparks, in Weingegenden und auf Straußenfarmen oder gar Kurzsafaris sein zu können. Wer die bekannte südafrikanische Blume, die Protea, blühen sehen will, sollte den Botanischen Garten nicht gerade im afrikanischen Hochsommer besuchen. Aber auch ohne Proteen sind die berühmten Kirstenbosch Botanical Gardens in Kapstadt sehenswert. Der Park ist schön für Naturlieb­haber, bei großer Hitze allerdings anstrengend zu begehen extrem sonnenexponiert. 

Im Shop beim Eingang findet man allerlei schöne Mitbringsel und sogar nette Kleidung, im Tea-House kann man sich ein Picknick mit Blick über die Stadt organisieren und danach im höchst ansprechenden Restaurant Moyo mit seiner riesigen, auch afrikanischen Karte herrlich die müden Füße entspannen. Mindestens einen halben Tag einplanen!

Flott erreichbar für einen chilligen Nachmittag am Strand mit Restaurants und Bar sind die gepflegten Beaches in Camps Bay sowie Big Bay oder der Blouberg Strand.

Wer die viel gerühmten Pinguine am Boulders Beach von Simons Town selbst erleben und vor allem hören will – denn sie können unglaublich laut sein beim gleichzeitigen Watscheln –, verbindet das am besten gleich mit einem ganzen Ausflug Richtung Muizenberg, Kalk Bay und Fish Hoek an die False Bay. Das geht für Unternehmungslustige mit dem Zug oder für Bequemere mit Uber, Taxi oder gebuchter Tour. In Muizenberg findet man am Wochenende einheimisches Strandleben pur: Jeder kommt an den Strand zum Schauen, Pritscheln und Baden, Einheimische wie Gäste, Surfer und Großfamilien. 

Wer mit Mietauto unterwegs ist, wird in jedem Fall einen ganzen Tag damit verbringen, das Kap und die Kapregion zu erkunden – das geht natürlich auch mit einer gebuchten Tour. Am besten, man verbindet den Tagesausflug zum Kap der ­Guten Hoffnung auch mit dem Besuch einer Straußenfarm und einem Lunch in einem Weingut. Der allerallersüdlichste Punkt ist jedoch nicht das Cape of Good Hope, sondern das Kap Agulhas, heute ein Nationalpark mit einem Leuchtturm. Wer hier kein Selfie macht, ist selbst schuld.
Cape Point

Wohnen und shoppen an der Waterfront

Das einst so heruntergekommene Hafenviertel mit seinen Werften ist heute ein schmuckes Vorzeigeprojekt gelungener Revitalisierung. Zu jeder Tageszeit ist das hippe und supersaubere Viertel bei den Besuchern ein begehrter Hotspot, sei es zum Kaffeetrinken, zum Schmausen, um Souvenirs zu shoppen, eine Bootsfahrt zu starten oder einen Blick auf die Seehunde beim Two Oceans Aquarium zu werfen. An der ­Waterfront trifft man sich auf ein Steak, einen Gin Tonic oder einfach für eine gepflegte Shoppingtour. Nicht selten spielen kleine Bands dazu auf. Ständig kommen neue Hotels und Restaurants hinzu, sodass sich die Waterfront mit ihren historisch detailgetreu nachgebauten Gebäuden fast schon bis Mouille und Seapoint ausdehnt. Nur einige Schritte vom hübschen, achteckig gotischen Clock Tower entfernt, liegt die Penny Ferry, ein altes Ruderboot, mit dem man zu den Booten nach Robben Island übersetzen kann. Apropos Robben: Wenn man Glück hat, erspäht man die Robben beim Schwimmen und Spielen im Hafenbecken auch von der Schwenkbrücke aus.

In jedem Fall ist die Waterfront aber ein ansprechender Spot zum Wohnen: Man kann von hier per pedes, per Fahrrad, per Bus oder mit Uber den Sightseeing-Trip hervorragend beginnen, sich nachmittags auf der Dachterrasse des Hotels erholen oder in das äußerst sehenswerte Museum für Contemporary Art im ehemaligen Getreidesilo linsen und abends nach einem Drink auf einer Dachterrasse ohne Angst vor Kriminalität zu haben bis 21 Uhr zum Late Night Shopping aufbrechen. Auch als Frau und auch alleine – was ich in der ­Innenstadt abends eher nicht empfehlen würde.

Der Chapman´s Peak Drive ist eine unbedingt empfehlenswerte Scenic Drive Tour nahe Kapstadt. Am besten mit dem Mietauto erleben und bei den vielen Picknickplätzen eine Pause einlegen.
Mitchells Plain Ocean Scenery
Der Seapoint liegt eine kleine Radtour von Capetown City entfernt am Meer. An der Promenade findet man diese Skulptur zweier Frauengesichter.

Bo-Kaap – das bunte Viertel, wo der Muezzin ruft

Im Viertel Bo-Kaap weht ein anderer Wind als an der Waterfront und bei den hippen Cafés der City. Denn hier, am Fuße des Signal Hills, liegt der muslimische Vorort Kapstadts, der 1830 entstand, als sich hier nach dem offiziellen Ende der Sklaverei die Kapmalaien ansiedelten. Und das taten sie offenbar in farbenfrohen Häusern, die – vorbildlich und grellbunt restauriert – heute gerne von Besuchern fotografiert werden. Sie sind auch wirklich zu schön anzusehen und an einem Tag, an dem der Cape Doctor weht, nochmal farbiger und knalliger als sonst. Hierher spaziert man, um zu fotografieren, das interessante Bo-Kaap-Museum zu besehen oder um einen einheimischen Kochkurs mitzumachen und die authentische Küche zu verkosten.

Bei einer organisierten Walking-Tour durch das Viertel erlebt man mehr, als wenn man die Häuschen nur zum Instagram-Fotospot degradiert.

Unterwegs in der historischen City

Wer sich von seinem Hotel an der Waterfront in die Innenstadt aufmachen will, gibt dem Taxi- oder Uberfahrer am besten die Long Street als Ziel an – die älteste Einkaufsstraße Kapstadts mit ihren alten Häusern mit den hölzernen und schmiedeeisernen Balkonen. Hier ist abends in den Bars viel los, untertags locken die Häuserfronten zum Fotografieren und der eine oder andere Shop. Die Verlängerung der Long Street ist die Kloof Street Richtung Tafelberg – eine kleine Fressmeile für zwischendurch. Hier sollte man werktags auch dem Greenmarket Square mit seinem Kunsthandwerksmarkt einen Besuch abstatten oder von einem der bunten Stände ­etwas Biltong probieren: getrocknetes Rindfleisch in hauchdünnen Schnitten.

Eine Pause legt man unbedingt in den direkt lauschigen Company Gardens am Ende der Long Street ein: Hier eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf Museen, Grünanlagen und die Hügelwelt rundum. Es empfiehlt sich eine Erfrischung im Café unter den Bäumen im Park oder ein Besuch in der South African National Gallery, dem führenden Kunstmuseum Südafrikas, oder im Nationalmuseum. Mindestens genauso wichtig ist aber ein Besuch im South African Jewish Museum ­neben der Gallery mit Shop und Café. Moderne, hippe Cafés mit Wi-Fi gibt es hier rund um die Innenstadt genügend, doch aufgepasst: Hier in der City ist Kapstadt etwas mehr Südafrika als an der Waterfront, deshalb heißt es hier unbedingt, im Menschengewimmel auf seine Wertsachen aufzupassen und den Rucksack vorne zu tragen!

Zeitz Museum of Contemporary Art Africa

Einmal vom Paradies in die Slums und wieder retour

Kapstadt ist trotz der Touristenströme immer noch eine Stadt der Kontraste. Gepflegte Parks mit Joggern und Hundewalkern liegen neben ärmlichsten Wellblechsiedlungen. Und wo wurde wohl der Begriff „Slum-Tourismus“ geprägt, wenn nicht in Südafrika? Armutstourismus liegt im Trend, allein in Kapstadt lassen sich jährlich 400.000 Besucher durch die ärmlichen Behausungen in den Townships führen, um danach wieder im Luxushotel an der Waterfront ihren Cappuccino with a view zu schlürfen.
Wer nur einige Tage in Kapstadt ist, um eine der wahrlich schönsten Städte der Welt zu besuchen, zu shoppen und einen Ausflug zu Pinguinen und Weingütern zu unternehmen, wird jedoch mit dem Leben hinter den glänzenden Kulissen wenig zu tun haben. Es sei denn, er will das: Dann ist eine Township-Tour etwa nach Langa, dem ältesten Township Südafrikas, schnell über das Hotel oder eine Agentur gebucht. Auf der einen Straßenseite: Luxus, Autos und Villen – auf der anderen die „Shacks“, die Wellblechhütten.

Blouberg Beach

Die Weinregionen rund um Kapstadt: Stellenbosch, Franschhoek und Paarl

Was wäre außerdem ein Trip nach Kapstadt, ohne den legendären Weingegenden, die allesamt nur ein bis zwei Fahrstunden entfernt liegen, einen Besuch abzustatten? Ob individuell mit dem Mietauto oder per Taxi und Winetram oder als gebuchte Verkostungstour – um eine Weindegustation auf einem der sehenswerten und einladenden Weingüter kommt keiner herum. Bei der Auswahl kann man fast nichts falsch machen.

Die meisten Weingüter sind auf kurzfristige, spontane ­Besucher eingestellt – ob für einen kleinen Lunch, ein gepflegtes Dinner, eine Weintour auf dem Gelände oder einfach nur kurz zum Kosten und Weinshoppen. Die Weingüter in Stellenbosch, Franschhoek und Paarl präsentieren sich trotz ihrer hochherrschaftlichen Lagen meist unprätentiös und kundenfreundlich. Hier ist alles gut durchorganisiert: Vom Parken über ein spontanes Wein-Picknick im Park bis zum Einkaufen wird hier nichts dem Zufall überlassen.

Wer sich wirklich Zeit nehmen will, nimmt in Franschhoek die schnuckelige Winetram, um sich von Weingut zu Weingut chauffieren zu lassen, oder man übernachtet einfach in einem der zahlreichen, höchst ansprechend ausstaffierten Guesthouses in oder nahe den Weingütern. Die Orte selbst eignen sich zudem hervorragend für eine kleine Shoppingtour oder einen Kaffee zwischendurch oder auch für einen Tagesausflug auf eigene Faust.

Big Bay

Kapstadt und die Wasserknappheit

Der für den 12. 4. 2018 prognostizierte „Day Zero“ – jener Tag, an dem die Wasserreserven Kapstadts vollkommen erschöpft sein würden, trat 2018 so nicht ein. Noch nicht. Rationiert wurde das Wasser allerdings dennoch: Auf 50 Liter pro Person pro Tag. Und Glück hatte man auch: Landwirte aus Gegenden mit weniger Wasserproblemen spendeten der Kapregion damals zehn Milliarden Liter Wasser. Diese deckten den Verbrauch der Vier-Millionen-Metropole ganze 20 (!) TAGE lang.

Die Wasserknappheit, die Dürre, das fehlende Wasser-­Management (Lecks und schlechte Technik) sind, neben der Kriminalität, Probleme Kapstadts, mit denen sich auch Kurzurlauber konfrontiert sehen. Auch Touristen werden dazu angehalten, Wasser zu sparen, sei es beim Duschen im Hotel oder bei der Toilette im Botanischen Garten – gewöhnungsbedürftig für uns wasserverwöhnte Österreicher, aber unbedingt notwendig für die Mother City, ihre Bewohner und uns Besucher. Und auch wenn es dieses Jahr keinen Grund zur Besorgnis ­geben dürfte: Die Wasserknappheit wird sich nicht von selbst lösen. Früher war es die Apartheid, heute sind es auch ökologische und ökonomische Probleme, die Kapstadt zu schaffen ­machen. Trotz Touristenboom und Cape Doctor.

Tipps Kapstadt

 

Für Tierliebhaber

World of Birds Hout Bay: Vögel und natürlich auch Unmengen an Affengetier. www.worldofbirds.org.za/

Robben direkt an der Waterfront beim Two Oceans Aquarium. www.aquarium.co.za/

Haitauchen im Cage: Div. Anbieter, erreichbar per Auto oder als gebuchtes Ausflugspackage, z. B. www.sharkcagediving.co.za/

Mit Robben schnorcheln: Ausflugspackages ab Kapstadt, z. B. https://oceanexperiences.co.za/tour/ocean-safari

Ausflug zur Halbtags–Safari im Aquila Game Reserve: Von vielen Tagesgästen frequentiert. https://aquilasafari.com/

Straußenfarm: Eigentlich ist ja Oudtshoorn die Stadt der Strauße. Wer Richtung Kap unterwegs ist, findet aber auch hier etwa die Cape Point Ostrich Farm. http://capepointostrichfarm.com/

Kurzsafari Buffelsdrift Game Lodge: Im Luxus-Glamping-Zelt mit Badewanne, Pool und Wärmematratze nächtigen, Flusspferd- und Elefanten-View inklusive. https://buffelsdrift.com/

Glamping und Safari bei Africamps in Robertson nahe Kapstadt ­– „Boutique Camping“.  www.africamps.com/farm/africamps-at-pat-busch-robertson/

Tipps Kapstadt

 

Für Tierliebhaber

World of Birds Hout Bay: Vögel und natürlich auch Unmengen an Affengetier. www.worldofbirds.org.za/

Robben direkt an der Waterfront beim Two Oceans Aquarium. www.aquarium.co.za/

Haitauchen im Cage: Div. Anbieter, erreichbar per Auto oder als gebuchtes Ausflugspackage, z. B. www.sharkcagediving.co.za/

Mit Robben schnorcheln: Ausflugspackages ab Kapstadt, z. B. https://oceanexperiences.co.za/tour/ocean-safari

Ausflug zur Halbtags–Safari im Aquila Game Reserve: Von vielen Tagesgästen frequentiert. https://aquilasafari.com/

Straußenfarm: Eigentlich ist ja Oudtshoorn die Stadt der Strauße. Wer Richtung Kap unterwegs ist, findet aber auch hier etwa die Cape Point Ostrich Farm. http://capepointostrichfarm.com/

Kurzsafari Buffelsdrift Game Lodge: Im Luxus-Glamping-Zelt mit Badewanne, Pool und Wärmematratze nächtigen, Flusspferd- und Elefanten-View inklusive. https://buffelsdrift.com/

Glamping und Safari bei Africamps in Robertson nahe Kapstadt ­– „Boutique Camping“. www.africamps.com/farm/africamps-at-pat-busch-robertson/

Für Shopping- UND Design-Freaks

Woodstock liegt in Capetown: Altes Hafenviertel neu interpretiert. Ateliers, Handwerk, Craft Shops, Second Hand und Designerware in kreativem Ambiente.
www.kapstadtmagazin.de/woodstock entdecken

Stellenbosch Shopping: Ausgesprochen nett die Red Teapot Gallery mit den farbenfrohen Bildern des südafrikanischen Künstlers Portchie. www.portchie.com/

First Thursdays: Einmal pro Monat haben die Galerien und Restaurants bis 21 Uhr geöffnet. Termine: https://first-thursdays.co.za/cape-town/

Fringe District: Hier sammelt sich alles, was sich „kreativ und innovativ“ nennt: Galerien, Theater und Cupcake Shops.

Watershed an der Waterfront: 150 Shops mit mehr als 365 Marken, viel Kunst und Design und nachhaltige Produkte in der schönen Halle. Täglich offen. www.waterfront.co.za/area/watershed/

Chandler House: Galerie und Kunstshop in der Church Street im historischen Gebäude. www.chandlerhouse.co.za/

The Old Biscuit Mill Neighbourgoods Market: Jeden Samstag, besuchenswert, aber hoffnungslos überlaufen, im ehemaligen Industrieviertel: Concept Stores und Galerien, Recycling-Design. www.neighbourgoodsmarket.co.za/

Oranjezicht Farmers Market: Samstag und Sonntag in der Granger Bay. www.ozcf.co.za/market-day/

Für Fleisch-Tiger und Foodies

Steaklovers gehen in die allgegenwärtigen Hussar Grill Restaurants. www.hussargrill.co.za/

Noch mehr Steaks im Nelsons Eye oder im The Butcher Grill (tolles Service bei der Auswahl der Fleischstücke) beim Mouille Point. www.nelsons-eye.co.za/,
www.thebutchershop.co.za/

Sea Breeze: Hier isst man Fisch und Meeresfrüchte, und zwar sehr gut. www.seabreezecapetown.co.za/

Lunch in den Delis der Weingüter, wie etwa bei Boschendal. www.boschendal.com/eat-and-drink

Marcus African Place in der City. Afrikanisch und international ­essen, wie es beliebt. www.marcosafricanplace.com/

On the Rocks Restaurant am Blouberg Beach mit Tafelberg-Blick von der Strand-Bar aus – ein Traum! www.ontherocks.co.za/

Ons Huisie Family Restaurant am Blouberg Beach. Parken und Schmausen am Strand. www.onshuisie.co.za/

 Dunes Restaurant, Hout Bay: Abends innen lauschig pastellig und untertags Nordsee-Feeling fast direkt am Strand. www.dunesrestaurant.co.za/

V&A Waterfront Foodmarket: Viele regionale Snacks, aber auch Vegetarisches aus aller Welt sowie verlockende Süßigkeiten, guter Kaffee und frische Smoothies und Säfte.
waterfrontfoodmarket.com/

Für Coffeelovers und Barjunkies

Haas Coffee: Kaffeeduft mitten in der City, aber auch cooles Frühstück, Tapas und Currys. http://haascollective.com/coffee/menu/

Truth Coffee: Kaffeetrinken ist hier ein kleines Abenteuer, dazu gibt es Patisserie, eine Brasserie und eine ordentliche Winelist. https://truth.coffee/pages/truth-cafe

Rooftop Bar des Silo Hotels: Eines der coolsten neuen Hotels an der Waterfront im ehemaligen Getreidesilo. Rooftop-Bar-Feeling nur mit Anmeldung. www.theroyalportfolio.com/the-silo/overview/

Niedriger, aber quirliger: Die Rooftop Bar des benachbarten Red Radisson Hotels. Lockerer und Urban Style für alle.  www.radissonred.com/cape-town/

Mugg and Bean: Riesige Tortenstücke, Kaffee in alten Spielarten, Smoothies, Breakfasts, Vegan Food und Slushies. Nette Kette, die man fast überall findet. https://themugg.com/

Die Bar im Blue Peter Hotel: Mit Pizza und Bier im Gras sitzen und auf Tafelberg und Meer schauen am Bloubergstrand. www.bluepeter.co.za/

Für Naturfreunde und Beach-Chiller

Hout Bay: Kommt eher naturbelassen und windexponiert daher.

Camps Bay: Hier gibts schöne Lokale an der Straße (mehr als genug), reges Treiben, eine gepflegte Promenade und reichlich Schirme am Strand.

Big Bay (mit Wiese – we love it!): Auf der Wiese vor dem Coffeeshop abhängen und den Kitesurfern zuschauen – das Ganze mit einem fulminanten Ausblick auf den Tafelberg.

Chapmans Peak Drive & Zwölf Apostel: Mit dem eigenen Auto abfahren, schauen und fotografieren. Der Panorama Drive ist nicht lang: Starten bei Nordhoek und Richtung Hout Bay fahren. Gegen Ende gibt es immer mehr Picknickplätze an der Straße mit tollem Ausblick.

Langebaan: Eine gute Stunde Anfahrt mit dem Auto aus Kapstadt, dafür gibt es Lagunenfeeling. Shark Bay besucht, wer das Wasser wärmer mag. Kite-Spots!

Muizenberg Beach mit den bekannten bunten Strandhäusern, Shops, Familien, Touristen, Cafés – relativ authentisch, aber kein Strandluxus.

Blouberg Strand:  Sitzen, trinken, schauen, nichts tun. Und das Ganze mit dem Tafelberg im Blick. Traumhaft!

Babylonstoren: Eine der ältesten holländischen Farmen in Kapstadt. Gemüse, Obst, Gästezimmer und Wellness mit hohem ­Foodie-Faktor. www.babylonstoren.com/

Day Trip zum Cap Agulhas und Kap der Guten Hoffnung: Mit einer fixen Tagestour im Bus oder mit einem Fahrer gut zu erreichen und ein Must beim ersten Mal Kapstadt.

Für Weinkenner

Die bekanntesten Weingüter rund um Kapstadt sind in Prospekten und Werbungen allgegenwärtig, man muss sich nur entscheiden – Infos gibt´s an jeder Ecke und in den Hotels. Dazu gehören u. a. Vrede En Lust, Spier, Lanzerac sowie etwa:

Boschendal Weingut: Netter Lunch, schattig unter Bäumen und die Tastings auf der Terrasse beim Haupthaus mit Blick in die Gärten. Unkompliziert und ohne Reservierung. www.boschendal.com

Vergelegen Estate: Sehr pittoresk. www.vergelegen.co.za/

Groot Constantia: Das älteste Weingut Südafrikas – da könnte man einen ganzen Tag verbringen, und damit wirbt es auch. www.grootconstantia.co.za/

Die Franschhoek Wine Tram fährt durch die Gegend – als Tram oder als Bus – und lädt Touristen bei den Weingütern ab. Dazu braucht man aber Zeit und Muße. https://winetram.co.za/

Steenberg Farm: Die Farm ist nur 30 Minuten von Kapstadt entfernt und bietet neben den üblichen Weinverkostungen auch Golfplatz und romantische Retrozimmer. www.steenbergfarm.com/

Singapur City Tour

Singapur City Tour

City Tour

SINGAPUR

Singapur macht eine kleine Weltreise in kurzer Zeit möglich. In diesem Schmelztiegel der Kulturen liegen Tradition und Moderne auf kleinstem Raum nebeneinander. Und bestimmt jeder findet hier seinen Lieblingsplatz zwischen Tempeln und riesigen Einkaufszentren, bunten Märkten und Hawker Centern, tropischen Gärten und künstlichen Supertrees – oder ganz oben.

Von Uschi Widhalm

Das einst kleine Fischerdorf, das Sir Stamford Raffles im Jahr 1819 vorgefunden hatte und das schließlich zur britischen Kronkolonie wurde, wuchs innerhalb von 150 Jahren zur Millionenmetropole. Es wurde ein bedeutendes Handels- und Bankenzentrum mit multikultureller Bevölkerung, man findet Tradition und Moderne auf kleinstem Raum. Gegensätze prallen aufeinander, und doch leben hier Malaien, Chinesen, Inder und Europäer friedlich nebeneinander. Singapur ist unglaublich sauber und sicher. Dies ist das Ergebnis äußerst streng kontrollierter Gesetze. Singapur ist grün. Üppige Vegetation säubert die Luft. Viele Strategien zum Umweltschutz werden konsequent durchgeführt, etwa innovative Verfahren zur Frischwasserherstellung und Gebäudebegrünung. Die Anzahl der Autobesitzer wurde drastisch verringert, man geht zu Fuß, fährt mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Singapur ist ein Ort zum Wohlfühlen. Jeder findet in dieser bunten, abwechslungsreichen, energiegeladenen und gleichzeitig behaglichen Stadt etwas für sich. Einen ersten überwältigenden Eindruck bietet Singapur schon während des Landeanflugs auf den hochmodernen Flughafen. Die grandiose Skyline mit ihrem neu geschaffenen Wahrzeichen, dem Marina Bay Sands Hotel, welches auf Land steht, das seit den 1970er-Jahren aufgeschüttet wurde, sucht ihresgleichen. Schon wenig später erlebt man in kurzer Zeit die ganze Vielfalt Singapurs, indem man unverhofft in den Genuss einer Stadtrundfahrt kommt, sofern die gebuchte Unterkunft am Ende der Route des günstigen Shuttlebusses vom Flughafen in die Stadt liegt. Die ersten Reisenden werden den Bus in Kampong Glam verlassen, dem muslimischen Stadtteil, der sich in den vergangenen Jahren zu einem lebhaften und hippen Viertel mit trendigen Boutiquen und verlockenden Restaurants entwickelt hat. Am frühen Vormittag, wenn noch viele Läden geschlossen haben, mutet alles sehr ruhevoll an. Genauso ist es im benachbarten Little India, wo der Blick auf die vielen farbenfrohen Häuser und Reste der originellen Dekoration, die zu Dewali, dem mehrtägigen hinduistischen Lichterfest, angebracht sind, die Müdigkeit verfliegen lässt.

Kampong Glam: Das Gebiet wurde 1822 von Sir Stamford Raffles dem malaiischen Sultan und arabischen Kaufleuten zugeteilt. Heute findet man hier eine Vielzahl an Restaurants und trendige Geschäfte. In Little India gab es einst Viehhirten und eine Rennbahn. Traditionelle Geschäfte stehen heute neben neuen Gebäuden. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, aber wunderbare Restaurants. Marina Bay mit dem „Merlion“, einem Fabelwesen aus Löwen und Fischen: das eigentliche Wahrzeichen Singapurs. In Chinatown findet man alles, was das Herz begehrt: Kultur, köstliches Essen, Unterhaltung und Shopping-Vergnügen im pulsierenden Mix aus Alt und Neu.

Die Fahrt geht weiter in Richtung Nordwesten, quer über die berühmteste Einkaufsstraße Asiens, die zwei Kilometer lange Orchard Road, wo sich eine gigantische Shopping Mall an die andere reiht. Von einer Anhöhe lässt sich ein Blick auf eine imposante Silhouette mit modernen Hochhäusern werfen. Auch in Chinatown wirkt morgens alles noch beschau¬lich. Obwohl ältere Gebäude modernen Baukomplexen Platz machen mussten, stehen noch viele der alten Shop Houses, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben und ganz typisch für Singapur sind. Munter wird es in Chinatown besonders abends, wenn die zahlreichen Restaurants und Bars geöffnet haben, vor allem rund um die Club Street und in Ann Siang Hill. Nach geraumer Zeit erreicht man das eigentliche Zentrum, den Civic District. Es geht vorbei an beeindruckenden Kolonialbauten, wie der St. Andrews Cathedral und dem legendären Raffles Hotel an der Beach Road, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts tatsächlich noch an der Küste lag. Es ist nach dem Stadtgründer des modernen Singapurs, Sir Stamford Raffles, benannt und beherbergt seit der Eröffnung 1887 viele berühmte Gäste. Hier wurde auch der bekannte Cocktail Singapore Sling kreiert, das Aushängeschild des Hotels. Wer hier mittendrin wohnt, braucht kaum öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Vieles ist einfach zu Fuß erreichbar. Bei ganzjährig durchschnittlichen 28 Grad und Sonnenschein – aber immer mit Regenschutz im Handgepäck, denn es regnet oft in Singapur – führt der erste Weg Richtung Marina Bay. Vorbei am luxuriösen Fullerton Hotel, ehemals Postamt, bummelt man über die imposante Helixbrücke zum Art Science Museum, einem einzigartigen Bau in Form einer Lotusblüte, und weiter zum futuristischen Marina Bays Sands Hotel. Auf drei riesigen Türmen schwebt eine Plattform mit Aussichtsterrasse, Restaurant und dem größten und höchsten Infinity-Pool der Welt. Den spektakulären Blick von der öffentlich zugänglichen Bar im 57. Stock darf man sich nicht entgehen lassen! Nach Umrundung der Bucht bietet sich ein Plätzchen an den Treppen der Fullerton Heritage Promenade oder in einem der vielen Restaurants oder Cafés an, um Menschen aus aller Welt zu beobachten, die sich vor dem eigentlichen Wahrzeichen, dem wasserspeienden Merlion, einer acht Meter hohen Statue, halb Löwe, halb Fisch, vornehmlich selbst fotografieren. Das Bild ist dann perfekt, wenn im Hintergrund noch das 191 Meter hohe Hotel zu sehen ist. Es macht viel Spaß, das lebhafte Treiben zu verfolgen. Auch wenn die Eindrücke für einen ersten Tag schon überwältigend sind und der Flugzeugschlaf unergiebig war, ist immer noch ein Abstecher zum Boat Quay drin, wo alte Shop Houses zu Restaurants wurden, alle mit Terrassen am Ufer des Singapore River. Vom Tisch am Wasser lässt man den Blick über die an der anderen Seite des Flussufers liegenden schönen Kolonialbauten zum Central Business District schweifen, dem Finanz- und Handelszentrum. Hinter dem Fullerton Hotel zaubern die Lichter der allabendlich stattfindenden Lasershow wunderschöne Bilder in den Himmel.

Zeit zum Entdecken der Highlights in Singapur

HAWKER CENTER

Durch den ständigen Zustrom an Einwanderern war Chinatown das am dichtesten besiedelte Stadtgebiet und auch das hygienisch und moralisch bedenklichste mit Opiumhöhlen und Bordellen. Die Stadtverwaltung begann in den 1960er-Jahren hier mit einer Aufräumkampagne und Umsiedlung. Im Zuge dessen wurden Straßenverkäufer in „Hawker Center“ umquartiert, die nun überall in der Stadt zu finden sind. Es sind meist halboffene, überdachte Gebäude, die eine große Anzahl von kleineren Garküchen beherbergen. Hier kann man die ganze Vielfalt der asiatischen Küche entdecken: chinesische, malaysische, thailändische, indonesische, vietnamesische Küche. Unbedingt muss man die Nationalgerichte aus Singapur probieren, wie den Laksa in all seinen Variationen, dessen Zubereitung man auch selbst im mehrfach ausgezeichneten Food Playground, einer Kochschule in Chinatown, unter zauberhafter Anleitung lernen kann.

BOTANISCHER GARTEN

Die 74 Hektar große Anlage des Botanischen Gartens ist nicht nur eine Oase der Ruhe mitten in der pulsierenden Großstadt und eine der schönsten Gartenanlagen der Welt, sondern auch ein Platz, der Entdeckungen bietet, etwa ein 5 Hektar großes Stück naturbelassenen Regenwald und den National Orchid Garden, die weltweit größte Orchideenausstellung. Sie beherbergt mehr als 60.000 Pflanzen. 2015 wurde der Garten als erste Stätte Singapurs ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Er gilt als führendes Forschungszentrum für Botanik und Gartenbau. In dem Park lebt aber auch eine Vielzahl von Tieren, einschließlich der einen Meter langen Warane.

HINDU-TEMPEL

Der farbenfrohe, mit aufwendig gestalteten Figuren versehene Sri Veeramakaliamman ist einer der ältesten Hindu-Tempel Singapurs mitten in Little India. Er ist Kali, der Göttin der Zerstörung, aber auch der Erneuerung, gewidmet. Sie gilt im hinduistischen Glauben als eine der wenigen Göttinnen, die Wünsche erfüllen kann. Viele Gläubige besuchen täglich diesen Tempel und Besucher dürfen die andachtsvolle Atmosphäre während der Überbringung der Opfergaben miterleben. Die feierliche Stimmung während jeder der vier täglichen Gebetssitzungen bleibt für immer in Erinnerung.

 

 

LICHTSHOWS

Jeden Tag um 20:00 und 21:30 Uhr und am Wochenende zusätzlich um 23:00 Uhr bietet das Marina Bay Sands Hotel „Spectra“, eine ca. 15-minütige Licht- und Tonshow, die in der Bucht zu bestaunen ist. Wer auch auf den akustischen Genuss Wert legt, begibt sich zum überfüllten Event Plaza vor dem Hotel. Hier hat man jedoch das Hotel hinter sich. An der Esplanade ist es wesentlich angenehmer und die Lasershow wirkt von hier aus viel spektakulärer.

Die riesigen Supertrees des Gardens by the Bay faszinieren auch in der Nacht durch die schillernden Lichtspiele mit Musikuntermalung. Die Show „Garden Rhapsody“ findet täglich um 19:45 und 20:45 Uhr im Park hinter dem Marina Bay Sands Hotel statt. Ein sinnliches Erlebnis!

OCBC-SKYWAY

Flower Dome und Cloud Forest, die größten freitragenden Gewächshäuser der Welt, dominieren den Park Gardens by the Bay hinter dem Marina Bay Sands Hotel. Noch beeindruckender sind die 25 bis 50 Meter hohen Supertrees. Diese vertikalen Gärten sammeln Regenwasser, gewinnen Sonnenenergie und sind Belüftungskanäle für die Gewächshäuser. Diese Bäume verbindet eine 128 Meter lange Hängebrücke, von der aus man in 22 Meter Höhe von einem Baum zum anderen spazieren und faszinierende Ausblicke auf den Park, das Meer und die Skyline der Stadt genießen kann.

HERITAGE CENTER CHINA TOWN

In drei wunderschön restaurierten Geschäftshäusern in der Pagoda Street erlebt man auf mehreren Ebenen besonders eindrucksvoll den Alltag früherer chinesischer Immigranten, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Singapur kamen. Mit einem Audio-Guide streift man durch originalgetreu nachgebildete engste Schlafräume, einfache Gemeinschaftsküchen, authentische Straßenszenen und sogar durch berüchtigte Opiumhöhlen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhun­dert und bekommt ein vages Gefühl für diesen aufregenden Teil der Geschichte Singapurs.

ENTDECKE Highlights in Singapur

 

Hotels 

Parkroyal on Pickering (Foto): Das Hotel mit der begrünten Fassade verbindet nachhaltige ökologische Prinzipien; schöner Pool in der 5. Etage, zwischen kolonialem Zentrum und Chinatown. www.panpacific.com/en/hotels-and-resorts/pr-pickering.html

The Fullerton Bay Hotel: Boutique Hotel der gehobenen Kategorie auf Stelzen mit traumhaftem Frühstück; liegt wunderschön an der Marina Bay.
www.fullertonhotels.com/the-fullerton-bay-hotel

Hotel Fort Canning: Kolonialer Charme mit Design im Park, eine Oase mitten in der Stadt im Civic District. www.hfcsingapore.com/

Swissotel Merchant Court: Leistbares Mittelklassehotel im Zentrum am Ufer des Singapore River, Nähe Clarke Quay MRT-Station.
www.swissotel.de/hotels/singapore-merchant-court/

Marina Bay Sands: Das Hotel der Superlative mit dem berühmten Infinity-Pool, in dem man ob der vielen Menschen aber nicht schwimmen kann; wenn möglich Club-Zimmer wählen www.marinabaysands.com/

Peninsula Excelsior: Günstiges Mittelklassehotel in bester Lage; Civic District www.peninsulaexcelsior.com.sg/

Naumi Hotel: Kleines Haus mit persönlicher Note – Empfehlung! Civic District www.naumihotels.com/singapore/

Hotel 1929: Einfaches, sehr günstiges Boutique-Hotel in Chinatown www.hotel1929.com.sg/

Wanderlust Hotel: Äußerst originelles Haus in Little India www.wanderlusthotel.com/

Hotel NuVe Heritage: Kleines Boutique-Hotel mit ganz besonderem Flair in Kampong Glam www.hotelnuveheritage.com/

Bars

Rooftop Bar des Fullerton Bay Hotel: Gediegenes Ambiente mit spektakulärem Panoramablick über die Stadt und die Marina Bay www.fullertonhotels.com/the-fullerton-bay-hotel/lantern-roof¬top-bar.html

Bar Rouge im 71. Stock des Hotels Swissotel The Stamford: Vom derzeit höchsten Hotel Singapurs bietet sich ein fantastischer Ausblick; jeden Donnerstag kostenfreie Getränke für Ladys von 22:00 bis 01:00 Uhr
www.swissotel.de/hotels/singapore-stamford/bars/ bar-rouge-singapore/

Loof: Als Singapurs beste Dachbar ausgezeichnet; serviert Nostalgie in einem Stadtgarten auf den Odeon Towers; zwischen Civic District und Bugis http://www.loof.com.sg/

1 Altitude: Bar in der 63. Etage im Central Business District; Panoramablick über Singapur
www.1-altitude.com/

Nachtschwärmer finden um die Club Street und Ann Siang Hill in Chinatown viele angesagte Bars. Bestens geeignet für Bar-Hopping, Essen und Musik:

Screening Room: Rooftop Bar, auch um Filmklassiker anzuschauen
screeningroom.com.sg/

Gem Bar: Live-Musik im 2. Stock; immer schon Happy Hour nützen! www.gemsingapore.com/

Essen

Zu Hause kocht der Singapurer eher selten, gegessen wird meistens auswärts, denn in den Hawker Centern ist es durchwegs günstiger. Singapur hält einige Erlebnisse für all jene bereit, die die asiatische Küche entdecken möchten.

Hawker Center Makansutra Gluttons Bay: Ein Foodcourt, vor al¬lem für Touristen, in bester Lage an der Marina Bay im Freien mit großer Auswahl an asiatischem Essen zu relativ günstigen Preisen (Selbstbedienung); 8 Raffles Ave, #01–15 Esplanade Mall
Chinatown Complex Hawker Centre: Größtes Hawker Center Sin¬gapurs mit 260 Läden zu unschlagbaren Preisen; 335 Smith St, Chinatown Complex
Over Easy: Wenn es mal nicht asiatisch sein soll: amerikanisches Restaurant mit toller Aussicht auf die Bay, eher hochpreisig; Fullerton Road www.overeasy.com.sg/
Coriander Leaf: Im ruhigen Innenhof des Chijmes Komplex im kolonialen Zentrum, qualitativ hochwertiges Essen in schönem Ambiente (Reservierung empfohlen) http://corianderleaf.com/

The Banana Leaf Apolo: Wunderbare nord- und südindische Küche serviert eines der bekanntesten indischen Restaurants in Singapur. Das Ambiente ist nicht sonderlich ansprechend, aber probiert haben sollte man das Fischkopfcurry oder Roganjosh (scharf gewürztes Lammgericht). Seinem Namen getreu, wird das Essen auf Bananenblättern serviert; Course Road oder 48 Serangoon Road http://www.thebananaleafapolo.com/

Tomo Izakaya Japanese Restaurant: Gutes, günstiges Sushi; ideal für den Lunch; Esplanade an der Marina Bay de-de.facebook.com/tomoizakaya/

Working Title: Kleines, ausgefallenes Restaurant und Café in Kam¬pong Glam; 48 Arab Street http://www.workingtitle.sg/

Warong Nasi Pariaman: Indonesische Küche in Kampong Glam; North Bridge Road http://pariaman.com.sg/

Chef‘s Table by Chef Stephan Zoisl: Hochwertige, kreative asiatische Küche mit österreichischem Einfluss; Tras Street (südliches Chinatown) www.chefstable.sg/

LeVeL33: Restaurant und Microbrauerei mit tollem Blick auf die Bay; im Marina Bay Financial Centre level33.com.sg/

 

 

Shopping

Die perfekte Reisezeit für Schnäppchenjäger ist übrigens von Ende Mai bis Ende Juli, denn dann findet Singapurs Great Sale statt, der Rabatte bis zu 70 Prozent beschert!

Orchard Road:
ION Orchard: Hier muss man einfach gewesen sein! www.ionorchard.com/en/
Paragon: Wer Luxusmarken sucht, kommt hierher www.paragon.com.sg/stores
Mandarin Gallery – „Beyond the Vines“: Schicke, minimalistische Mode aus Singapur beyondthevines.com/

Kampong Glam:
Haji Lane: Viele Boutiquen mit Vintage-Mode und lokalen Labels
u. a. tangers: einfache Stücke, die aber nicht jeder hat; 73 Haji Lane
www.tangers.com.sg/

 

Jamal Kazura Aromatics: Hier können Sie sich Ihren eigenen Duft kreieren lassen; 21 Bussorah Street www.jamalkazura.com/contactus.html

Wer Stoffe kaufen möchte, wird in der Arab Street fündig, z.B. bei Royal Fabrics, 84 Arab Street oder Molkan Fabrics, 72 Arab Street
Chinatown:
Orchid Chopstick: Eine riesige Auswahl an hübschen Essstäbchen und Kämmen aus Holz und an entzückendem chinesischem Porzellan, 24 Sago Street www.facebook.com/sgchopstick/

House Of Zhen Pte Ltd: Geschmackvolles Kunsthandwerk lokaler Künstler guter Qualität zu moderaten Preisen, 252 South Bridge Road www.facebook.com/HouseOfZhen/

Noch mehr Unternehmungen

Kochkurs: Food Playground in Chinatown, 24A Sago Street www.foodplayground.com.sg/
Peranakan Museum: Täglich 10:00 bis 19:00 Uhr, 39 Armenian Street; Civic District
www.peranakanmuseum.org.sg/

Nationalmuseum: Täglich 10:00 bis 19:00 Uhr, 93 Stamford Road; Civic District
Neoklassizistisches Gebäude, mit Glas und Metall erweitert, das man nicht nur von außen gesehen haben sollte. Der Schwer¬punkt der Ausstellungen liegt auf der Geschichte und Kultur Singapurs, die mit viel Liebe zum Detail lebendig und multime¬dial präsentiert wird www.nationalmuseum.sg/

Singapore Heritage Afternoon Tea im Fullerton Bay Hotel: Montag bis Freitag 15:30 bis 17:30 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 15:00 bis 17:00 Uhr, 80 Collyer Quay Genießen Sie einen entspannten Nachmittag in eleganter At-mosphäre mit Blick auf die Marina Bay
www.fullertonhotels.com/the-fullerton-bay-hotel

Der Park Fort Canning liegt auf einem Hügel, der gleich an das koloniale Zentrum anschließt. Er bietet nicht nur Grünflä¬chen, hier finden sich auch antike Artefakte, Überreste einer Festung, die Battle Box, ein ehemaliger unterirdischer Militärkomplex aus dem 2. Weltkrieg, ein Gewürzgarten und Rasen¬flächen, die für Konzerte genutzt werden. Eine Rolltreppe führt vom Nationalmuseum direkt hinauf.
www.nparks.gov.sg/gardens-parks-and-nature/ parks-and-nature-reserves/fort-canning-park

Emerald Hill: In dieser ruhigen Gegend in der Nähe der Or¬chard Road stehen noch Terrassenhäuser im Stil des chinesi¬schen Barock, die teilweise aufwendig restauriert wurden. Die meisten beherbergen Bars und Restaurants.
Thian Hock Keng Tempel: Der älteste Tempel in Singapur in traditionellem südchinesischem Stil mit schönen Schnitzereien und Skulpturen. Eine kleine Oase im quirligen Chinatown. 158 Telok Ayer Street
Art Science Museum: Hier verbinden sich Kunst und Wissenschaft in Dauer- und Wechselausstellungen auf drei Stockwer¬ken. Allein das Gebäude in Form einer Lotusblüte, gleich ne¬ben dem Marina Bay Sands Resort, ist die Besichtigung wert www.marinabaysands.com/museum.html

Night Safari: Zählt zu den beliebten Touristenattraktionen in Singapurs Zoo. Mit einer Bahn fährt man durch das Gelände, geht auf ausgesteckten Pfaden und beobachtet nachtaktive Tiere www.wrs.com.sg/en/night-safari/

Sentosa Island: Eine der Stadt vorgelagerte Insel, die leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, wurde zum Vergnügungs- und Erholungspark ausgebaut. Themen-und Wasserparks, Aquarium und Strände sorgen für Unterhal¬tung. www.sentosa.com.sg/

Groß, größer, Alaska

Groß, größer, Alaska

Groß, größer, 

ALASKA

Wildnis und Weite im Land der Superlative

Wo Berggipfel aufgrund ihrer Höhe fast nicht mehr zu sehen sind und sich Flüsse endlos lang durch abgeschiedene Wälder schlängeln, wird im Urlaub jeder für ein paar Stunden zum Aussteiger. Vom Ruf des Goldes bis zum Bad in heißen Quellen – hier sind die besten Tipps, um das Abenteuer Natur in Alaska genussvoll zu erleben.

 

Von Anita Arneitz

 

In Alaska gibt es vor allem eines – unheimlich viel Platz. Outdoor­freaks können tagelang alleine durch die Wildnis pirschen und dabei bis auf ein paar Bären, Elche oder Wölfe niemanden anderen treffen. Geselligere Menschen lassen sich hingegen in den Städten nieder. Dort werden sie schnell von der Fröhlichkeit der Indianer mitgerissen und lauschen beim Lagerfeuer fasziniert den alten Legenden.

Die Natur ist in Alaska immer ein Superlativ. Alles ist ein bisschen größer, höher, tiefer oder weiter als woanders. Das fängt schon mit der Fläche an. Alaska ist als der größte Bundesstaat der USA fünfmal so groß wie Deutschland und damit das Sehnsuchtsziel von Aussteigern, schrulligen Einsiedlern sowie Outdoorfans. In Summe mit den Ureinwohnern beträgt die Einwohnerzahl des gesamten Landes gerade einmal etwas mehr als 730.000. Gut die Hälfte davon lebt direkt in der Hauptstadt Anchorage im ­Süden. Der Rest verteilt sich auf kleine Siedlungen bis hinauf zum arktischen Ozean, wo rund 600 Kilometer vom Polarkreis entfernt der nördlichste Ort der USA zu finden ist. ­Barrow ist ausschließlich per Schiff oder Flugzeug erreichbar und im Winter bedeckt von Eis, Schnee und Dunkelheit. Mystisch, karg und flach ist hier die Tundra. Wer sich auf das Aben­teuer einlässt, kann bei einem Tagesausflug seine Zehen ins Nordpolarmeer stecken, die Inupiat-Eskimos kennenlernen und vielleicht einen Polarbären sehen. Kulturell und landschaft­lich ist das ein absolutes Kontrastprogramm zu jenem Teil des Landes, der südlich des Polarkreises liegt, wie zum Beispiel die mit bunten Blumen herausgeputzte Stadt Fairbanks.

Fairbanks: die goldene Mitte

Seit Jahrhunderten gilt Fairbanks als das Tor zum Norden. Zuerst siedelten sich die Athabaskan-Indianer entlang des Flusses Chena zwischen den grünen Hügeln an. Während die Inupiat im Norden Eisbären, Wale, Walrosse und Seerobben jagten, um zu überleben, fingen die Athabaskan hauptsächlich Fische aus dem Fluss. Viele von ihnen führen heute noch ein Leben als Selbstversorger. Allerdings sind sie keine Nomaden mehr, sondern leben wie fast alle anderen der rund 30.000 Einwohner entweder in einer abgeschiedenen Blockhütte in der Umgebung oder in einem kleinen Holzhaus in der Stadt.

 

Ab dem Jahr 1905 gab es in Fairbanks bereits Elektrizität, Abwassersysteme, Feuerwehr und Schulen. Zu verdanken hatten das die Bewohner dem Gold. Das edle Metall wurde in den Wäldern in großem Stil abgebaut. Als die Adern erschöpft waren, blieben die meisten Pioniere in der Stadt, die später vom Bau des Highways, der Militärbasen und Ölpipeline profitierte. Heute eignet sich Fairbanks als perfektes Basislager, um die goldene Mitte Alaskas zu entdecken.

 

Wo Santa Claus wirklich wohnt

Santa Claus is coming to town? Was für ein Quatsch! Der bärtige Mann sitzt lieber in seinem warmen Haus im kleinen Städtchen North Pole und wartet auf Besuch. Ob Groß oder Klein, jeder darf mal auf seinem Schoß Platz nehmen und ihm einen Wunsch ins Ohr flüstern. Und das seit mehr als 50 Jahren. Damals kam Familie Miller ohne Geld nach Alaska. Für die Kinder schlüpfte Vater Con zu Weihnachten ins Santa-Claus-Kostüm. Das kam so gut an, dass er bald eine Berühmtheit wurde und erfolgreich Weihnachtsdeko verkaufte. Heute ist sein Haus ein leuchtendes Christmaswonderland mit Dauermusikbeschallung. 365 Tage im Jahr, 30 Fahrminuten mit dem Auto von Fairbanks entfernt, gibt es hier alles für das Fest. Auch außergewöhnlich Unvorstellbares. Hydranten in Zuckerstangenoptik und Rentiere auf den Straßenlaternen weisen den Weg. Übrigens, wer einen Originalbrief von Santa bekommen möchte, muss gar nicht so weit fahren. Auf Santas Webseite können persönliche Zeilen mit ein paar Klicks in die ganze Welt versendet werden. Hochoffiziell mit Siegel und Zertifikat.

www.santaclaushouse.com

Jede freie Minute wird in Alaska draußen in der Sonne verbracht. Mit dem Kanu geht es flussabwärts hinein in den Urwald, Wanderer hingegen zieht es bergauf in luftige Höhen. In jedem der 15 Nationalparks des Landes gibt es wunderschöne Wege für jeden Konditionslevel – vom kurzen Spaziergang mit der Familie über Holzbrücken zum Wasserfall bis hin zu fordernden Klettertouren auf den Denali. Mit mehr als 6100 Metern ist das der höchste Berg Nordamerikas und damit für Bergfexe eine echte Herausforderung. Aber keine Sorge: Selbst wer sich im Urlaub nicht sportlich verausgaben will, kann dem Gipfel nahekommen. Hop-on-Hop-off-Busse chauffieren einen bequem durch den Nationalpark, und mit ein bisschen Glück huscht beim Fotostopp Bär, Fuchs oder Weißkopfseeadler vor die Linse.

Zum Pflichtprogramm gehört auch eine Ausfahrt mit den Huskys, egal zu welcher Jahreszeit. Denn neben dem Fischen gehören die Hundeschlittenrennen zu den Lieblingssport­arten der Einheimischen. Bei einer Tour mit einem Hundeschlittenführer erfahren Interessierte mehr über die Arbeit mit den Tieren und sausen in rasantem Tempo zwischen den Schwarzfichten hindurch. Wer danach ein wenig Erholung braucht, sollte zu den Hot Springs von Chena River fahren. Diese heißen Quellen entdeckten die Goldsucher vor mehr als hundert Jahren. Schnell sprach sich die wohltuende Wirkung des bis zu 57 Grad warmen Wassers herum. Es entstand ein kleines Resort mit Restaurant, Eismuseum, Gärtnerei, Urlaubshütten sowie Reit- und Wanderwegen. Vergleichbar mit europäischen Thermen ist das Ganze freilich nicht. Das Bad ist reduziert auf das Wesentliche. Trotzdem ist der dampfende Außenpool, umringt von Felsen, ein einzigartiges Erlebnis in der Natur – vor allem, wenn sich dann noch die grün tanzenden Nordlichter am Sternenhimmel zeigen.

Zurück in Fairbanks, können im Naturschutzgebiet „Creamers Field“, quasi mitten in der Stadt, Hunderte Kraniche und andere Vogelarten von Aussichtstürmen aus beobachtet werden. Danach bieten sich ein Ausflug mit dem Dampfschiff entlang des Chena Rivers oder ein paar ­angenehme Stunden im historischen Vergnügungspark mit Theater, Shops und ­Restaurants aus der Goldgräberzeit an. Nach dem Trubel kehrt bei der fast siebenstündigen Autofahrt nach Anchorage Ruhe ein und es wird einem wieder einmal die unglaubliche Weite des Landes bewusst. Stundenlang geht es geradeaus auf dem Highway – ohne jemanden zu erspähen.

Anchorage: die Stadt im Süden

Angekommen in Anchorage, heißt es: „Hey, Folks, lay down!“ Stress wird in der jungen Stadt kategorisch abgelehnt. Deshalb immer einen kleinen Zeitpuffer einplanen, falls es im Shop, Café oder Restaurant mal etwas länger dauert oder ein Elch gemütlich über die Straße schlendert. Die Wolkenkratzer und Vorstadthäuschen liegen nämlich idyllisch eingebettet zwischen Seen und ausgedehnten Parkanlagen. Romantische Fjorde, einsame Strandbuchten, Trails mit fantastischen Aussichten und beeindruckende Gletscher sind vom Zentrum aus rasch zu erreichen. Ob mit Mietauto, Wohnmobil, Zug oder Zelt, das individuelle Reisen fällt aufgrund der Infrastruktur leicht. Daher ist der Süden ideal für alle, die viel ­Alaska in kurzer Zeit erleben wollen.

Auf keinen Fall verpasst werden sollte ein Treffen mit den Ureinwohnern. Im Native Heritage Center erzählen die Mitglieder der verschiedenen Stämme ehrenamtlich über ihre Verbundenheit mit dem Land und zeigen trommelnd alte Bräuche. Diese Erfahrung verändert den Blick auf die Landschaft. Mit all den Legenden im Hinterkopf scheint die Küste mit den zerklüfteten Fjorden noch geheimnisvoller zu sein. Auch die rund 100.000 Gletscher überraschen: Zum einen mit ihren gigantischen Ausmaßen von einer Länge über 50 Kilometer, zum anderen mit ihrer Farbenpracht. Manche blenden mit blütenreinem Weiß, andere sind dunkel wie die Nacht. Bei einem Schiffsausflug durch den „Prince William Sound“ fährt man an 26 Gletschern vorbei! Laut grollend bricht das türkisblaue Eis aus bis zu 100 Meter hohen Wänden ins Meer. Sogar bei Regen und Nebel ist es ein berührender Moment, wenn die ungewisse Reise einer glitzernden Eisscholle beginnt. Wer die Schönheit der Wildnis schätzt, wird in Alaska aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und fährt mit einem Gefühl der Freiheit nach Hause.

Tipps Alaska

 

Natur- und Tiererlebnisse

Prince William Sound beim Gletscher: Die fünfstündige Bootsfahrt von Whittier durch die Fjorde beeindruckt, und mit ein bisschen Glück kann man sogar dem Gletscher beim Kalben zusehen. Achtung: Wer mit dem Auto anreist, muss durch den Anton Anderson Memorial Tunnel. Die Durchfahrt ist aufgrund der Einbahnregelung nur zu bestimmten Zeiten möglich (Maut 12 Dollar). www.philipscruises.com

Bärensafari im Katmai Nationalpark: Eine der besten Bärensafaris ist jene von Gary und Jeanne Porter. Auch eine Österreicherin unterstützt das Team im Sommer bei Organisation und Buchung. www.baldmountainair.com

Spazieren am arktischen Ozean: Zur nördlichsten Stadt Amerikas, Barrow, geht’s nur per Flugzeug. Zu erleben gibt es die arktische Tundra und vielleicht einen Polarbären. Flug: www.alaskaair.com, Hotel und Touren: www.tundratoursinc.com, Stadt: www.cityofbarrow.org

Entspannen in heißen Quellen: Rund eineinhalb Stunden Autofahrt von Fairbanks entfernt, kann man im Chena Hot Springs Resort im warmen Wasser entspannen. Für Abkühlung sorgt danach ein Besuch im Eismuseum mit coolen Cocktails an der Bar. www.chenahotsprings.com

Hundeschlittenfahrt: Rund 100 Rennhunde, die aufgrund ihres Alters oder wegen Verletzungen nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen können, haben in Chena River ein neues Zuhause gefunden. Sie sind es gewohnt, täglich zu trainieren, und freuen sich darüber, wenn sie mit Besuchern eine Runde durch die Wälder drehen dürfen. Alternativ bietet sich eine actionreiche ATV-Tour entlang des Flusses an. www.chenahotsprings.com

Nordlichter: Rot, blau, violett oder grün tanzt die Aurora borealis von Mitte ­August bis Anfang April am Himmel. Einfach hinausgehen und staunen!

Mary Shields besuchen: Wie der Hundeschlitten für eine mehrwöchige Tour durch die Wildnis gepackt wird und welche Herausforderungen weibliche Musher zu bewältigen haben, erzählt Mary Shields in ihrem Holzhaus mitten im Wald.

Vogelparadies: Das Creamer´s Field in Fairbanks ist Tummelplatz für Tausende Kraniche, Gänse, Enten, Schwäne oder Eulen. Von Mai bis Oktober sind am meisten Vögel zu sehen.

Tipps Alaska

 

Natur- und Tiererlebnisse

Prince William Sound beim Gletscher: Die fünfstündige Bootsfahrt von Whittier durch die Fjorde beeindruckt, und mit ein bisschen Glück kann man sogar dem Gletscher beim Kalben zusehen. Achtung: Wer mit dem Auto anreist, muss durch den Anton Anderson Memorial Tunnel. Die Durchfahrt ist aufgrund der Einbahnregelung nur zu bestimmten Zeiten möglich (Maut 12 Dollar). www.philipscruises.com

Bärensafari im Katmai Nationalpark: Eine der besten Bärensafaris ist jene von Gary und Jeanne Porter. Auch eine Österreicherin unterstützt das Team im Sommer bei Organisation und Buchung. www.baldmountainair.com

Spazieren am arktischen Ozean: Zur nördlichsten Stadt Amerikas, Barrow, geht’s nur per Flugzeug. Zu erleben gibt es die arktische Tundra und vielleicht einen Polarbären. Flug: www.alaskaair.com, Hotel und Touren: www.tundratoursinc.com, Stadt: www.cityofbarrow.org

Entspannen in heißen Quellen: Rund eineinhalb Stunden Autofahrt von Fairbanks entfernt, kann man im Chena Hot Springs Resort im warmen Wasser entspannen. Für Abkühlung sorgt danach ein Besuch im Eismuseum mit coolen Cocktails an der Bar. www.chenahotsprings.com

Hundeschlittenfahrt: Rund 100 Rennhunde, die aufgrund ihres Alters oder wegen Verletzungen nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen können, haben in Chena River ein neues Zuhause gefunden. Sie sind es gewohnt, täglich zu trainieren, und freuen sich darüber, wenn sie mit Besuchern eine Runde durch die Wälder drehen dürfen. Alternativ bietet sich eine actionreiche ATV-Tour entlang des Flusses an. www.chenahotsprings.com

Nordlichter: Rot, blau, violett oder grün tanzt die Aurora borealis von Mitte ­August bis Anfang April am Himmel. Einfach hinausgehen und staunen!

Mary Shields besuchen: Wie der Hundeschlitten für eine mehrwöchige Tour durch die Wildnis gepackt wird und welche Herausforderungen weibliche Musher zu bewältigen haben, erzählt Mary Shields in ihrem Holzhaus mitten im Wald.

Vogelparadies: Das Creamer´s Field in Fairbanks ist Tummelplatz für Tausende Kraniche, Gänse, Enten, Schwäne oder Eulen. Von Mai bis Oktober sind am meisten Vögel zu sehen.

Geschichte und Kultur

 

Alaska Native Heritage Center: Um die Kultur der verschiedenen Ureinwohner zu verstehen, empfiehlt sich ein Besuch im Heritage Village in Anchorage. Nicht verpassen: Tanzvorführungen! www.alaskanative.net

Inupiat Heritage Center: Handwerkern beim Bootsbau über die Schulter sehen, Zungenbrecher üben oder traditionelle Spiele mit Walfischknochen ausprobieren – im Heritage Center laden die ­Inupiat zum Mitmachen ein. Tipp: Handgemachte Souvenirs kaufen und so die Ureinwohner unterstützen. Quyanaqpak (Danke)! www.nps.gov

Athabaskan-Kultur: Im Morris Thompson Cultural und Visitor Center in Fairbanks präsentieren die Athabaskan ihre Kunst. www.morristhompsoncenter.org

Goldrausch auf der Bühne: The Palace Theatre in Fairbanks spielt von Mai bis September eine spritzige Revue wie vor 100 Jahren. www.akvisit.com

Alaska Wildlife Conservation Center: Elch, Bären, Bison oder Füchse sorgen in Portage in einem großen Freigehege für tolle ­Fotomotive. www.alaskawildlife.org

Museum des Nordens: Die Universität von Alaska hat in Fairbanks in einem futuristischen Gebäude ein spannendes Naturmuseum eingerichtet. www.museum.uaf.edu

Wandertipps: Es gibt viele gut ausgeschilderte Trails in Alaska – neben dem Denali Nationalpark auch im Chugach State Park und National Forrest oder im Eagle River Nature Center mit dem Thunderbird-Falls-Trail.

Bärenknigge für Wanderungen

Der Bär hat immer Vorrang. Wanderer sollten laut reden oder singen, damit die Tiere vorgewarnt sind. Steht dennoch plötzlich ein Braunbär vor einem, ist langsamer Rückzug angesagt. Nicht rennen. Niemals! Lieber wild mit den Armen fuchteln und auf den ­Bären einreden. Auf Konfrontationen mit dem Menschen hat ein Braunbär meistens ohnehin keine Lust, außer er fühlt sich bedroht oder sieht seine Jungen in Gefahr. Nur bei Schwarzbären und Polar­bären sieht die Sache anders aus. Da kann es schnell gefährlich werden. Deshalb Augen und Ohren offen halten!

Schlafen

Wie anno dazumal: Bereits im Jahr 1916 schliefen die ersten Gäste im Hotel mitten in Anchorage. Vom alten Flair blieb viel erhalten, dafür müssen Abstriche beim Komfort gemacht und ein paar Geister in Kauf genommen werden. www.historicanchoragehotel.com

Schlafen neben der Gondel: Gut situierte Familien fahren zum Skifahren und Wandern ins Alyeska Resort in die Chugach-Berge. Die Straßen sind hier nach dem Arlberg oder Kitzbühel benannt. www.alyeskaresort.com

Bärenstarkes B&B: Etwas oberhalb von Homer mit traumhaftem Blick auf Bucht und Gletscher führen Don und Sharron Cotogno das Timber Bay Bed & Breakfast. Bitte Hunger mitbringen, Don kocht am Morgen richtig groß auf. www.timber-bay.com

In der Natur: Kleine Häuschen kann man in Fairbanks von Mai bis September direkt beim Fluss buchen. www.riversedge.net

Mit Vinothek: Die SpringHill Suites liegen fußläufig zum Zentrum in Fairbanks und sind modern ausgestattet. Im Erdgeschoß kommen Weinliebhaberinnen auf ihre Kosten. https://www.marriott.de/hotels/travel/faish-springhill-suites-fairbanks/

Nationalstolz: Jeden Tag werden in der Talkeetna Alaskan Lodge die Fahnen gehisst und die Hymne angestimmt. Sehr schöne Lodge mit Blick auf Denali und Restaurant. https://www.alaskacollection.com/lodging/talkeetna-alaskan-lodge/

Super-Luxusunterkünfte sind in Alaska eher selten. Die meisten Hotels, B&B und Cabins (Hütten) sind einfach und zweckmäßig ausgestattet. Daher lieber vorab die Erwartungen ein wenig runter­schrauben. Aber es sind alle sehr bem­üht und hilfsbereit. 

 

Schlemmen

 

Start in den Morgen: Seit mehr als 40 Jahren ist das Snow City Café der Treffpunkt in Anchorage. Zum Frühstück werden Omelettes mit Garnelen, Käse, Avocado, Kartoffelpuffer und literweise Kaffee serviert. www.snowcitycafe.com

Lachs für alle: Zugegeben, der Pioneer Park in Fairbanks ist ein ­typisch amerikanischer Vergnügungspark und wirkt recht touristisch. Aber der frisch gegrillte Lachs schmeckt gut und das Flanieren zwischen all dem Kitsch macht Spaß. Zimtrollen-Verführung: Erste Anlaufstelle für Naschkatzen in Fairbanks ist das Cookie Jar Restaurant mit eigener Bäckerei.

www.cookiejarfairbanks.com

Saloon-Feeling: Im historischen Pump House werden feinstes Rentierfleisch, Jakobsmuscheln und Fisch serviert. https://pumphouse.com

 

Best of Portobello-Pilz: Die besten Burger der Stadt gibt es in Fairbanks im Chena´s Alaskan Grill mit Terrasse über dem Fluss. Der Portobello-Burger ist ein Hit! www.riversedge.net

In Alaska wird viel mit regionalen Produkten gekocht. Auch Brauereien sind immer mehr im Kommen. Die nördlichste Brauerei Amerikas, Silver Gulch, liegt etwas außerhalb von Fairbanks. Restaurants oder Cafés sind meist nur direkt in den Städten zu finden. Produkte von den Farmen werden auf den Wochenmärkten in Anchorage, Fairbanks und Homer verkauft.

 

Hin- und Herumkommen

Beste Reisezeit: Im Juli und August (max. Temperatur 22 Grad plus) kommen die meisten Touristen zum Wandern und Bären­beobachten. Unterkünfte müssen rechtzeitig im Voraus gebucht werden. Der Winter (bis zu minus 20 Grad) punktet mit Nordlichtern, Skifahren und Schlittenhundefahrten.

Tipps: Für einen Roadtrip von Fairbanks nach Homer, Anchorage und Barrow sollten mindestens 14 Tage eingeplant werden. Entfernungen nicht unterschätzen, Zeitpuffer einplanen und Benzintank rechtzeitig auffüllen! Von Mai bis September fliegt Condor direkt nach Fairbanks bzw. Anchorage, ansonsten gibt es gute Flugverbindungen über andere amerikanische Städte wie Seattle.

Weitere Infos:

www.anchorage.net

www.homeralaska.org

www.travelalaska.com

www.explorefairbanks.com

 

Der Trend: Klöster

Der Trend: Klöster

Der Trend:

KLÖSTER

Kloster-Retreat statt Wellness-Tempel

Raus aus dem Alltag und ab ins Kloster. Anstatt sich eine Auszeit im luxuriösen Wellness-­Hotel zu gönnen, suchen immer mehr Menschen Rückzug und Ruhe in einer spirituellen Umgebung, die so gar nichts mit dem eigenen Alltag zu tun hat. Eine Auszeit im Kloster mit Fastenwoche, kneippen oder Yoga? Wo man das – und noch viel mehr – am eigenen Leib in Österreich erleben kann, lesen Sie hier.

von Angelika Mandler-Saul

Klöster boomen in Sachen Fasten, Detox und Gesundheit.

 

Zahlreiche Klöster in Österreich bieten weitaus mehr an als ein stilles Gästezimmer, Einkehr und gute Gespräche. Eine Reise durch unser Klösterreich: Was wir hinter Klostermauern finden können

Viele Klöster in Österreich haben ihre Tore schon lange weit geöffnet, nicht nur für Tagesausflügler oder Pilger. Bei den Benediktinern ist die Gastfreundschaft sogar von jeher in den Ordensregeln verankert, und zwar Gastfreundschaft für alle: Frauen und Männer, die eine Auszeit suchen, Stille und Ruhe brauchen oder einfach ihrem Körper und Geist etwas Gutes tun wollen. Das geschieht immer öfter auch in Form von Fasten- und Meditationswochen, Yogatagen, spirituellen Wanderungen, Kneippkuren und Einkehrtagen. Und zwar in einer religiösen, spirituellen Umgebung, die so ganz anders ist als der eigene durchgetaktete Alltag daheim. Im Kloster herrscht kein Trubel wie am Buffet im Vierstern­hotel, kein Kampf um eine Liege am Pool, es gibt keine durchgeplanten Massage-Einheiten oder hochpreisigen Beauty-Anwendungen: Hinter die Klostermauern kann man sich komplett zurückziehen und dennoch etwas für seinen Körper tun. Für die Seele sowieso.
Einmal nicht mit der besten Freundin endlos über die Alltagssorgen tratschen, sondern mit einer fremden Klosterschwester plaudern, die gerade Kräuter sammelt? Oder mit dem Gastpater beim Frühstück über Gott und die Welt reden? Dazu muss man nicht unbedingt tiefgläubig und auch kein Mann sein.
Viele Klöster bieten nicht mehr nur ein einfaches Kämmerlein mit Holzkreuz über dem Bett und Bibel auf dem Tisch an, sondern moderne Gästezimmer mit Hotelservice und sprechen damit gleichermaßen etwa Fastengäste, Wanderer und Urlauber an. Denn mittlerweile geht der Trend weiter als nur zu Exerzitien und Digital Detox. Es geht nicht nur mehr rein um den Rückzug, die Kontemplation und die ultimative Ruhe, denn die Ordensgemeinschaften hatten von jeher immer auch andere Pflichten als das Gebet, die Einkehr und die Pflege der Stille. Sie bestellten das Land, sammelten Kräuterwissen, kultivierten Wein, brauten Bier, forschten, lehrten, sammelten und lasen. Dieses umfassende, alte Wissen stellen die Ordensgemeinschaften nun auch ihren Gästen zur Verfügung, quasi gemeinsam mit persönlicher Betreuung und spirituellem Touch: Alle gehen ins Kloster. beten kann man, muss man aber nicht.
Buchen kann man geführte Heilfastenkuren, Bewegungswochen, Kräuter-Workshops mit Klosterschwestern, Detox-Weekends, geführtes Meditationswandern, Bibliotheksführungen und Malkurse. Fasten, Yoga und Qi Gong, Nordic Walking, Kunstgenuss, Traditionelle Europäische Medizin und vieles mehr ist im Angebot und es wird täglich mehr, weiß Hermann Paschinger, Pressesprecher von Klösterreich, einer Kommunikationsplattform mit derzeit 26 Mitgliedsklöstern: „Die hohe Angebotskompetenz der Klöster mit ihrer Authentizität wird weiter zunehmen und noch mehr Besucher ins Kloster bringen, wobei auch die Aufenthaltsdauer der Gäste steigt.“ Auf der Website von Klösterreich wird das umfangreiche Angebot multimedial präsentiert und man gewinnt einen Eindruck, was uns die Klöster alles bieten.

Zum Pilgern, Nichtstun oder Meditieren. Zum Fasten, Räuchern, Chillen oder Kräuter­sammeln. Gestresste Managerinnen, überarbeitete Powerfrauen und Mütter, geplagte Studenten, Fastenwillige, Wanderer und Ausflügler – alle gehen ins Kloster. Ein Streifzug durch das Angebot hinter Klostermauern.

KLOSTERGAST AUF ZEIT SEIN:

Einfach nur chillen und seine Ruhe haben!
Wenn sich abends die Klosterpforte im niederösterreichischen Stift Heiligenkreuz schließt, bekommen die Auszeit-Gäste einen Eindruck von der Ruhe und Kontemplation, die hier herrschen, wenn die Besucherbusse abgefahren sind. Als Gast mit dem eigenen Stifts-Schlüssel hat man den Kreuzgang, die Kirche, die Stille für sich allein. Man kann am regelmäßigen Gebet der Mönche aktiv teilnehmen oder auch nur lauschen. Und plötzlich geht es ganz schnell mit dem Entschlacken der Gedanken. Denn als „Gast auf Zeit“ darf man in vielen Klöstern selbst wählen, was einem gut tut: Gespräche, Ruhe, priesterliche Betreuung, Einzelexerzitien, Wandern oder einfach Nachdenken und Nichtstun. Hier darf jede Frau und jeder Mann selbst entscheiden, wonach sie oder er sucht. Ein Gastmeister kümmert sich um die Gäste, steht für Gespräche zur Verfügung und erklärt den Hausgebrauch.
Zu Gast sein im Kloster zum Mitleben, Mitessen und Mitbeten – das bieten zahlreiche Klöster in Österreich an. Die Ausstattung der Gästezimmer variiert hier von Kloster zu Kloster sehr stark. Manchmal ist sie regelrecht karg, aber man gewöhnt sich schnell an die Ruhe ohne Radio, TV-Gerät oder Wi-Fi. Ein Leselicht, ein Kreuz über dem Einzelbett und die eigenen Gedanken. Zeit mit sich und für sich: Keine ­Ablenkungen und Zerstreuungen, dafür die Kirchenglocken – manch einer schläft hier besser als jemals zuvor.
Auch das Klosterleben folgt einem oft seit Jahrhunderten vorgegebenen Takt, einem Ritus und einem strikten Tages­ablauf, der von regelmäßigen Gebeten vorgegeben wird. Aber es ist nicht durchgetaktet. Es lässt Freiraum für Stille, Ruhe, Gemeinschaft und geistige Regeneration.
Verordnen Sie sich doch mal selbst eine Nacht hinter Klostermauern, oder zwei. Immer öfter bieten Klöster neben den kleinen Einkehr-Kemenaten auch modern ausgestattete Gäste­zimmer an, und zwar nicht nur für Gläubige, sondern für alle Frauen und Männer, die Ordnung in ihr Leben bringen wollen. Mit einem klar strukturierten Tagesablauf, der vor allem eines nicht ist: überladen. Es ist eine wohltuende Unter­brechung des eigenen Alltags.

FASTEN und TRADITIONELLE EUROPÄISCHE MEDIZIN:

Körper und Geist erfrischen!

Dem Trend zum Fasten, zum Basenfasten oder zum beliebten „intermittierenden Fasten“ folgt man nirgendwo leichter als hinter Klostermauern. Kein Kühlschrank in der Nähe, keine versteckten Süßigkeiten, und wer will, bekommt jederzeit geistigen oder motivatorischen Beistand, um durchzuhalten. Wer sich für eine Art des Fastens entschieden hat, der ist heutzutage auch im Kloster vorzüglich aufgehoben, und das nicht nur rund um die Osterzeit.
Als Fasten-Profi unter den Klöstern und als Ort für die „Entdeckung der Stille“ gilt das Waldviertler Kloster Pernegg, das bereits einen ganzen Katalog an Fasten-Packages bietet und nach mehreren Methoden arbeitet: Klosterfasten nach Buchinger, Heilfasten, Ayurvedafasten, Basenfasten oder das derzeit beliebte Autophagie-Fasten – kombiniert mit Faszien­training-Yoga, Qi-Gong oder Wandern.
Warum zieht man sich heutzutage zum Fasten in ein ehemaliges Kloster zurück statt in ein luxuriöses Wellness­hotel? Brigitta Pongratz (54), für Marketing und Projektleitung bei der Verbrechensopferhilfe Weisser Ring zuständig, war ­bereits drei Mal zum Fasten im ehemaligen Kloster Pern­egg: „Am Anfang stand eine gewisse Neugier auf Neues. Fürs Fasten wollte ich einen vollkommen anderen Rahmen als die Thermen und Wellnesshotels, wo für mich auch ein gutes Glas Wein zum Aufenthalt dazugehört. Außerdem gefiel mir die Idee der inneren Reinigung und Entgiftung an einem Ort der Spiritualität und in der Landschaft des Waldviertels, die ich sehr mag.“ Wie sie sich unmittelbar nach den Fasten-Retreats gefühlt hat? – „Es hat sich eine Art intuitives „Wissen“ über den eigenen Körper und seine Möglichkeiten entwickelt. Pern­egg ist ja selbst kein aktives Kloster mehr. Aber die Vergangenheit als Kloster ist baulich und auch atmosphärisch stets präsent. Ich würde jederzeit wieder auf Zeit ein Kloster besuchen.“

Bewusste Ernährung kann heilen und ist ein Spiegel unserer Seele. Nirgends weiß man dies besser als bei den Marienschwestern vom Karmel, die in ihren Häusern Bad Kreuzen und Bad Mühllacken in Oberösterreich mit ihren TEM-Programmen (Traditionelle Europäische Medizin) umfassende Kurwochen mit Aderlass, ­Wickeln, Güssen und Kneippen, aber auch „Nahrung für die Seele“ anbieten und sich als gut ausgestattete „Curhäuser“ verstehen. Die hier praktizierte Traditionelle Europäische Medizin nach Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp ist quasi der mitteleuropäische Gegenpol zur TCM und setzt auf „beseelte Heiltradition“.
Friedrich Kaindlstorfer, Betriebsleiter im Curhaus Bad Kreuzen, erläutert die Geschäftsphilosophie: „Dadurch wollen wir uns bewusst von den Wellness-Angeboten etwaiger Mitbewerber abheben. Das ist kein kurzfristiger Werbegag, sondern ein Entwicklungsprozess, der bereits mehr als zehn
Jahre läuft. Neben TEM ist auch das Gespräch mit unseren Schwestern und vor allem mit unserer Schwester Oberin Christiane ein fixer Bestandteil unseres Hauses. Es geht bei den Gesprächen nicht um therapeutische Maßnahmen, ­sondern sehr oft nur um das Zuhören: alltägliche Probleme, die die Gäste beschäftigen.“
Wohin geht der Trend? „Der Trend zeigt ganz klar, dass die Gesundheitsgäste weiblich sind und immer jünger werden. Wir werden auch in Zukunft den Schwerpunkt Entschleunigung, Stärkung der Lebenskraft und Lebensfreude forcieren“, so Kaindlstorfer.
Deswegen haben die Zimmer in den beiden Curhäusern auch nur noch wenig mit Klostereinkehr zu tun, sondern sind Hotelzimmer, ähnlich wie in einem Gesundheitshotel. Auf den einzelnen Gast wird ganz persönlich eingegangen und auf das alte und überlieferte Kräuter- und Gesundheitswissen greift man hier täglich zurück – denn altes Wissen ist wieder modern.

KRÄUTERWISSEN und GARTENKULTUR:

Natur im Kloster

Dass es hinter jedem Kloster irgendwo einen Kräuter­garten gibt, kommt nicht von ungefähr. Mönche und Nonnen haben seit Jahrhunderten das Kräuterwissen gesammelt, kultiviert und weitergegeben. Wildkräuter, Frauenkräuter, Heilkräuter – gegen alles ist etwa im steirischen Stift St. Lambrecht ein Kraut gewachsen, und bei Wanderungen und Räucherworkshops wird den Gästen dieses Wissen nahegebracht. Denn Kräuter sind wieder hoch im Kurs. Das Erdäpfelgewürzsalz aus dem Garten des Stifts etwa ist unter den Einheimischen legendär, und was es mit der Bella-Donna-Kirsche auf sich hat, sollte ebenfalls jede Frau wissen.
Im Klosterladen finden sich also allerlei selbst gemachte Köstlichkeiten, zudem sind diese Geschenkeläden mit lokalen Produkten ein „Door Opener“ für Ausflügler. Denn über das Essen und Trinken kommen auch im Kloster die Leut´ zusammen: Ob es Kräuter sind, ein selbst gemachter Mädesüß- Saft oder Obstschnäpse – die Klöster geben ihr Wissen heute gerne weiter. Und machen damit noch ein Geschäft.
Im oberösterreichischen Kurhaus Bad Mühllacken stehen bewusste Ernährung, Entschlackung und Entgiftung mit Kräutern täglich auf dem Programm: Da wird der Körper ausgemistet, damit auch die Seele wieder genügend Platz hat. Hier ist sogar die mitreißend motivierte Betriebsleiterin ­Elisabeth Rabeder ausgebildete Fastenbegleiterin. Und im gepflegten Kräutergarten trifft man die Klosterschwestern beim Garteln, während man sich selbst gerade beim Kneippen erfrischt.
Kräuterweihe, Vollmondwanderungen während der österreichweiten „Langen Nacht der Klostergärten“, die Herstellung von Hydrolaten und Salben oder ganze Kräuterworkshops wie im Missionskloster Wernberg in Kärnten: Die Klöster sind auch hier top und freuen sich über interessierteGäste. Die riesigen Klostergärten, die rund um die Klöster angelegt sind, sind nämlich nicht nur beliebtes Ausflugsziel, sondern mit ihren historischen Bibelpflanzen, Raritäten und Heilkräutern auch ein wichtiger Bestandteil des Klosterlebens.

SCHWEIGEN, EXERZITIEN und SPIRITUALITÄT:

Ruhe und Glauben.

Klostereinkehr ist Gast-Sein in seiner ureigensten klösterlichen Form: Sich hinter Klostermauern zurückzuziehen, um Zeit für sich zu haben und der Seele den Raum zu geben, den sie im getakteten Alltag vergeblich sucht – zur Besinnung kommt man nirgendwo besser als in seiner Klosterkemenate, die keinen Raum für multimediale ­Ablenkungen lässt. Schweige-Exerzitien oder „begleitete Stille“ ist nochmal eine Steigerung zum Gast-Sein im Kloster: Da kommt erst richtig Ruhe rein. Diesen Luxus findet man in keinem Wellness­hotel und keinem Beautypalast.
Manchen „Schweige-Gästen“ macht das Alleinsein, die Stille, die Ruhe und ein Tag, der nicht mit Pflichten ausgefüllt wird, erstmal Angst. Wir haben verlernt, mit uns alleine zu sein und einen Tag lang keinem Pflichtenheft folgen zu müssen – und noch dazu zu schweigen. Diese stille Spiritualität, die gar nichts mit dem Glauben zu tun haben muss, lernt man im Kloster aber wieder ganz von selbst: „Begleitete Stille“ nennt sie sich da – mit ein wenig Hilfestellung. Bei Exerzitien ist das Schweigen das Um und Auf und dabei „sein Leben auf lautlos zu stellen“.
Im Kärntner Missionskloster Wernberg etwa bietet man u. a. auch „Achtsamkeits-Retreats“ und begleitete Auszeiten für Frauen und Männer an, die sich ausgebrannt oder überfordert fühlen. Mit meditativem Tanz, kreativen Aktivitäten und verordneten Zeiten der Stille helfen die Schwestern beim Entschleunigen, Innehalten und Still-Sein. Auch die Ikonenmalerei oder Tanzen kann beim stillen Entspannen helfen. Meditieren beim Wandern, Zen-Meditation und Mystik oder „edles Schweigen“ – es gibt nichts, was es in unseren Klöstern nicht gibt. Man muss nur finden, was einem gut tut: etwa die Wanderexerzitien nur für Frauen in Wernberg.

PILGERN, WANDERN, EINKEHREN:

Bewegung im Kloster

Am Jakobsweg, auf der Via Sacra oder einfach nur auf einem alten Wallfahrtsweg gelegen: Einkehren im Kloster als Pilger oder Wanderer hat jahrhundertelange Tradition. Heutzutage wird zudem „Spirituelles Wandern“, „Meditatives Wandern“ und Wandern mit dem Lama als Lasttier praktiziert. Wer länger unterwegs ist, ob zu Fuß, per Lama oder auf dem Rad, der findet in den Klöstern ebenfalls die passende Unterkunft für eine Nacht: Im niederösterreichischen Stift Göttweig gibt es gar „Genießerzimmer“ zum Urlauben und im Stift Geras übernachtet man stilvoll in barocker ­Atmosphäre. Stift Lambach im steirischen Alpenvorland ist quasi ein Knotenpunkt verschiedener Pilgerwege und hat eine kleine Pilgerherberge – zusätzlich zum Gästehaus. Pilgern ist schon lange wieder modern – dazu muss man nicht wochenlang unterwegs sein. Auch abschnittsweise als Tageswanderungen bieten sich diese Kurztrips an. Im Kloster kann man unkompli­ziert und ruhig übernachten, bevor es anderntags wieder weitergeht. Da man auch per Rad pilgern kann, sind viele Klöster sogar bereits für Radfahrer eingerichtet. Und dass die meisten davon auch ein hervorragendes Klostergasthaus haben, wissen gevifte Weekend-Ausflügler ohnehin schon längst.
Wer nicht alleine pilgern will, sondern gemeinsam wallfahrten, beten und reden: Die Mönche von St. Paul im Lavant­tal (Kärnten) laden etwa zum gemeinsamen Gehen, Momenten der Stille und Ausruhen beim Pilgern am Benediktweg ein: Von Spital am Phyrn über das Stift Admont und die Abtei Seckau nach Kärnten führt der gemeinsame Pilgerweg.
Denn bei aller Modernität, Öffnung und touristischem Angebot mit Wellness-Faktor sind die Klöster in erster Linie immer noch eines: Orte der Begegnung und des Glaubens.

Impressionen aus Österreichs Klöstern

TIPPS

Überblick: Klöster zum Kennenlernen

 

Klösterreich: https://www.kloesterreich.at/home/
Gast im Kloster: https://www.gastimkloster.at/
Genusszeit: https://www.genusszeit.at/auszeit/urlaub-im-kloster
Urlaub hinter Klostermauern NÖ: https://www.niederoesterreich.at/urlaub-hinter-klostermauern
Urlaub im Kloster Salzburg: https://www.salzburgerland.com/de/urlaub-im-kloster/
Heilsame Orte und Häuser: http://www.heilsame-orte.at/home/

 

Kloster-Gast auf ZEIT sein – Jeder, wie er mag

 

Gäste willkommen im Stift Heiligenkreuz (NÖ): https://www.stift-heiligenkreuz.org/gaeste-willkommen/als-gast-im-kloster

Gästezimmer in Stift Altenburg (NÖ): https://www.stift-altenburg.at/gaestehaus
Zu Gast im Stift Göttweig, ein Erlebnis für Leib und Seele (NÖ):

www.stiftgoettweig.at/site/gastlichkeit/urlaubsowie Genießerzimmer: www.landurlaub.at/stiftgoettweig

 

Gastfreundschaft im Gästehaus im barocken Ambiente des Stiftes Geras (NÖ): www.stiftgeras.at/wp/gemeinschaft/gastfreundschaft/

Tage der Stille oder Urlaub im Kloster in Stift Lilienfeld (NÖ): www.stift-lilienfeld.at/

Gästehaus im Stift St. Florian (OÖ): www.stift-st-florian.at/besucherinfo/gaestehaus.html

Urlaub im Stift Schlägl (OÖ): www.stift-schlaegl.at/buchen/zimmer/

Sei unser Gast im Kloster Stift Seitenstetten (NÖ):www.stift-seitenstetten.at/sei-unser-gast-im-stift-seitenstetten/

Zu Gast im Kloster Stams (Tirol): Nur für Männer: www.stiftstams.at/

Ein etwas anderer Urlaub bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut (K): „Jeder kann, keiner muss!“, ist hier das Motto: www.klosterwernberg.at/gaestehaus/

Gästetrakt im Stift Lambach für persönliche Tage der Stille (Stmk): www.stift-lambach.at

Ruhe und Einkehr – und direkt am Radweg und an der Via Sacra in Stift Reichersberg (OÖ): www.stift-reichersberg.at/uebernachten.html

Gast sein in Kremsmünster (NÖ): www.stift-kremsmuenster.net/klostergemeinschaft/zu-gast-sein

Natur- und Familienurlaub im Kloster:
JUFA Hotel Stift Gurk (K) www.jufa.eu/hotel/gurk/
JUFA Hotel Pyhrn-Priel (OÖ) www.jufa.eu/hotel/pyhrn-priel/

 

Fasten, Detox und Traditionelle Europäische Medizin im Kloster

 

Zentrum für TEM im Curhaus Bad Kreuzen (OÖ): „Beseelte Heilkunst“ aus Europa nach Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp. Mit alten Traditionen und neuen Methoden, z. B. Reflexologie, ­Wickeln, Güssen, Aderlass und Ausleitverfahren. www.tem-zentrum.at/standorte/bad-kreuzen.html

Die Entdeckung der Stille beim Fastenprofi im Weinviertel: Das Kloster Pernegg (NÖ) hat das ganze Jahr über zahlreiche ­Fasten-
Wochen im Angebot, Bewegung inklusive. www.klosterpernegg.at/angebote/

Fasten für Gesunde – im Einklang mit dem Bauchgefühl: Vom Klosterfasten über Entschlacken zum Suppenfasten und Basenfasten. Die ganze Jahresübersicht des Klosters Wernberg (K) unter www.klosterwernberg.at/fasten 

Geführte Fastentage vor Ostern und Weihnachten: u. a. in Stift Altenburg (NÖ), Stift Zwettl (NÖ), Stift Schlägl (OÖ)

Ernährung, die gesund macht, und Nahrung für die Seele mitten in der Natur. Kochstudio, Kraftplätze und Wyda zur Entspannung: Fasten, entgiften und entschlacken im Curhaus Bad Mühllacken (OÖ): www.tem-zentrum.at/standorte/bad-muehllacken.html

Geraser Klosterfasten (NÖ): Suppen- und Saftfasten – mindestens 10 Tage lang und das eingebunden in die Spiritualität des Klosters, aber im eigenen Gästehaus: www.stiftgeras.com/geraser-klosterfasten/

Kräuterwissen und Klostergärten – Auch für einen Ausflug gut

 

Heilende Gastfreundschaft und Hildegard-Kräuter: Kochen, ­backen und sammeln – Wickel und Güsse: Alles mit Kräutern bei den Marienschwestern vom Karmel in den Curhäusern Bad Kreuzen und Bad Mühllacken (OÖ): www.tem-zentrum.at/home.html

Kräuter-Klausur beim Kräuterpfarrer im Stift Geras (NÖ): www.kraeuterpfarrer.at/ und www.stiftgeras.com/klosterklausur/kräuter-klausur

Soziales Arbeitsprojekt im Stiftsgarten und Klosterladen ­­
St. Lambrecht (Stmk): Kräuterkurse, Kräuterladen und der „Garten des Heilens“ in St. Lambrecht: www.domenico-stlambrecht.at

Historischer Hofgarten wie im Paradies im Stift Seitenstetten (NÖ): www.stift-seitenstetten.at/hofgarten-benediktinerstiftrosengarten/

Garten der Religionen, Schöpfungsgarten und ein Garten der Stille. Neu angelegt im Stift Altenburg (NÖ): www.stift-altenburg.at/kultur-tourismus/stiftsgaerten/
Die Gartenanlage und der Stiftspark sind Teil der imposanten, riesigen Barock-Anlage des Stifts Melk (NÖ), Audio Guide!: www.stiftmelk.at

Ein übervoller Kräutergarten und eine wunderschöne Orangerie mit Café des Stiftes Zwettl (NÖ): www.stift-zwettl.at/stift/garten/

Lustgarten und Nutzgarten: Barocke Anlage im Stift St. Paul (K): www.stift-stpaul.at/de/

10/Barock- und Kräutergarten

Österreichweit jedes Jahr: Die lange Nacht der Klostergärten, Sommer 2019.

Ganz auf lautlos stellen: Spiritualität, Schweigen und Exerzitien

 

„Geh in die Stille und du wirst Dich dort finden“: Das Haus der Stille in Heiligenkreuz am Waasen bei Graz (Stmk):www.haus-der-stille.at/

Haus der Besinnung: Ruhe und Kraft in der Natur bei Lofer (S): www.heilsame-orte.at/haus/maria-kirchental/

Stille Klausur mit Digital Detox im Stift Geras (NÖ): www.stiftgeras.com/klosterklausur/stille-klausur/

Spirituelle Seminare im Stift Schlägl (OÖ): www.stift-schlaegl.at/veranstaltungskategorie/kulturelle-veranstaltungen/

Wander-Exerzitien nur für Frauen und „Achtsamkeits-Retreat“: Stift Wernberg (K) www.klosterwernberg.at/angebote/koerper-geist-seele/

Stille Reise zum Ich und Exerzitien für Führungskräfte im Stift ­St. Lambrecht (Stmk): www.schuledesdaseins.at/index.php

Exerzitien im Alltag im Stift Göttweig (NÖ): www.stiftgoettweig.at/site/kalender/kursprogramm

 

Klöster in Bewegung: Wandern, Pilgern und mehr

 

Radfahrer vom Innradweg und Pilger der Via Sacra sind will­kommen (Bett-&-Bike-Partner OÖ) im Stift Reichersberg: www.stift-reichersberg.at/

Hemmapilgerweg und Benediktweg direkt beim Stift Admont (Stmk): www.stiftadmont.at/aussenanlagen/pilgerwege

 

Auf der Via Sacra nach Mayerling:

Start beim Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Mit Lamas unterwegs auf dem Jakobsweg: Stift Göttweig (NÖ)

Meditation und Schneeschuhwandern sowie Spirituelles Wandern: Stift Schlägl (OÖ)

Pilgern auf dem österreichischen Jakobsweg: u. a. Stift Herzogen­burg, Stift Lilienfeld, Stift Göttweig, Stift Melk (NÖ)

Wandern und pilgern auf den Spuren der Benediktinermönche: Stift St. Paul (K)

Wallfahrts-Knotenpunkte: u. a. Stift St. Florian (OÖ), Stift Rein (Stmk), Stift Heiligenkreuz (NÖ)

Mariazeller Gründerweg: Von St. Lambrecht nach Mariazell (Stmk)

 

Der österreichische Jakobsweg:

www.weitwanderwege.com/jakobsweg/

Pilgern in Österreich: www.pilgerwege.at/pilgern-oesterreich/

Pilger und Wanderer mit Hund sind im Stift Geras (NÖ) und im Gästehaus des Augustiner Chorherrenstifts St. Florian (OÖ) willkommen.

Gut Essen und Trinken im Kloster

Das Stiftsgasthaus von St. Florian (OÖ) mit riesigem veganen Angebot: www.stiftskeller.co.at

Wunderschön sommers im Innenhof, da ist was los im Stift Kremsmünster (NÖ): www.stiftsschank.at

Die Klosterschnitte ist legendär bei den Busgruppen im Stift Heiligenkreuz (NÖ): www.klostergasthof-heiligenkreuz.at

Das Klostergasthaus Thallern des Stiftes Heiligenkreuz (NÖ): www.klostergasthaus-thallern.at/de/das-klostergasthaus
plus Vinothek

Ein Landgasthaus, wie es sein soll, in Seitenstetten (NÖ): www.stiftsmeierhof.at

Kloster & Bier: Stiftsbrauerei Schlägl (OÖ): www.stiftsbrauerei-schlaegl.at

Täglich geöffnet: Stiftsrestaurant Altenburg (NÖ): www.strobls-catering.at/stifts-restaurant-altenburg

Vinothek und Weingut Stift Klosterneuburg (NÖ): www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/

 

TIPPS

Überblick: Klöster zum Kennenlernen

 

Klösterreich: https://www.kloesterreich.at/home/

Gast im Kloster: https://www.gastimkloster.at/

Genusszeit: https://www.genusszeit.at/auszeit/urlaub-im-kloster

Urlaub hinter Klostermauern NÖ: https://www.niederoesterreich.at/urlaub-hinter-klostermauern

Urlaub im Kloster Salzburg: https://www.salzburgerland.com/de/urlaub-im-kloster/

Heilsame Orte und Häuser: http://www.heilsame-orte.at/home/

 

Kloster-Gast auf ZEIT sein – Jeder, wie er mag

 

Gäste willkommen im Stift Heiligenkreuz (NÖ): https://www.stift-heiligenkreuz.org/gaeste-willkommen/als-gast-im-kloster

Gästezimmer in Stift Altenburg (NÖ): https://www.stift-altenburg.at/gaestehaus
Zu Gast im Stift Göttweig, ein Erlebnis für Leib und Seele (NÖ):

www.stiftgoettweig.at/site/gastlichkeit/urlaubsowie Genießerzimmer: www.landurlaub.at/stiftgoettweig

 

Gastfreundschaft im Gästehaus im barocken Ambiente des Stiftes Geras (NÖ): www.stiftgeras.at/wp/gemeinschaft/gastfreundschaft/

Tage der Stille oder Urlaub im Kloster in Stift Lilienfeld (NÖ): www.stift-lilienfeld.at/

Gästehaus im Stift St. Florian (OÖ): www.stift-st-florian.at/besucherinfo/gaestehaus.html

Urlaub im Stift Schlägl (OÖ): www.stift-schlaegl.at/buchen/zimmer/

Sei unser Gast im Kloster Stift Seitenstetten (NÖ):www.stift-seitenstetten.at/sei-unser-gast-im-stift-seitenstetten/

Zu Gast im Kloster Stams (Tirol): Nur für Männer: www.stiftstams.at/

Ein etwas anderer Urlaub bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut (K): „Jeder kann, keiner muss!“, ist hier das Motto: www.klosterwernberg.at/gaestehaus/

Gästetrakt im Stift Lambach für persönliche Tage der Stille (Stmk): www.stift-lambach.at

Ruhe und Einkehr – und direkt am Radweg und an der Via Sacra in Stift Reichersberg (OÖ): www.stift-reichersberg.at/uebernachten.html

Gast sein in Kremsmünster (NÖ): www.stift-kremsmuenster.net/klostergemeinschaft/zu-gast-sein

Natur- und Familienurlaub im Kloster:
JUFA Hotel Stift Gurk (K) www.jufa.eu/hotel/gurk/

JUFA Hotel Pyhrn-Priel (OÖ) www.jufa.eu/hotel/pyhrn-priel/

 

Fasten, Detox und Traditionelle Europäische Medizin im Kloster

 

Zentrum für TEM im Curhaus Bad Kreuzen (OÖ): „Beseelte Heilkunst“ aus Europa nach Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp. Mit alten Traditionen und neuen Methoden, z. B. Reflexologie, ­Wickeln, Güssen, Aderlass und Ausleitverfahren. www.tem-zentrum.at/standorte/bad-kreuzen.html

Die Entdeckung der Stille beim Fastenprofi im Weinviertel: Das Kloster Pernegg (NÖ) hat das ganze Jahr über zahlreiche ­Fasten-
Wochen im Angebot, Bewegung inklusive. www.klosterpernegg.at/angebote/

Fasten für Gesunde – im Einklang mit dem Bauchgefühl: Vom Klosterfasten über Entschlacken zum Suppenfasten und Basenfasten. Die ganze Jahresübersicht des Klosters Wernberg (K) unter www.klosterwernberg.at/fasten 

Geführte Fastentage vor Ostern und Weihnachten: u. a. in Stift Altenburg (NÖ), Stift Zwettl (NÖ), Stift Schlägl (OÖ)

Ernährung, die gesund macht, und Nahrung für die Seele mitten in der Natur. Kochstudio, Kraftplätze und Wyda zur Entspannung: Fasten, entgiften und entschlacken im Curhaus Bad Mühllacken (OÖ): www.tem-zentrum.at/standorte/bad-muehllacken.html

Geraser Klosterfasten (NÖ): Suppen- und Saftfasten – mindestens 10 Tage lang und das eingebunden in die Spiritualität des Klosters, aber im eigenen Gästehaus: www.stiftgeras.com/geraser-klosterfasten/

Kräuterwissen und Klostergärten – Auch für einen Ausflug gut

 

Heilende Gastfreundschaft und Hildegard-Kräuter: Kochen, ­backen und sammeln – Wickel und Güsse: Alles mit Kräutern bei den Marienschwestern vom Karmel in den Curhäusern Bad Kreuzen und Bad Mühllacken (OÖ): www.tem-zentrum.at/home.html

Kräuter-Klausur beim Kräuterpfarrer im Stift Geras (NÖ): www.kraeuterpfarrer.at/ und www.stiftgeras.com/klosterklausur/kräuter-klausur

Soziales Arbeitsprojekt im Stiftsgarten und Klosterladen ­­
St. Lambrecht (Stmk): Kräuterkurse, Kräuterladen und der „Garten des Heilens“ in St. Lambrecht: www.domenico-stlambrecht.at

Historischer Hofgarten wie im Paradies im Stift Seitenstetten (NÖ): www.stift-seitenstetten.at/hofgarten-benediktinerstiftrosengarten/

Garten der Religionen, Schöpfungsgarten und ein Garten der Stille. Neu angelegt im Stift Altenburg (NÖ): www.stift-altenburg.at/kultur-tourismus/stiftsgaerten/
Die Gartenanlage und der Stiftspark sind Teil der imposanten, riesigen Barock-Anlage des Stifts Melk (NÖ), Audio Guide!: www.stiftmelk.at

Ein übervoller Kräutergarten und eine wunderschöne Orangerie mit Café des Stiftes Zwettl (NÖ): www.stift-zwettl.at/stift/garten/

Lustgarten und Nutzgarten: Barocke Anlage im Stift St. Paul (K): www.stift-stpaul.at/de/

10/Barock- und Kräutergarten

Österreichweit jedes Jahr: Die lange Nacht der Klostergärten, Sommer 2019.

Ganz auf lautlos stellen: Spiritualität, Schweigen und Exerzitien

 

„Geh in die Stille und du wirst Dich dort finden“: Das Haus der Stille in Heiligenkreuz am Waasen bei Graz (Stmk):www.haus-der-stille.at/

Haus der Besinnung: Ruhe und Kraft in der Natur bei Lofer (S): www.heilsame-orte.at/haus/maria-kirchental/

Stille Klausur mit Digital Detox im Stift Geras (NÖ): www.stiftgeras.com/klosterklausur/stille-klausur/

Spirituelle Seminare im Stift Schlägl (OÖ): www.stift-schlaegl.at/veranstaltungskategorie/kulturelle-veranstaltungen/

Wander-Exerzitien nur für Frauen und „Achtsamkeits-Retreat“: Stift Wernberg (K) www.klosterwernberg.at/angebote/koerper-geist-seele/

Stille Reise zum Ich und Exerzitien für Führungskräfte im Stift ­St. Lambrecht (Stmk): www.schuledesdaseins.at/index.php

Exerzitien im Alltag im Stift Göttweig (NÖ): www.stiftgoettweig.at/site/kalender/kursprogramm

 

Klöster in Bewegung: Wandern, Pilgern und mehr

 

Radfahrer vom Innradweg und Pilger der Via Sacra sind will­kommen (Bett-&-Bike-Partner OÖ) im Stift Reichersberg: www.stift-reichersberg.at/

Hemmapilgerweg und Benediktweg direkt beim Stift Admont (Stmk): www.stiftadmont.at/aussenanlagen/pilgerwege

 

Auf der Via Sacra nach Mayerling:

Start beim Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Mit Lamas unterwegs auf dem Jakobsweg: Stift Göttweig (NÖ)

Meditation und Schneeschuhwandern sowie Spirituelles Wandern: Stift Schlägl (OÖ)

Pilgern auf dem österreichischen Jakobsweg: u. a. Stift Herzogen­burg, Stift Lilienfeld, Stift Göttweig, Stift Melk (NÖ)

Wandern und pilgern auf den Spuren der Benediktinermönche: Stift St. Paul (K)

Wallfahrts-Knotenpunkte: u. a. Stift St. Florian (OÖ), Stift Rein (Stmk), Stift Heiligenkreuz (NÖ)

Mariazeller Gründerweg: Von St. Lambrecht nach Mariazell (Stmk)

 

Der österreichische Jakobsweg:

www.weitwanderwege.com/jakobsweg/

Pilgern in Österreich: www.pilgerwege.at/pilgern-oesterreich/

Pilger und Wanderer mit Hund sind im Stift Geras (NÖ) und im Gästehaus des Augustiner Chorherrenstifts St. Florian (OÖ) willkommen.

Gut Essen und Trinken im Kloster

Das Stiftsgasthaus von St. Florian (OÖ) mit riesigem veganen Angebot: www.stiftskeller.co.at

Wunderschön sommers im Innenhof, da ist was los im Stift Kremsmünster (NÖ): www.stiftsschank.at

Die Klosterschnitte ist legendär bei den Busgruppen im Stift Heiligenkreuz (NÖ): www.klostergasthof-heiligenkreuz.at

Das Klostergasthaus Thallern des Stiftes Heiligenkreuz (NÖ): www.klostergasthaus-thallern.at/de/das-klostergasthaus
plus Vinothek

Ein Landgasthaus, wie es sein soll, in Seitenstetten (NÖ): www.stiftsmeierhof.at

Kloster & Bier: Stiftsbrauerei Schlägl (OÖ): www.stiftsbrauerei-schlaegl.at

Täglich geöffnet: Stiftsrestaurant Altenburg (NÖ): www.strobls-catering.at/stifts-restaurant-altenburg

Vinothek und Weingut Stift Klosterneuburg (NÖ): www.stift-klosterneuburg.at/weingut-und-obstgut/weingut/vinothek/

 

Montenegro

Montenegro

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MONTENEGRO

Das „Land der schwarzen Berge“ geizt so gar nicht mit Superlativen: Der höchste Fjord südlich von Skandinavien, die tiefste Schlucht Europas und zweittiefste der Welt nach dem Grand Canyon, die höchste Eisenbahnbrücke Europas und die letzten Urwälder, der größte Binnensee des Balkans und der zweitälteste Nationalpark der Welt nach dem Yellowstone Nationalpark – all das gilt es, in Montenegro zu entdecken.

Text: Angelika Mandler-Saul

Das pittoreske Kotor als UNESCO-Weltkultur- und -naturerbe haben die Kreuzfahrtschiffe schon längst für sich entdeckt. Einsam ist man also nicht mehr unterwegs in Montenegro. Zumindest auf den touristischen Hauptrouten entlang der Küste und rund um Kotor begegnet man allerorten den unvermeidbaren asiatischen Touristenhorden mit Fresspaketen, Schirmen und Selfie-Sticks. Die haben aber naturgemäß nicht viel Zeit und so hat man als Individual-Entdecker den Skadarsee, die Flüsse im Hinterland und die Nationalparks bald wieder für sich allein. Denn wer nur die Küste gesehen hat von Montenegro, der hat fast gar nichts gesehen. Aber Kotor muss natürlich sein, trotz der Touristenmassen. Hat man in Kotor im Straßen- und Menschengewirr den Aufstieg zur Festung Sveti Ivan gefunden, ist man auf dem besten Wege zu einem der atemberaubendsten Aussichtspunkte Montenegros. Auf steilen und teils sehr glatten Steinstufen geht es hinan zur Ruine, die hoch über der 2000 Jahre alten Stadt thront. Der Ausblick auf die Bucht ist wahrlich sehenswert, aber auch schweißtreibend. Alle wollen hinauf:

Ob in Sandalen oder Flipflops − beides ist auf den glatten Steinen nicht empfehlenswert. Ein anderer Aussichtspunkt, den man auf gar keinen Fall verpassen darf, befindet sich an der Serpentinenstraße von Kotor Richtung Nationalpark Lovcén: Ja, die Bucht von Kotor ist zu Recht ein UNESCO-Weltnaturerbe! Bei Fotowetter empfiehlt sich auch ein Aufstieg zum Mausoleum, auf dessen Terrasse der Blick an klaren Tagen bis ins nahe Albanien reicht. Eine gut ausgebaute Straße führt nach Cetinje, der ehemaligen Hauptstadt. Das Kloster, die Parkanlagen und die kleine Innenstadt sind entzückend zum Flanieren, Abkühlen und Kaffeetrinken in der „Gradska Kafana“. Ausschließlich für einen Strandurlaub braucht man sich nicht auf die weite Fahrt nach Montenegro aufzumachen, denn auf den ersten Blick entsprechen die Strandabschnitte an den überlaufenen Küstenorten nicht ganz unseren Vorstellungen von einsamen Stränden. Auf den zweiten Blick finden sich aber durchaus ein paar ruhige Traumstrände (siehe Strand-Tipps). Nur ein Viertelstündchen von den äußerst belebten Küstenorten wie Budva oder Bar entfernt, findet man noch viel urwüchsige Natur. Die Altstädte selbst erinnern nämlich in der Hochsaison schon mal an Split und Dubrovnik in Kleinversion. Dabei gehört Montenegro zu den kleinen Staaten Europas – es ist kleiner als die Steiermark. Die Superlative verteilen sich also auf verhältnismäßig kleinem Raum, entsprechend flott kann man mit dem Mietwagen oder dem Campingbus einiges im Hinterland erleben. Von der Küstenstraße aus erschließen sich immer wieder kurz traumhafte Ausblicke auf die Städtchen und Strände zwischen den zerklüfteten Steilküsten. Die Küstenstädtchen Sveti Stefan, Budva, Petrovac und Bar scheinen jedoch zu jeder Tageszeit voller Menschen zu sein. In Montenegro spricht man Montenegrinisch und schreibt auch in cyrillischer Schrift. So kann man sich als Urlauber außerhalb der touristischen Hot Spots oft nur mit Händen und Füßen und einem höflichen Lächeln verständigen. Umso mehr schätzen die Besucher vor Ort deutschsprachige Reiseveranstalter, die auch auf nachhaltigen Tourismus Wert legen. Der Deutsche Michael Bader ist ein von der Nationalen Tourismus- Organisation qualifizierter Montenegro-Experte und seine Ferienwohnung-Vermietung nahe Ulcinj war der erste mit dem EU-Ecolabel („Europäisches Umweltzeichen“) zertifizierte Betrieb des Landes. Montenegro wächst gerade rasant, was die Besucherzahlen angeht. Touristisch, organisatorisch und vor allem beim Umweltschutz hinkt man allerdings noch ein wenig hinterher. Seit 2012 werden EU-Beitrittsverhandlungen geführt, bis es so weit ist, muss sich aber noch einiges ändern: Mülltrennung scheint vor Ort vollkommen unbekannt, Müllbeseitigung funktioniert auf den ersten Blick gar nicht, und die schönsten Flüsse fungieren oft als Müllkippe – für uns als Besucher, die wir über die glasklaren Flüsse und das Bergpanorama staunen, vollkommen unverständlich.

Dass sich dies ändern muss, wenn Montenegro weiterhin mit seinen Naturerlebnissen punkten will, weiß auch die Österreicherin Angelika Temper, die mit ihrem Mann die Reise- agentur 3etravel betreibt. Mit ihrem lokalen Team steht sie für achtsamen, nachhaltigen Tourismus auf dem Westbalkan: Ihre Touren sind liebevoll ausgearbeitete Entdeckertouren für die ganze Familie, wobei sie großen Wert darauf legt, ihren Gästen die Gastfreundschaft der Montenegriner nahezubringen und ihre Touren mit lokalen Guides abzuwickeln. Wer also Abenteuerluft beim Wandern oder Pferdetrekking, beim Rafting, Canyoning und Mountainbiken in den Bergen schnuppern will, der tut hier in Montenegro noch gut daran, sich an einen lokalen Veranstalter zu wenden. Nur so kann man sicher sein, dass der Abenteuerfaktor kontrollier-bar bleibt und man vor Ort auch mal typisch authentisch in „Katuns“ der Hirten auf einem Berg schläft und echte monte-negrinische Hausmannskost probieren kann. Natur-Hotspots, die man getrost alleine mit dem Mietwagen erkunden kann, sind die „kleinen Niagarafälle“ Montenegros bei Podgorica, der Skadarsee und die pittoreske Fluss-Schleife bei Rijeka Crnojevica – einige Fotohöhepunkte einer Montenegro-Reise. Wo immer sich die Möglichkeit bietet, bei einem Kloster einen Stopp einzulegen, sollte man dies eben-falls tun. Das Bekannteste unter ihnen ist sicher das Ostrog-Kloster, das wie an den Felsen angeklebt zu sein scheint. Die fünf Nationalparks in Montenegro sind mit dem Auto gut erreichbar, einfache Wanderungen um die Seen leicht machbar und die Pass-Straßen, wie etwa über dem Sedlo, führen durch eine traumhafte Karst-Landschaft mit unüberblickbaren Schafherden. An den türkisgrünen Flüssen und den weitgehend naturbelassenen Seen der Nationalparks sollte man immer wieder Pausen zum Genießen einlegen, auch wenn man keine Wanderungen plant. Wer mit Hund unterwegs ist, muss sich in den Nationalparks auf keine großen Verbote gefasst machen, denn reisen-de Hunde sind hier noch eher unbekannt. Doch bei den Restaurants ist man oft streng und will den Vierbeiner nicht mal im Freien im Gastgarten haben, was für Hundebesitzer wohl etwas gewöhnungsbedürftig sein dürfte. Die einfachen Gasthäuser direkt an den Flüssen scheinen immer geöffnet zu haben: Stets wird frisch gekocht, der Kaffee in Montenegro ist eigentlich immer gut, und wer mit einem Lächeln eintritt, der hat bei den Montenegrinern schon gewonnen. Noch konzentriert sich der Tourismus in Montenegro auf die belebten Küstenorte und das unmittelbare Hinterland. Wer allerdings höher in den Norden fährt, die Nationalparks erkundet und ein wenig Abenteuerluft beim Trekking, Rafting oder Pferdewandern mit den Einheimischen schnuppert, der wird ein Montenegro kennenlernen, das einen zum Wiederholungstäter werden lässt.

ENTDECKE Highlights in Montenegro

 

MUST Sees

Kotor und die Bucht von Kotor Die atemberaubende Serpentinenstraße über Kotor Perast mit seinen Palazzi Herceg Novi mit seinem alt-österreichischen Kaffeehaus Stari Budva zum Bummeln Stari Bar zum Kaffeetrinken und einen Blick in die Vergangenheit Ulcinj für echtes Balkan-Feeling, Strände und Moscheen Die Brücke über die Tara zum Spazieren, Schauen und Staunen Bootsfahrt auf dem Skadarsee, dem größten See des Balkans und Nationalpark Die alte Hauptstadt Cetinje zum Flanieren Montenegros „kleine Niagara Fälle“ bei Podgorica

 

 

RESTAURANT TIPPS:

 

Etno Selo Nevidio im Durmitor Nationalpark: Das kleine Feriendorf mit den einfachen Hütten ist ein Basislager für Wanderungen und bietet eine frische, authente Küche an: tolle Terrasse mit Aussicht inklu-sive. Pošćenje bb, Šavnik, http://www.etnoselonevidio.com/

Konoba Bacchus in Tivat: Tivat selbst ist sehr touristisch, aber für eine kulinarische Pause zwischendurch empfiehlt sich der Genuss der gefüllten Tintenfische im Bacchus. Kühle Terrasse und eine gute Location für eine Rast nach der Panoramafahrt auf den Lovcen.

Palih Boraca, Tivat Catovica Mlini: Das hervorragende und ausgezeichnete Restaurant liegt höchst idyllisch am Fluss in der Bucht von Kotor. Hunde erlaubt, Service und Küche sehr gediegen, Ambiente traumhaft für den Urlaubsstart in Kotor. An der E65, Morinj, http://www.catovica-mlini.com/

 Gradska Kafana Herceg Novi: Das Kaffeehaus mit Jugendstil-Touch und mit der ultimativen Terrasse, dem Ausblick und den österreichisch anmutenden Süßspeisen sollte der erste Stopp in Herceg Novi sein. Njegoševa 31 Herceg Novi, http://www.gradskakafana.me/

Gradska Kafana Cetinje: Kaffeehaus in der Fußgängerzone von Cetinje mit schönem, schattigem Gastgarten. Dvorski Trg, Cetinje Restaurant Nevjesta Jadrana: Direkt an der alten Straße zwischen Kotor und Cetinje auf 950 Meter Seehöhe gelegen. Eine tolle Terrasse zum Einkehren auf dem Weg zum Mausoleum. An der P1, https://nevjestajadrana.weebly.com/

Virski Pub Virpazar: Am Skadarsee gibt es viele kleine Konobas, aber diese hier hat uns mit extremer Gastfreundschaft und einer perfekt gegrillten Forelle überrascht. Virpazar im Park bei der Brücke. Konoba Ribar: Köstlich essen hoch droben mit einer wunderbaren Aussicht auf die Bucht von Bar. Dobra Voda, Bar.

Zum Durchkosten

 

Priganice: Rausgebackene Köstlichkeit aus Mehl und Germ, die man mit Honig und Käse genießt Kačamak: Polenta mit viel Kajmak-Käse Cicvara: Gestampfte Kartoffeln mit Dickmilch und Käse Kajmak: Schichtkäse-Spezialität Njeguški sir/prsut: Käse und Schinken aus dem gleichnamigen Dorf Ćevapi, Ražnjići, Pljeskavica: Fleisch und Faschiertes, wie man es kennt, doch in ordentlichen Portionen. Deshalb entfällt oft die Verkleinerungsform.  

 

Ausflugtipps:

 

Eisenbahnfahrt über die höchste Eisenbahnbrücke Europas: Eine spektakuläre Bahnstrecke führt von Belgrad über Podgorica nach Bar über das 498 Meter lange Mala Rijeka Viadukt.

 Vogelbeobachtungen: bei den Schutzgebieten und Rastplätzen der Vögel bei der alten Saline von Ulcinj oder am Skadarsee

Aktiv-Familientouren: Wandern, Reiten, Seekayaking, Rafting (leicht), Hochseilparks und Zip-Lines mit Übernachtung bei den Hirten auf der Alm

 

Stradtipps von M.Bader

 

Strand der Königin: Nur per Boot erreichbar, nicht mehr ganz unberührt, aber immer noch top. Morgens früh dort sein! www.utjeha.me, https://goo.gl/maps/sG5ibefScFp

Bigovica Bay: Nur per Boot erreichbar. Unbewohnt und nicht bewirt-schaftet. Traumhafte Ruhe mit glasklarem Wasser zum Schnorcheln und Tauchen mit Schaf-Gesellschaft. https://goo.gl/maps/MvjhgTU9g1k

Valdanos Beach: Ehemaliges Erholungsresort für Militärs in Jugoslawien, aber mittlerweile wieder bewirtschaftet. Olivenbäume ohne Ende https://goo.gl/maps/vTfuaw1tqjP2

Velika Plaža Ulcinj:Paradies pur, aber: Ganz zum Ende durchfahren und nicht auf die Insel Ada Bojana, sondern inks unter der Brücke durch. https://goo.gl/maps/GXGghWxZwZC2

 

Naturnah Wohnen

Natürlich kann man in Montenegro in Bettenburgen an der Küste über-nachten. Wäre aber schade, weil man so von einem echten Naturerleb-nis meilenweit entfernt ist. Deswegen gibt es hier Tipps für naturnahes Wohnen in authentischem Ambiente, an das Sie sich noch lange erinnern werden. Zudem lohnt es sich, bei Airbnb nach Privatunterkünften zu suchen. 

Etno selo Nevidio: Gemütliches und gepflegtes Steinhaus-Dörfchen mit hervorragender Küche und Terrasse mitten im Wandergebiet nahe Šavnik. http://www.etnoselonevidio.com/ 

Baumhaus bei Stari Bar: Baumhaus am Campingplatz mit Wanderweg zu einer Badestelle im Fluss. http://house4rest.bar.hotels-me.net/de/ 

Utjeha FEWO: Appartements in Utjeha mit Dachterrasse, direkt vom mehrfach ausgezeichneten Montenegro-Experten Michael Bader. EU-Ecolabel zertifiziert! https://utjeha.me/ 

Steinhaus im Norden des Skadarsees: Schön renoviert und in einem alten Dorf gelegen. Gute Lage für Ausflüge. https://www.airbnb.at/rooms/1091457 

Etno Selo Vranjak: Wohnen in einfachen Katuns am Berg beim Pionier in Sachen „Etno selo“. Mitten im Skigebiet des NP Biogradska Gora. http://jelka.me/category/eco-village/ 

Eco Village Goleš: Eine „Genuss-Alm“, die mit Pferd oder Jeep erreich-bar ist. Vor 10 Jahren im Rahmen eines Projekts der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gestartet und nun von Locals weiter-geführt. Goleš, Kolašin. https://www.airbnb.at/rooms/6585930 

Ethno Village Stavna: Hübsche Bungalows mit je 10 Betten und Terrasse am Fuße der Komovi Berge. http://www.ekokatunstavna.com/index-eng.html 

Etno selo Izlazak: Appartements und Bungalows bei Pluzine oberhalb des Pivastausees. http://www.etno-selo-izlazak.me/

ENTDECKE Highlights in Montenegro

 

MUST Sees

 

Kotor und die Bucht von Kotor Die atemberaubende Serpentinenstraße über Kotor Perast mit seinen Palazzi Herceg Novi mit seinem alt-österreichischen Kaffeehaus Stari Budva zum Bummeln Stari Bar zum Kaffeetrinken und einen Blick in die Vergangenheit Ulcinj für echtes Balkan-Feeling, Strände und Moscheen Die Brücke über die Tara zum Spazieren, Schauen und Staunen Bootsfahrt auf dem Skadarsee, dem größten See des Balkans und Nationalpark Die alte Hauptstadt Cetinje zum Flanieren Montenegros „kleine Niagara Fälle“ bei Podgorica

 

 

RESTAURANT TIPPS:

 

Etno Selo Nevidio im Durmitor Nationalpark: Das kleine Feriendorf mit den einfachen Hütten ist ein Basislager für Wanderungen und bietet eine frische, authente Küche an: tolle Terrasse mit Aussicht inklu-sive. Pošćenje bb, Šavnik, http://www.etnoselonevidio.com/

Konoba Bacchus in Tivat: Tivat selbst ist sehr touristisch, aber für eine kulinarische Pause zwischendurch empfiehlt sich der Genuss der gefüllten Tintenfische im Bacchus. Kühle Terrasse und eine gute Location für eine Rast nach der Panoramafahrt auf den Lovcen.

Palih Boraca, Tivat Catovica Mlini: Das hervorragende und ausgezeichnete Restaurant liegt höchst idyllisch am Fluss in der Bucht von Kotor. Hunde erlaubt, Service und Küche sehr gediegen, Ambiente traumhaft für den Urlaubsstart in Kotor. An der E65, Morinj, http://www.catovica-mlini.com/

 Gradska Kafana Herceg Novi: Das Kaffeehaus mit Jugendstil-Touch und mit der ultimativen Terrasse, dem Ausblick und den österreichisch anmutenden Süßspeisen sollte der erste Stopp in Herceg Novi sein. Njegoševa 31 Herceg Novi, http://www.gradskakafana.me/

Gradska Kafana Cetinje: Kaffeehaus in der Fußgängerzone von Cetinje mit schönem, schattigem Gastgarten. Dvorski Trg, Cetinje Restaurant Nevjesta Jadrana: Direkt an der alten Straße zwischen Kotor und Cetinje auf 950 Meter Seehöhe gelegen. Eine tolle Terrasse zum Einkehren auf dem Weg zum Mausoleum. An der P1, https://nevjestajadrana.weebly.com/

Virski Pub Virpazar: Am Skadarsee gibt es viele kleine Konobas, aber diese hier hat uns mit extremer Gastfreundschaft und einer perfekt gegrillten Forelle überrascht. Virpazar im Park bei der Brücke. Konoba Ribar: Köstlich essen hoch droben mit einer wunderbaren Aussicht auf die Bucht von Bar. Dobra Voda, Bar.

 

Zum Durchkosten

 

Priganice: Rausgebackene Köstlichkeit aus Mehl und Germ, die man mit Honig und Käse genießt Kačamak: Polenta mit viel Kajmak-Käse Cicvara: Gestampfte Kartoffeln mit Dickmilch und Käse Kajmak: Schichtkäse-Spezialität Njeguški sir/prsut: Käse und Schinken aus dem gleichnamigen Dorf Ćevapi, Ražnjići, Pljeskavica: Fleisch und Faschiertes, wie man es kennt, doch in ordentlichen Portionen. Deshalb entfällt oft die Verkleinerungsform.  

 

Ausflugtipps:

 

Eisenbahnfahrt über die höchste Eisenbahnbrücke Europas: Eine spektakuläre Bahnstrecke führt von Belgrad über Podgorica nach Bar über das 498 Meter lange Mala Rijeka Viadukt.

 Vogelbeobachtungen: bei den Schutzgebieten und Rastplätzen der Vögel bei der alten Saline von Ulcinj oder am Skadarsee

Aktiv-Familientouren: Wandern, Reiten, Seekayaking, Rafting (leicht), Hochseilparks und Zip-Lines mit Übernachtung bei den Hirten auf der Alm

 

Stradtipps von M.Bader

 

Strand der Königin: Nur per Boot erreichbar, nicht mehr ganz unberührt, aber immer noch top. Morgens früh dort sein! www.utjeha.me, https://goo.gl/maps/sG5ibefScFp

Bigovica Bay: Nur per Boot erreichbar. Unbewohnt und nicht bewirt-schaftet. Traumhafte Ruhe mit glasklarem Wasser zum Schnorcheln und Tauchen mit Schaf-Gesellschaft. https://goo.gl/maps/MvjhgTU9g1k

Valdanos Beach: Ehemaliges Erholungsresort für Militärs in Jugoslawien, aber mittlerweile wieder bewirtschaftet. Olivenbäume ohne Ende https://goo.gl/maps/vTfuaw1tqjP2

Velika Plaža Ulcinj:Paradies pur, aber: Ganz zum Ende durchfahren und nicht auf die Insel Ada Bojana, sondern inks unter der Brücke durch. https://goo.gl/maps/GXGghWxZwZC2

 

Naturnah Wohnen

 

Natürlich kann man in Montenegro in Bettenburgen an der Küste über-nachten. Wäre aber schade, weil man so von einem echten Naturerleb-nis meilenweit entfernt ist. Deswegen gibt es hier Tipps für naturnahes Wohnen in authentischem Ambiente, an das Sie sich noch lange erinnern werden. Zudem lohnt es sich, bei Airbnb nach Privatunterkünften zu suchen.

Etno selo Nevidio: Gemütliches und gepflegtes Steinhaus-Dörfchen mit hervorragender Küche und Terrasse mitten im Wandergebiet nahe Šavnik. http://www.etnoselonevidio.com/ 

Baumhaus bei Stari Bar: Baumhaus am Campingplatz mit Wanderweg zu einer Badestelle im Fluss. http://house4rest.bar.hotels-me.net/de/ 

Utjeha FEWO: Appartements in Utjeha mit Dachterrasse, direkt vom mehrfach ausgezeichneten Montenegro-Experten Michael Bader. EU-Ecolabel zertifiziert! https://utjeha.me/ 

Steinhaus im Norden des Skadarsees: Schön renoviert und in einem alten Dorf gelegen. Gute Lage für Ausflüge. https://www.airbnb.at/rooms/1091457 

Etno Selo Vranjak: Wohnen in einfachen Katuns am Berg beim Pionier in Sachen „Etno selo“. Mitten im Skigebiet des NP Biogradska Gora. http://jelka.me/category/eco-village/ 

Eco Village Goleš: Eine „Genuss-Alm“, die mit Pferd oder Jeep erreich-bar ist. Vor 10 Jahren im Rahmen eines Projekts der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gestartet und nun von Locals weiter-geführt. Goleš, Kolašin. https://www.airbnb.at/rooms/6585930 

Ethno Village Stavna: Hübsche Bungalows mit je 10 Betten und Terrasse am Fuße der Komovi Berge. http://www.ekokatunstavna.com/index-eng.html 

Etno selo Izlazak: Appartements und Bungalows bei Pluzine oberhalb des Pivastausees. http://www.etno-selo-izlazak.me/

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